Das Leben der Anderen

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01.03.2007 10:31 #563749 von Datcheffe
Datcheffe antwortete auf Das Leben der Anderen
Nein, es war selbstverständlich übertrieben so zusammengeschnitten. Allerdings hat JU keine der Fragen , die ihm Beckmann ganz speziell auf seinen Doppingfall gezielt gestelt hat, wirklich beantwortet. Standardspruch war: Meine Anwälte raten mir mich dazu nicht zu äußern.

Im Großen und Ganzen war es echt peinlich , was JU da abgezogen hat, wenn auch nicht ganz so wie es bei Schmidt dagestellt wurde. :devil:

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01.03.2007 22:48 #564111 von Kai
Kai antwortete auf Das Leben der Anderen

Der war auch groß. Ich habe die Beckmann-Sendung leider nicht gesehen, daher frage ich mich: War das wirklich so, oder hat Schmidts Redaktion das so zusammengeschnitten?

Die (Beckmann)Sendung wird morgen 10.15 auf 3 Sat wiederholt. Falls man sich das wirklich antun will...

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01.03.2007 22:59 #564116 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Das Leben der Anderen

Falls man sich das wirklich antun will...

Nein, auf keinen Fall. Es gibt nichts langweiligeres und nervigeres, als Sportlern beim Reden zuzuhören. Vor allem, wenn sie gar nichts sagen wollen - als wäre es nicht schlimm genug, dass sie gar nichts zu sagen haben.

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02.03.2007 19:28 #564546 von Colonel
Colonel antwortete auf Das Leben der Anderen

Meine Mitarbeiter haben mir immer offen und ehrlich gesagt, wenn ich Mist gebaut habe oder im Begriff war, es zu tun. Sie haben mich vor etlichen teuren Dummheiten bewahrt, und ich war ihnen extrem dankbar dafür. Ich hätte nie jemanden rausgeworfen, der mich auf einen Fehler aufmerksam gemacht hat - im Gegenteil, ich hätte jeden rausgeworfen, der einen Fehler bemerkt und es mir NICHT gesagt hätte.

Man kann doch auch als Chef nicht jeden kleinen Teilbereich kennen, da gibt es immer Leute, die mehr Peil davon haben. Dafür hat man doch Leute um sich herum und bezahlt sie dafür.

Dann war der Führer wohl doch keine Führernatur... :devil:

ICH sehe das auch so wie Du. NUR die meisten leben/arbeiten und handeln nach der Devise:

"Jeder darf und soll offen sagen was er denkt, solange es das gleich ist was ich denke!"

Warum kommen denn in aller Regel NUR die Ar...Kriecher bis ganz nach oben? Die "Wilden" bzw. diejenigen, die die Klappe aufmachen, kritisieren oder ihre EIGENE Meinung vertreten gelten als "unbequem". Lakaien, Wasserträger und "Ja-Sager" schaffen es leider prozentual viel öfter. Kritikfähig sind wenige....
Ausnahmen bestätigen die Regel, bleiben aber Ausnahmen.

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02.03.2007 19:37 #564561 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Das Leben der Anderen

Warum kommen denn in aller Regel NUR die Ar...Kriecher bis ganz nach oben? Die "Wilden" bzw. diejenigen, die die Klappe aufmachen, kritisieren oder ihre EIGENE Meinung vertreten gelten als "unbequem". Lakaien, Wasserträger und "Ja-Sager" schaffen es leider prozentual viel öfter.

Die Arschkriecher kommen zwar ein Stück weit nach oben, aber niemals bis ganz nach oben, weil da ist dann immer der Kopf, der zu dem Arsch gehört, in den sie gekrochen sind. Die Anpasser sitzen immer eine Etage tiefer als die, denen sie sich anpassen müssen. Das liegt in der Natur der Sache.

Ich glaube, dass man mit einem offenen Wort durchkommt, wenn die Kritik sachlich richtig ist. Kompetenten Leuten hört man meistens zu - zumindest in der freien Wirtschaft. Schlimm sind die Krakeeler, die keine Ahnung haben, aber zu allem eine Meinung. Kommen neu in die Firma und wollen am ersten Tag sofort alle Strukturen umwerfen und "verbessern", ohne die alten Strukturen und deren Sinn überhaupt verstanden zu haben. Das konnte ich auch nie leiden, und so Leute sind bei mir auch nie auf einen grünen Zweig gekommen. Aber wenn jemand kapiert hat, worum es in meinem Laden geht, und Ahnung von einer ganz bestimmte Sache hatte und in diesem Bereich etwas verbessern wollte, dann war das doch nur gut für alle, vor allem für mich. Ich wäre doch blöde gewesen, den guten Rat eines Fachmanns einfach in den Wind zu schlagen. Woanders zahlt man für sowas viel Geld.

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03.03.2007 03:35 #564941 von Wisdomy
Wisdomy antwortete auf Das Leben der Anderen

Liebe Angie, ich denke, Wisdomy hat auf mein Posting geantwortet und uns beide durcheinander gebracht.

