Let it be vs. TTWII

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27.05.2010 09:34 #793654 von Roqui
Roqui antwortete auf Let it be vs. TTWII

Scheinbar sollte man wissen was man meint, aber manche meinen scheinbar nicht, was sie wissen. Oder so. :null:

vielleicht liegt genau dort dein problem. du meinst nämlich oftmals was zu wissen (also scheinbar). das fängt bei notebooks an, die man komplett aufrüsten kann und geht bis zu elvis-platten, die man erst ab 1987 kaufen konnte. :lach2:

Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!

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27.05.2010 19:41 #793799 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf Let it be vs. TTWII

Mit nützt die beste Komposition nichts, wenn sich niemand davon angesprochen fühlt. Ist kommerzieller Erfolg also ein Maß für Kreativität? Irgendwie schon. Irgendwie aber auch nicht.

Oder irgendwie auch vielleicht?

Niemand weiß, ob der Akt des Komponierens eine größere kreative Herausforderung darstellt, als der Akt der kreativen Suche des Interpretierens.


Mach Dir doch nichts vor. Elvis hat meistens das Lied "einfach nur" gesungen. Das war nicht kreativ. Er hatte ganz einfach großes Glück eine fantastische Stimme zu haben.

Messe ich den Output der Beatles - und Elvis Songs an dem, was ich persönlich großartig, einmalig, emotional ansprechend und umwerfend finde, so überholt Elvis die Beatles um Lichtjahre

.

Gleiche Frage in einem Beatles-Forum und die Antwort wäre eine andere. Also geschenkt.

Kennst du einen Beatles Song, kennst du alle. Meine Meinung.


Ich weiß nicht, warum Du Dich gerne mal hier im Forum über die Beatles auslässt, wo Du doch augenscheinlich keine tiefer gehende Kenntnis von ihrem Werk hast. Diese Aussage ist faktisch kompletter Blödsinn. Das hat mit Meinung nichts zu tun. Hör Dir das Weiße Album an und dann erzähle mir, dass da alle Lieder gleich klingen bzw. dass das 60er Jahre Geschrammel ist. Es stimmt einfach nicht. Über die Qualität der Lieder kann man streiten, über den Abwechslungsreichtum - vor allem der späteren Phase ab 1966 - nicht.

Die Beatles waren sowas wie 5 Dieter Bohlens, nur in England, nur früher.


Quatsch. Begründung: siehe oben. Außerdem waren die Beatles nur zu viert.

GNADENLOS kommerziell.


Was ihre Singles angeht stimmt das sicher. Auf ihren Alben findet sich jedoch genug Material, welches nicht "gnadenlos kommerziell" ist. Ich verstehe auch nicht, wieso das schlimm sein soll. Wer eine Platte veröffentlicht, möchte dass diese gekauft wird. Ansonsten könnte er sich das auch sparen.

Elvis hingegen? Über 3 Jahrzehnte eine Fülle an Songs, die unterschiedlicher - auch in der Qualität - nicht sein konnten.


Oh ja. Elvis hat hier Untiefen ausgelotet, die die Beatles nie erreicht haben. Das soll natürlich nicht heißen, dass es von den Beatles nicht auch banale und belanglose Musik gibt.

Nächste Frage: "Hast du auch nur EIN geiles, professionelles Konzert der Beatles?" Antwort: "Wie meinst du das jetzt?" Abgewunken.


Was soll dieser Vergleich? Hast Du ein professionelles Elvis Konzert vor 1969? Nein? Genauso geht es auch dem Beatles Fan - zumindest hat er keine Aufnahmen in dem Sinne, wie Du es wahrscheinlich meinst. Großer Unterschied ist jedoch, dass seine Truppe danach die Segel gestrichen hat und folglich nie wieder ein Live Konzert gab.

Nächstes Frage: "Was haben die Beatles - Stichwort Kreativität - in ihren Live Konzerten außer eigenen Songs - so schön sie sind - gesungen?" Ich meine, ich will ja Abwechslung haben in einem Konzert, über den Tellerrand hinausblicken.


Covern ist kreativer als eigenes Material spielen? Das verstehe wer will. Man kann es auch anders sehen, die Beatles hatten es nicht nötig. Wobei das so genaugenommen auch nicht stimmt. Die Beatles haben auf der Bühne auch Lieder gecovert, wie bspw. Rock'n'Roll Music oder Twist and Shout - nur eben nicht in dem Ausmaß wie Elvis.

