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Der Untergang
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Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!
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Wann kommt der Untergang auf DVD heraus ist doch viel besser als der Untergang auf DVD heraus.
Es wurde nämlich absichtlich ein neuer Thread eröffnet, weil die Frage mit dem anderen Thread m.E.n. nichts zu tun hat.
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Doch ziemlich genau 60 Jahre nach dem Untergang des Deutschen Reiches in den letzten April-Tagen des Jahres 1945 (formell vollzogen dann in der ersten Mai-Woche) ist sein Inhalt vielleicht aktueller denn je.
Bei mir persönlich ist es eine ganz bestimmte Szene in dem Film, die allein schon seine Daseinsberechtigung veranschaulicht. Eine Szene, die kürzlich erst in einer dokumentarischen Aufarbeitung des Untergangs-Szenarios im Bunker unter der Berliner Reichskanzlei ausführlicher betrachtet wurde und verdeutlicht, mit welchem Kadavergehorsam die gesamte Generalität dem Führer in den Untergang folgte und sich mit alten preußischen Tugenden wie Treue und Gehorsamkeit, Ehre und Tapferkeit selbst etwas vormachte, um der Rebellion des Gewissens vielleicht auch unbewusst zu entfliehen.
Es ist jener Moment, als neue Hiobsbotschaften auf den Lagebesprechungstisch von Reichskanzler Adolf Hitler flattern und den Oberbefehlshaber der Wehrmacht zu einem Tobsuchtanfall veranlassen. Geifernd wie ein altes Weib entlädt sich des Führers Zorn in Anwesenheit der letzten Getreuen, die bis zuletzt nicht dagegen einschreiten, dass halbe Kinder mit Panzerfäusten oder ergreiste Volkssturmmänner mit veralteten Karabinern gegen T34- bzw. Stalin-Panzer und moderne Maschinengewehre der Roten Armee und damit oftmals in den sicheren Tod geschickt werden. In seiner Rage verdrängt Hitler jeglichen rationalen Gedanken an die zigfache Unterlegenheit der deutschen Frontkräfte in Ausrüstung und Personal und spricht, nein - er brüllt, von Feigheit und Verrat. Wie dumme Schuljungen sthen sie da, die Generale und ranghohen Führungsoffiziere, als der Führer sie herunter kanzelt - nur einer wagt den halbherzigen Versuch des Widersprechens, doch er findet kein Gehör mehr.
Unweigerlich eilen meine Gedanken zurück zum 20. Juli 1944, als Wehrmachtsoffiziere ihrem Ehrgefühl folgend Schlimmeres vermeiden wollten und mit ihrem Versuch, Adolf Hitler durch ein Attentat zu beseitigen und damit den Weg für Friedensverträge frei zu machen, aufzeigten, dass nicht alle Deutschen Mitläufer waren und der Begriff der Vaterlandsliebe keine nationalsozialistische Erfindung war.
Im April 1945 war das Reich am Boden zerstört, seine Führung sah weitestgehend geschützt hinter meterdicken Betonmauern der letzten Stunde entgegen.
Doch keine Spur von Einsicht beim "größten Feldherren aller Zeiten", ganz im Gegenteil: Schuld an der fatalen Niederlage sei das deutsche Volk selbst, resümiert ein zorniger Hitler in seinem politischen Testament, nachdem er seine ständige Begleiterin Eva Braun noch formell zu Frau Hitler machte. Nur der Stärkere könne sich behaupten und im Leben durchsetzen, der Schwächere hätte keine Daseinsberechtigung, so der feste Glaube des Führers. Dieser Überlegung folgend, habe sich das deutsche Volk als das schächere erwiesen und sei an seiner Vernichtung selbst schuld!
Welcher Schlag ins Gesicht der vielen Millionen, die ihr Leben im Glauben an eine gerechte Sache hergaben und letztendlich nicht geführt wurden von einem großen Mann mit Visionen zum Wohle der Allgemeinheit sondern verführt und benutzt von einem egoistischen Weltenunterwerfer und Massenmörder ohne jedes Mitgefühl für die Heerscharen, die ihm freiwillig folgten.
Der "Untergang" mit all seinen Konsequenzen war also letzten Endes ein trauriges Manifest dafür, wohin der Weg führen kann, wenn man das eigene Gewissen ausschaltet und blindes Vertrauen schenkt, wo Achtsamkeit als Schlussfolgerung des eigenen Herzblutes das Gebot der Stunde wäre.
Ich selbst glaube, dass der Film bei genauerer Betrachtung keineswegs den Mörder Hitler vermenschlicht und seiner diabolischen Aura beraubt, sondern dass sein hier reflektiertes Verhalten in den letzten Tagen des von ihm selbst entfesselten Krieges und somit gleichsam seines Lebens mehr über ihn verrät und seinen inneren Antrieb offen legt, als es unzählige Sachbücher könnten.
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Ich muss sagen, dass ich die Äußerungen des Autors sehr interessant fand, aber der Interviewer (ich komme leider nicht auf den Namen) hat mich mit seinen überlangen Fragen (mit denen er immer wieder den Redefluss seines Gesprächspartners unterbrach) beinahe zur Weißglut getrieben. Das ist so ein Kerl, der bei solchen Interviews nie zu sehen ist aber sich sehr gut in der Rolle des Regisseurs gefällt und seine Fragen überdies mit diesem lästigen "Ja?" zwischendrin anreichert.
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Er ist nur eine KOPIE des Klassikers "Der letzte Akt" von 1955 mit Albin Skoda als Reichskanzler.
Hier führte G.W.Pabst die Regie, das sagt schon alles. Ausserdem war Oskar Werner dabei.
Er ist vor allen Dingen atmosphärisch viel näher an der Zeit dran.
Ähnlich war es auch schon mit der Neuverfilmung von "Es geschah am hellichten Tag"!
Auch damals gab es keinen zweiten FRÖBE... "Der letzte Akt" ist nicht zu topen, heute schon eh nicht.
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Bis jetzt: Klasse gemacht, fesselnd und spannend. Und in 5:1 ein echtes Erlebnis.
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- Big Hunk
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Ich habe in letzter Zeit einige Bücher ("Der Führerbunker", "Hitlers Tod", "Hitlers letzte Tage" - mit etlichen Zitaten aus den div. Büchern von Linge, Speer, Junge, Axmann sowie Stellungnahmen von Günsche, Misch usw.) gelesen und daher fehlen mir einige Handlungsstränge; ferner habe ich das mit diesem von Hitler ausgezeichneten Peter, der nacher mit Traudl Junge flüchtet, nicht kapiert (werde mir gleich aber noch die DVD-Extras ansehen), aber die zweieinhalb Stunden vergingen wie im Flug. Nur diesmal nicht, mit dem Gefühl, gut unterhalten zu sein, sondern mit einem Gefühl von Beklommenheit.
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