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Red West - A Hell Of A Ride
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Das Elvis sich das überhaupt traute; den Mut hatte, wie er es dann anstellte u n d es am Ende gar auch schaffte ist für mich noch immer so was von unglaublich.
Hammer Story.
Als ich das erste Mal von der Story hörte dachte ich wirklich "was sich manche für einen Bullshit ausdenken. Never ever würde das je ein US Präsident tun"
Er hätte wohl wahrlich fast alles machen/schaffen/erreichen können, wenn er Anderes ebenso verbissen gewollt hätte wie diese Marke.
Aber anscheinend war ihm nur Weniges so wichtig wie z.b das...
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- Earth Boy
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Colonel schrieb: Als ich das erste Mal von der Story hörte dachte ich wirklich "was sich manche für einen Bullshit ausdenken. Never ever würde das je ein US Präsident tun"
Das hat man bei Nixon ja öfters gedacht.
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Colonel schrieb: Für Nixon ist diese Geschichte definitiv hochgradig peinlich.
Klar, für Elvis war das ein Ruhmesblatt.
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Weil ich denke, dass er das in einem normalen Zustand niemals getan hätte. Und dadurch sehe ich diesen Besuch als sehr traurig an.
Sicher war die Story ein Hammer. Oberflächlich betrachtet zum Schmunzeln. Aber ich, als liebender Fan, sehe da halt etwas anderes dahinter was mich erschreckt. Ich will nicht, dass er nicht klar denken konnte. Ich muss wieder mal vermuten, dass er einiges eingeworfen hatte um diese Idee zu verwirklichen. Das passte nämlich gar nicht zu ihm.
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Honeybee schrieb: Tja, ich bin da auch nicht besonders stolz auf Elvis ob dieser Aktion.
Weil ich denke, dass er das in einem normalen Zustand niemals getan hätte. Und dadurch sehe ich diesen Besuch als sehr traurig an.
Sicher war die Story ein Hammer. Oberflächlich betrachtet zum Schmunzeln. Aber ich, als liebender Fan, sehe da halt etwas anderes dahinter was mich erschreckt. Ich will nicht, dass er nicht klar denken konnte. Ich muss wieder mal vermuten, dass er einiges eingeworfen hatte um diese Idee zu verwirklichen. Das passte nämlich gar nicht zu ihm.
Muss ich stolz auf einen Star sein, wenn ja in welcher Form ? Der erste Satz irritiert mich. Ich bin nur ein Fan. Muss ich mich für einen Star fremdschämen ? Persönlich habe ich doch keinen Bezug zu dieser Person. Ich höre die Musik , seine Geschichten ausserhalb der Bühne kann ich sicherlich subjektiv bewerten aber zum Stolz fehlt mir der Bezug. Damit Du es nicht falsch verstehst eine andere Erklärung: 2014 wurde die dt. Nationalmannschaft Fussballweltmeister in einer harten Fussballschlacht gegen Argentinien. Bastian Schweinsteiger war der blutende Krieger. In diesem Fall handelt es sich aber um Nationalstolz. Die Männer spielten für Deutschland, dazu ist Fussball immer eine emotionale Sache. Immerhin besteht hier nationale Verbindung. Elvis Nixon Aktion ist sicherlich schräg aber irgendwie auch gelungen. Er schaffte es in das Oval Office. Pillen hin, Pillen her..es ist schon cool. Es zeigt doch eher wie überfordert Nixon mit der Sitation gewesen ist. Das ist pure Satire. Dein Satz "Ich will nicht, dass er nicht klar denken konnte" überfordert mich. Diese Annahme ist befremdlich in meinen Augen. Wieso konnte er nicht klar denken ? Ich glaube gar er hatte einen Plan, dieser wurde umgesetzt. Im Umkehrschluß: Nixon liess einen Irren in sein Oval Office kommen ? Versuch es doch positiv zu sehen: Elvis hat Nixon vorgeführt. Die Fotos aus dem Oval Office gingen um die Welt. Der King of Rock'n Roll im Weißen Haus. Wie hier schon geschrieben, warum muss ich es als Fan von Elvis peinlich sehen ? Es ist für Nixon peinlich. Nur weil man sich Pillen einwirft kommt man NICHT in das Weiße Haus. Insofern hat Elvis hier richtig einen rausgehauen. Udo Lindenberg schenkte Erich Honecker 1987 eine Lederjacke. Großes Kino. Peinlich ? Fremdschämen ? Rockstars sind teilweise durchgeknallte Typen. Deshalb lieben wir sie. Wären sie Normalos wäre es langweilig. Diese Nixon Episode hat alles was einen Star wie Elvis ausmachte. Manchmal glaube du möchtest Elvis nur als normalen Menschen. Wäre Elvis der nette Nachbar von nebenan geblieben, er wäre nicht der King of Rock'n Roll geworden. Das Gesamtbild von Elvis sind die guten, die negativen und die "abgefahrenen" Eigenschaften. Ich finde es gut , wenn ein Star Ecken und Kanten hat, dadurch auffällt. Aber die Denke "ich will meinen Elvis nicht so sehen" kann ich nicht nachvollziehen. Elvis entwickelte 1955 eine für damalige Zeiten extrem perverse Bühnenshow. Er stiess sein Becken nach links, nach rechts und nach vorne. Der Beiname "the Pelvis" kam nicht von ungefähr. Was ist hier mit Stolz, Fremdschämen ? Warum hat dich das nicht erschreckt, oder hat es das ? Hat er dabei klar gedacht ? Seine Bewegungen waren natürlich obszön in diesen Zeiten. Er tat es immer wieder.
