Elvis By The Presleys

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03.07.2005 10:36 #377279 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

der colonel schloss die verträge ab und elvis blieb keine andere wahl als "ja" zu sagen.

Sorry, aber das ist Quatsch.
Der Colonel handelte im Auftrag von Elvis, so wie ein Anwalt oder ein Notar oder ein Treuhänder. Rechtlich sieht das so aus, dass Angebote für Elvis an den Colonel herangetragen wurden. Die einzige Macht des Colonels bestand darin, an dieser Stelle zu selektieren, was er überhaupt an Elvis weitergeben sollte. Aber dann war es Elvis, der "ja" oder "nein" sagen musste. Wenn Elvis etwas nicht gewollt hätte, hätte der Colonel das mit keiner Macht der Welt durchsetzen können. Das 68er Special ist der beste Beweis: Wenn Elvis wirklich hätte tun müssen, was der Colonel sagte, dann wäre die ganze Sache ein Weihnachtsliederabend geworden, ohne Widerrede, fertig.
Es mag sein, dass der Colonel Elvis so manches aufgeschwatzt hat, was Elvis nur halbherzig wollte, aber er hätte ja bloß "nein" sagen brauchen. Auch hätte er den Colonel mit einem Wort feuern können. Sofort hätte vor Graceland eine ellenlange Schlange der Top-Manager der Branche gestanden, die sich dem ing aufgedrängt hätten - allen voran Jerry Weintraub.
Die Tatsache, dass Elvis konfliktscheu war, mitunter etwas bequem und in einigen Dingen keinen Arsch in der Hose hatte, kann man nicht dem Colonel anlasten.
Wenn Elvis die Filme partout nicht hätte drehen wollen, dann hätte er nicht immer weitere Verlängerungsverträge mit den Studios abschließen brauchen, und schon wäre die Sache erledigt gewesen. Da war ihm dann das sichere Geld doch wichtiger als der künstlerische Anspruch. Ich denke, dass Elvis Mitte der 60er vielmehr froh war, mit Hilfe dieser Filme im Showbusiness überhaupt überleben zu können, und das auch noch auf hohem (wirtschaftlichem) Niveau. Machen wir uns nichts vor, aber musikalisch gesehen war für Elvis zu dieser Zeit gar keine Chance, da er und sein Stil völlig "out" waren. Erschwerend kommt hinzu, dass er selber musikalisch auch keine Vision, keinen "Plan B" gehabt hat.
Elvis' größte Leistung in den 60ern war, dass er 1968 den exakten Zeitpunkt gespürt hat, wo sich die Tür für ihn wieder einen Spalt öffnete. Und da hat er sich über alles andere hinweggesetzt, auch den Colonel.

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03.07.2005 10:42 #377284 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

eine der letzten hoffnungen, die elvis in seinen letzten jahren hatte, war religion und spiritualität. in larry geller hatte erin diesem punkt den einzigen freund und weggefährten in diesem bereich. alle anderen jungs der mafia lachten über diesen "religiösen mist" - wer da elvis mehr geschadet hat, sieht ja wohl jeder.

Genau. Ich sehe einen glücklichen, verspielten Elvis mit seinen verrückten Jungs, die alle zusammen Spaß am Leben hatten.
Und ich sehe einen esoterischen Elvis, der sich mit seinen Büchern zurückgezogen hat und depressiv wurde, weil er feststellte, dass er auf die Frage nach dem Sinn des Ganzen keine Antwort finden konnte.
In seiner Kindheit und seinen frühen Jahren hat ihm (und seinem Umfeld) die Religion geholfen, ein anständiger Mensch zu werden und auch in schlechten Zeiten klarzukommen.
Im seinen späteren Jahren haben ihn die ganzen esoterischen Strömungen, mit denen ihn Larry Geller infiltriert hat, spirituell völlig aus der Bahn geworfen.
Insofern hat meiner Ansicht nach Larry Geller einen größeren Anteil an Elvis' Niedergang als die ganzen verrückten Raufbolde in seiner Memphis-Mafia.

Larry Geller ist ein Meister der Manipulation. Er hat Elvis manipuliert, und er schafft es in seinem Buch auch mit den Fans.

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03.07.2005 10:45 #377287 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

Also nun mal ehrlich, glaubst Du diesem esoterischen Vollspinne auch nur ein Wort? Wenn jemand definitiv einen schlechten Einfluss auf Elvis hatte, dann Larry Geller!

