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Elvis That's The Way It Is-
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Absolut nicht. Für die kompletten Aufnahmen von TTWII in Top- Sound- und Bild-Qualität würde ich sogar 500 Euro ausgeben. Wahrscheinlich sogar noch mehr. Aber für diesen Schrott hier ist jeder Cent zuviel.Den Preis finde ich gar nicht mal so hoch.
So isses.Selbst, wenn die Quali zehn Prozent besser sein sollte als vorher, ist sie grundsätzlich immer noch schlecht, so daß ich hierfür nicht nochmals Geld auszugeben bereit bin. Einfach gelutscht der Drops.
Man macht halt aus Scheiße kein Gold, wenn man sie mit goldener Wasserfarbe anmalt.
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Die There's Always Me- oder "Profile-"Boxen beispielsweise waren auch alles andere als klanglich perfekt - trotzdem waren sie begehrt, sind heute legendär und erzielen immer noch Spitzenpreise. Manches ist auch einfach Sammlerobjekt, etwas, mit dem man sich gerne beschäftigt. Es geht nicht immer nur um die allerbeste Bild- und Tonqualität. Wenn ich Geld zu viel hätte, würde ich mir diese Box wohl auch zulegen.
Sind wir doch mal ehrlich: Daran scheitert's doch. Wenn du 100.000 € im Jahr verdienst, interessiert dich nicht, ob so eine Box 160 € kostet. Ganz einfach.
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Doch brachten diese Boxen damals Sachen, die es noch nirgends gab, während diese Box hier allseits bekannten Kram nur neu zusammengeschnitten bringt. Außerdem war der Sound bei den "There's Always Me"-Boxen für damalige Verhältnisse (und Bootlegs) sensationell.Die There's Always Me- oder "Profile-"Boxen beispielsweise waren auch alles andere als klanglich perfekt - trotzdem waren sie begehrt, sind heute legendär und erzielen immer noch Spitzenpreise. Manches ist auch einfach Sammlerobjekt, etwas, mit dem man sich gerne beschäftigt. Es geht nicht immer nur um die allerbeste Bild- und Tonqualität. Wenn ich Geld zu viel hätte, würde ich mir diese Box wohl auch zulegen.
Das kann man auch mal so sehen: Leute, die soviel Geld verdienen, sind in aller Regel etwas intelligenter, sonst hätten sie nicht einen so gut bezahlten Job. Dann sind sie meist auch anspruchsvoller. Nur weil einer viel Geld hat, heißt das nicht, dass er es sinnlos verpulvert. Im Gegenteil: Die meisten haben ihren Reichtum nicht vom Ausgeben, sondern vom Behalten. Oder wie mir ein amerikanischer Geschäftspartner mal sehr prägnant sagte: "The fact that I have a lot of money doesn't mean I have to waste it away."Sind wir doch mal ehrlich: Daran scheitert's doch. Wenn du 100.000 € im Jahr verdienst, interessiert dich nicht, ob so eine Box 160 € kostet. Ganz einfach.
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Sehe ich nicht so. Es gibt bei jedem einen Unterschied, was er sich leisten kann, und was er sich leisten will. Jeder Multi-Millionär könnte sich ein Flugzeug und/oder ein Boot kaufen. Aber nicht jeder tut es.Sind wir doch mal ehrlich: Daran scheitert's doch. Wenn du 100.000 € im Jahr verdienst, interessiert dich nicht, ob so eine Box 160 € kostet. Ganz einfach.
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Dafür dann wieder jede Menge, die es sich eigentlich nicht leisten können. Heißt also alles auch nichts. Wenn ich mir die ganzen teuren Schlitten auf der Straße angucke, möchte ich nicht wissen, wie viele von denen eigentlich der Bank gehören.Jeder Multi-Millionär könnte sich ein Flugzeug und/oder ein Boot kaufen. Aber nicht jeder tut es.
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Ganz offensichtlich die meisten.Wenn ich mir die ganzen teuren Schlitten auf der Straße angucke, möchte ich nicht wissen, wie viele von denen eigentlich der Bank gehören.
