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Der Baader Meinhof Komplex
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Donnerwetter, dann kommen jetzt bestimmt ordentlich Gegenargumente.Donnerwetter, da hast Du aber ordentlich Argumente aufgestapelt.
Bestimmt findest Du sogar noch einen beliebigen Satz Meinhofs, der dümmer ist als ein beliebiger Satz Baaders. Man findet sicherlich aber auch ein beliebiges Posting von mir, Dir oder sonstwem, das nicht schlauer als ein beliebiges Posting von Herb sein muss (obwohl ich Baader damit nun wirklich unrecht tue).Klar, alles Beweise für Oberflächlichkeit und großkotzige Selbstwahrnehmung, auch für streckenweise wirklich beklopptes Denken und Handeln. Mir scheint, dass Du zumindest den Rest der Gruppe als intelligenter einschätzt. Dann müsstest Du mir aber erklären, wie Meinhofs Aussage "...der Typ in Uniform ist ein Schwein, das ist kein Mensch, und so haben wir uns mit ihm auseinanderzusetzen....und natürlich kann geschossen werden" überdenkenswerter sein soll als Baaders "Ficken und schießen sind ein Ding." Ich sehe nicht, dass da ein Zitat schlauer oder weniger ideologiedurchsetzt oder weniger ablehnenswert wäre als das andere.
Also die Gleichung Andersen/Nietzsche/Bücher = Intelligenz ist mir zu einfach.Davon abgesehen glaube ich aber nicht, dass ein Mann, der Andersen und Nietzsche liest und im Gefängnis zwei bis unter die Wand reichende Büchrregale mit Büchern vollgestapelt hat,
Gibt es irgendetwas von ihm, was diese Einschätzungen belegt? Mit dem, was wem schon alles bescheinigt wurde, hätten wir um einiges mehr an Denkern und Literaten in der Gesellschaft.dem in seiner Kindheit hohe Intelligenz und "das Zeug zum Literaten" bescheinigt worden ist, ein Hohlkopf oder eine dumme Nuss ist.
Bislang nicht. Da Du aber meinst, hier den Aust des Forums geben zu müssen, ziehe ich mich aus dieser Diskussion zurück. Donnerwetter.Also ja, vielleicht musst Du Deine Meinung über Baader revidieren.
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- User gelöscht
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war nicht auch unser Otherside auf einer Schule für Hochbegabte?.. dem in seiner Kindheit hohe Intelligenz [...] bescheinigt worden ist..
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Und mir ist die Gleichung geltungsbedürftig, oberflächlich und großkotzig = dumm ein bisschen zu einfach.Also die Gleichung Andersen/Nietzsche/Bücher = Intelligenz ist mir zu einfach.
Ich wollte ja nur hinterfragen, ob die Meinhof oder die Ensslin (die ja auch nur ein abgebrochenes Studium vorzuweisen hat und wie die Meinhof die christliche Erziehung völlig ins Gegenteil verkehrt hat) nun wirklich so viel schlauer gewesen sind als der Baader, nur weil sie vorher mal was publiziert haben. Sie waren in den gleichen politischen Gruppen aktiv wie Baader, das ist für mich also auch keine passende Begründung. Und ich weiß auch nicht, ob ein Hohlkopf vor Gericht so hätte auftreten können wie er. Emotional würde ich sie aus unterschiedlichen Gründen alle etwa auf dem gleichen Niveau ansiedeln, aber ich glaube eben einfach nicht daran, dass man Baader so einfach große Dummheit attestieren kann. Dann stellt sich mir nämlich auch die Frage nach Baaders Verantwortung für die Taten. Wenn man ihn als Hohlkopf darstellt, öffnet man damit der Behauptung, er habe die Auswirkungen seiner Taten nicht richtig einschätzen können, die Tür.Gibt es irgendetwas von ihm, was diese Einschätzungen belegt? Mit dem, was wem schon alles bescheinigt wurde, hätten wir um einiges mehr an Denkern und Literaten in der Gesellschaft.