Ich würde nicht einfach eben mal so die Äusserungen von Larry Geller in das Reich der Spinnerei verweisen wollen, nur, weil er etwas anders ist und war als die üblichen Elvis-Mafiosi. :adeal:

Und einen schlechten Einfluss auf Elvis würde ich so auch nicht unterschreiben wollen, da er Elvis oft als Freund zur Seite stand. :adeal:

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03.07.2005 10:47 #377288 von Danny Fisher
Danny Fisher antwortete auf Elvis By The Presleys

Sorry, aber das ist Quatsch.
Der Colonel handelte im Auftrag von Elvis, so wie ein Anwalt oder ein Notar oder ein Treuhänder. Rechtlich sieht das so aus, dass Angebote für Elvis an den Colonel herangetragen wurden. Die einzige Macht des Colonels bestand darin, an dieser Stelle zu selektieren, was er überhaupt an Elvis weitergeben sollte. Aber dann war es Elvis, der "ja" oder "nein" sagen musste. Wenn Elvis etwas nicht gewollt hätte, hätte der Colonel das mit keiner Macht der Welt durchsetzen können. Das 68er Special ist der beste Beweis: Wenn Elvis wirklich hätte tun müssen, was der Colonel sagte, dann wäre die ganze Sache ein Weihnachtsliederabend geworden, ohne Widerrede, fertig.
Es mag sein, dass der Colonel Elvis so manches aufgeschwatzt hat, was Elvis nur halbherzig wollte, aber er hätte ja bloß "nein" sagen brauchen. Auch hätte er den Colonel mit einem Wort feuern können. Sofort hätte vor Graceland eine ellenlange Schlange der Top-Manager der Branche gestanden, die sich dem ing aufgedrängt hätten - allen voran Jerry Weintraub.
Die Tatsache, dass Elvis konfliktscheu war, mitunter etwas bequem und in einigen Dingen keinen Arsch in der Hose hatte, kann man nicht dem Colonel anlasten.
Wenn Elvis die Filme partout nicht hätte drehen wollen, dann hätte er nicht immer weitere Verlängerungsverträge mit den Studios abschließen brauchen, und schon wäre die Sache erledigt gewesen. Da war ihm dann das sichere Geld doch wichtiger als der künstlerische Anspruch. Ich denke, dass Elvis Mitte der 60er vielmehr froh war, mit Hilfe dieser Filme im Showbusiness überhaupt überleben zu können, und das auch noch auf hohem (wirtschaftlichem) Niveau. Machen wir uns nichts vor, aber musikalisch gesehen war für Elvis zu dieser Zeit gar keine Chance, da er und sein Stil völlig "out" waren. Erschwerend kommt hinzu, dass er selber musikalisch auch keine Vision, keinen "Plan B" gehabt hat.
Elvis' größte Leistung in den 60ern war, dass er 1968 den exakten Zeitpunkt gespürt hat, wo sich die Tür für ihn wieder einen Spalt öffnete. Und da hat er sich über alles andere hinweggesetzt, auch den Colonel.

Aber wie sieht`s dann aus mit bereits abgeschlossenen Verträgen, Michael? Gerade die Filmveträge wurden doch oft schon Jahre im voraus abgeschlossen. Da kam Elvis dann aber nicht mehr so einfach raus, nachdem er einmal unterschrieben hatte, oder?

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03.07.2005 10:48 #377289 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

Und einen schlechten Einfluss auf Elvis würde ich so auch nicht unterschreiben wollen, da er Elvis oft als Freund zur Seite stand. :adeal:

Erstaunlicherweise ist er selber der einzige, der das behauptet.
Gibt es ein Zitat o.ä. von Elvis, das das bestätigt? Wäre mir neu!
Und wenn Elvis ihn als so tollen Freund angesehen hat, warum hat er ihn dann nicht bei sich behalten?
Oder in seinem Testament bedacht? :klatsch:

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03.07.2005 10:51 #377291 von Blues Boy
Blues Boy antwortete auf Elvis By The Presleys

Also nun mal ehrlich, glaubst Du diesem esoterischen Vollspinne auch nur ein Wort? Wenn jemand definitiv einen schlechten Einfluss auf Elvis hatte, dann Larry Geller!
Und auch in Larry Gellers Buch geht es - wie es es schon neulich hier gepostet habe - nicht um Elvis, sondern nur um Larry Geller.

