The Notebook

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19.04.2010 08:57 #784652 von Taniolo
Taniolo antwortete auf The Notebook
Okay. Ich glaube, Du hast den Film überhaupt nicht verstanden. Keine weiteren Fragen. :up:

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19.04.2010 09:05 #784655 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf The Notebook

Okay. Ich glaube, Du hast den Film überhaupt nicht verstanden. Keine weiteren Fragen. :up:

Danke. Es hätte auch nicht gelohnt. Ein Weichzeichner und ein paar Farbfilter machen eben noch keinen guten Film.

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19.04.2010 09:23 #784664 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf The Notebook

Was ich unglaubwürdig finde? Eigentlich die komplette Darstellung von Gesellschaft und Liebesbeziehung Anfang der 1940er Jahre im Süden der USA.

Ist es für einen Film irgendwie von Bedeutung, dass die Story realistisch ist? Hallo?!? Dürften nur realistische Stoffe in realistischer Darstellung verfilmt werden (oder einen guten Film ausmachen), dann wären 99,9% aller Filme nie gedreht worden.

Der Vater des Typen bietet ihr beim ersten Treffen gleich mal den Vornamen an. Is' klar.

Ja, in den USA völlig normal. Und zwar quer durch alle Gesellschaftsschichten. Kann es sein, dass Du noch nie in Amerika warst? :null:

Alles ist ganz toll, sie hat natürlich rasierte Achseln. Anfang der 40er Jahre Standard, wie wir wissen.

Ja, sogar schon in den 20ern.

30 Minuten reichen dicke, um zu sehen, dass dieser Film durchschnittlicher, wenn überhaupt, Populärliteraturschrott in Weichzeichneroptik ist.

Und wenn schon. Will der Film denn etwas anderes sein? Hat er eine tiefere Message? Nein. Man wird mit schönen Bildern und einer netten, rührseligen Story anderthalb Stunden unterhalten. So funktioniert Hollywood halt.

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19.04.2010 09:27 #784667 von Donald
Donald antwortete auf The Notebook

Was ich unglaubwürdig finde? Eigentlich die komplette Darstellung von Gesellschaft und Liebesbeziehung Anfang der 1940er Jahre im Süden der USA. Die Welt ist im Krieg, die USA kämpfen an zwei Fronten, aber dort wird, wie in einem Elvis-Film, ein "Miteinander" propagiert und Leute zum gemeinsamen Musizieren auf einer Veranda drapiert, mittendrin ein schwarzer Junge, der natürlich - wie könnte es in so einem Film anderes sein? - dazu gehört, was bekanntlich Alltag war zu der Zeit. :schoeni:

Naja, Du musst aber auch bedenken, auch wenn ein Volk in einem Krieg involviert ist - und das ist in den USA sicher etwas anderes gewesen als in einem europäischen Land zu jener Zeit, wo der Krieg auch tatsächlich vor der eigenen Haustür stattfand - findet immer noch ein ganz normales Alltagsleben statt. Die Menschen werden sicher nicht gesenkten Hauptes durch die Gegend rennen, sich nicht am Leben, Liebe und schönen Dingen freuen können und ständig Gebeten für die braven GIs sprechen, die "da draußen in der Welt für die Freiheit kämpfen". In der DDR hat man sich ja auch nicht jeden Tag Gedanken um die Unterdrückung der eigenen Person gemacht, sondern halt auch ganz normal sein kleines, privates Glückt (wenn vorhanden) genossen. Anders könnte man auch gar nicht leben.

Jetzt muss ich mir den Schinken aber auch endlich mal ansehen. :wub:

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19.04.2010 09:28 #784668 von Donald
Donald antwortete auf The Notebook

Ist es für einen Film irgendwie von Bedeutung, dass die Story realistisch ist? Hallo?!? Dürften nur realistische Stoffe in realistischer Darstellung verfilmt werden (oder einen guten Film ausmachen), dann wären 99,9% aller Filme nie gedreht worden.

Vielleicht nicht unbedingt realistisch. Nur glaubwürdig sollte das Gezeigte schon sein. Wenn etwas unrealistisches glaubwürdig verkauft wird, bestens.

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19.04.2010 09:35 #784671 von Taniolo
Taniolo antwortete auf The Notebook

Jetzt muss ich mir den Schinken aber auch endlich mal ansehen. :wub:

Glaube mir, es lohnt sich! :up:
So oder so. :devil: Entweder Du hast danach einen tollen Film genossen oder Du bist der Meinung, etwas völlig Unrealistisches gesehen zu haben.
Worum es meines Erachtens geht in diesem Film, ist völlig unabhängig von der Zeit, in der es spielt. Selbst wenn - um mal einen Punkt aufzugreifen - alle Menschen in den 40er Jahren dicke Haarbüschel unter den Armen getragen hätten, hätte man für den Film rasieren müssen. Es ist nämlich wichtig, die Handlung auch auf eine gewisse Weise in die Zeit des zuschauers zu transportieren. Es hätte der Aussage des Films nicht geholfen, wenn man Dinge, die heute auf die Masse etwas unästhetisch wirken könnten, in dem Film betont hätte. Es geht mE nämlich keineswegs um eine bestimmte Zeit. Es geht viel mehr um Seelenverwandschaft, um die eine wahre Liebe, um das unendliche Gefühl, dass man mit einem Blick sich alles sagen kann. ich habe selten einen Film gesehen, der das besser rüber gebracht habe, kann mir aber auch vorstellen, dass derjenige, der diese Gefühl nie erlebt hat oder noch nicht einmal ansatzweise etwas davon ahnt, es nie verstehen wird.

