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EPiC: Elvis Presley in Concert (2025 - Review, Kritiken, Infos ...)
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02.03.2026 21:26 - 02.03.2026 21:30 #987529
von Rider
"It's a new crowd out there, it's a new audience. And they have not seen us before. So it's gotta be like the first time we go on."
Rider antwortete auf EPiC: Elvis Presley in Concert (2025 - Review, Kritiken, Infos ...)
Gestern zum zweiten Mal drin gewesen, Matinée-Vorstellung um 11:45 Uhr im Kinopolis in Bad Godesberg. Vielleicht auch deshalb recht dürftig besucht. Zum Glück saß praktisch kaum jemand vor uns. Meine größte Befürchtung waren die unsäglichen Smartphone-Filmer, aber wir hatten Glück. Mein Sohn war mit dabei, weil er keinen Bock hatte auf den von seinem Konfi-Bruder gestalteten Gottesdienst. Dann lieber mit dem Alten ins Kino.
Ich muss sagen: Das zweite Mal hat mich nun nicht unbedingt mehr begeistert, wie die meisten hier es schildern. Dieser "Vorspann" ging mir dieses Mal unglaublich auf den Senkel, der war wirklich so gehaltvoll wie in einem Boulevard-Magazin im Nachmittags-TV. Einziges Highlight: Die Szene, in der Elvis in irgendeinem deutschen Dorf bei miesem Wetter in einem dicken Parka am Straßenrand steht, während Panzer vorbeirollen, und ihn von den Umstehenden niemand zu erkennen scheint. Super cool.
Was mich dieses Mal dagegen nicht so genervt hat, waren die Unterbrechungen der Songs, schlicht weil ich wusste, dass sie kommen würden. Ansonsten performt Elvis - wenn man ihn denn lässt - so großartig, wie wir es gewohnt sind. Ein bisschen Speed tut der Sache auch echt gut. Am Freitagabend habe ich die D/S vom 11.08.1970 gehört, und es ist auffällig, wie lahm diese Shows im Ablauf(!) waren. Ständig sekundenlange Stille, während derer Elvis irgendwas auf der Bühne macht, von dem man ohne Bild nicht weiß, was. Das Publikum: Totenstill, weil es das auch nicht zu wissen scheint. Die Stimmung während dieser August-Aufnahmen fand ich schon immer recht merkwürdig. Entweder gibt er Gas ohne Ende - oder es herrscht praktisch Stillstand.
Ansonsten habe ich endlich bestätigen können, wo ich den oben gesuchten Anzug gesehen habe, nämlich während der paar kurzen Ausschnitte, die noch während des Abspanns laufen. Da beugt sich Elvis an einer Stelle zu einer Frau runter und trägt diesen Anzug.
Weitere Fragen, die sich ergeben haben:
1. Ist es richtig, dass die Stamps während der "Gospel-Szene" When It's My Time singen?! War zumindest mir bisher völlig unbekannt.
2. Ist das Bild von einem an der Reeling lehnenden Elvis auf dem Boot KI-animiert, oder sind das Filmaufnahmen?
3. Woher stammt der Film von Elvis am Steuer eines Autos mit einer Frau auf dem Beifahrersitz, die ihm in den Haaren und am Hals rumfummelt?
4. Welches Billdboard wird da irgendwo in einer Privataufnahme versucht aufzustellen, fällt aber wieder um?
5. Warum gibt es eigentlich keinen einzigen Country-Titel zu hören?
Mein Sohn war angetan von der Menge des Materials und seiner Qualität. Er konnte nicht glauben, dass es "so viel" Material von Elvis gibt. Ich glaube, ich muss ihn mal ein wenig aufklären. Und ihm fehlte Flaming Star. Elvis Sings Flaming Star war nämlich die erste LP, die ich ihm geschenkt habe. Der Sound war ihm und mir etwas zu wenig, das hätte mehr drin sein müssen, vor allem Surround fehlte m. E. praktisch völlig. Historisch natürlich korrekt, aber ein bisschen Publikumsatmosphäre hätte ich mir gewünscht. Insgesamt war es zu leise, aber das war wohl Sache des Kinos.