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Da erinnere ich mich immer gerne an meinen alten Strafrechtsprofessor, der einst sagte: "Wenn alle Autos, die nicht abbezahlt sind, mit einem Mal stehenbleiben würden, wäre ganz Deutschland ein Stau."Ganz offensichtlich die meisten.
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Muss man die Raten jetzt eigentlich immer noch an die Banken zahlen oder gleich direkt an den Staat? Einfacher wär´s ja.Da erinnere ich mich immer gerne an meinen alten Strafrechtsprofessor, der einst sagte: "Wenn alle Autos, die nicht abbezahlt sind, mit einem Mal stehenbleiben würden, wäre ganz Deutschland ein Stau."
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Review pt.1 - That's The Way It Is - The Complete Works
Als vor gut einem halben Jahr die ersten Bilder im Netz standen und ein "coming soon" verkündet wurde, ist meine Erwartungshaltung stetig gestiegen. Zumal mir von glaubhafter Seite versichert wurde, dass die bestmöglichen (erhältlichen) Sources Verwendung finden würden.
Wer wollte konnte seither äußerst rege und mitunter äußerst erregte Debatten auf diversen Boards verfolgen, waren doch nicht weniger enttäuscht darüber, dass alle sechs aufgenommenen Shows nicht in Multi-Track- (á la Madison), sondern in Mono-Soundboard-Qualität veröffentlicht werden würden. Vermurkste Soundsamples haben eher verunsichert als bestätigt, dass es sich um Top-Release handeln würde. Ich glaube nicht. dass es Soundboardaufnahmen sind. Vielmehr nehme ich an, dass es sich hier um Mono-Kopien (im rough mix??) der Original Tapes handelt.
Jetzt ist die Box an die ersten Käufer gegangen... hier also meine subjektiven Eindrücke.
Die Verpackung - um mit dem Offensichtlichen anzufangen - ist schlicht fantastisch und liegt qualitativ in Verarbeitung und Design mehrere Längen vor jedem offiziell veröffentlichten Box-Sets, dass es bisher von Elvis gegeben hat. Das 128-seitige Hardcoverbuch bietet jeweils einzelne Kapitel zu den Rehearsals, die Shows werden paarweise (Dinner/ Midnight) oder einzeln (Opening Show/ Dinner Show 13.August '70) in Kapiteln vorgestellt. Die Zusammenstellung von unzähligen (zumeist bekannten) Bildern, Memorabilia und Zeitungsartikeln hat es in dieser Form und Qualität noch nicht gegeben - weder im Importbereich noch von offizieller Seite. Allein die Qualität des Buches relativiert an dieser Stelle bereits den Preis etwas, wenn man daran denkt, was beispielsweise ein einzelnes Tunzi-Buch kosten soll.
CD 1 - Opening Show - 10. August 1970
Ich habe mir die Opening Show von Anfang bis Ende angehört. Die Soundqualität ist sehr gut, das Showintro mit 2.34 min das längste, dass ich bisher gehört habe. Im direkten Vergleich mit der FTD-CD "One Night In Vegas" fällt der Sound natürlich ab, aber ich kann nur sagen, dass mir der Mix sehr gut gefallen hat. Der Sound ist ordentlich ausbalanciert und bietet für eine Monoaufnahme ein ausgezeichnetes & volles Klangbild. Die fundierten technischen Ausführungen eines nicht mehr registrierten Mitglieds hätte ich mir übrigens gerne angehört. Ich finde die durchgängige Verwendung der Monoaufnahmen konsequent. Eine schlichte Kopie der FTD-CD wäre - so denke ich - vielen Leuten deutlich mehr aufgestoßen...
CD 2 - Dinner Show - 11. August 1970
Die CD beinhaltet eine Show, von der zumindest der ein oder andere Track seinen Weg auf offizielle VÖs gefunden hat, z.B. "I've Lost You" auf CD 1 der "Viva Las Vegas"-Compilation oder "You've Lost That Lovin' Feelin" auf der "Writing For The King"-CD. Eine offizielle VÖ des kompletten Konzerts hat es bis dato jedoch noch nicht gegeben. Der Sound ist wiederum sehr gut, sehr klar und sehr dynamisch für eine Monoaufnahme. Die Qualität ist von gleicher Güte wie auf CD 1. Diejenigen, die den Film bereits häufiger gesehen haben, werden beim Hören an die ein oder andere Szene erinnert werden. Im Film wurde "ohrenscheinlich" einiges von dieser Show verwendet.
