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Der Untergang
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Weltmännisch, wie Reto ist, hat er KEIN Autogramm verlangt.
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Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!
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bizarrer film...ich musste desöfteren lachen.
wer über diesen film lachen muß, kann nur pervers veranlagt sein
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- Vincent-The-Falcon
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Warum darf man Hitler in »Der Untergang« nicht sterben sehen? Kritische Anmerkungen zu einem Film ohne Haltung
Von Wim Wenders
Vorgeschichte: In aller Herrgottsfrühe am Montag, dem 20. September, in Frankfurt gelandet. Durch den Regen nur die Lichter auf der Autobahn zu sehen. Dann müde Gesichter in den Gängen und auf den Rolltreppen. Die übliche mürrische Passkontrolle. Schließlich auch Zeitungen. Und beim Warten auf den Anschlussflug als erste Neuigkeit aus Deutschland: In Sachsen hat die NPD gerade fast zehn Prozent der Wählerstimmen erhalten. Aber in keiner der ausliegenden deutschen Zeitungen irgendein Bild, das zu dieser Partei oder ihren Repräsentanten gehören würde. Erst auf der Titelseite der Financial Times (klar, mit Zeigefinger!) dann ein Konterfei von einem »Herrn Apfel«, der sich da triumphierend durch eine Menschenmenge schiebt. War es richtiger, so einen Mann nicht zu zeigen?
Später, im Taxi. »Haben gewählt, sind selber schuld!«, sagt der Fahrer. Im Radio gratulieren alle Politiker ihren Parteien zum Sieg und echauffieren sich anschließend pflichtgemäß über die rechte Pest. Ich sehe das anders. Zumindest weiß man hierzulande, woran man ist. Jeder Zehnte in Sachsen hat also irgendwie die Schnauze voll und blickt nicht mehr durch. Auch zur Wahl der Antidemokraten hat er das Recht. Trotzdem, nein, gerade deswegen bestätigt mir mein »Heimatland« so seine demokratische Voraussetzung, auch wenn es gerade sehr um sein Selbstverständnis kämpft. In der amerikanischen »Wahlheimat«, aus der ich gerade komme, muss ich daran zweifeln, gerade weil man sich da der demokratischen Mission so (selbst)sicher ist.
Später am Abend erst sieht man auch im Fernsehen die Rechten. Die feiern hinter verschlossenen Türen, aber ein Kameramann vom MDR hat wohl sein Mikro durch einen Fensterspalt geschoben. Man sieht die Rücken von ein paar Biertrinkern und hört eine heisere Stimme im Off: »Wir sind keine Partei wie alle anderen Parteien. Wir sind gegen alle anderen Parteien. Und wir wollen auch mit niemandem zusammenarbeiten, um das System zu verbessern. Wir wollen das System abschaffen.« Oder so ähnlich. Das Ende ging in grölendem Beifall unter. Da sitze ich also, mit meinem amerikanischen Hochverdruss und meinem deutschen Willkommensgruß.
Was tun, wenn man so lange weg war, wenn nicht ins Kino gehen und nachholen? Habe ja viel verpasst. Vor allem den deutschen Start des »Hitler-Films«, von dem ich in der Ferne nur gelesen habe. Der Untergang, denke ich, wird also der große deutsche Film über das Ende des Nationalsozialismus sein, über das Ende der Herrschaft faschistischer Ideen in diesem Land. Gerade das Richtige, zum richtigen Zeitpunkt. Ich geh also rein.
Nach dem Kinobesuch ein tiefes Erschrecken über etwas, was ich nur »Verharmlosung« nennen kann. Ich schreibe mir meine Eindrücke in einer langen Nacht von der Seele, kann wegen meines Jet-Lags ohnehin nicht schlafen. Aber in den Tagen darauf zögere ich, den Text zu veröffentlichen. Die ganze Sache scheint ja auch schon zur Genüge diskutiert worden zu sein. Warum also auch noch meinen Senf dazugeben?
Zeit vergeht. Ich rede mit Leuten. Viele sind »beeindruckt«, andere nicht, wissen aber nicht recht, warum. Mein Unbehagen angesichts des Untergangs wächst, wird zu Ärger. Ich halte mitten in anderer Arbeit inne, um Dinge aufzuschreiben, die mir nachträglich erst klarer werden. Ich lese das eine oder andere nach, was so gesagt und geschrieben worden ist, und in mir kocht es über. Ich will überprüfen, was mir da so auf den Geist gegangen ist. Vielleicht habe ich mich ja auch getäuscht ...
Den ganzen Artikel gibt es in der <a href=' www.zeit.de/2004/44/Untergang_n ' target='_blank'>ZEIT, Ausgabe 44/2004
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ein kleiner schwenk zu elvis:
es ist genauso abzulehnen, bestimmte produktionen aus elvis' karriere zu verheimlichen, nur weil sie elvis und dessen bild in der öffentlichkeit "schaden" könnten. das cbs special 77 nicht zu zeigen, weil es qualitativ schlecht ist - kein problem! es nicht zu zeigen, weil es "elvis schaden" könnte und sein image beflecken könnte - nein!
meine meinung: die dinge ehrlich so zeigen wie sie waren und einen gesunden menschenverstand voraussetzen, die dinge einordnen zu können. diesen verstand haben leider nicht alle, aber das ist ein anderes problem.
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- Donald
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- Vincent-The-Falcon
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wieso pervers?
:angry:
wer über diesen film lachen muß, kann nur pervers veranlagt sein:angry:
bei manchen stellen musste ich auch schmunzeln, überwiegend wenn hitler durchgedreht ist
heiß doch nicht, dass man die geschehnisse als lustig empfindet
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