Da gibt es noch die ebenfalls geile Turban Geschichte mit den Kindern. Ja peinlich. so what ? Er war Elvis Presley, eigentlich habe ich solche Sachen von ihm erwartet. Elvis fiel immer auf. Auf der Highschool trug er bunte Klamotten. Er wurde gehänselt. Peinlich ? Ja vielleicht..er zog aber immer sein Ding durch. Ich finde es sehr geil, dass es diesen Typen in dieser Form gab. Langweilig und normal darf mein Nachbar sein.....Schau Dir mal den Nixon Film an. Göttlich.
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- Honeybee
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Wollte Elvis diese Satire oder hat er die Situation ganz anders gesehen? Hat er wirklich innerlich geschmunzelt und sich gefreut, den Präsidenten an der Nase herumgeführt zu haben? Oder hatte er inzwischen ein völlig überdrehtes Selbstbild? Er galt die meiste Zeit seines Lebens als extrem bodenständig und bescheiden im Grunde seines Charakters. Es passte nicht zu ihm - da bleibe ich bei. Ich denke nicht, dass er losmarschiert ist mit diesem Projekt im Kopf. Er hat ja auch zunächst versucht, die Plakette auf kleinem Dienstweg zu bekommen. Erst als all seine Bemühungen fehl schlugen, hat er sich in einer Kurzschlusshandlung dazu entschieden, den Präsidenten zu kontaktieren.
In dem Zusammenhang muss man auch den Brief, den er zuvor im Flugzeug geschrieben hat, miteinbeziehen. Normal war dieses Geschreibe nicht, oder? Wirres Zeug, mit zittriger Handschrift...
Das war nicht Elvis - und das ist das was mich an der Geschichte erschreckt. Der Effekt in der Öffentlichkeit war natürlich ein ganz anderer.
Die von dir aufgeführten Beispiele (Klamotten, Bühnenshow) sind mMn anders einzuordnen. Er hat damit auf sich aufmerksam gemacht. Er stand gern im Mittelpunkt. Er machte wonach ihm war und hat die Kritik geschluckt. Das war rebellisch. Er hat gegen gesellschaftliche Regeln verstoßen, hat sich nicht beirren lassen (obwohl er privat schon seine Zweifel geäußert hat, und sich bei seiner Mutter rückversichert hat, dass er nicht vulgär und schamlos ist).
Aber das war Mitte der 50er. Er war jung, er stand am Beginn, suchte seinen Weg.
1970 war er ein Weltstar und konnte sich vor Aufmerksamkeit kaum retten. Hierfür hätte er diese Nixon-Sache bestimmt nicht gebraucht. Nein, das hat für mich nichts mit einem außergewöhnlichen, verrückten Künstler-Charakter zu tun. Das Ganze ist mMn nur geschehen, weil er unbedingt diese Dienstmarke haben wollte. Und dafür hat er etwas getan, was er mit nüchternem Kopf, und als normaler Elvis, so wie er davor und danach war, niemals getan hätte. Für mich war er für ein paar Tage völlig durchgedreht und war nicht bei sich. DAS sehe ich in dieser Story. Und DAS ist das was ich traurig finde.