CD 3 - Midnight Show - 11. August 1970
Die Show wurde auf der zweiten CD des "Live In Las Vegas"-Boxsets veröffentlicht. Bleibt an dieser Stelle nur zu sagen, dass die Soundqualität natürlich nicht mit der eines Stereo-Multi-Tracks mithalten kann und abfallen muss. Die CD enthält jedoch durchaus Neues, bietet sie doch mit "A Thing Called Love" und "On The Other Side" zwei Tracks in sehr guter Qualität aus dem Vorprogramm der Imperials von der Midnight Show 12. August 1970, weil die CD mit der MS vom 12. August bereits mit 77.23 min Länge übervoll ist und die Lieder nicht mehr gepasst hätten. In der Kürze der Zeit ist es natürlich nicht möglich sämtliche CDs nochmals parallel zu hören, um herauszufinden ob Ansagen/kurze Monologe auf der offiziellen VÖ geschnitten wurden. Es ist aber durchaus denkbar, da beide CDs augenscheinlich (anhand der Laufzeiten einzelner Songs) sehr unterschiedlich editiert wurden. Sound ist praktisch identisch mit dem ersten beiden CDs.
CD 4 - Dinner Show - 12. August 1970
Die zweite bis dato nicht komplett veröffentlichte Show und mir deswegen sehr willkommen. Wie bereits bei CD 2 sind einzelne Songs auf diversen offiziellen CDs veröffentlicht worden, wie z.B. "Twenty Days And Twenty Nights" auf CD 3 der TTWII-Special Edition oder "You Don't Have To Say You Love Me" auf der FTD-CD The Way It Was.
(Auffällig ist ein leise zu vernehmender 'Brummton' bei "Twenty Days and Twenty Night" auf der TTWII-SE-CD, der auch auf der CD von The Complete Works zu vernehmen ist, was mich unter anderem dazu veranlasst, anzunehmen, dass es sich um Monoaufnahmen der Original Tapes handeln könnte.)
Die CD beginnt mit einem langen Intro des Joe Guercio Orchestras mit 3.13 min. Länge und einem falschen Start. Das Orchester spielt bereits das Intro zu "That's Allright Mama", wobei Elvis keine Anstalten macht zu singen. Beim Neustart singt er dann zu besagter Melodie die erste Zeile von "Love Me Tender". Dies ist einer der Tracks, die als Soundsample im Netz auftauchten und für wildeste Spekulationen über mögliche Rip-offs und teils doch sehr persönlich geführte Diskussionen gesorgt haben. Der Sound ist nicht im Geringsten vergleichbar! Im Gegenteil der Sound ist - ich wiederhole mich - sehr gut für eine Monoaufnahme. Highlights sind in Hülle und Fülle vorhanden und werden sicher subjektiv von jedem anders empfunden, aber persönlich finde ich "I Just Can't Help Believin'" und "Bridge Over Troubled Water" immer wieder umwerfend gut.
CD 5 - Midnight Show - 12. August 1970
Sicher eine der besten Shows, wenn nicht die Beste die Elvis je gegeben hat? Vielleicht - aber ganz sicher ein Live-Highlight seiner Karriere! Die Show wurde auf der TTWII-Special Edition Box veröffentlicht und gehört in der Form & in dem Klang auch in jede gut sortierte Elvis-Sammlung. Ich fand allerdings immer, dass die Show aufgrund ihrer überragenden Qualität eine separate Veröffentlichung verdient gehabt hätte und nicht als mittlere CD in einer Box großen Teilen der Öffentlichkeit verborgen bleiben sollte. Die fünfte aufgenommene Show gehört natürlich hier in diese Box und ragt meines Erachtens aus einer Fülle von sehr guten Shows deutlich heraus. Das Soundbild ist identisch mit den vorherigen CDs - genug der Wiederholungen;).