Ich hab doch als Elvis Fan besseres Beatles Material und vor allem bessere Interpretationen als er als Beatles Fan.  :smokin:


Dafür hat er von seinen Helden eine geile, extrem ausführliche Doku (mit tonnenweise Liveaufnahmen), wie wir sie von Elvis nie erhalten werden. Ich bin mir nicht sicher, ob man mit popeligen 4 Live Filmen/Konzerten, da so auf die Kacke hauen sollte. Zumal wenn man bedenkt, wie höchst diskutabel 3 davon sind.

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27.05.2010 19:49 #793801 von Lonegan
Lonegan antwortete auf Let it be vs. TTWII

Oder irgendwie auch vielleicht?



Mach Dir doch nichts vor. Elvis hat meistens das Lied "einfach nur" gesungen. Das war nicht kreativ. Er hatte ganz einfach großes Glück eine fantastische Stimme zu haben.

.

Gleiche Frage in einem Beatles-Forum und die Antwort wäre eine andere. Also geschenkt.



Ich weiß nicht, warum Du Dich gerne mal hier im Forum über die Beatles auslässt, wo Du doch augenscheinlich keine tiefer gehende Kenntnis von ihrem Werk hast. Diese Aussage ist faktisch kompletter Blödsinn. Das hat mit Meinung nichts zu tun. Hör Dir das Weiße Album an und dann erzähle mir, dass da alle Lieder gleich klingen bzw. dass das 60er Jahre Geschrammel ist. Es stimmt einfach nicht. Über die Qualität der Lieder kann man streiten, über den Abwechslungsreichtum - vor allem der späteren Phase ab 1966 - nicht.



Quatsch. Begründung: siehe oben.



Was ihre Singles angeht stimmt das sicher. Auf ihren Alben findet sich jedoch genug Material, welches nicht "gnadenlos kommerziell" ist. Ich verstehe auch nicht, wieso das schlimm sein soll. Wer eine Platte veröffentlicht, möchte dass diese gekauft wird. Ansonsten könnte er sich das auch sparen.



Oh ja. Elvis hat hier Untiefen ausgelotet, die die Beatles nie erreicht haben. Das soll natürlich nicht heißen, dass es von den Beatles nicht auch banale und belanglose Musik gibt.



Was soll dieser Vergleich? Hast Du ein professionelles Elvis Konzert vor 1969? Nein? Genauso geht es auch dem Beatles Fan. Nur das seine Truppe danach die Segel gestrichen hat und folglich nie wieder ein Live Konzert gab.



Covern ist kreativer als eigenes Material spielen? Das verstehe wer will. Man kann es auch anders sehen, die Beatles hatten es nicht nötig. Wobei das so genaugenommen auch nicht stimmt. Die Beatles haben auf der Bühne auch Lieder gecovert, wie bspw. Rock'n'Roll Music oder Twist and Shout - nur eben nicht in dem Ausmaß wie Elvis.




Dafür hat er von seinen Helden eine geile, extrem ausführliche Doku (mit tonnenweise Liveaufnahmen), wie wir sie von Elvis nie erhalten werden. Ich bin mir nicht sicher, ob man mit popeligen 4 Live Filmen/Konzerten, da so auf die Kacke hauen sollte. Zumal wenn man bedenkt, wie höchst diskutabel 3 davon sind.

Elvis war aber der King. :null:

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27.05.2010 20:37 #793804 von Colonel
Colonel antwortete auf Let it be vs. TTWII

Daher verstehe ich nicht, warum Du immer wieder mit diesem Satz kommst.

...na weil Du schon oft mitgeteilt hast, daß Du bestimmte Songs nicht anhören kannst, weil ein Musiker ne falsche Note gespielt hat etc. Dies würde Dir die ganze Freude an dem Song nehmen usw.
Lennon sagte einmal sinngemäß: Das Feeling bei einem Take ist ihm wichtiger als diesen bis in alle Ecken perfekt einzuspielen, während Paul dies gerne und oft gemacht hätte, weil er Fehler verbessern wollte etc. DAS hätte beide bis zuletzt unterschieden.
Naja und Du bist eben eher derjenige, der Paul unterstützt hätte in seinen Vorhaben während ich mich wohl meist auf Lennons Seite gestellt hätte. So war unser Dicker eben auch. Scheiß auf eine klirrende Armkette oder ne falsche Note, wenn der Take FÜR IHN genial rockte oder so viel Feeling hatte, daß er kein zweites mal so hätte schaffen können... klar ist auch beides möglich, aber doch nicht so leicht machbar, wenn man "live" einspielte mit dutzenden im Studio.
Man kann eben auch Songs zu "Tode" proben so daß am Ende bei Take 20 die Luft raus ist...sicherlich gibt es auch gegenteilige Beispiele. Letztendlich ist es doch AUCH (s)ein Bauchgefühl. Nach dem Motto: Kann ich den letzten Take noch toppen? oder laß ich es sein, da ich das Ergebnis total toll finde auch mit nem Fehler... :null:

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27.05.2010 21:18 #793811 von Gypsy
Gypsy antwortete auf Let it be vs. TTWII

Elvis war aber der King. wirr034.gif


...was heißt hier war? Er ist der King!

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27.05.2010 21:25 #793812 von Lonegan
Lonegan antwortete auf Let it be vs. TTWII

...was heißt hier war? Er ist der King!

Nein, jetzt ist er ein Gott. Elvisos, sozusagen

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27.05.2010 22:14 #793816 von Roqui
Roqui antwortete auf Let it be vs. TTWII

Oder irgendwie auch vielleicht?



Mach Dir doch nichts vor. Elvis hat meistens das Lied "einfach nur" gesungen. Das war nicht kreativ. Er hatte ganz einfach großes Glück eine fantastische Stimme zu haben.

.

Gleiche Frage in einem Beatles-Forum und die Antwort wäre eine andere. Also geschenkt.



Ich weiß nicht, warum Du Dich gerne mal hier im Forum über die Beatles auslässt, wo Du doch augenscheinlich keine tiefer gehende Kenntnis von ihrem Werk hast. Diese Aussage ist faktisch kompletter Blödsinn. Das hat mit Meinung nichts zu tun. Hör Dir das Weiße Album an und dann erzähle mir, dass da alle Lieder gleich klingen bzw. dass das 60er Jahre Geschrammel ist. Es stimmt einfach nicht. Über die Qualität der Lieder kann man streiten, über den Abwechslungsreichtum - vor allem der späteren Phase ab 1966 - nicht.



Quatsch. Begründung: siehe oben. Außerdem waren die Beatles nur zu viert.



Was ihre Singles angeht stimmt das sicher. Auf ihren Alben findet sich jedoch genug Material, welches nicht "gnadenlos kommerziell" ist. Ich verstehe auch nicht, wieso das schlimm sein soll. Wer eine Platte veröffentlicht, möchte dass diese gekauft wird. Ansonsten könnte er sich das auch sparen.



Oh ja. Elvis hat hier Untiefen ausgelotet, die die Beatles nie erreicht haben. Das soll natürlich nicht heißen, dass es von den Beatles nicht auch banale und belanglose Musik gibt.



Was soll dieser Vergleich? Hast Du ein professionelles Elvis Konzert vor 1969? Nein? Genauso geht es auch dem Beatles Fan - zumindest hat er keine Aufnahmen in dem Sinne, wie Du es wahrscheinlich meinst. Großer Unterschied ist jedoch, dass seine Truppe danach die Segel gestrichen hat und folglich nie wieder ein Live Konzert gab.



Covern ist kreativer als eigenes Material spielen? Das verstehe wer will. Man kann es auch anders sehen, die Beatles hatten es nicht nötig. Wobei das so genaugenommen auch nicht stimmt. Die Beatles haben auf der Bühne auch Lieder gecovert, wie bspw. Rock'n'Roll Music oder Twist and Shout - nur eben nicht in dem Ausmaß wie Elvis.




Dafür hat er von seinen Helden eine geile, extrem ausführliche Doku (mit tonnenweise Liveaufnahmen), wie wir sie von Elvis nie erhalten werden. Ich bin mir nicht sicher, ob man mit popeligen 4 Live Filmen/Konzerten, da so auf die Kacke hauen sollte. Zumal wenn man bedenkt, wie höchst diskutabel 3 davon sind.

hast du sehr gut geschrieben :up:

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27.05.2010 22:28 #793819 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Let it be vs. TTWII

...na weil Du schon oft mitgeteilt hast, daß Du bestimmte Songs nicht anhören kannst, weil ein Musiker ne falsche Note gespielt hat etc. Dies würde Dir die ganze Freude an dem Song nehmen usw.

