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Elvis By The Presleys
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Danke für das Posting, so macht es wieder Spaß, mit Dir zu diskutieren.weil der colonel keinen sinn für solche spartenprodukte wie gospelalben hatte. da halfen auch die grammys nichts. das zeigt wieder mal, dass dem colonel die künstlerische entwicklung von elvis völlig egal war, zumal, wenn es nicht in das image passte, welches er für elvis aufgebaut hatte.
Grundsätzlich muss ich Dir in vielem, was Du gerade geschrieben hast, Recht geben. Nur bei obigem Satz: Ersetze bitte "Colonel" durch "RCA", denn nicht der Colonel entscheidet über den Werbe-Etat einer Tonträgerproduktion, sondern einzig und allein die Plattenfirma. Und der muss man es an dieser Stelle hoch anrechnen, dass sie Elvis ÜBERHAUPT diese Aufnahme gestattet hat. Kommerziell ist da nämlich tatsächlich nicht viel zu holen, da es halt eine Spartenmusik ist, ohne diesen Begriff negativ auslegen zu müssen. Der Grammy ist eine Ehrensache, aber damit konnte RCA keinen einzigen Arbeitsplatz sichern. Leider ist aber eine Plattenfirma nichts anderes als ein Wirtschaftsunternehmen, bei dem es einzig und alleine um Gewinne geht. RCA war niemals ein Kultursponsor, und das wusste Elvis auch!
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Meiner Meinung war es auch 1963. Aber schon seit 1957 machte Elvis keine Tourneen mehr, sondern gab 1961 lediglich zwei einzelne Konzerte (erfolgreich!).Bitte verbessere mich, wenn ich falsch liege, aber war es nicht so, dass die Beatles ihren großen Durchbruch in den USA (die US-Musikbranche spricht heute noch erbebend von der "British Invasion") 1963 hatten und man exakt in diesem Jahr kein reguläres Elvis-Album mehr auf den Markt brachte, obwohl eins fertig war, das dann auch in den 90ern als "Elvis for the asking" veröffentlicht wurde, und dass man die Songs stattdessen als Bonus auf den Filmplatten verbraten hat?
Aber warum sind für Dich die Film-LPs keine regulären Alben? Die Film-Alben belegten 1963 Platz 3 und 4 in den USA, dazu kam noch "Elvis Golden Records III". Mit drei Alben pro Jahr war der Vertrag erfüllt.
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Nun, ich glaube, das Problem ist nicht, dass WIR das Elvis nicht zutrauen - ganz im Gegenteil, jeder hier hätte sich doch ein Monatsticket gekauft, oder?elvis hat solide familienunterhaltung gemacht. das ist anzuerkennen und in keinster weise mies zu machen. ihm nicht zuzutrauen, diese unterhaltung auch auf die bühne zu verlagern, ist etwas unfair, denn das publikum dafür gab es.
Es ist offensichtlich, dass Elvis SELBER sich das nicht zutraute - sonst hätte er doch wohl wenigstens einen Vorstoß gewagt, oder? Bekanntlich war er ja in der Zeit selber öfters zu Gast bei Vegas-Auftritten seiner Kollegen. Da hätte doch dieses Verlangen in ihm nur so brodeln müssen, es selber auch zu probieren, wenn er sich da bereits reif zu gefühlt hätte. War aber wohl nicht so...
Was hältst Du von meiner folgenden Aussage: Die 68er TV-Show war der Grundstein für Elvis' Rückkehr auf die Bühne, sie hat den Kurs festegelegt für seine Live-Show, sie hat beim Publikum wieder ein Interesse an Elvis als Live-Performer geweckt. Und für Elvis andererseits war sie wichtig, um sich selber neu zu definieren und um zu sehen, ob er es noch drauf hat, oder ob er sogar besser ist - was ja tatsächlich der Fall war. Sind wir uns da einig?
Und nun stell Dir mal die 68er-Show vor - im Jahre 1963... Noch Fragen?
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Dieser Logik folgend hätte Elvis bei uns in Deutschland Volksmusiker werden wollen und sich samstagabends bei Moik ein Stelldichein gegeben. Bravo!
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Dem Stimme ich zu!nur werden fälschlicherweise aus heutiger sicht die 60er jahre ausschließlich mit hippies, flower power und protestsongs in verbindung gebracht. dass elvis dieses clientel nicht bediente, ist klar und war auch nie beabsichtigt. nur darf man nicht vergessen, dass nicht die ganze weltbevölkerung damals aus hippies bestand. elvis hat solide familienunterhaltung gemacht. das ist anzuerkennen und in keinster weise mies zu machen. ihm nicht zuzutrauen, diese unterhaltung auch auf die bühne zu verlagern, ist etwas unfair, denn das publikum dafür gab es.
Ich habe aber nicht das Gefühl, dass Elvis hier mies gemacht wird, sondern lediglich falsch eingeschätzt. Natürlich kann ich mich auch irren, ganz klar!
Man darf nur nicht glauben, dass Elvis, nur weil er nicht bei jedem Medienrückblick auf die Popkultur der 60er hervorgehoben wird, wenig Schallplatten verkauft hat. Er stand lediglich (musik-) kulturrevolutionell im Schatten. Das würde ich auch nie abstreiten!
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Da hätte Elvis auch noch ein Wörtchen mizureden gehabt. Nein, POarker hätte ihn dort wohl eher nicht untergebracht.Wenn das die größte Geldquelle gewesen wäre, hätte Parker versucht ihn dort unter zubringen.
...und wir können von Glück reden, dass dem nicht so war!![]()
... with a barefoot ballad you just can't go wrong.
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Da hätte Elvis auch noch ein Wörtchen mizureden gehabt. Nein, POarker hätte ihn dort wohl eher nicht untergebracht.
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Aber warum sind für Dich die Film-LPs keine regulären Alben? Die Film-Alben belegten 1963 Platz 3 und 4 in den USA, dazu kam noch "Elvis Golden Records III". Mit drei Alben pro Jahr war der Vertrag erfüllt.
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Wenn Parker deutsche Volksmusik für einen weltweiten
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Ich denke mehr als drei Alben wollte RCA nicht auf den Markt bringen, und mit einer Zweitverwertung wie "Golden Records" konnte man sich Arbeit ersparen, und der Erfolg gab ihnen ja auch Recht.Ist es nicht in der Elvis-Welt schon immer so gewesen, dass zwischen "regulären" Alben und Soundtracks unterschieden wurde?
Außerdem macht das Sinn, denn einem Studioalbum liegt immer eine andere Intention und auch Vermarktungsstrategie zugrunde. Das Konzept "Cross Marketing", wie das zwischen Film und Soudntrack-LP funktioniert hat, fällt hier weg.
Und was "Golden Records" anbetrifft, so zähle ich das deswegen nicht zu den regulären Studioalben, weil das die Branche auch nicht tut. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte "Zweitverwertung", an der der Künstler meistens nur recht wenig verdient.
Und ich meinte auch nicht das nachlassende Live-Auftreten als Reaktion auf Beatles & Co., sondern das fehlende Produzieren von Studio-Alben mit "echter" Elvis-Musik.
Aber was ist "echte" Elvis-Musik? Eine gute Frage. Rock´n´Roll, Country, Pop, Gospel, Christmas-Songs, Balladen, typische Filmsongs, Blues? Hatte er schon bis 1963 alles aufgenommen.
Ist das nicht alles "echte" Elvis-Musik?
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