CD 6 - Dinner Show - 13. August 1970
Auch diese CD beinhaltet eine Show, die in kompletter Länge unveröffentlicht ist, von der aber zumindest der ein oder andere Track seinen Weg auf offizielle VÖs gefunden hat, z.B. "I Just Can't Help Believin'" auf CD 1 der "Viva Las Vegas"-Compilation oder "Polk Salad Annie" auf CD 3 der Silver Box Elvis Aron Presley.
Die Show selbst ist schwer hitverdächtig und enthält zahlreiche Perlen und steht der Midnight Show aus der Nacht in fast nichts nach! Ein fulminantes Tracklisting mit Songs wie z.B. "Stranger In The Crowd", "Make The World Go Away", "Don't Cry Daddy" und einer fantastischen Version von "Polk Salad Annie". Es gibt praktisch keine Schwachpunkte (sieht man mal von "Hound Dog" ab, dass meines Erachtens auch 1970 schon mehr Respekt verdient gehabt hätte).
Zwischenfazit...
Der größte Kritikpunkt, der im Vorfeld genannt wurde, galt der Soundqualität der Aufnahmen. Nach einem exzessiven Marathon kann ich sagen, dass die Sounqualität sehr gut ist. Die Mehrheit wird diese Meinung sicher teilen. Die Tatsache, dass die Shows nicht in Multi-Track-Qualität veröffentlicht wurden, mag der ein oder andere sicher kritisieren - und ich habe und möchte dem nichts entgegenhalten, weil ich kein Problem mit der vorliegenden Qualität habe. Als Zwischenfazit möchte ich an dieser Stelle sagen, dass ich schwer beeindruckt bin von der Aufmachung und der Soundqualität, die denke ich auch höheren Ansprüchen genügt, solange die bislang unveröffentlichten Shows nicht als Multi-Track-VÖs erscheinen werden.
Darüber hinaus soll bei all der nüchternen Betrachtung nicht unerwähnt bleiben, dass der Sammler hier sechs Shows vor sich liegen hat, die allesamt definitive Highlights sind. Das sollte deswegen nicht unerwähnt bleiben, wo in meinen Augen oftmals mehr über die menschlichen Schwächen von Elvis debattiert wird als über seine Stärken, die man sich hier etwa 420 Minuten lang audiotechnisch zu Gemüte führen kann. Bis hierhin hat das Set meine Erwartungen nicht erfüllt, sondern bei weitem übertroffen!
Morgen oder übermorgen mehr... ich brauche eine Pause
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DVD 1
Opening Show - 10. August 1970
Vorneweg muss ich sagen, dass ich keine Lust hatte die Länge einzelner Sequenzen zu stoppen, um festzustellen ob es weggelassen wurde oder nicht. Das habe ich schon beim Rohmaterial, dass ich auf unzähligen DVDRs gesehen habe nicht gekonnt und nähme in diesem Fall auch die Lust zuzuschauen. Daher werde ich im Wesentlichen auf Dinge eingehen, die mir besonders aufgefallen sind und bitte der möglichen Ungenauigkeiten wegen im Vorfeld um Nachsicht.
Der Film beginnt mit Footage von wartenden Schlangen im Eingangsbereich vor dem Showroom. Zwischendrin erfolgt eine kurze Sequenz in der die Sicherheitskräfte zu sehen sind.
Aus Mangel an Originalton gibt es die musikalische Untermalung mit "Sylvia" - was überraschend gut passt. Danach folgen Aufnahmen von Elvis auf dem Weg durch das Hotel (u.a. an der Kantine der Hotelbediensteten vorbei) - Elvis trägt dabei einen blauen Suit und wird von Klein, Sonny West, Esposito und Fike begleitet. In vollständiger Länge wird ein zufälliges Treffen mit zwei weiblichen Fans, die hinter einer Tür auf Elvis warten und Autogramme haben möchten gezeigt. Alle Aufnahmen sind bis hierher Outtakes, die mit "Prop of Turner Ent." gekennzeichnet sind. Die Bildqualität ist prima - jedoch nicht vergleichbar mit einer remasterten DVD, was hoffentlich auch niemand erwartet hat. Die Aufnahmen sind mittlerweile sicher vielen Leuten bekannt, da ja unzählige billige Kopien über Ebay und sonstwie die Runde gemacht haben. Die hier gezeigte Qualität hingegen haben sicher noch nicht allzuviele Leute gesehen.
