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Elvis By The Presleys
- praytome
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heheheheVon Dir hätte ich jetzt eigentlich erwartet, dass Du zuhause ein Originalband hast, worauf Elvis' erste Test-Proben in Las Vegas von 1965 enthalten sind, wo man deutlich hört, wie der Colonel bei "Petunia the gardener's daughter" plötzlich unterbricht und in seiner bekannten Art dazwischenbellt: "Ah, mah boy, betta sing some Dutch folk songs from my home country!"
Bisschen enttäuscht bin ich jetzt schon...
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- praytome
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an dem tag wo ein markt dfür erkennbar wäre tue ich das...Er sollte mal eine DVD mit 2 Stunden Footage rausbringen
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- User gelöscht
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Man kann nicht den Künstlermanager mit einem Industriemanager, vor allem nicht der heutigen Zeit, vergleichen. (Den unsäglichen Heuschrecken-Vergleich, der qualitativ noch unterhalb der Nazi-Propaganda anzusetzen ist, lasse ich mal geflissentlich außen vor!) Ich bleibe dabei: Die Aufgabe eines Künstlermanagers ist es tatsächlich einzig und allein, den künstlerischen Output seines Klienten kommerziell auszuschlachten! Das und nichts anderes!
Heutzutage hat sich (vor allem durch die Landplage mit den Casting-Shows und den nicht zuletzt daraus resultierenden Untergang der Tonträgerindustrie) im öffentlichen Bewusstsein ein Managertyp breitgemacht, der dem Künstler auch in die Kunst reinredet. Das mag auch nötig sein, weil die meisten Künstler keine Künstler mehr sind (unter dem Aspekt "Kunst kommt von Können"), sondern nur noch Kunstprodukte. Sie brauchen einen Manager, der auch ihren künstlerischen Output mitformt. Das war jedoch bei Elvis Presley, dem wohl größten Künstler der populären Musikgeschichte, nicht nötig!
Du sagst, Elvis habe eine beispiellose Karriere hingelegt, für die jede Maßstäbe fehlen. Ich bin nicht ganz der Meinung, da die Karrieren z.B. von Frank Sinatra, Paul McCartney, Elton John, Michael Jackson und Madonna ähnliche Dimensionen erreicht haben, nur fehlt denen die Legendenbildung durch den tragischen Verfall und den frühen Tod. Wie auch immer, es ist natürlich richtig, dass Elvis plötzlich vor einer Herausforderung stand, die seine Vorstellungskraft übersteigen musste - aber fairerweise muss man dabei auch sehen, dass dies für den Zirkusmann Parker ebenfalls zutraf!
Wenn Parker Visionslosigkeit vorgehalten wird, dann muss ich dem widersprechen: Parker hatte bezüglich der Vermarktung seines Künstlers tatsächlich Visionen! Seine Arbeit bildete erst das Berufsbild des modernen Künstlermanagers, er gilt bis heute als einer der größten, wenn nicht sogar DER größte. Künstlerische Visionen waren Elvis' Angelegenheit, geschäftliche Parkers.
Erstaunlich, dass bei beiden die visionslosen Zeiten und die Höhepunkte sehr parallel verliefen. Wenn Elvis künstlerisch zur Höchstform auflief, tat Parker es geschäftlich ebenfalls. Gleichermaßen sorgte aber Parker dafür, dass Elvis sich selbst auf dem Tiefpunkt seiner Popularität noch finanziell auf einem sehr hohen Niveau bewegte. Dieser Verdienst wird nie gesehen. Wäre es umgekehrt, und Parker hätte ein Highlight von Elvis nicht groß genug herausgebracht, wäre er dafür gelyncht worden.
Es ist schon geradezu zynisch, wenn Parker vorgehalten wird, er habe Elvis' frühen Tod mitverschuldet, weil er am Ende keine Herausforderungen mehr an ihn herantrug. Wie wäre es mit folgender Sichtweise, rein provokativ: Wenn Parker nicht die große Herausforderung "Aloha from Hawaii" an Elvis herangetragen hätte, wäre er schon 1975 gestorben...?!?
Du schreibst: "Kein Manager der Welt kann einen Künstler managen und führen, dessen Talente, Stärken und Möglichkeiten er nicht kennt. Beides gehört zusammen." Das ist richtig. Aber Parker kannte Elvis' Möglichkeiten - wenn nicht, hätte er ihn nicht "entdeckt", und er hätte niemals diesen Erfolg hingelegt. Aber ich wehre mich gegen das Wort "führen". Parker sollte Elvis nicht führen! Wo Manager das tun, haben wir keinen Künstler mehr, sondern das oben erwähnte Kunstprodukt!
