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Mein Führer
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Nur Ignoranz. Dummheit kann man keinem vorwerfen.Nein, aber Dummheit und Ignoranz, das könnte man ihnen schon vorwerfen.
Wer definiert denn, was ein Wahnsinniger ist? Auch wieder nur die Geschichte, und die schreiben die Sieger. Stalin und Mao galten auch als Genies, bis dann ein anderes Regime kam und sie zu Wahnsinnigen erklärt hat. Ähnlich war es mit Hitler. Es ist also alles relativ.Ich denke nicht, dass das einzige Maß für Genialität oder Wahnsinn der Erfolg ist. Außerdem widerspricht es sich ja nicht, wenn ein Wahnsinniger konsequent seinen Plan verfolgt.
Eben. Und mit der Zeit nicht nur grob.Trotzdem stimmt es natürlich schon, dass man grob hätte ahnen müssen, was einem da bevorstand.
Den Weg zur Macht haben ihm diejenigen bereitet, die seinen Aufstieg, seinen Wahlkampf und seine Kriegsmaschinerie finanziert haben. Und das waren nicht die Deutschen, denn die hatten in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, wo es hier nur Depression, Arbeitslosigkeit und Inflation gab, das Geld dafür gar nicht.Umso peinlicher für weite Teile des Volkes, so einem Typen den Weg zur Macht zu bereiten.
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Die erste Hälfte und die Mitte des letzten Jahrhunderts war die Zeit, in der Vernunft durch Ideologien ersetzt wurde. Auf der einen Seite die Kommunisten, auf der anderen Seite die Faschisten. So unfassbar war das daher alles nicht. Eigentlich hätte es keinen wundern dürfen, es war quasi normal. Unfassbar ist es für uns heute.Ganz genau. Unvorstellbar so ein Ansinnen. Mitten in Europa. In der aufgeklärten Zeit, in der wir leb(t)en. Bei einem Volk wie den Deutschen.
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- Chris L.
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Defenitiv ja. Von der schauspielerischen Leistung ist es wesentlich mehr, als der Klamauk aus "Praxis Dr. Hasenbein" und ähnlichen Filmen.Hm - ist denn der Führer eine anspruchsvolle Rolle, in diesem Zusammenhang?
Es scheint ja logisch, wenn man in diesem Thread auch über die Person Hitler diskutiert.
Tiefergehemde Diskussionen sollte man aber doch in einem eigenen Thread führen! Hier geht's doch um den Film!
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- Donald
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Sicher. Dennoch war die Bevölkerung zu jener Zeit ganz bestimmt in seiner Zivilisierung schon weit genug, um sowas wie diesen Völkermord in seiner technischen Organisiertheit und Perfektion für schlicht nicht möglich gehalten zu haben.Die erste Hälfte und die Mitte des letzten Jahrhunderts war die Zeit, in der Vernunft durch Ideologien ersetzt wurde. Auf der einen Seite die Kommunisten, auf der anderen Seite die Faschisten. So unfassbar war das daher alles nicht. Eigentlich hätte es keinen wundern dürfen, es war quasi normal. Unfassbar ist es für uns heute.
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Letztendlich sah jeder nur das, was er sehen wollte, und als man dann anschließend von den Siegern mit den eigenen Verbrechen konfrontiert wurde, half auch nur noch das blanke Erstaunen bzw. Entsetzen.
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- Donald
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Ja, ist gut möglich. Ich kann mir nur eben nicht vorstellen, dass die Leute damals so sehr viel anders getickt haben als wir heutzutage. In wesentlichen Dingen, meine ich. Und selbst wenn ich heute irgendeinem Extremen hinterherlaufen würde, so könnte ich es doch niemals für möglich halten oder gar gutheißen, wenn dieser einen Völkermord ankündigen würde.Oder gerade deshalb... Man weiß es nicht genau.
Letztendlich sah jeder nur das, was er sehen wollte, und als man dann anschließend von den Siegern mit den eigenen Verbrechen konfrontiert wurde, half auch nur noch das blanke Erstaunen bzw. Entsetzen.
Aber das hat Hitler meines Wissens in dieser Deutlichkeit ja auch nicht getan.
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- Donald
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23:15, WDR: "Making of -Mein Führer".
