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FTD Allgemein: Pro, Contra und vieles mehr
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Kalkulatorisch betrachtet (um einen möglichst guten Gewinn zu erzielen) ist eine Auflage von 15.000 Stck pro FTD notwendig. Falls die Auflage höher bemessen sein sollte , erhöht sich der Gewinn.
Auflage 15.000 Stck x 13 Euro (FTD Preis an die Händler) =
195.000 Euro
./. CD Rohling Preis 0,50 Cent / Stck 7.500 Euro
./. Herstellung/Produktion 3 Euro /Stck 45.000 Euro
142.500 Euro Gewinn
multipliziere ich diese Zahl mit ca 8 Ausgaben im Jahr
erhalte ich eine stolze Summe von 1.140.000 Euro pro Jahr
abgerundet EINE MIO Euro.
Zu den angesprochenen weiteren Faktoren:
Öffentlichkeitsarbeit
- Verdienst der Händler
- Verdienst des Vertriebs
- Herstellung der CD
- Layout
- Mixen und Mastern
- Recherche im Archiv
- Werks- und Urheberlizenzen für die Rechteinhaber
- sicher noch ein paar andere Punkte, die ich vergessen habe….
Meine Argumente aus kaufmännischer Sicht
Öffentlichkeitsarbeit: findet doch für FTD so gut wie gar nicht statt, das erledigen die Club, Fansites aufgrund von Pressemeldungen, Interviews, Gerüchten..
FTD / SONY / BMG macht keine ausgewiesene Werbung für FTD Produkte.
Der Verdienst der Händler hat nichts mit BMG/SONY zu tun. In meiner Kalkulation ging ich von einem Abgabepreis an die Händler von 13 Euro aus. Dieses könnte zu niedrig sein. Aber der durchschnittliche Händlerabgabepreis von 20 Euro (in den USA 30 Dollar , bei Amazon über 30 EURO) hat nichts mit dem Gewinn von FTD zu tun. Es ist die Gewinnspanne des Händlers.
Herstellung des CD : denke 50 Cent für den Rohling sind realistisch. Produktion von 3 Euro pro Stck eventuell sogar zu hoch, da die FTD's in der grossen Produktionsmaschine von BMG einen Abfallprodukt sind.
Layout: die Qualität der Fotos ist teilweise grottig, amateurhaft…der Betrag dafür ist minimal
Mixen und Mastern: auch hier wird in der Regel nicht pro CD gemastert, sondern eher die Tapes und bei Bedarf werden die Takes für CD's verwertet. Auch dieser Job läuft in den allgemeinen Masteringkosten von BMG. Die Personen sind Angestellte von BMF/SONY , nicht von FTD.
Lizenzen für Rechteinhaber: wir erhalten keine neuen Songs, sondern in der Regel Songs, die schon veröffentlicht wurden sind (als Mastertake). Das heisst, wenn 30 Alternates von Loving you auf einer CD veröffentlicht werden, zahlt man nicht die Lizenzen 30fach.
Die Recherche im Archiv: Ernst ist auf der Salarylist (Gehaltsliste) von BMG. Die Angestelltenkosten verteilen sich cost/benefit mäsig auf die Produkte insgesamt. Seine Reisekosten etc…sind teilweise auch Werbungskosten.
Die Summe von 1 MIO EURO im Jahr sollte daher schon realistisch sein. Man bedenke , es sind in der Regel fertig produzierte Aufnahmen. Es kommen keine Musiker in das Studio und es wird eine CD frisch produziert.
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Hier irrst Du! Auf keinen Fall liegen sämtliche Tapes mit Outtakes und Live-Shows als fertiges Master vor. Es wird in den Session-Tapes und den Live-Bändern aufwendig recherchiert, und die Aufnahmen, die man für eine FTD auswählt, werden dann neu gemischt (dauert pro Song etwa 1-2 Studiotage, wenn man es halbwegs vernünftig macht) und gemastert (ca. 2 Songs pro Studiotag). Bei Privatmitschnitten, historischen Aufnahmen oder Soundboards kommt noch die Audio-Restauration hinzu, die sehr aufwendig ist.Mixen und Mastern: auch hier wird in der Regel nicht pro CD gemastert, sondern eher die Tapes und bei Bedarf werden die Takes für CD's verwertet. Auch dieser Job läuft in den allgemeinen Masteringkosten von BMG.
Hier irrst Du. Es wird pro Song abgeführt. Wenn ich als Komponist das Glück habe, dass jemand 30 Songs von mir (oder meinetwegen auch 30mal den gleichen Song von mir) auf eine CD packt, dann kriege ich auch 30mal soviel Kohle von der GEMA wie für nur einen Song.Lizenzen für Rechteinhaber: wir erhalten keine neuen Songs, sondern in der Regel Songs, die schon veröffentlicht wurden sind (als Mastertake). Das heisst, wenn 30 Alternates von Loving you auf einer CD veröffentlicht werden, zahlt man nicht die Lizenzen 30fach.
Außerdem sind die Lizenzen nicht davon abhängig, ob die Songs alt oder neu sind, oder zum ersten Mal gesungen werden oder zum 100. Mal gecovert, ich kriege als Komponist immer die gleiche Kohle - es sei denn, ich bin schon seit 70 Jahren tot. Dann gucke ich vom Grab aus in die Röhre.
