Elvis By The Presleys

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03.07.2005 11:06 #377306 von Danny Fisher
Danny Fisher antwortete auf Elvis By The Presleys
Was Larry Geller angeht, sollte man nicht vergessen, dass Elvis ein erwachsener Mensch war. Niemand hat ihn gezwungen, stundenlange Gespräche mit Larry zu führen oder sich haufenweise Bücher von ihm auszuleihen.

Larry war eben anders, als all` die anderen Kerle, die Elvis bis dahin beschäftigt hatte. Und da Elvis sich schon vor Larry`s Erscheinen bestimmte Fragen stellte, hatte er in ihm genau den Gesprächspartner, den er zu dieser Zeit suchte.

Was da genau gelaufen ist, das wissen wir alle nicht. Deswegen sollten wir da Zurückhaltung üben. Dass die Jungs und der Colonel Larry nicht gemocht haben, ist nur allzu verständlich. Die Jungs verstanden "den esoterischen Quatsch" nicht und dem Colonel ging der Allerwerteste auf Grundeis, da er befürchtete, es wäre vorbei mit dem Geld verdienen. Überhaupt konnte damals keiner verstehen, worüber sich Elvis mit Larry unterhielt. Alle hatten Angst, sie würden den Elvis, so wie sie ihn vorher gekannt hatten, verlieren.

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03.07.2005 11:07 #377307 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

Das halte ich für absoluten Unsinn.
Aber Elvis hätte ja mal einen Notar beauftragen können, als es um so etwas wichtiges wie seine Nachlassregelung ging.

Und er hätte ebenfalls auch mal einen Steuerberater beauftragen können, statt dies seinem Vater, einem Quasi-Analphabeten, zu überlassen. Dann wäre der weiter oben angeführte Umstand, dass der Colonel mehr an Elvis verdiente als Elvis selber, nie eingetreten.

Das halte ich für absoluten Unsinn.


Wieso?

Aber Elvis hätte ja mal einen Notar beauftragen können, als es um so etwas wichtiges wie seine Nachlassregelung ging.


"Hätte er" - hat er aber nicht. Und nur DAS zählt.

Er hat ja immer aus Misstrauen heraus seinen Vater die Dinge regeln lassen.
Und keine Steuerberater o.ä. diese Sachen regeln lassen.
Von daher ist die Sache mit dem Testament nur folgerichtig.

Ich halte es nicht für ausgeschlossen, daß das Testament inkomplett ist.

Davon abgesehen war in dem anderen Teil meines Postings, den Du nicht zitiert hast, die schlüssige Gegengedankenführung enthalten.

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03.07.2005 11:07 #377308 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

Sorry, aber das ist Quatsch.
Der Colonel handelte im Auftrag von Elvis, so wie ein Anwalt oder ein Notar oder ein Treuhänder. Rechtlich sieht das so aus, dass Angebote für Elvis an den Colonel herangetragen wurden. Die einzige Macht des Colonels bestand darin, an dieser Stelle zu selektieren, was er überhaupt an Elvis weitergeben sollte. Aber dann war es Elvis, der "ja" oder "nein" sagen musste. Wenn Elvis etwas nicht gewollt hätte, hätte der Colonel das mit keiner Macht der Welt durchsetzen können. Das 68er Special ist der beste Beweis: Wenn Elvis wirklich hätte tun müssen, was der Colonel sagte, dann wäre die ganze Sache ein Weihnachtsliederabend geworden, ohne Widerrede, fertig.
Es mag sein, dass der Colonel Elvis so manches aufgeschwatzt hat, was Elvis nur halbherzig wollte, aber er hätte ja bloß "nein" sagen brauchen. Auch hätte er den Colonel mit einem Wort feuern können. Sofort hätte vor Graceland eine ellenlange Schlange der Top-Manager der Branche gestanden, die sich dem ing aufgedrängt hätten - allen voran Jerry Weintraub.
Die Tatsache, dass Elvis konfliktscheu war, mitunter etwas bequem und in einigen Dingen keinen Arsch in der Hose hatte, kann man nicht dem Colonel anlasten.
Wenn Elvis die Filme partout nicht hätte drehen wollen, dann hätte er nicht immer weitere Verlängerungsverträge mit den Studios abschließen brauchen, und schon wäre die Sache erledigt gewesen. Da war ihm dann das sichere Geld doch wichtiger als der künstlerische Anspruch. Ich denke, dass Elvis Mitte der 60er vielmehr froh war, mit Hilfe dieser Filme im Showbusiness überhaupt überleben zu können, und das auch noch auf hohem (wirtschaftlichem) Niveau. Machen wir uns nichts vor, aber musikalisch gesehen war für Elvis zu dieser Zeit gar keine Chance, da er und sein Stil völlig "out" waren. Erschwerend kommt hinzu, dass er selber musikalisch auch keine Vision, keinen "Plan B" gehabt hat.
Elvis' größte Leistung in den 60ern war, dass er 1968 den exakten Zeitpunkt gespürt hat, wo sich die Tür für ihn wieder einen Spalt öffnete. Und da hat er sich über alles andere hinweggesetzt, auch den Colonel.