Wenn Parker mal sagte, er habe noch nie einen Elvis-Film gesehen (und wie oft behauptet wird, auch noch nie eine Elvis-Platte gehört), so halte ich das für eine großspurige Aussage der Abteilung "Mein Haus, mein Auto, meine Yacht" - hier wird ein bisschen geprotzt mit dem Tenor "Siehste, ich kann auch aus Scheiße Geld machen!" Sei es ihm gegönnt...
Um das mal klarzustellen: Ich möchte Parker nicht zum Heiligen machen, am allerwenigsten auf Kosten von Elvis! Ich möchte nur, dass diese Märchenerzählerei um Parker endlich aufhört, wo die Geschichten noch nicht einmal der ersten Instanz des gesunden Menschenverstandes standhalten (Knebelverträge, Hypnose und sonstiger Bullshit). In erster Linie möchte ich, dass allen endlich einmal klar wird, dass Elvis - von gelegentlichen Streitereien, die es in jeder Partnerschaft gibt, abgesehen - diesem Mann vertraut hat und mit ihm arbeiten WOLLTE! Ich finde auch nicht alles gut und richtig, was Parker getan hat, aber ich setze mich für eine sachliche und FAIRE Bewertung seines Lebenswerks ein. Ich wehre mich dagegen, dass er der Sündenbock ist für alles, was bei Elvis schief lief, während die großen Leistungen alle allein auf Elvis' Kappe gingen. Das hat Thekenmannschaftsniveau (Spiel gewonnen = Spieler waren toll / Spiel verloren = Trainer ist schuld!), und dagegen wehre ich mich hier.
Wer Erfolg hat, hat Recht: Letztendlich zählt nur, dass Elvis - mittlerweile fast 30 Jahre nach seinem Tod - immer noch in aller Munde ist. Er ist "larger than life" - und es sollte einfach nicht vergessen werden, dass Parker daran einen enormen Anteil hat. Nicht mehr, nicht weniger.
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- Taniolo
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Selbst wenn die beiden vereinbart hätten, dass Elvis an Parker im Falle einer Kündigung eine Abfindung zu zahlen hätte, so wäre das eine völlig korrekte Abmachung, die nicht nur in dieser Branche üblich ist - so gut wie jeder, der hierzulande seinen Job verliert, bekommt doch auch eine Abfindung! Warum sollte das, was wir von unseren Arbeitgebern wie selbstverständlich erwarten, im Falle Parkers ein mieser Trick sein? Wird hier nicht mit zweierlei Maß gemessen? Und wenn Elvis diese Abfindung nicht hätte bezahlen können, so lag das einzig und allein an seiner persönlichen Einstellung zum Umgang mit Geld - um es wertfrei auszudrücken.
Elvis war - auch durch Parkers Beitrag - der weltgrößte Star und hätte leicht einen neuen Manager gefunden, Parker aber keinen neuen Elvis. So wäre es nur zu verständlich, sollte eine Abfindung vereinbart worden sein. Dennoch verweise ich diese Aussage so lange ins Reich der Legenden, bis mir jemand eine Kopie des Vertrags zwischen Elvis und Parker präsentiert.
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- Angie
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Ich bin mir aber sicher, dass mit dem Wechsel des Managers einiges anders gelaufen wäre mit Elvis.Elvis war - auch durch Parkers Beitrag - der weltgrößte Star und hätte leicht einen neuen Manager gefunden, Parker aber keinen neuen Elvis.
In den 50ern finde ich, dass Parker ganz gut war für Elvis. Später bin ich am zweifeln. Vielleicht hätte ein neuer Manager Elvis auch in andere Länder gebracht. Eine Welttournee z.B. oder Filme mit "Charakter" und " Inhalt ".
Ist ja alles nur eine Annahme. Kann natürlich auch ganz anders sein.
Viele sagen ja auch: " Wäre der Colonel nicht gewesen, könnte Elvis noch leben" . Das halte ich allerdings für überspitzt.
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Eine Welttournee z.B. oder Filme mit "Charakter" und " Inhalt ".
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- Angie
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Natürlich !Unter den Umständen kann man doch behaupten, dass seine Karriere verdammt gut verlaufen ist, oder?
Höhepunkte und Tiefpunkte gehören auch ganz einfach dazu.
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Ja!Höhepunkte und Tiefpunkte gehören auch ganz einfach dazu.
Und was Elvis so einzigartig macht: Seine Tiefpunkte waren immer noch erfolgreicher als die Höhepunkte der meisten anderen Künstler, gelle?
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- Angie
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Recht hast du !Ja!
Und was Elvis so einzigartig macht: Seine Tiefpunkte waren immer noch erfolgreicher als die Höhepunkte der meisten anderen Künstler, gelle?
Wir wollen mal jetzt lieber nicht aufzählen, wer zu den Künstlern gehört. Die Liste wäre zu lang.
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