Der Film bzw. beide Filme (TTWII und EOT) sind zu einem großen Teil auch über die Musiker rund um Elvis. Es ist schön zu sehen, wie das Bild bei Oh Happy Day plötzlich "aufmacht" und die Sweet Inspirations mit rein nimmt. Von da an wird es echt eine super Nummer. Hätte ich, ehrlich gesagt, nicht gedacht, dass sie so gut kommen würde. Darüber hinaus sieht man immer mal wieder Musiker miteinander quatschen (Jerry während eines Songs mit Charlie, John Wilkinson mit JB), nur wer ja gefühlt keine Sekunde zu sehen ist, ist Glen Hardin, kann das sein? Der Hammer jedenfalls ist Ronnie. Vom Backbone der "whole show" (schade übrigens, dass diese wertschätzende Äußerung von Elvis ggü. seiner Band nicht drin ist) ist er das Backbone. Meine Güte, lässt der zwischendrin gehen. Was bei Suspicious Minds abgeht, ist einfach nur noch Wahnsinn. Selten einen Drummer so reinhauen sehen. Die Orchester-Musiker hingegen begeistern durch Langeweile und hängen während Little Sister auf ihren Stühlen rum, als wäre es ein Schulorchester. Super unprofessionell.
Also, wenn man genau hinschaut, gibt es, auch aufgrund von Panavision, natürlich eine Menge zu entdecken. Man muss es halt schaffen, seine Augen von Elvis zu nehmen. Denn ihr müsst zugeben: Er ist es, der diesen Film zu etwas Besonderem macht, nicht Baz Lurhmann. Einmal mehr war ich begeistert von der Qualität der Film-Ausschnitte. Ich würde sehr viel dafür geben, Jailhouse Rock, Blue Hawaii, Viva Las Vegas oder Spinout mal richtig groß im Kino zu sehen. Auf der großen Leinwand ist der Mann einfach unglaublich. Insonfern funlktioniert EPiC als Zusammenschnitt vorhandenen Materials sehr gut, und für Leute, die Elvis noch nie gesehen haben, muss es eine echte Offenbarung sein.
Als Fan bleibe ich allerdings dabei, dass die Special Edition der gelungenere Konzert-Film ist, der nicht nur mehr Proben zeigte, sondern auch mehr Konzert. Hätte man die Einleitung weggelassen, wären 15 Minuten mehr Zeit gewesen für Konzertaufnahmen. Warum man einem Elvis-fremden Publikum Kracher wie Elvis Super-Version von Sweet Caroline oder Just Pretend - von I Just Can't Help Believin' mal ganz zu schweigen - vorenthalten hat, kann ich schlicht nicht verstehen. Und alles nur, um zum x-ten Mal die altbekannte Story vom kontroversen Rock 'n' Roll-Star zu erzählen, der zur Army musste und danach in Hollywood versackte. Die kennt doch nun wirklich jeder, der sich diesen Film anschaut.
Ich muss sagen: Das zweite Mal hat mich nun nicht unbedingt mehr begeistert, wie die meisten hier es schildern. Dieser "Vorspann" ging mir dieses Mal unglaublich auf den Senkel, der war wirklich so gehaltvoll wie in einem Boulevard-Magazin im Nachmittags-TV. Einziges Highlight: Die Szene, in der Elvis in irgendeinem deutschen Dorf bei miesem Wetter in einem dicken Parka am Straßenrand steht, während Panzer vorbeirollen, und ihn von den Umstehenden niemand zu erkennen scheint. Super cool.