das ist doch völliger quatsch :null:

elvis selbst sagte 1972, dass er aus den filmverträgen nicht raus kam und deshalb nicht live auftreten konnte, was er viel lieber gemacht hätte.

ich erinnere an den film clambake ... elvis hatte absolut keine lust dazu. er hatte es sich auf der circle g ranch gemütlich gemacht und wollte von hollywood absolut nichts wissen. dann kam der anruf vom colonel, dass die dreharbeiten in 2 wochen beginnen und er seinen arsch nach hollywood zu bewegen habe. :null:
er wäre doch nicht so widerwillig dort hingeflogen, wenn er selbst vorher den vertrag unterschrieben hätte. er tat es aus loyalität zum colonel, bzw. aus dem vertrauen in ihn, die richtigen entscheidungen zu treffen.

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03.07.2005 11:13 #377311 von Danny Fisher
Danny Fisher antwortete auf Elvis By The Presleys

das ist doch völliger quatsch :null:

elvis selbst sagte 1972, dass er aus den filmverträgen nicht raus kam und deshalb nicht live auftreten konnte, was er viel lieber gemacht hätte.

ich erinnere an den film clambake ... elvis hatte absolut keine lust dazu. er hatte es sich auf der circle g ranch gemütlich gemacht und wollte von hollywood absolut nichts wissen. dann kam der anruf vom colonel, dass die dreharbeiten in 2 wochen beginnen und er seinen arsch nach hollywood zu bewegen habe. :null:
er wäre doch nicht so widerwillig dort hingeflogen, wenn er selbst vorher den vertrag unterschrieben hätte. er tat es aus loyalität zum colonel, bzw. aus dem vertrauen in ihn, die richtigen entscheidungen zu treffen.

Laut Priscilla gab Elvis zu dieser Zeit mehr Geld aus, als reinkam. Er hatte die Circle G Ranch gekauft, Wohnwagen, Pferde, usw. Als der Colonel mit dem Film "Clambake" ankam, war das letzte was er wollte, einen weiteren dämlichen Film zu drehen. Aber ihm blieb gar nichts anderes übrig, als en Film zu machen, da er Geld benötigte.

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03.07.2005 11:15 #377313 von Blues Boy
Blues Boy antwortete auf Elvis By The Presleys

Wenn Elvis etwas nicht gewollt hätte, hätte der Colonel das mit keiner Macht der Welt durchsetzen können. Das 68er Special ist der beste Beweis: Wenn Elvis wirklich hätte tun müssen, was der Colonel sagte, dann wäre die ganze Sache ein Weihnachtsliederabend geworden, ohne Widerrede, fertig.

Aus juristischer Sicht konnte Parker Elvis zu nichts zwingen. Das ist klar. Doch das Unterhaltungsgeschäft hat teilweise auch sehr "mafiöse" Strukturen. Gerade wenn es um große Summen geht können Menschen doch sehr "unlocker" (um es mal so zu beschreiben) werden. Elvis hatte doch sogar vermutet, dass der frühe Tod von Sam Cooke mit dessen Aufmüpfigkeit gegenüber seiner Plattenfirma (wie bei Elvis auch RCA) zusammenhing. Schon eine sehr "tollkühne" Vermutung, die aber auch zeigt wie Elvis über die Dinge gedacht hat.
Was die geschäftliche Seite anging, war Elvis einfach zu "grün" hinter den Ohren, dadurch war es für Parker und RCA ein Leichtes, ihn nach belieben zu dirigieren, denke ich.

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03.07.2005 11:18 #377314 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

ich erinnere an den film clambake ... elvis hatte absolut keine lust dazu. er hatte es sich auf der circle g ranch gemütlich gemacht und wollte von hollywood absolut nichts wissen. dann kam der anruf vom colonel, dass die dreharbeiten in 2 wochen beginnen und er seinen arsch nach hollywood zu bewegen habe. :null:
er wäre doch nicht so widerwillig dort hingeflogen, wenn er selbst vorher den vertrag unterschrieben hätte. er tat es aus loyalität zum colonel, bzw. aus dem vertrauen in ihn, die richtigen entscheidungen zu treffen.