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- jar
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@Michael:Ich will keinen beschuldigen, ich will auch keinen entschuldigen. Mich nervt nur der verlogene und falsche Umgang mit dieser Thematik. Die Schuldfrage ist auch der falsche Ansatz, denn sie ist relativ mit dem Erfolg einer Politik. Wenn man verhindern will, dass so etwas noch einmal passiert, dann helfen nur Ursachenforschung und Aufklärung, aber keine Schuldzuweisungen.
Schau doch mal, wie bigott der Umgang mit dieser Thematik hierzulande ist:
Wenn man sagt, dass Angriffskrieg, Völkermord, Rassenwahn und Antisemitismus keine deutsche Erfindung sind, sondern Phänomene, die es auch schon vor Hitler und in anderen Teilen der Welt gegeben hat, und auch danach noch gab, bis heute, dann wird man sofort als "Relativierer" und sogar als "Nazi" beschimpft, und man bekommt vorgeworfen, die NS-Zeit zu verharmlosen, obwohl es die Wahrheit ist.
Sagt man hingegen, Hitler war nur ein Wahnsinniger, und das Volk ist nur auf ihn reingefallen, dann ist das okay, obwohl es (in meinen Augen) tatsächlich eine - sehr gefährliche - Verharmlosung ist.
Wie bescheuert ist das denn bitte?
Wieso Lügner? Er hat klipp und klar gesagt, was er wollte, und hat - im Gegensatz zu heutigen Politikern - seine Versprechen in die Tat umgesetzt. Er blieb bis in den Tod bei seinen Überzeugungen, und man konnte ihn erst stoppen, als die größten Armeen der Welt ihn gemeinsam von allen Seiten angriffen. Der Mann war konsequent, ein Überzeugungstäter, aber kein Lügner. Damit verharmlost man ihn tatsächlich. Und daran solltest gerade Du als Jüdin kein Interesse haben, denn damit wird dem Leid, das Teile dieses Volkes erduldet haben, nicht ausreichend Rehnung getragen.
Nix gewehrt - die, die Kohle oder Einfluss hatten, haben sich rechtzeitig ins Ausland verpisst, und die Armen mussten ins KZ. Und man kann ja nicht gerade behaupten, dass die reichen und einflussreichen Juden im Ausland allzu viel unternommen haben, um diesen armen Schweinen hier zu helfen. Das ist auch ein bitterer Teil der Wahrheit, der nur leider unter den Teppich der Geschichte gekehrt wird.
Blut an den Händen hatten sie alle, nur hängen die Deutschen voll drin, weil sie halt den Krieg verloren haben. Wenn man es sich aber so einfach macht, auf der einen Seite dem Kriegsverlierer die alleinige Schuld aufzuladen, und das auch noch mit Sippenhaft und Erbsünde, und dann auf der anderen Seite Verniedlichungen zulässt, dass sie ja nur auf einen Kranken reingefallen sind, dann verhindert man damit, dass aus der Geschichte wirklich etwas gelernt wird. Es ist nämlich kein deutsches Problem, es ist ein menschliches. Diesen beeindruckenden - und meiner Meinung nach sehr wahren - Satz hat Dani Levy dieser Tage bei Beckmann gesagt. Und wenn man das einmal verstanden hat, dann hat man von der Geschichte mehr kapiert, als wenn man mit Schuldgefühlen beladen 10 Dokus von Prof. Guido Knopp guckt.
Anfangs hat er den Leuten etwas erzählt damit sie zu ihm hochschauten und das Gefühl hatten, "jetzt kommen wir aus der Depression raus"! DAS war Lug und Betrug. Denn ER hatte nur seine Rassen- und Grössen-Wahnvorstellung vor Augen!
Als er die Ueberhand über das Deutsche Volk hatte.....regierte nur noch die blanke Angst !!!!!!!!
Diese Angst führte damals die Menschen.....jede falsche Frage, jeder falsche Ton, jede Falsche Tat, konnte Dich damals zu Tode bringen. Du kannst doch nicht im Ernst behaupten das gesamte Volk wusste was das gespielt wird , nsie bangten doch um ihr eigenes Leben!!! Wieviele Menschen wussten z.B. nicht, dass sie jüdische Verwandten hatten? Und sie wurde einfach deshalb deportiert....DAS hätte jeden einzelnen treffen können, unter diesen Umständen bleibt man doch lieber still und wartet ab , als sich zur Wehr setzen ??!!
