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Walk The Line
- Eva-Maria
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ich finde den Trailer auch gut!Gewöhnungsbedürftig, ja! Aber so schlecht finde ich den Trailer gar nicht mal.
Was mich nur wundert ist, das sie nicht original Johnny Cash Musik verwenden sondern nachgesungene (Ring of Fire)!
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- Tom Joad
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Natürlich sind das die wichtigen Fragen. Zumindest für diejenigen, die sich tatsächlich in der Hauptseite für Johnny Cash interessieren. Bekannt und in gewisser Hinsicht auch "Unsterblich" geworden, ist er durch seine Kunst. Er hat sich durch seine Musik vermittelt.Mich interessiert also bei einem Film über das Leben von Johnny Cash folgendes: Wie waren seine musikalischen Anfänge? Wie liefen die Studioaufnahmen bei Sam Philipps ab, gab es da stilistische Unstimmigkeiten, wie kam es zur Entzweiung? Wie entwickelte Cash sich vom SUN-Sänger zu seinem ureigensten Stil? Wie erarbeitete er musikalische und textliche Ideen für seine Songs und seine Konzeptalben? Wie schrieb er Songs, wie liefen die Studioaufnahmen ab? Wie entwickelte er seine Bühnenauftritte, wie probte er mit seinen Musikern? Wie stand er dem musikalischen Erbe der Carter Familiy gegenüber? Inwiefern beeinflusste die Heirat mit June Carter seine musikalische Entwicklung?
Also, wenn der Film auf keine dieser Fragen eine Antwort gibt und damit nur eine Drogen- und Liebesgeschichte mit nachgesungenen Cash-Songs ist, dann wäre der Kinobesuch für mich eine reine Zeit- und Geldverschwendung.
Also nochmal: Lohnt sich der Film für mich oder nicht?
Drogen, spirituelle Erlösung, tiefe zwischenmenschliche Beziehungen etc. pp. - das haben viele andere auch erlebt und erleben es auch jetzt und heute und hier. Es interessiert nur Niemanden ausserhalb ihres jeweiligen persönlichen Umfeldes. Weil eben die wenigsten Menschen diese Gabe, den Kampfgeist, das Glück (und was sonst noch alles dazugehört) haben, ihr Innerstes SO vor einem breiten Publikum ausbreiten zu können, dass manche Zuhörer dann wiederum damit beginnen, sich nach den Hintergründen für eine künstlerische Aussage zu fragen. (Abgesehen davon, dass die meisten Menschen sich - zu unser aller Glück - auch gar nicht in dieser Art mitteilen WOLLEN.)
Dass man ein wenig mehr über den biographischen Hintergrund ESSENTIELLER Musik erfahren möchte, macht diese Musik also geradezu aus. Ich denke, es ist genau dieser Punkt, der einen Künstler vom Gebrauchsmusikanten unterscheidet. Wenn sich die Zuhörerschaft die Frage stellt: Woher kommt DAS?
"Walk The Line" greift nicht wenige von Michael Werners Fragen auf. Und behandelt sie dann ganz exakt so, wie es von einem Hollywood-Picture erwartet wird. Nichts, was ein Fan nicht bereits kennen würde. Dafür einige historische Ungenauigkeiten / Ungereimtheiten im Rahmen der Storyführung. Ernsthaft wird auch MW nicht erwarten, dass überhaupt irgendein SPIELfilm so an sein Thema herangeht, dass er dem Inhalt dieser gestellten Fragen wirklich gerecht werden könnte. Das wäre und ist Aufgabe von Dokumentationen - aber im grossen Kino fehl am Platz.
In der Hauptseite spricht so ein Film Menschen an, die vom MYTHOS Cash mehr gehört haben als von seiner MUSIK. Und die es EIN GANZ KLEIN WENIG genauer wissen wollen. Bei einem anderen Zielpublikum wäre er auch nicht profitabel zu finanzieren.
JA - der Film ist zweifellos ein kitschiges Hollywood-Picture.
JA - er bezieht sich zu wenig auf Cashs künstlerisches Schaffen. Zwischen den ganzen dargestellten Drogenexzessen hat Cash nämlich noch Alben zustande gebracht, die andere weder stoned noch clean niemals nicht hinbekommen. So wird der Darstellung des Cashsens Drogensumpfs schnöde jegliche Erwähnung der "Bitter Tears"-Produktion, die ja im Handlungszeitraum des Films stattfand, geopfert.
Und ebenfalls JA - natürlich wird die Liebesgeschichte zwischen "Johnny and June" (die ja spätestens nach deren Ableben mystischen Charakter verliehen bekommen hat) in diesem Streifen weiter glorifiziert.
Und ein letztes JA, das die anderen erklären sollte: Es ist ein HOLLYWOOD-Picture. Ein Produkt einer Traumfabrik.