Die Aufnahmen wechseln fließend - was sehr sehr hübsch gemacht ist - für einen kurzen Augenblick in die TTWII-SE über, die ebenfallls Footage des Treffens beinhaltete. Die offizielle Footage ist exakt an der Stelle eingefügt, wo sie hingehört - sehr schön editiert. Da auch hier weitestgehend der Originalton fehlt, gibt es die musikalische Untermalung durch "The Sound Of Your Cry", was ganz gut zu dem in Tränen aufgelösten weiblichen Fan passt:) Die Aufnahmen sind (so weit ich es sehen kann) komplett und zeigen Elvis und seine Leute bis sie in seinem Raum verschwinden. Das heißt das selbst die politisch unkorrekte Geste die Lamar Fike mit ausgestrecktem Arm zeigt zu sehen ist (hätte man auch weglassen können - aber nun denn).
Danach sind Outtakes zu sehen, die Elvis in lockerer Gesellschaft mit seinen Leuten zeigt. Zur besseren Orientierung für alle: die Aufnahmen gehören zu der Szene, die später in das Vorlesen der Glückwunschtelegramme übergeht. Auch hier wechselt das Filmmaterial - wo es hingehört - über in bereits bekanntes Material der TTWII-SE. Auffällig ist bereits zu diesem Zeitpunkt, dass das Editing der Aufnahmen sehr gelungen ist!
Beginnend mit diesen Aufnahmen gibt es weitestgehend den Originalton, der perfekt synchronisiert wurde. Das ist eigentlich Arbeit für jemanden gewesen, der Vater & Mutter erschlagen hat, weil man Bild & Ton zunächst mal im Wust der Outtakes suchen und zuordnen musste. Sysiphus hat hier seinen legitimen Nachfolger gefunden (oder schiebt der alte Knabe noch immer die Kugel den Berg hoch?).
Es folgen Outtakes der letzten Vorbereitungen/ Absprachen und zeigen Elvis bereits im Bühnenoutfit (Fringe-Suit). Danach folgen Backstage-Aufnahmen von direkt hinter der Bühne, wobei Hodge und Elvis die Gitarre ein letztes Mal stimmten. Die Gespräche mit der Bühnenbesetzung sind locker. Elvis äußert sich kurz zu seinem Outfit und erwähnt Bill Belew. Dann geht's los...
Man bekommt rund 40 Minuten von der Opening Show zu sehen. Der Sound ist top. Die Bildqualität meist sehr gut (immer gemessen daran, dass sie nicht remastert ist) und dürfte die Erwartungen der Leute nicht enttäuschen. Da viele Leute die STAR-DVDs als Anhaltspunkt kennen, kann ich versichern, das was man sieht deutlich besser ist als das, was von STAR gepriesen wird. Ich fand das Editing der Leute hinter STAR ganz passabel, aber die Qualität der Sources war es definitiv nicht. In jedem Fall kann man das Zeugs jetzt getrost abhaken. Wenn's nicht von offizieller Seite veröffentlicht wird, dann bekommen wir es höchstwahrscheinlich nicht in besserer Form als hier zu sehen. Ausgeschlossen ist, dass wir mehr unterschiedliche Winkel zu sehen bekommen werden! Wenn es einen alternativen Winkel gibt - dann bekommt man ihn auch zu sehen...
Nach der Show kommt die bereits bekannte Aftershow-Footage. Hier ist deutlich länger und mit "This Is Our Dance" untermalt. Die Bildqualität ist prima.