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19.04.2010 09:39 #784673 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf The Notebook

Ist es für einen Film irgendwie von Bedeutung, dass die Story realistisch ist? Hallo?!? Dürften nur realistische Stoffe in realistischer Darstellung verfilmt werden (oder einen guten Film ausmachen), dann wären 99,9% aller Filme nie gedreht worden.

Ja, in den USA völlig normal. Und zwar quer durch alle Gesellschaftsschichten. Kann es sein, dass Du noch nie in Amerika warst? :null:

Ja, sogar schon in den 20ern.

Und wenn schon. Will der Film denn etwas anderes sein? Hat er eine tiefere Message? Nein. Man wird mit schönen Bildern und einer netten, rührseligen Story anderthalb Stunden unterhalten. So funktioniert Hollywood halt.

Michael, es macht wirklich keinen Sinn, mit dir über Mechanismen und/oder Wirkunsweisen von Kunst oder deren Anspruch zu reden. Es ist, als würde man sich mit einem "Restaurant"-Leiter von McDonald's über Kochen auszutauschen versuchen.

Abgesehen davon geht mir dein ewiges "Ich habe zwei Semester Jura studiert und einen Freund, der ist Anwalt"-Wort-im-Mund-Herumgedrehe tierisch auf den Sack. Ich habe nicht gesagt, das ist irgendwas unrealistisch ist. Ich habe gesagt, es ist völlig unglaubwürdig, oberflächlich und klischeehaft umgesetzt.

Und nein, es wären nicht 99,99% aller Filme nicht gedreht worden, wenn der Maßstab eine glaubwürdige Umsetzung wäre. Ich weiß allerdings auch nicht, ob du filmisch etwas anderes zum Maßstab hast als Star Wars.

Ja, ich war zweimal in den USA. Was das damit zu tun haben soll, dass es hochgradig unwahrscheinlich ist, dass Anfang der 40er ein Erwachsener nach zehn Sekunden einer 17jährigen das gewissermaßen "Du" anbietet, ist mir allerdings schleierhaft. Daran ändert auch dein vermeintliches USA-Kennertum - ich sage nur "NBC TV-Special und seine soziokulturelle Bedeutung in den USA" - nichts. Es ist hochgradig unwahrscheinlich - es bleibt hochgradig unwahrscheinlich.

Allerdings ändert das alleine nun auch wiederum nichts daran, dass es ein unwahrscheinlich gestellter und banaler Film für Frauen ist, die Ende 30 "nach einer langjährigen Beziehung" verlassen werden und dann nur noch ihre beste Freundin, mit denen sie Kuschel-Kinoabende mit Wolldecken veranstalten, und ihr Pferd haben.

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19.04.2010 09:44 #784676 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf The Notebook

Naja, Du musst aber auch bedenken, auch wenn ein Volk in einem Krieg involviert ist - und das ist in den USA sicher etwas anderes gewesen als in einem europäischen Land zu jener Zeit, wo der Krieg auch tatsächlich vor der eigenen Haustür stattfand - findet immer noch ein ganz normales Alltagsleben statt.

Auf jeden Phallus. Nur ist das hier nicht der Fall. Es ist völlig banaler, kleinmädchenhafter "Ich lebe in meiner eigenen Weichzeichnerwelt"-Kitsch.

Jetzt muss ich mir den Schinken aber auch endlich mal ansehen.  :wub:

Oh mein Gott, spar es dir! Wenn ich neulich schon sagte, dass "Dan - Mitten im Leben" "Grausamer, grausamer, wirklich GRAUSAMER Kitsch" war, dann gibt es hierfür wirklich keine passenden Worte mehr. Gib dir Fackeln im Sturm, das hat wenigstens noch einen gewissen Kult-Trash-Charakter.

Edit: Wenn du ihn haben willst, kauf ihn nicht! Ich schick dir ein Rezensionsexemplar.

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19.04.2010 09:51 #784680 von User gelöscht
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Ja, ich war zweimal in den USA. Was das damit zu tun haben soll, dass es hochgradig unwahrscheinlich ist, dass Anfang der 40er ein Erwachsener nach zehn Sekunden einer 17jährigen das gewissermaßen "Du" anbietet, ist mir allerdings schleierhaft.

Würdest Du die amerikanische Kultur jenseits der Theorie kennen, wüsstest Du, dass das Ansprechen mit dem Vornamen nicht gleichzusetzen ist mit dem Anbieten des "Du". In den USA sprechen sich Leute mit dem Vornamen an, deren Gespräche man im Deutschen dennoch in der Sie-Form übersetzen würde. Nur dass unsere Sprachkultur das Gebilde "Vorname + Sie" nicht kennt, heißt ja nicht, dass es das anderswo nicht gibt.

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19.04.2010 09:54 #784682 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf The Notebook

Würdest Du die amerikanische Kultur jenseits der Theorie kennen, wüsstest Du, dass das Ansprechen mit dem Vornamen nicht gleichzusetzen ist mit dem Anbieten des "Du".

Ja, ich weiß. Deshalb schrieb ich auch "das gewissermaßen 'Du'". Würdest Du nämlich die Theorie der englischen Sprache kennen, wüsstest du, dass es in ihr gar kein du gibt.

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