Das lese ich ja jetzt erst. <_< Tut mir leid, hab das wirklich verwechselt. :wub:

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06.03.2007 14:08 #565583 von Sonja
Sonja antwortete auf Das Leben der Anderen
Hab überlegt, ob's lohnt, aber - da dieses Posting hier noch das Aktuellste ist - schieb ich jetzt auch noch mal was nach:


@ Angel
Meine Frage nach Freundschaftsfesten wollte auch nicht auf die ultimative DDR-Big Brother-Party hinaus oder auf irgendwas, das unter die Rubrik "es war ja nicht alles schlecht" fallen könnte. Ich hatte eher ein paar der großen Sätze aus dem Film im Hinterkopf - es gab ja mehrere, und die meisten hab ich schon wieder vergessen, aber so was wie

"Irgendwo muss der Sozialismus ja anfangen"... (vom Stasi-Offizier in der Kantine, glaub ich) und
"Menschen ändern sich nicht - anders als in Ihren Stücken"... (an den Autor gerichtet / im Theater) z.B.


Ich hatte das letzte Woche recht platt und dünn auf die Volksfeste genagelt, weil ich die andere Seite nicht so ausbreiten wollte. Ich meine - aus dem Westen kommend und mit diesem Film auf'm Schirm... wem will ich da schon was erzählen?! Nur es ging darin meiner Meinung nach nicht nur um die Verurteilung des Systems, sondern auch darum, wie es funktionierte und was es dem Einzelnen schwierig machte, sich ihm zu widersetzen - sei es nun für diejenigen, die so sehr litten, dass es sie in den Selbstmord trieb oder auch 'am anderen Ende' für den linientreuen IM. Allgemeiner: Dass es weder selbstverständlich war sich zu wehren noch selbstverständlich, zu zweifeln überhaupt in der Lage zu sein. Aber Ähnliches gilt ja vielleicht auch für andere Ideologien und weniger repressive Systeme.

Aus der Ecke etwa kam meine Frage nach irgendetwas, das im weitesten Sinne und in den Grenzen, in denen das in einer Diktatur so deutbar ist, mit Aussöhnung zwischen Kriegsgegenern zu tun hat - und eventuell auch, wie das denn erlebt und wahrgenommen wurde.


Das, was mir selbst dazu anhand des Films und aus meiner Wessi-Backen-Perspektive nach der Wende einfällt, beschränkt sich halt auf so Sachen wie bspw. das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park - wird anfangs zumindest kurz erwähnt. Dass mann Hitler symbolisch weggeschaufelt hat, indem zugleich Stalin permanent eigepflanzt wurde, stört mich z.B. schon. Wenn ich mich da auf ner Bank niederlasse, dann nicht andächtig, sondern eher... irritiert. Da weiß ich nicht, was das soll. Naja, aber es reicht vielleicht so langsam für ein PS...

Ansonsten natürlich Danke für alles, was in Richtung deutsch-russische Beziehungen so eintrudelt(e) :grin:

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06.03.2007 18:51 #565692 von Angel
Angel antwortete auf Das Leben der Anderen

Hab überlegt, ob's lohnt, aber - da dieses Posting hier noch das Aktuellste ist - schieb ich jetzt auch noch mal was nach:


@ Angel
Meine Frage nach Freundschaftsfesten wollte auch nicht auf die ultimative DDR-Big Brother-Party hinaus oder auf irgendwas, das unter die Rubrik "es war ja nicht alles schlecht" fallen könnte. Ich hatte eher ein paar der großen Sätze aus dem Film im Hinterkopf - es gab ja mehrere, und die meisten hab ich schon wieder vergessen, aber so was wie

"Irgendwo muss der Sozialismus ja anfangen"... (vom Stasi-Offizier in der Kantine, glaub ich) und
"Menschen ändern sich nicht - anders als in Ihren Stücken"... (an den Autor gerichtet / im Theater) z.B.


Ich hatte das letzte Woche recht platt und dünn auf die Volksfeste genagelt, weil ich die andere Seite nicht so ausbreiten wollte. Ich meine - aus dem Westen kommend und mit diesem Film auf'm Schirm... wem will ich da schon was erzählen?! Nur es ging darin meiner Meinung nach nicht nur um die Verurteilung des Systems, sondern auch darum, wie es funktionierte und was es dem Einzelnen schwierig machte, sich ihm zu widersetzen - sei es nun für diejenigen, die so sehr litten, dass es sie in den Selbstmord trieb oder auch 'am anderen Ende' für den linientreuen IM. Allgemeiner: Dass es weder selbstverständlich war sich zu wehren noch selbstverständlich, zu zweifeln überhaupt in der Lage zu sein. Aber Ähnliches gilt ja vielleicht auch für andere Ideologien und weniger repressive Systeme.