11. August 1970 - Dinner Show
Danach folgt die Aufnahmen der Dinner Show vom 11. August. Bild und Ton entsprechen der Qualität der Opening Show. Das Editing fungiert in ähnlicher Weise. Das heißt, wo es professionelle Aufnahmen gibt, finden diese an der Stelle Verwendung wo sie hingehören. Das gelingt hier fast meisterhaft und macht Spaß zu gucken! Auffällig ist, dass an Stellen wo Footage fehlt, wie im Falle von "Hound Dog" oder auch "Something", dieses mit Bildern, Publikumsaufnahmen u.ä. überbrückt wird. Das ist in Ordnung für mich und kommt auf allen drei DVDs so gut wie nicht vor und fällt für mich somit auch nicht weiter ins Gewicht. Einzig im Falle von "Sweet Caroline" taucht unvermittelt Footage von Paradies Hawaiian Style auf, was ich ziemlich deplaziert finde - auch wenn man mittlerweile erklärt bekommen hat, dass das Mädchen das Elvis in PHS ansingt "Caroline" heißt. Ich habe PHS das letzte Mal mit 9 gesehen, als ich noch zum Zielpublikum gehört habe. Seither nicht mehr und habe deswegen - den für mich zu weit hergeholten Bezug nicht verstanden - und finde ihn auch nicht besonders gelungen. (Für mich der einzige Kritikpunkt nach bis hierhin immerhin schon 95 min. Laufzeit). Die Aufnahmen des Konzerts enden nach rund einer Stunde mit Footage, die Elvis unmittelbar nach Ende des selbigen zeigen, wie er in den Fahrstuhl steigt um in seine Etage zu gelangen.
11. August 1970 - Midnight Show
Das Prinzip des Editing ändert sich nicht - warum sollte es auch? Mich hat es mehr als überzeugt. Ich habe soviel Zeugs von 8mm angefangen bis hin zu EIC, dass ich mir trotz guter Qualität oft nicht lange angesehen habe (wenn ich es mir überhaupt angesehen habe). Bild, Ton & Editing sind mehr als überzeugend. Auffällig ist, dass bei allen Shows sämtliche erdenklichen Sourcen verwendet wurden, die erhältlich sind - TTWII (1970), The Lost Performances, TTWII-SE und Outtakes, Outtakes & noch mal Outtakes. Auch der Zusammenschnitt der Midnight Show ist stimmig und ist etwas, was ich mir in dieser Form gerne wieder ansehen werde. Die Aufnahmelänge der Show liegt bei geschätzten ca. 45 Minuten inkl. Outtakes vom Bühnenabgang.
Als Bonus gibt es noch Aufnahmen vom 14. August 1970 aus der Midnight Show zu sehen. Allerdings beschränken sich die Aufnahmen weitestgehend auf Totalaufnahmen die Elvis von hinten & große Teile des Showrooms zeigen. Vereinzelt gibt es auch Aufnahmen von vorne. Auch soundtechnisch muss man Abstriche machen. Die Aufnahmen sind ungefähr 20 min. lang. Nicht uninteressant, aber nicht so umwerfend wie die Aufnahmen der ersten drei Konzerte (deswegen heißt's Bonus und als solchen nehme ich den gerne!).
Einen weiteren Bonus stellen Aufnahmen vom 15. August 1970 dar, die soundtechnisch & visuell mit Video/Audio vom 10 & 11. August aufbereitet wurden. Gezeigt wird im wesentlichen, wie die Leute den Showroom verlassen und die Rolltreppen runterfahren.
Nach insgesamt 3 1/4 Stunden endet die erste DVD. Der Eindruck, der durch das Buch und die CDs bereits entstanden ist, wird durch die DVD nur weiter bestätigt. Man hat es mit einem Mammutprojekt zu tun, in dem ganz viel Arbeit & Liebe für's Detail steckt. Madison hin oder her - bootlegtechnisch ist das hier nicht zu toppen. Bereits an dieser Stelle vielen Dank für dieses Monsterrelease! Vielen Dank, wer immer das hier auch gemacht hat!!
Eine letzte Fortsetzung folgt in den nächsten Tagen... Pause & Kaffee!
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