Es vergrätzt mir in einigen Extremfällen die Freude an der Aufnahme, ja. Es hätte nichts dagegen gesprochen, den Song richtig zu spielen. Deshalb muss er nicht weniger Feeling haben, wie massenweise vorhandene Aufnahmen beweisen, die ein geiles Feeling haben, ohne dass einer einen Bock schießt. Das hat nichts mit überproduziert und übergeprobt zu tun.

Die rund 30 Takes für "Hound Dog" haben doch auch nicht geschadet, das Ding rockT wie Sau und klingt rauh und ungeschliffen.

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28.05.2010 00:50 #793829 von Wisdomy
Wisdomy antwortete auf Let it be vs. TTWII

Oder irgendwie auch vielleicht?
Mach Dir doch nichts vor. Elvis hat meistens das Lied "einfach nur" gesungen. Das war nicht kreativ. Er hatte ganz einfach großes Glück eine fantastische Stimme zu haben.

Ok, und die Beatles hatten das Glück das sie einfach nur ganz gut komponieren konnten. Und? Das kann ich genauso sagen. Da gibts keinen qualitativen Unterschied. Ich kann doch nicht dem einen sein Talent als "Glück" in die Wiege legen, und das Talent des anderen als "Kreativität" auslegen. Da misst du mit zweierlei Maß.

Gleiche Frage in einem Beatles-Forum und die Antwort wäre eine andere. Also geschenkt.

Mag sein. Ich bilde mir aber ein, das aus objektiver Sicht so zu sehen, nicht unbedingt als Elvis-Fan. Aber im Grunde hast du Recht da ja Sympathie für etwas das Fan-Sein begründet. Geschenkt.

Was ihre Singles angeht stimmt das sicher. Auf ihren Alben findet sich jedoch genug Material, welches nicht "gnadenlos kommerziell" ist. Ich verstehe auch nicht, wieso das schlimm sein soll. Wer eine Platte veröffentlicht, möchte dass diese gekauft wird. Ansonsten könnte er sich das auch sparen.

Richtig. Ich will aber, das es nicht bei den Beatles als tolle wichtige Platte gilt und bei Elvis als Kommerzmüll, wenn beides im Grunde das Gleiche ist.

Oh ja. Elvis hat hier Untiefen ausgelotet, die die Beatles nie erreicht haben. Das soll natürlich nicht heißen, dass es von den Beatles nicht auch banale und belanglose Musik gibt.

Eben. Elvis hat aber auch Höhen erreicht die die Beatles nie erreicht haben. Daher ist die Bandbreite an kreativer Gesamtleistung, die über Geschmäcker zwangsweise Untiefen produziert, viel größer. Großartig finde ich das.

Was soll dieser Vergleich? Hast Du ein professionelles Elvis Konzert vor 1969? Nein? Genauso geht es auch dem Beatles Fan - zumindest hat er keine Aufnahmen in dem Sinne, wie Du es wahrscheinlich meinst.

So ganz verstehe ich diesen Abschnitt nicht, weil er in sich widersprüchlich ist, oder ich versteh es falsch, aber: JA, ich habe ein professionelles Konzert von Elvis von 1969. Nicht nur eins, sogar 5. =) Ich habe den Eindruck, das "Du doch augenscheinlich keine tiefer gehende Kenntnis" von seinem Werk hast. =))

Covern ist kreativer als eigenes Material spielen? Das verstehe wer will. Man kann es auch anders sehen, die Beatles hatten es nicht nötig. Wobei das so genaugenommen auch nicht stimmt. Die Beatles haben auf der Bühne auch Lieder gecovert, wie bspw. Rock'n'Roll Music oder Twist and Shout - nur eben nicht in dem Ausmaß wie Elvis.

Und vor allem haben sie es miserabel gemacht. Covern konnten die nämlich gar nicht, schon gar nicht Elvis Songs. Kein Vergleich mit dem umgekehrtem Fall. Und Covern: Da haben wir eben unterschiedliche Ansichten. Elvis coverte nicht, Elvis schuf die Lieder mit seiner Art der Interpretation völlig neu. Bzw. er schuf sie überhaupt erst. Beispiel: Blue Suede Shoe's. Eine kreative Kraft, die keiner in dieser Konstanz hatte wie Elvis. Ich wehre mich einfach dagegen dass das Komponieren eigener Songs etwas besseres sein soll als eine eigene Interpretation zu schaffen. Was bei Interpretationen ganz selbstverständlich gilt, gilt nämlich auch fürs Komponieren: Bei manchen Künstlern wäre es besser, sie würden es lassen.
Covern ist für mich, wenn Durchschnittskünstler A das Lied eines Durchschnittskünstlers B nachsingt, einem beide irgendwie egal sind, man sie einfach nur zur Kenntnis nimmt. Wenn aber eine Coverversion dieses Lied überhaupt erst in die Ohren der Leute bringt, das Original niemand mehr kennt oder hören will, dann ist das eine kreative Leistung (und Glück), die eine schlechte eigene Komposition bei weitem übertrifft.