Ja, diese Leute sind zwar Angestellte von Sony/BMG, aber FTD gehört ja auch Sony/BMG. Also zählen diese Kosten ja genauso. Oder glaubst Du, Sony/BMG spendiert FTD sämtliche Angestellte und Studios und will sich das Geld aus den Verkaufserlösen dann nicht zurückholen?Die Recherche im Archiv: Ernst ist auf der Salarylist (Gehaltsliste) von BMG. Die Angestelltenkosten verteilen sich cost/benefit mäsig auf die Produkte insgesamt. Seine Reisekosten etc…sind teilweise auch Werbungskosten....
Die Personen sind Angestellte von BMF/SONY , nicht von FTD.
Das stimmt, die Kosten für die Aufnahme fallen weg. Dafür gibt es Kosten für Recherche, Bearbeitung und Audio-Restauration. Je nachdem könnte sich das die Waage halten.Die Summe von 1 MIO EURO im Jahr sollte daher schon realistisch sein. Man bedenke , es sind in der Regel fertig produzierte Aufnahmen. Es kommen keine Musiker in das Studio und es wird eine CD frisch produziert.
By the way: Wie hoch ist denn nun die Auflage von FTD? 10.000, wie der Colonel sagte? 15.000, wie Harty sagte? Oder wisst Ihr es einfach nicht?
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- Harty
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Die Verwaltungskosten verteilen sich in einem Konzern. Vielleicht mastert der Producer am gleichen Tag alte Aufnahmen von Elvis und Harry Belafonte. Und wenn Lene Reidel mastert , kann der Aufwand nicht so hoch sein…
Hier wird nichts spendiert, korrekt. Aberdie FTD's werden uns nicht aus lauter Freundlichkeit geschenkt. Das ist Business. Es gibt einen Aufwand , der mit Kosten verbunden ist. Aber dieser Aufwandwird wird so knallhart kalkuliert sein, dass der Gewinn sich rechnet. Ansonsten würde es das Label gar nicht mehr existieren. Die CD's stehen doch zu hunderten in den Graceland Shops herum. Jede Ausgabe ist weiterhin erhältlich. Es wird aber weiterhin an neuen Ausgaben gebastelt, es rechnet sich also.
Die BMG mid-price kosten sogar nur 9,99 Euro und diese Ausgaben rechnen sich auch. Wir reden hiervon einem MegaKonzern. Eine FTD Jahresproduktion von 80.000 Stck oder mehr ist Peanuts.
Falls es sich kostenmässig nicht rechnet, dazu alle Ausgaben noch gut erhältlich sind…das Projekt wäre längst tot.
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Ich habe mich nur gegen die "goldene Nase" ausgesprochen. Soviel können sie daran nicht verdienen.
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Michael..lassen wir mal die Kirche im Dorf...Ich gebe Dir ja Recht, dass die das knallhart durchkalkulieren und mit Sicherheit keinen Verlust daran erleiden.
Ich habe mich nur gegen die "goldene Nase" ausgesprochen. Soviel können sie daran nicht verdienen.
ich denke , du eventuell auch, dass eine MIO für alle FTD Ausgaben im Jahr realistisch ist. ich habe die Mid-price Ausgaben absichtlich aufgeführt. Selbst dort wird noch verdient.
Aber die Jungs bei BMG müssen eine Gewinnschwellgrenze erreichen..ansonsten fliegt ein Produkt. Teilweise kosteten ja die grossen ELVIS Boxen 40-50 Euro mit einem Inhalt von 4 CD's. Plus Booklet...10 Euro pro Cd...wir zahlen für eine FTD im Schnitt 20 Euro...(JA einige VIEL weniger...lol...)...
Der Begriff goldene Nase sollte vielleicht definiert werden...ist eine MIo im Jahr eine Goldene Nase??
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Nach Abzug der Steuern bleibt davon vielleicht noch eine halbe Million.Der Begriff goldene Nase sollte vielleicht definiert werden...ist eine MIo im Jahr eine Goldene Nase??
Für Dich und mich allein wäre das eine goldene Nase.
Für BMG nicht.
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Nach Abzug der Steuern bleibt davon vielleicht noch eine halbe Million.
Für Dich und mich allein wäre das eine goldene Nase.
Für BMG nicht.
Tja, Harty will's uns einfach nicht glauben.
Dass auch Tantiemen gezahlt werden und dass die Plattenfirma auch ohne Werbearbeit, einen riesigen Verwaltungsapparat zu unterhalten hat, daran denkt wohl manch einer nicht.
... with a barefoot ballad you just can't go wrong.
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Sind sie aber nicht - leider, denn in ihren Händen liegt tatsächlich eine große kulturelle Verantwortung.
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Harty liest ja noch nicht einmal meine Postings oder aber versteht den Sinnnicht. Warum sonst sollte er denn solchen Schmarrn wie das mit dem Wohlfahrtslabel schreiben.Der noch größere Irrtum vieler Leute ist, dass sie glauben, Plattenfirmen seien wohltätige Einrichtungen zur Kulturförderung.
Sind sie aber nicht - leider, denn in ihren Händen liegt tatsächlich eine große kulturelle Verantwortung.
Habe ich jemals irgendwwo behauptet, dass FTD keinen Gewinn abwirft? NEIN!
Warum will Harty dann so etwas gelesen haben. Es ging mir doch nur darum zu zeigen, dass FTD genau den vertretbaren Aufwand betreibt, um vernünftige Gewinne einzufahren. Ausgangspunkt war immerhin ein zusätzlcihes Mastering in 24 oder 25 Bit. Warum versteht Harty so einfache Dinge nicht und legt mir Worte in den Mund, die ich nie gesagt habe?
Btw. Die Made In Memphis ist eine schöne Scheibe. Allerdings kann ich mich über die Zusammenstellung über die verschiedenen Jahre noch nciht so richtig anfreunden. Der Klang ist toll - ohne Zweifel.
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