Das ist nicht meine Absicht. Und nur, weil ich mit angelesenen Fakten und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen gegen Deine Meinung argumentiere, bin ich nicht gleich ein Klugscheißer.Bislang nicht. Da Du aber meinst, hier den Donnerwetter-Aust des Forums geben zu müssen, ziehe ich mich aus dieser Diskussion zurück.
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- Tom Joad
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Da schieben Sie jetzt den Film nach, dessen Vor-Premiere mit Promi-Auflauf mich schon neulich in München einen Umweg gekostet hat. Dazu überarbeitet Aust seinen nicht überarbeitenswerten (weil ultimativen) "Baader-Meinhof-Komplex" zu einer Neuauflage, worüber wieder sein Ex-Blättchen "Spiegel" titelt. Bei Frau Will diskutieren zusammengewürfelte Debattanten aus unterschiedlichen Genres über Kulturphilosophie - "darf ein Film den Standpunkt der Täter vor den der Opfer stellen" - im besten staatssozialistischen Kuturdogma (was soll ein "Film" denn nicht dürfen?). Ein Altkanzler, der ansonsten erstaunlich gut die Fresse zu halten vermag, wenn es um tagesaktuelle Nichtigkeiten geht, muss tags darauf ebenfalls in der ARD kommentieren.
Kurzum: Dieses Land hat bislang noch keine Krise gesehen. Auch gut...
Preisverdächtige Promo-Kampagne für einen Film mit (nach dem, was man bislang sehen konnte) extrem schwachem Baader-Darsteller. Baader war (anders als der Rest seiner Gesinnungsgenossen) eine Witzfigur, Bleibtreu ist auch eine. Hätte eigentlich passen können, aber es scheint, als wäre Bleibtreu der "Switch" nicht gelungen.
Ich werd' mir das natürlich trotz alledem mehr als interessiert anschauen...
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- Tom Joad
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Auch wenn es nicht zum Thread-Thema passt: Volle Zustimmung."Stauffenberg" (enttäuschender Film)
Zum letzten Jahrestag habe ich mir im Rahmen eines Projektes die 4 wesentlichen deutschen Verfilmungen fast en-Block chronologisch angeschaut. Die Jo-Baier-Verfilmung ist trotz des Staraufgebots von Koch, Tukur, Krüger jr. peinlich schlecht und geschichtsverfälschend. Angekündigt und promoted als "Event-Movie" wirft sie nur ein Schlaglicht darauf, wie heutzutage an historische Begebenheiten sehr "freischaffend" in der Wahl der filmischen Mittel herangegangen wird.
Ich fürchte nur, dass die anstehende Tom Cruise Verfilmung "Walküre" es schaffen wird, hier nochmal einen draufzusetzen.
Das dokumentarische Fernsehspiel "Operaton Walküre" von 1971 ist nebenbei bemerkt nicht nur die historisch klarste und beste Darstellung der Ereignisse. Es fesselt auch über fast 4 Stunden hinweg so ungemein, dass mir jeder Toilettengang verwehrt blieb
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- Mickey
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Absolut. Ich kann Dir die Filme gerne mal zur Ausleihe schicken und bestehe auch nicht darauf, sie sehr rasch zurückzuerhalten. (Bis auf "Speer und Er" habe ich die genannten Filme auf DVD). Mehr per PN, wenn Du magst?Ich sehe schon, ich muss mal einen "Sebastian-Koch-Abend" einlegen.
Schon wieder ein neuer Name im Spiel. Dank der Google Bildersuche schnell überprüft, ob ich das richtige Gesicht im Kopf habe - hat gestimmt. Das ist ja hier wie der Henri-Nannen-Bildertest rückwärts.
Hat Pfaff nicht im Ersten oder Zweiten eine Serie, in der er einen Psychologen/Kommissar spielt?