Dafür hat er von seinen Helden eine geile, extrem ausführliche Doku (mit tonnenweise Liveaufnahmen), wie wir sie von Elvis nie erhalten werden. Ich bin mir nicht sicher, ob man mit popeligen 4 Live Filmen/Konzerten, da so auf die Kacke hauen sollte. Zumal wenn man bedenkt, wie höchst diskutabel 3 davon sind.

Ja, furchtbares Material. "Zwischendrin" aufgenommenes Material, furchtbare Bildqualität, Ton kannst du gleich ganz vergessen. Nicht ein professionelles Konzert auf CD. Das sind einfach Fakten, und sorry, ich lege auf sowas Wert. Wenn dir das weniger wichtig ist, ist das völlig ok.
Von Elvis haben wir ein "TV-Konzert" 1968, allein hier schon tonnenweise Material, eine intime Studie gewissermaßen, eine unplugged Session, und zumindest die Bildqualität ist schonmal ok, jedenfalls besser als alle Beatles Aufnahmen, kein 35 mm Material, aber besser als die ständigen miesen verwackelten Handcamaufnahmen der Beatles "zwischen Tür und Angel" und abgehalfterten Stadien. Wenn ich das sehen will brauch ich mir nur eines der tausenden Fanaufnahmen von Elvis-Konzerten ansehen. Ist das gleiche. Ich kenne jedenfalls keine Doku von den Beatles, die über 7 Stunden die Entstehung eines historischen Specials - und das ist ja keine Fan-Sicht sondern publizistisch belegter Fakt vieler Musikkritiker - dokumentiert.
Dann haben wir von Elvis eine 1A Konzertdoku aus 1970, in 5.1 Sound, eine aus 1972 ebenfalls in 5.1 Sound, beide in professioneller Bildqualität auf 35 mm Material in Widescreen. Davon wagen Beatles Fans nichmal zu träumen. In beiden Dokus stimmt zudem noch die Qualität des Hauptdarstellers, die Professionalität mit der Elvis seine Shows präsentiert ist mit der dreckigen und ausgegorenen Kreischperformance der Beatles nicht annähernd zu vergleichen. Elvis bietet wirklich Musik und Unterhaltung, die Beatles eher eine 50 Euro Honorar-Show mit betrunkene Schüler am Nachmittag. Diesen Eindruck habe ich immer. Dann haben wir ein Konzert aus 73, ebenfalls professionell aufgenommen, 5.1 Sound, Bild wie das 68er Material mit dem 16 mm Film zumindest akzeptabel, mit einer zwar wenig mitreißenden, aber fesselnden und zumindest konzentriert vorgetragenen Show. Bis heute habe ich in meinem Bestand 13 oder 14 professionelle Live Konzerte von Elvis auf CD.
All das gibt es von den Beatles nicht.
Und da brauche ich nicht darüber reden wie ich was finde. Das sind einfach Fakten. Technische Fakten. Das sagt zwar noch nichts über die Qualität der künstlerischen Performance aus, andersherum kann so eine Performance aber noch so gut sein, es nützt nichts wenn sie technisch nicht ausreichend umgesetzt wird. Bei Elvis wird immer diskutiert, das die kleinste Verunreinigung im Sound oder überhöhte digitale Bearbeitung den "natürlichen Klangeindruck, so wie die Musik damals im Studio/auf Konzertbühne klang" vefälscht und wie schlecht das sei, es wurde auf RCA herumgehackt wenn selbst von den 50er Jahre Aufnahmen nicht der letzte von 20 Takes eines durschnittlichen Songs aufgehoben wurde oder ein Band beschädigt ist.
Wenn wir aber von den Beatles schlechte Originalaufnahmen anhören ist das plötzlich alles supertoll, da spielen Qualitätsaspekte überhaupt keine Rolle mehr, und wenn mans mal schafft nach Jahren EINMAL den Katalog digital zu überarbeiten, und zwar MISERABEL dann beschwert sich auch kein Fan drüber. Eigentlich kein Wunder, weil sie eben nur schlechtes Material kennen und gar nicht wissen, was gut klingende Musik aus dieser Zeit bedeutet. Dazu müssten sie eben mal das eine oder andere Elvis Album hören. Meine Güte, noch vor 20 Jahren hätte ich nicht geglaubt, das ich einmal so positiv von Elvis VÖ sprechen könnte.
Besonders im Ohr klingelt mir von der 13CD-Überarbeitungsbox noch Yesterday das sowas von übersteuert ist, das selbst einem Tauben die Ohren abfaulen. Schon die damalige Originalabmischung, die man ja beibehalten hat, war katastrophal. Da ist das Piano bei Let It Be dumpf, verrauscht und im Hintergrund, die einsetzende Stimme dann viel zu laut, und dann im instrumentalen Mittelteil die Band dermaßen übersteuert das sich mir die Nackenhaare aufstellen. Das ist Zeitreisen von einer "guten und ausgewogenen Abmischung" entfernt. Originalaufnahme und digitale Restoration totaler Müll. Man hätte ja wenigstens das Rauschen minimieren und die Übersteuerung vermeiden können. Einem Hoffman oder Anesini, Geller, Wardell oder Rowe, die allesamt für Elvis restauriert haben, wäre das nie passiert. Selbst Don Wardell, der Aufnahmen extrem gecleant hat, hat nicht so übersteuert.