Was mich dieses Mal dagegen nicht so genervt hat, waren die Unterbrechungen der Songs, schlicht weil ich wusste, dass sie kommen würden. Ansonsten performt Elvis - wenn man ihn denn lässt - so großartig, wie wir es gewohnt sind. Ein bisschen Speed tut der Sache auch echt gut. Am Freitagabend habe ich die D/S vom 11.08.1970 gehört, und es ist auffällig, wie lahm diese Shows im Ablauf(!) waren. Ständig sekundenlange Stille, während derer Elvis irgendwas auf der Bühne macht, von dem man ohne Bild nicht weiß, was. Das Publikum: Totenstill, weil es das auch nicht zu wissen scheint. Die Stimmung während dieser August-Aufnahmen fand ich schon immer recht merkwürdig. Entweder gibt er Gas ohne Ende - oder es herrscht praktisch Stillstand.
Ansonsten habe ich endlich bestätigen können, wo ich den oben gesuchten Anzug gesehen habe, nämlich während der paar kurzen Ausschnitte, die noch während des Abspanns laufen. Da beugt sich Elvis an einer Stelle zu einer Frau runter und trägt diesen Anzug.
Weitere Fragen, die sich ergeben haben:
1. Ist es richtig, dass die Stamps während der "Gospel-Szene" When It's My Time singen?! War zumindest mir bisher völlig unbekannt.
2. Ist das Bild von einem an der Reeling lehnenden Elvis auf dem Boot KI-animiert, oder sind das Filmaufnahmen?
3. Woher stammt der Film von Elvis am Steuer eines Autos mit einer Frau auf dem Beifahrersitz, die ihm in den Haaren und am Hals rumfummelt?
4. Welches Billdboard wird da irgendwo in einer Privataufnahme versucht aufzustellen, fällt aber wieder um?
5. Warum gibt es eigentlich keinen einzigen Country-Titel zu hören?
Mein Sohn war angetan von der Menge des Materials und seiner Qualität. Er konnte nicht glauben, dass es "so viel" Material von Elvis gibt. Ich glaube, ich muss ihn mal ein wenig aufklären. Und ihm fehlte Flaming Star. Elvis Sings Flaming Star war nämlich die erste LP, die ich ihm geschenkt habe. Der Sound war ihm und mir etwas zu wenig, das hätte mehr drin sein müssen, vor allem Surround fehlte m. E. praktisch völlig. Historisch natürlich korrekt, aber ein bisschen Publikumsatmosphäre hätte ich mir gewünscht. Insgesamt war es zu leise, aber das war wohl Sache des Kinos.
Der Film bzw. beide Filme (TTWII und EOT) sind zu einem großen Teil auch über die Musiker rund um Elvis. Es ist schön zu sehen, wie das Bild bei Oh Happy Day plötzlich "aufmacht" und die Sweet Inspirations mit rein nimmt. Von da an wird es echt eine super Nummer. Hätte ich, ehrlich gesagt, nicht gedacht, dass sie so gut kommen würde. Darüber hinaus sieht man immer mal wieder Musiker miteinander quatschen (Jerry während eines Songs mit Charlie, John Wilkinson mit JB), nur wer ja gefühlt keine Sekunde zu sehen ist, ist Glen Hardin, kann das sein? Der Hammer jedenfalls ist Ronnie. Vom Backbone der "whole show" (schade übrigens, dass diese wertschätzende Äußerung von Elvis ggü. seiner Band nicht drin ist) ist er das Backbone. Meine Güte, lässt der zwischendrin gehen. Was bei Suspicious Minds abgeht, ist einfach nur noch Wahnsinn. Selten einen Drummer so reinhauen sehen. Die Orchester-Musiker hingegen begeistern durch Langeweile und hängen während Little Sister auf ihren Stühlen rum, als wäre es ein Schulorchester. Super unprofessionell.