Grundsätzlich glaube ich erst einmal gar nichts, was irgendein Freund, Verwandter oder Kollege über Elvis schreibt. Die Glaubwürdigkeit von Aussagen nimmt entsprechend der Anzahl unabhängig zueinander stehenden Personen zu, die das gleiche Berichten. Aber man muss den Äußerungen von Larry Geller Beachtung schenken, weil sie ja der Wahrheit entsprechen könnten. :null:

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03.07.2005 10:52 #377292 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

Aber wie sieht`s dann aus mit bereits abgeschlossenen Verträgen, Michael? Gerade die Filmveträge wurden doch oft schon Jahre im voraus abgeschlossen. Da kam Elvis dann aber nicht mehr so einfach raus, nachdem er einmal unterschrieben hatte, oder?

Meines Wissens wurden die Verträge immer über die nächsten 4-5 Filme gemacht, was in Elvis' Falle ja gerade mal anderthalb Jahre bedeutete - so ist das auch branchenüblich. Schließlich würde auch kein Filstudio einen so langfristigen Vertrag mit einem Schauspieler abschließen, da es dabei das Risiko eingeht, dass der Stern vielleicht sinkt und man ihn dann "am Bein" hat.
Und selbst wenn es unendlich lange Knebelvberträge gegeben hätte, dann hätte Elvis trotzdem aussteigen können. Er hätte halt eine Vertragsstrafe zahlen müssen. Hat er aber nicht getan.
Wir müssen uns einfach mit der Tatsache abfinden, dass ihm in diesem Falle der schnöde Mammon wichtiger war als seine künstlerische Integrität.

Aber wie gesagt, zu Elvis' Ehrenrettung möchte ich anmerken, dass ich denke, dass er dies nur mangels besserer Ideen tat. Als er 1968 bessere Ideen hatte, hat er ja auch keine weiteren Filmverträge mehr unterschrieben.

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03.07.2005 10:52 #377293 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

Erstaunlicherweise ist er selber der einzige, der das behauptet.
Gibt es ein Zitat o.ä. von Elvis, das das bestätigt? Wäre mir neu!
Und wenn Elvis ihn als so tollen Freund angesehen hat, warum hat er ihn dann nicht bei sich behalten?
Oder in seinem Testament bedacht? :klatsch:

Und wenn Elvis ihn als so tollen Freund angesehen hat, warum hat er ihn dann nicht bei sich behalten?

:huh:
Hat er doch.
Als e r1967 ging, war das Larrys eigene Entscheidung - nicht die von Elvis. :adeal:
Elvis hat nie direkt jemanden gebeten, bei sich zu blieben.
Nicht bei Joe Esposito doder Charlie Hodge, als sie in den 60`s mal nicht an Elvis`Seite waren.

Oder in seinem Testament bedacht?

Im Testament wurde keiner von Elvis `Freunden bedacht.
Dementsprechend ist das kein Argument.
Ganz abgesehen davon, dass selbst Billy Smith nach Elvis`Tod zugegeben hatte, dass Vernon Teile des Testaments hat verschwinden lassen, da er nicht wollte, dass Geld an jemanden ausserhalb der Familie zukommt.

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03.07.2005 10:59 #377296 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

Ganz abgesehen davon, dass selbst Billy Smith nach Elvis`Tod zugegeben hatte, dass Vernon Teile des Testaments hat verschwinden lassen, da er nicht wollte, dass Geld an jemanden ausserhalb der Familie zukommt.

Das halte ich für absoluten Unsinn.
Aber Elvis hätte ja mal einen Notar beauftragen können, als es um so etwas wichtiges wie seine Nachlassregelung ging.

Und er hätte ebenfalls auch mal einen Steuerberater beauftragen können, statt dies seinem Vater, einem Quasi-Analphabeten, zu überlassen. Dann wäre der weiter oben angeführte Umstand, dass der Colonel mehr an Elvis verdiente als Elvis selber, nie eingetreten.

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03.07.2005 11:02 #377302 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

Grundsätzlich glaube ich erst einmal gar nichts, was irgendein Freund, Verwandter oder Kollege über Elvis schreibt. Die Glaubwürdigkeit von Aussagen nimmt entsprechend der Anzahl unabhängig zueinander stehenden Personen zu, die das gleiche Berichten. Aber man muss den Äußerungen von Larry Geller Beachtung schenken, weil sie ja der Wahrheit entsprechen könnten. :null:

Ich stimme mit dem ersten Teil Deiner Aussage 100%ig überein. Ich finde nur Deine Schlussfolgerung unlogisch:
Wenn Du - meiner Meinung nach zu Recht - behauptest, dass die Glaubwürdigkeit von Schilderungen mit der Zahl der voneinander unabhängigen Berichterstatter zunimmt, dann spricht genau das GEGEN Larry Geller, denn er steht mit seinen Ausführungen doch wohl ziemlich alleine da, oder irre ich mich da?

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