Beides: in "Sperling" als Kommissar Sperling (fand ich weniger beeindruckend - ursprünglich noch mit dem jungen Benno Fürmann in der Assistentenrolle), in "Bloch" als Psychologe Dr. Bloch. "Sperling" existierte ungefähr zehn Jahre lang und ist mittlerweile auf Pfaffs eigenen Wunsch ausgelaufen, "Bloch" ist noch aktuell. Von den zwölf oder dreizehn Folgen, die bisher ausgestrahlt worden sind, finde ich keine einzige schwach. Ich mag die Serie, die trotz der unterdessen sechsjährigen "Laufzeit" und unregelmässigen Ausstrahlung eine sehr grosse Kontinuität bewahren konnte, ausserordentlich.
Und jetzt noch schnell ein Kommentar zu Tom Joads Einwurf bzgl. "Stauffenberg", dann (hoffentlich) wieder on-topic meinerseits.
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- Mickey
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Die Baier-Verfilmung ist nicht nur inhaltlich schlecht und unausgegoren, sondern auch schlicht und einfach "filmtechnisch" schwach: ich glaubte während des ganzen Films, dessen Geschichte nicht ins 90-Minuten-Format des typischen Spielfilms passt, Drehbuchseiten rascheln zu hören. Sehr hölzern und steif und dadurch völlig spannungslos. Nicht falsch verstehen: Spannung sollte in einem solchen Fall nicht "technisch" erzeugt werden - die filmerische Umsetzung hat es aber geschafft, der Geschichte die ihr ureigene Spannung zu rauben. Wenn ich bei einem solch unglaublich intensiven Thema gelangweilt in Richtung Fernseher gähne, hat einiges von Seiten der Filmemacher nicht geklappt. Sehr schade.Auch wenn es nicht zum Thread-Thema passt: Volle Zustimmung.
Zum letzten Jahrestag habe ich mir im Rahmen eines Projektes die 4 wesentlichen deutschen Verfilmungen fast en-Block chronologisch angeschaut. Die Jo-Baier-Verfilmung ist trotz des Staraufgebots von Koch, Tukur, Krüger jr. peinlich schlecht und geschichtsverfälschend. Angekündigt und promoted als "Event-Movie" wirft sie nur ein Schlaglicht darauf, wie heutzutage an historische Begebenheiten sehr "freischaffend" in der Wahl der filmischen Mittel herangegangen wird.
Ich fürchte nur, dass die anstehende Tom Cruise Verfilmung "Walküre" es schaffen wird, hier nochmal einen draufzusetzen.
Das dokumentarische Fernsehspiel "Operaton Walküre" von 1971 ist nebenbei bemerkt nicht nur die historisch klarste und beste Darstellung der Ereignisse. Es fesselt auch über fast 4 Stunden hinweg so ungemein, dass mir jeder Toilettengang verwehrt blieb
(Umso interessanter, dass ein Quasi-Ein-Mann-Stück wie "Ein ganz gewöhnlicher Jude", der auf einem Buch beruht und den im Zentrum stehenden Monolog mehr oder weniger unverändert übernimmt, so lebhaft, so echt sein kann. Das war ein Risiko. "Stauffenberg", könnte man denken, war doch beinahe ein Selbstläufer.)
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- Colonel
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a. verdammt nah an den Fakten ist. (Die Gerichtsszenen sollen z.B. wortwörtlich sein. Aust, der Buchauthor des gleichnamigen Werkes sei "hochzufrieden" mit der Umsetzung)
b. die Gewalt "UNGESCHÖNT" und "wirklichkeitsnah" zeigt.
c. von den Anfängen bis "Schleyer" ...also 10 Jahre in 2,5 Stunden im Zeitraffer quasi abhandelt. (Folglich werden natürlich viele Dinge finden, die man genauer, länger und intensiver hätte abhandeln müssen. Nur wie lange wäre der Streifen dann am Ende geworden?
d. beleuchtet, daß die Täter untereinander zu sich am Ende genauso waren wie das was sie selber anprangerten.
e.der Zweiteiler "Das Todesspiel" mehr die "Opferrolle" zeigt (beide Filme zusammen bildeten quasi ein/das Gesamtbild) und man auch deshalb hier weitgehend darauf verzichtete da man...
e. am Ende dieses Filmes die "Täter" als nichts anderes als "brutale, hemmungslose Killer" da stehen und man sie mit diesem Streifen nach 2,5 Stunden quasi als "entglorifiziert" da stehen werden..