Aus der Ecke etwa kam meine Frage nach irgendetwas, das im weitesten Sinne und in den Grenzen, in denen das in einer Diktatur so deutbar ist, mit Aussöhnung zwischen Kriegsgegenern zu tun hat - und eventuell auch, wie das denn erlebt und wahrgenommen wurde.


Das, was mir selbst dazu anhand des Films und aus meiner Wessi-Backen-Perspektive nach der Wende einfällt, beschränkt sich halt auf so Sachen wie bspw. das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park - wird anfangs zumindest kurz erwähnt. Dass mann Hitler symbolisch weggeschaufelt hat, indem zugleich Stalin permanent eigepflanzt wurde, stört mich z.B. schon. Wenn ich mich da auf ner Bank niederlasse, dann nicht andächtig, sondern eher... irritiert. Da weiß ich nicht, was das soll. Naja, aber es reicht vielleicht so langsam für ein PS...

Ansonsten natürlich Danke für alles, was in Richtung deutsch-russische Beziehungen so eintrudelt(e) :grin:

Die grossen Sätze aus dem Film, auf die Du Dich beziehst kenne ich (noch) nicht da ich ihn noch immer nicht gesehen habe. Und die Du hier schriebst sind ja gewissermassen aus dem Zusammenhang oder Hintergrund gerissen. Somit kann ich mich nicht recht dazu äussern, was Du hier anmerktest. Wenn gewünscht, kann ich das zu einem späteren Zeitpunkt nochmal tun, wenn ich weiss, worum es im Einzelnen in dem Film geht.

Ich persönlich könnte da eine Geschichte erzählen, die mit dem Freitod eines Menschen endete, weiss aber um die wahren Hintergründe nicht und kann nur Vermutungen anstellen. Es wurde verschwiegen oder vertuscht oder als Unfall dargestellt. Man versuchte, kein Aufsehen zu eregen in der Öffentlichkeit und wenn jemand unbequeme Fragen stellte, wurde ihm nahegelegt, damit aufzuhören.

Angel :rose:

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07.03.2007 12:28 #565915 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Das Leben der Anderen

Es ist belegt, das es sehr viele russische Kommandeure gab, die Soldaten erschossen, wenn sie deutsche Frauen vergewaltigt haben.

Das erzählt man uns vielleicht in Deutschland. In Russland wird jedoch offen darüber gesprochen, dass das Gegenteil der Fall war, nämlich dass die Massenvergewaltigungen von ganz oben befohlen waren. Als Gewinner des "Großen vaterländischen Kriegs", wie der Zweite Weltkrieg in Russland heißt, brüstet man sich nämlich ganz stolz mit Kriegsverbrechen, ähnlich wie die Briten, die Arthur Harris 1992 für seine Kriegsverbrechen noch ein Denkmal setzten, während hierzulande noch nicht einmal anständige deutsche Kriegshelden ein Denkmal bekommen, sondern quasi verschwiegen werden, damit es so aussieht, als wäre jeder deutsche Soldat automatisch ein Verbrecher gewesen. Das war aber nicht so.

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07.03.2007 17:42 #566131 von Datcheffe
Datcheffe antwortete auf Das Leben der Anderen

Das erzählt man uns vielleicht in Deutschland. In Russland wird jedoch offen darüber gesprochen, dass das Gegenteil der Fall war, nämlich dass die Massenvergewaltigungen von ganz oben befohlen waren.

Richtig, es wurde von Stalin befohlen. Schukov allerdings widersetzte sich dem Befehl und verbot die Vergewaltigung unter Todesstrafe. Konjev wollte ihn deswegen diffamieren und wurde von Stalin nicht angehört, demzufolge galt das Verbot in den von Schukov befehligten Gebieten.

während hierzulande noch nicht einmal anständige deutsche Kriegshelden ein Denkmal bekommen, sondern quasi verschwiegen werden, damit es so aussieht, als wäre jeder deutsche Soldat automatisch ein Verbrecher gewesen. Das war aber nicht so.


Lieber Michael, warum schreibst du solch einen Mist, wenn du wirklich keine Ahnung hast. :sick:

In Marienfels gab es Denkmäler (ab 1971) sowohl fur die Division *Hitlerjugend* und auch für die *Leibstandarte*. Diese wurden allerdings von Anonymen beschmiert und zerstört. Nach einer staatlichen Rekonstruktion wurden diese Denkmäler von Neos mißbraucht, daher wurden sie abgebaut und eingelagert.

Ausserdem ist ganz Europa voll mit deutschen Kriegsdenkmälern , die liebevoll gepflegt werden( z.B. Fallschirmjägerdenkmal auf Kreta).

Auch sind Kameradschaftstreffen von ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS durchaus erlaubt, genauso wie Veranstaltungen von Interessenten alter Kriegswaffen mit Vorträgen von Soldaten.

Auch ist der Soldatenfriedhof in Halbe denkmalgeschützt, google einfach mal, worum es sich handelt! :adeal:

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