(Die Formulierung mit dem Stolz ist der Umgangssprache geschuldet. Wenn mein Mann einen Teller kaputt schmeißt kommt der Satz: "Wow, ich bin stolz auf dich".)
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Honeybee schrieb: In dem Zusammenhang muss man auch den Brief, den er zuvor im Flugzeug geschrieben hat, miteinbeziehen. Normal war dieses Geschreibe nicht, oder? Wirres Zeug, mit zittriger Handschrift...
Absolut, ja.
Das war nicht Elvis - und das ist das was mich an der Geschichte erschreckt.
Ich halte Elvis keineswegs für einen durchschnittlichen, guten Junge von nebenan, da gehe ich mit Harty. Ich denke, dass der Zwiespalt groß war, einerseits der Wunsch der gute Junge zu sein den man in ihm sah, zu dem seine Eltern ihn wohl erziehen wollten, und der extrovertierten, schrägen Figur die er in Wahrheit war. Dennoch ist das hier für mich eindeutig nicht das Handeln eines klar denkenden Erwachsenen, egal mit welcher Persönlichkeitsstruktur.
Die von dir aufgeführten Beispiele (Klamotten, Bühnenshow) sind mMn anders einzuordnen.
Absolut.
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Für Nixon gab es doch kein Risiko, ein Bild mit einem beliebten Weltstar wird ihm kaum geschadet haben, vielleicht wollte er genau das, vielleicht war er einfach neugierig auf den offensichtlich entrückten Star, ich wäre es gewesen. Welches Risiko ging Nixon hier ein? In welcher Weise hat er sich hier wie ein durchgeknallter Irrer aufgeführt?
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- Honeybee
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Nixon's Ratlosigkeit über diese ganze absurde Situation kommt schon heraus, aber ich finde nicht, dass er sich lächerlich macht. Es ist eher so, dass er in eine Situation gerät, in der er plötzlich überfordert ist. Er schafft es aber letztendlich seinen Stolz zu wahren indem er nachgibt und dem "irren Superstar" seine dumme Plakette gibt und sich darüber klar ist, dass es keine Konsequenzen hat. Ob Elvis diese Marke hat oder nicht, war ihm letztendlich egal - er wollte dieses Treffen halt irgendwie beenden, wohlgemerkt - nachdem er Elvis mit einigem Interesse kennengelernt hatte. Es war bestimmt auch für Nixon eine besondere Gelegenheit einmal in diese Welt einzutauchen. Trotzdem glaube ich, dass Elvis wesentlich beeindruckter war als Nixon. Da trafen zwei Welten aufeinander wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten.
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Honeybee schrieb:
Nixon's Ratlosigkeit über diese ganze absurde Situation kommt schon heraus, aber ich finde nicht, dass er sich lächerlich macht. Es ist eher so, dass er in eine Situation gerät, in der er plötzlich überfordert ist. Er schafft es aber letztendlich seinen Stolz zu wahren indem er nachgibt und dem "irren Superstar" seine dumme Plakette .
Wieso ist das absurde Situation, warum ist Elvis IRRE?
Weiter oben schreibst Du sinngemäß dass er das n u r tat weil er unter Drogen
stand.
Jeder Mensch hat Träume, Sehnsüchte oder eine Leidenschaft für was.
Elvis liebte Waffen und Polizei Marken. Ja und?
Der ganze Vorgang dauerte Tage. Willst Du mir sagen er tat das nur weil er tagelang stoned war? Und da verfolgt man so einen Plan, schreibt einen Brief und redet mit dem FBI, den Wachen und Nixon ..und das alles völlig zugedröhnt?
Never ever. Er wollte dass Ding einfach wie andere ein Picasso, eine Briefmarke, ein Autogramm etc. U n d er schaffte es letztendlich auch. Respekt. Sowas könnte nur einer wie er schaffen.
Als irre bezeichne i c h ein Interview im Bett zu geben wie einst Lennon, ne 14 Jährige Cousine zu heiraten wie Jerry Lee, als Eltern Priscilla mit 16 zu nem Rockstar ziehen zu lassen, ner Fledermaus auf der Bühne den Kopp abzubeißen wie Ozzy.
Das was Elvis tat war etwas eigentlich Unmögliches zu versuchen u n d es am Ende gar zu kriegen.
Eine ne "coole Sau" der King : - )
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