WENN dem so ist, dann hätte der Film doch schon mal "einiges" erreicht.
P.S: Ich kenne vier Leute die zum Einen auf der Vor-Premiere Ende letzter Woche in München und letzten Sonntag in Köln waren. Bei beiden Vorstellungen soll am Ende des Films eine bedrückend lange Stille geherscht haben.
Der Film soll trotz Überlänge einem wie "20 Minuten Dauer" vorgekommen sein.
Schnitt, Darstellung, Ausstattung etc. für einen deutschen Film gigantisch und die oberen Punkte seien so geschehen.
Werde ihn mir am Samstag anschauen und bin (wie immer was Spielfilme angeht die mich interessieren) der Meinung dies sollte man im Kino tun. Den Werbeslogan: "Kino, dafür sind Filme gemacht" kann ich mehr wie zustimmen!
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- Tom Joad
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WENN ich all die Kommentare, die bislang zum Film erschienen sind (von Aust, Eichinger und Edel etc.) richtig deute, stehen die "Täter" in dem Streifen zweifelsfrei im Mittelpunkt. Es ist und soll ein "Täterfilm" (kein Opferfilm!!!) sein, der
a. verdammt nah an den Fakten ist. (Die Gerichtsszenen sollen z.B. wortwörtlich sein. Aust, der Buchauthor des gleichnamigen Werkes sei "hochzufrieden" mit der Umsetzung)
b. die Gewalt "UNGESCHÖNT" und "wirklichkeitsnah" zeigt.
c. von den Anfängen bis "Schleyer" ...also 10 Jahre in 2,5 Stunden im Zeitraffer quasi abhandelt. (Folglich werden natürlich viele Dinge finden, die man genauer, länger und intensiver hätte abhandeln müssen. Nur wie lange wäre der Streifen dann am Ende geworden?
d. beleuchtet, daß die Täter untereinander zu sich am Ende genauso waren wie das was sie selber anprangerten.
e.der Zweiteiler "Das Todesspiel" mehr die "Opferrolle" zeigt (beide Filme zusammen bildeten quasi ein/das Gesamtbild) und man auch deshalb hier weitgehend darauf verzichtete da man...
e. am Ende dieses Filmes die "Täter" als nichts anderes als "brutale, hemmungslose Killer" da stehen und man sie mit diesem Streifen nach 2,5 Stunden quasi als "entglorifiziert" da stehen werden..
WENN dem so ist, dann hätte der Film doch schon mal "einiges" erreicht.
P.S: Ich kenne vier Leute die zum Einen auf der Vor-Premiere Ende letzter Woche in München und letzten Sonntag in Köln waren. Bei beiden Vorstellungen soll am Ende des Films eine bedrückend lange Stille geherscht haben.
Der Film soll trotz Überlänge einem wie "20 Minuten Dauer" vorgekommen sein.
Schnitt, Darstellung, Ausstattung etc. für einen deutschen Film gigantisch und die oberen Punkte seien so geschehen.
Werde ihn mir am Samstag anschauen und bin (wie immer was Spielfilme angeht die mich interessieren) der Meinung
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Die Regierung einer der ältesten funktionierenden Demokratien dieser Welt (ob man sie mag oder nicht) gleichzusetzen mit einer Bande von Mördern (nichts anderes war die RAF), hinkt aber gewaltig.Die RAF hat sich schon bewusst ausgesucht, wenn sie angreifen wollte. Und dabei unschuldige Opfer natürlich einkalkuliert. Das tun aber beispielsweise die USA in ihren Kriegen auch und benennen mal eben 30 tote Zivilisten mit dem Begriff "Kollateralschäden". Die "internationale Gemeinschaft" bezeichnet sie aber dennoch nicht als "brutal und hemmungslos".
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