Ich weiß nicht, warum Du Dich gerne mal hier im Forum über die Beatles auslässt, wo Du doch augenscheinlich keine tiefer gehende Kenntnis von ihrem Werk hast. Diese Aussage ist faktisch kompletter Blödsinn. Das hat mit Meinung nichts zu tun. Hör Dir das Weiße Album an und dann erzähle mir, dass da alle Lieder gleich klingen bzw. dass das 60er Jahre Geschrammel ist. Es stimmt einfach nicht. Über die Qualität der Lieder kann man streiten, über den Abwechslungsreichtum - vor allem der späteren Phase ab 1966 - nicht.

Ich weiß überhaupt nicht was die Fans immer mit dem White Album haben. Da wird doch nur so ein Mystikgedöns drumrum gedichtet weil es "White Album" heißt, was Reinheit, Klarheit und Unschuld assoziieren soll. Schon das Cover finde ich nicht genial, sondern schlicht ein Ausdruck an Unwillen oder Unvermögen für eine Covergestaltung. Wenn ich ein Cover bezahle will ich auch eins haben, und nicht ein weißes Nichts. Songs wie Helter Skelter oder Sexy Sadie, I'm So tired oder Martha My Dear sind für mich allerunterste Schublade, ich komme mir immer vor als höre ich Musik für Gundschüler. Das ist der gesamte Eindruck der Beatles Musik für mich, alles Musik für vorpubertäre Kids. Das sieht zwar bei einigen Songs im Detail, sprich im Text dann anders aus, aber die MUSIK ist furchtbar. Aber selbst bei Welthits wie Let It Be, das mir als einzige Ausnahme wirklich hervorragend gefällt, ist der Text sowas von stupide, einfach nur dämlich, das man sich fragt, wie ein erwachsener Mensch so einen Blödsinn auf - wahrscheinlich drogeninduziertem - Präkariatsniveau zusammendichten kann. Ich mache keinen Hehl daraus das ich mit den Beatles nichts anfangen kann.
Nein, also dann lieber Harum Scarum von Elvis. Da weiß jeder von Anfang an, das es sich um Soundtrack Musik eines Familienunterhaltungsfilmes mit fiktiver Story in fiktiver Umgebung handelt. Das ist wenigstens ehrlich. Dem kann ich noch etwas abgewinnen, weil ich mich darauf einstellen kann. Wenn ich aber "The Memphis Anthology" höre, dann will ich eben sowas wie Harum Scarum darauf NICHT finden. Genau das macht aber - übersetzt man den Vergleich auf die Beatles - das White Album. Anstatt das in der Luft zerrissen wird, wird es von den Fans gefeiert.

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28.05.2010 00:56 #793832 von Circle G
Circle G antwortete auf Let it be vs. TTWII
Boah! :blush:

Viel zu viel Text, Wisdomy! Da kriegt man ja Augen-Aua ... :lil:

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