In diesem Rahmen ist es gut gemacht und hilft bei, Cash's Musik am Leben zu erhalten. Allein dadurch, dass es Menschen animiert, ihn erstmals BEWUSST zu hören. Mehr kann ich von einem Hollywood-Picture nicht verlangen - es sei denn, ich drehte es selber. Und wäre dann zwangsläufig in einer Situation, in der ich meine Vorstellungen in diesem grossen Rahmen nicht durchsetzen könnte. Dann ginge ich die Sache womöglich eine Nummer kleiner an. Was zur Folge hätte, dass sie von Nicht-Fans grösstenteils nicht wahrgenommen werden würde. Da beisst sich die Katze gehörig in den Schwanz. Und genau deswegen gibt es im Idealfall auch beides: Produkte für den Massenmarkt und Produkte für den musikhistorisch Interessierten.
Ich denke, der Cash-Film hat dieses Potenzial, Leute zu INTERESSIEREN: Und zwar hauptsächlich deswegen, weil die
Musik-Szenen in "Walk The Line" klasse gemacht sind. Wozu die Neueinspielungen der Musik filmtechnisch zwingend notwendig waren.
Die Musik-Szenen zeigen einen J.R.Cash, den man SO hinself bislang nicht sehen kann. Weil es dieses Material schlicht und ergreifend nicht gibt; bzw. es wohl auch in dieser Art niemals existiert hat. Aber ich kann mir Cash so vorstellen. Nun wird der Film auch in diesem Teil zur Legendenbildung beitragen. Aber irgendwo komme ich dann auch zu dem Punkt, in dem John Ford James Stewart sagen lässt: "Wenn aus einer Legende Wahrheit wird, drucke die Legende ab". Wer bereit ist, Eintrittsgeld für ein Hollywood-Picture zu zahlen, der ist - sofern er nicht vollkommen unreflektiert durch sein eigenes Leben läuft - immer auch bereit, Mythen-Bildung zu finanzieren.
Michael Werner würde ich einen "Walk The Line"-Besuch keinesfalls uneingeschränkt empfehlen. Und wenn Copperhead nur auf mich gehört hätte, hätte er wissen müssen, was ihn erwartet...
Spass gemacht hat mir der Film (hauptsächlich wegen der Musikszenen, aber auch wegen der schön gemachten Anspielungen auf einzelne Sachverhalte) allemal.
Und missen möchte ich ihn nicht, weil ich für jede Aktivität dankbar bin, die die Musik derjenigen, die mir persönlich lieb und teuer sind, am Leben erhält. Und die "meinen" toten Sängern dadurch neues Publikum schafft. Bei "Walk The Line" war es ähnlich. Ein sehr guter Freund, der in manchen Situationen auch schon einiges an Cash über sich ergehen lassen musste - ohne jemals irgendwie darauf "angesprungen" zu sein -, sprach mich im Zuge der Film-Vermarktung auf Cash an und wollte mehr über diesen Mann wissen. Was dann ein toller Abend wurde, in dem der "Missionierte" selbst missioniert werden wollte. Die Taufe steht aber noch aus.
Ohne in diesem Thread ein ganz anderes Fass aufmachen zu wollen: Vielleicht entsinnt sich der ein oder andere hier noch daran, wie in den 80er-Jahren sein Interesse an Elvis geweckt wurde. Film-Wiederholungen im Fernsehen? Oder sogar Erstausstrahlungen des zur Veröffentlichungsszeit als unsendbaren "Restmülls" der Karriere Elvis Presleys angesehenen Materials? Seltsame Movie-Songs-Sampler? Lang ist es her, aber damals waren auch nur ein paar Jahre seit Elvis' Tod vergangen - so wie es sich heute bei Cash verhält... Und dann findet der ein oder andere auf diese Art und Weise seinen persönlichen Weg zu einem Künstler, von dem er Jahrzehnte später womöglich ganz anderes Material schätzt. Dann ist es nach meinem Dafürhalten gut gelaufen...
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- Schorni
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Habe mir eben sogar dieses Video angeschaut.Habe eben sogar eine Cash-CD reingeworfen...
Feine Sache, Cash und Perkins singen Blues suede Shoes.
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- Donald
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Neckisch. Von wann mag das stammen? Sieht ja schwer nach den 70ern aus...Habe mir eben sogar dieses Video angeschaut.
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Feine Sache, Cash und Perkins singen Blues suede Shoes.
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- Tom Joad
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Drunter steht "Silver Anniversary Show 1980".Neckisch. Von wann mag das stammen? Sieht ja schwer nach den 70ern aus...
Was auch passen würde. Das Signet im Hintergrund ist dem Cover von "Silver" nachempfunden (der Platte, von der Cash sagte, dass die Grösse seines Namenszuges auf dem Cover den geplanten vollständigen Titel "Silver Anniversary" - zu seinem 25jährigen Jubiläum als Recording Artist - nicht mehr zugelassen hat). Die erschien 1979. 1980 ging er damit auf "Silver Anniversary"-Tour (mit einer ganzen Menge Deutschland-Shows).
Netter Clip
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- Big Hunk
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Geil, die habe ich irgendwo und werde heute abend gleich mal suchen.Drunter steht "Silver Anniversary Show 1980".
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- Roqui
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ditoich habe den film jetzt 2 mal gesehen und bin verliebt
:doppelwub
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- Roqui
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in mich, den johnny oder junedito
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