Das Deutsche Volk GESAMTHAFT schämt sich für diese Taten Hitlers.....darum wird der Film Dany Levys in DEUTSCHLAND kritisiert. Hier in der Schweiz (was wahrhaftig auch kein humorvolles Land ist) stören sich nur ein kleiner Teil der Leute dran , dass Hitler komödiantisch dargestellt wird. Dies schreib die Basler Zeitung vom 18.1.07.
Da die Deutschen, den 2.Weltkrieg in Bezug auf den Rassenwahn, die KZs, und die Massenmorde....und alles andere Fürchterliche , immer noch nicht verdaut haben (und niemals verdauen werden können) , führt manchmal zu ganz komischen Haltungen und Statements.
So höre ich immer wieder: "ICH kann doch nichts dafür dass Hitler die Juden umbringen liess"!
Oder auch: "DIE MÜSSEN ja irgend etwas verbrochen haben, dass man mit ihnen so umging!"
Und dann auch: " Diese Kapitalisten , die waren halt so geldsüchtig.....!"
Wenn dann diese Ausreden kommen, dann versuche ich von der jeweiligen Person heraus zu finden , ob sie/er
-überhaupt einen Juden persönlich kennt.
-die jüdische Religion (und Traditionen) kennt
-den Unterschied zwischen Judentum und Christentum kennt
-die tausende Jahre alte Verfolgungsgeschichte der Juden kennt
Diese Art von Aufklärung FEHLT weltweit!!! DAS ist meiner Meinung nach die einzige richtige Lösung der Verarbeitung:
die KORREKTE Aufklärung über das Judentum.
Seit dem der Papst sich bei den Juden entschuldigt hat, entdecke ich je länger je mehr, dass sich nun die Christen immer mehr mit den Juden sozusagen "verbünden" wollen. Das ist den Juden etwas unheimlich .....verständlicherweise, aber es ist ein Weg so einem weiteren zukünftigen "Wahnsinnigen Dikatator " mit denselben Ansichten gegenüber Juden EINHALT zu gebieten.
Dass es immer schon Volks-Verfolgungen und Hatz gab.....ist ein Teil unserer Weltgeschichte. Damit wir nicht wieder in solchen Zeiten landen, sollten mehr Ethik und Zusammenhaltsgefühle , Gemeinsamkeiten zwischen den Kuturen gefördert werden. Dies dann aber auch "Hüben und Drüben" !!!
Uebrigens: DU hast wohl gar keine Ahnung darüber wie reiche Juden den armen Juden helfen.....( darüber können wir uns bei einem privaten Treffen gerne unterhalten) der jüdische Staat Israel wurde bereits 1897 (und zwar in meiner Heimatstadt Basel) proklammiert resp. gegründet ! Von Juden für Juden!! Gelder in Millionenhöhe wurden damals weltweit unter den Juden gesammelt (und werden noch heute gesammelt) , damit Israel entstehen konnte. Denn das Land war vertrocknet , die Vegetation leblos, alles war verkommen . Jeder Jude hätte bereits vor Kriegsbeginn dahin fliehen können !!! Die Zionisten hatten zwar gute Vorarbeit geleistet ....doch leider war Hitler schneller. Und das weil viele nicht ein Schritt zurück in ein neu zu bebauendes und zu verarbeitendes Land machen wollten.
LG jar
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- Jimmy Harper
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Anfangs hat er den Leuten etwas erzählt damit sie zu ihm hochschauten und das Gefühl hatten, "jetzt kommen wir aus der Depression raus"! DAS war Lug und Betrug.
Wieso, das war doch die Wahrheit. Weil die Depression hat Hitler ja auch beendet und Wohlstand gebracht - Dass das eng mit dem Krieg (oder den Vorbereitungen dazu) zusammenhing, ist eine andere Geschichte.
@MW: Weist du, ob diese Beckmann-Sendung wiedefholt wird?
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- Donald
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Jein. Ich habe mal gehört, dass dieser wirtschaftliche Aufschwung auch OHNE Hitler stattgefunden hätte, da die Weltwirtschaft sich bereits in Erholung von der Depression befand.Wieso, das war doch die Wahrheit. Weil die Depression hat Hitler ja auch beendet und Wohlstand gebracht - Dass das eng mit dem Krieg (oder den Vorbereitungen dazu) zusammenhing, ist eine andere Geschichte.
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