Entschuldige mal, was ist daran verkehrt, wenn ein Manager seinen Künstler mit Nachdruck daran erinnert, dass er seine Verträge einzuhalten hat?
Immerhin steht der Ruf des Künstlers auf dem Spiel! Ein Künstler, der als unzuverlässig und launisch gilt, sieht in der Regel seinem baldigen Karriereende ins Auge - vor allem, wenn er einen so geringen Marktwert hat wie Elvis Presley zur Zeit von "Clambake!" Diese Filme waren doch - krass ausgedrückt - ein verdammt gut bezahltes Gnadenbrot für einen Mann, der 10 Jahre zuvor mal ein Superstar war. Denk mal an Leute, die in den 90ern mal Superstars waren - wo stehen die denn bitte heute? Da hat der Colonel bei Elvis verdammt gute Arbeit geleistet!
Und wie gesagt, Elvis hätte die Filme auch platzen lassen können! Das hätte ihn eine Stange Geld gekostet, und er wär ein freier Mann gewesen. Basta!

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03.07.2005 11:21 #377317 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

Was die geschäftliche Seite anging, war Elvis einfach zu "grün" hinter den Ohren, dadurch war es für Parker und RCA ein Leichtes, ihn nach belieben zu dirigieren, denke ich.

Diese Entschuldigung lasse ich gelten, meinetwegen bis 1960. Danach nicht mehr!
Elvis hätte sich ja bloß ein wenig mit der Materie auseinandersetzen brauchen, dann wäre er nicht mehr "grün" in geschäftlichen Dingen. Hat er aber nicht. Also: Selber schuld!
Das einzige, was Elvis am Geld interessierte, was das Ausgeben. Fürs Einnehmen war der Colonel zuständig.

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03.07.2005 11:21 #377318 von Blues Boy
Blues Boy antwortete auf Elvis By The Presleys

Ich stimme mit dem ersten Teil Deiner Aussage 100%ig überein. Ich finde nur Deine Schlussfolgerung unlogisch:
Wenn Du - meiner Meinung nach zu Recht - behauptest, dass die Glaubwürdigkeit von Schilderungen mit der Zahl der voneinander unabhängigen Berichterstatter zunimmt, dann spricht genau das GEGEN Larry Geller, denn er steht mit seinen Ausführungen doch wohl ziemlich alleine da, oder irre ich mich da?

Ich habe nicht gesagt, dass ich Larry Geller glaube.
Ich glaube auch keine Aussagen, die mehrfach bestätigt wurden, sondern wollte nur bemerken, dass deren Glaubwürdigkeit entsprechend zunimmt.

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03.07.2005 11:27 #377320 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

elvis selbst sagte 1972, dass er aus den filmverträgen nicht raus kam und deshalb nicht live auftreten konnte, was er viel lieber gemacht hätte.

Es wäre mir neu, dass die Filmverträge ihm Live-Auftritte untersagt hätten. Im Gegenteil - erfolgreiche Live-Shows wären den Studios sicher recht gewesen, da sie positive PR für die Filme gewesen wären.
Abgesehen davon ist Elvis 1961 doch noch live aufgetreten, trotz der Tatsache, dass er filmtechnisch gerade in Hochform war.

Elvis hat uns (oder auch sich selbt?) 1972 da ein wenig beschummelt. Dass er in den späteren 60ern nicht mehr live auftrat, lag mehr daran, dass er zu der Zeit einfach keinen Marktwert als Live-Künstler hatte. Es gab keine Nachfrage, Punkt! Er hätte sich höchstens auf irgendwelchen Oldie-Festivals mit ein paar anderen Stars der 50er tummeln können, so wie seine Kollegen es machten. Aber das der Colonel wohlweislich verhindert. Er hat Elvis NIE die zweite Geige spielen lassen! Elvis trat erst wieder live auf, als er sich musikalisch neu definierte, und zwar als aktueller Star und nicht als Star von gestern.

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03.07.2005 11:33 #377322 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Elvis By The Presleys

Es wäre mir neu, dass die Filmverträge ihm Live-Auftritte untersagt hätten. Im Gegenteil - erfolgreiche Live-Shows wären den Studios sicher recht gewesen, da sie positive PR für die Filme gewesen wären.
Abgesehen davon ist Elvis 1961 doch noch live aufgetreten, trotz der Tatsache, dass er filmtechnisch gerade in Hochform war.

Elvis hat uns (oder auch sich selbt?) 1972 da ein wenig beschummelt. Dass er in den späteren 60ern nicht mehr live auftrat, lag mehr daran, dass er zu der Zeit einfach keinen Marktwert als Live-Künstler hatte. Es gab keine Nachfrage, Punkt! Er hätte sich höchstens auf irgendwelchen Oldie-Festivals mit ein paar anderen Stars der 50er tummeln können, so wie seine Kollegen es machten. Aber das der Colonel wohlweislich verhindert. Er hat Elvis NIE die zweite Geige spielen lassen! Elvis trat erst wieder live auf, als er sich musikalisch neu definierte, und zwar als aktueller Star und nicht als Star von gestern.

ein künstler der in B- und C- movies zur damaligen zeit eine gage von 1 mio. $ und mehr bekam, hat keinen marktwert ? :huh:

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