Also, wenn man genau hinschaut, gibt es, auch aufgrund von Panavision, natürlich eine Menge zu entdecken. Man muss es halt schaffen, seine Augen von Elvis zu nehmen. Denn ihr müsst zugeben: Er ist es, der diesen Film zu etwas Besonderem macht, nicht Baz Lurhmann. Einmal mehr war ich begeistert von der Qualität der Film-Ausschnitte. Ich würde sehr viel dafür geben, Jailhouse Rock, Blue Hawaii, Viva Las Vegas oder Spinout mal richtig groß im Kino zu sehen. Auf der großen Leinwand ist der Mann einfach unglaublich. Insonfern funlktioniert EPiC als Zusammenschnitt vorhandenen Materials sehr gut, und für Leute, die Elvis noch nie gesehen haben, muss es eine echte Offenbarung sein.
Als Fan bleibe ich allerdings dabei, dass die Special Edition der gelungenere Konzert-Film ist, der nicht nur mehr Proben zeigte, sondern auch mehr Konzert. Hätte man die Einleitung weggelassen, wären 15 Minuten mehr Zeit gewesen für Konzertaufnahmen. Warum man einem Elvis-fremden Publikum Kracher wie Elvis Super-Version von Sweet Caroline oder Just Pretend - von I Just Can't Help Believin' mal ganz zu schweigen - vorenthalten hat, kann ich schlicht nicht verstehen. Und alles nur, um zum x-ten Mal die altbekannte Story vom kontroversen Rock 'n' Roll-Star zu erzählen, der zur Army musste und danach in Hollywood versackte. Die kennt doch nun wirklich jeder, der sich diesen Film anschaut.
"It's a new crowd out there, it's a new audience. And they have not seen us before. So it's gotta be like the first time we go on."
Letzte Änderung: 02.03.2026 21:30 von Rider.
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02.03.2026 21:53 #987530
von Gypsy
Gypsy antwortete auf EPiC: Elvis Presley in Concert (2025 - Review, Kritiken, Infos ...)
Zu Frage 3 kann ich dir ne halbe Antwort geben. Die Frau auf dem Beifahrer Sitz ist Anita Wood.
Das wurde auf Facebook auch diskutiert und 90 Prozent der User waren sich da einig.
Bzgl KI. Luhrman sagte, dass im Film nix mit KI generiert wurde. Obwohl ich zugeben muss, dass die Szene auf an der Reeling schon etwas seltsam wirkt. Aber man kann sich da auch irren. Ich denke, wenn die Szene nicht echt sein sollte, wird das nicht mehr lange dauern, bis ein paar Spezialisten unter den Fans das raus finden.
Das Ding läuft in einer sehr langsamen Zeitlupe ab. Fast wie ein Standbild, daß sich leicht bewegt. Vielleicht verstärkt das den Eindruck da könnte was nicht stimmen.
Ja bei Suspicious Minds musste ich voll los lachen, als ich Ronnie da das Schlagzeug bearbeiten sah. Das ist der Hammer. Schade das Elvis meistens immer davor steht, wenn es interessant wird.
Aber für ein paar kurze Momente bekommt man da einen Ronnie zu sehen wir nie zuvor.
Das wurde auf Facebook auch diskutiert und 90 Prozent der User waren sich da einig.
Bzgl KI. Luhrman sagte, dass im Film nix mit KI generiert wurde. Obwohl ich zugeben muss, dass die Szene auf an der Reeling schon etwas seltsam wirkt. Aber man kann sich da auch irren. Ich denke, wenn die Szene nicht echt sein sollte, wird das nicht mehr lange dauern, bis ein paar Spezialisten unter den Fans das raus finden.
Das Ding läuft in einer sehr langsamen Zeitlupe ab. Fast wie ein Standbild, daß sich leicht bewegt. Vielleicht verstärkt das den Eindruck da könnte was nicht stimmen.
Ja bei Suspicious Minds musste ich voll los lachen, als ich Ronnie da das Schlagzeug bearbeiten sah. Das ist der Hammer. Schade das Elvis meistens immer davor steht, wenn es interessant wird.
Aber für ein paar kurze Momente bekommt man da einen Ronnie zu sehen wir nie zuvor.
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