- Beiträge: 21440
- Dank erhalten: 1550
Elvis By The Presleys
- Harty
-
- Abwesend
- Forums Mafia
-
Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.
- Colonel
-
- Offline
- Forums Mafia
-
- Beiträge: 10523
- Dank erhalten: 315
Zu A.)....A.).... Zweimal hat Elvis sich gegen den Colonel durchgesetzt:
Comeback Special
Suspicious minds
B.)
Aber genau hier war der King megaerfolgreich. Das Special war zur damaligen Zeit ein Riesenerfolg und der Song Susp.Minds wurde eine der Elvis Hymnen schlechthin...
Nun denke ich mir: Hätte Elvis das doch öfters gemacht....
C.)ketzerisch: ging es dem Colonel nicht doch um die Megakohle, statt ab und an auch auf Qualität zu achten?
D.).... Aber vielleicht eine Spur zu viel als Massenware verkauft. Vielleicht?
Soweit ich weiß, hat er sich noch ein paar Mal mehr durchgesetzt:
1.
"In The Ghetto" wollte Parker nicht machen (zu politisch etc.). Suspicious Minds hingegen ist mir ganz neu.
2.
Parker wollte auch nicht, daß sich Elvis in Belange des Hilton Hotels hinein hängt. Elvis sagte dennoch auf der Bühne was er wollte.
3.
Parker wollte nicht, daß Elvis Dinge im Film selbst machte (ohne Stunt), jedoch machte er u.a. die gefährliche
Autorennen Szene in Spinout.
4.
Parker soll auch gegen die Unterbringung von Cilla in memphis gewesen sein, Elvis machte es dennoch.
5.
Parker wollte auch nicht, daß sich Elvis und die Chorsänger (Sumner/Westmoreland) vor Konzerten herumblödelten/feierten etc. wegen eventuellem Verlust seiner Stimme, war Elvis egal.
Ich denke wenn Elvis etwas NICHT wollte bzw. etwas unbedingt machen wollte, dann setzte er sich durch. Aber größtenteils war es ihm eben gleichgültig. Bestes Beispiel: Es stand doch wohl ca. 67 fest, daß Elvis keine Filme mehr machen will. Das Geld wurde aber knapp, seine Platten verkauften sich mau (also war auch ne Tour kein Weg) und so bat er den Colonel eben doch noch ein paar Filme auszuhandeln.
6. Parker wollte nur eine bestimmte Anzahl Konzerte in den 70s von sich aus machen, aber es war Elvis, der ihn öfters anrife und sagte. "Hey buiche noch ein paar Konzerte, ich will raus (aus Graceland und seiner Langeweile!)
und und und
Zu B.)
Warum nicht, wäre bestimmt so manche tolle Sache noch heraus gekommen.
Er hats aber nicht gemacht. DAS IST ABER DOCH NICHT PARKERS SCHULD????
C.) ketzerisch: ging es dem Colonel nicht doch um die Megakohle, statt ab und an auch auf Qualität zu achten?
Wir drehen uns im Kreis. Der Mannager ist verpflichtet "Megakohle" zumachen und wenns aus Elvis Kleidungsfetzten ist. Die Qualität ist einzig und allein Sache des Künstlers...meine Meinung!
Nehmen wir nur mal die "lustlose" Session 1971...was kann denn Parker da machen? Selber singen?
D.).... Aber vielleicht eine Spur zu viel als Massenware verkauft. Vielleicht?
Ich empfehle das Buch: Die Musik, Der Mensch, Der Mythos!
U.a.die Camden Platten, die in den Supermarkten verkauft wurden brachten Millionen ein. So manches reguläre Studio Album schaffte nicht solche Gewinne! Aus Sicht des Managers ein Top-Coup!
Wenn Elvis für seine LPs lieber Schmusesongs aufnahm statt "Rocker", die die Hiparaden stürmen...dann wars ein Seegen, daß Parker wenigstens mit Camden/TV Advertising LPs die Platten Dollar am fließen hielt.
Burning Love wollte er meines Wissens eigentlich garnicht aufnehmen...man stelle sich das mal vor?????
Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.
- Blues Boy
-
- Offline
- Forums Mafia
-
- Beiträge: 6441
- Dank erhalten: 49
Doch, beim Fußball!In diesem Zusammenhang fällt mir mal wieder auf, dass es außer dem Showbusiness keine andere Branche gibt, wo sich so viele Leute erdreisten, alles zu wissen, obwohl sie keine Ahnung haben.
Jeder kann Musik fachmännisch beurteilen, jeder kann ein Konzert fachmännisch beurteilen, und jeder weiß genau, welche Gagen da in welche Taschen fließen.
Nein, aber man kann doch darüber diskutieren?
Bei einem Arzt, einen Kfz-Mechaniker oder einem Rechtsanwalt würde sich nie jemand wagen, eine Bemerkung abzugeben, die auch nur 3mm unter die Oberfläche geht - aber in der Unterhaltungsbranche ist ja alles erlaubt, da muss man keine Ahnung haben.
Stimme ich nicht zu! Über jeden Beruf wird gequatscht und gemeckert. Schließlich darf man nicht vergessen, dass wir in einer "Neid-Gesellschaft" leben.
Und wenn dann jemand daherkommt und mit Fakten gegen die ganzen Märchen und Legenden angeht, dann wird er gleich angegangen wie jemand, der einem aus einen schönen Traum geweckt hat.
Wenn Du dich angegriffen fühlst - und ich hoffe doch nicht von mir - musst Du dir den Satz aber auch auf die Fahne schreiben, weil man bei Dir auch schnell das Gefühl bekommen kann, dass Du "Deinen" Tom Parker mit Mann und Maus verteidigst, damit Dein Bild von ihm keinen Kratzer bekommt.
Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.
- Taniolo
-
- Abwesend
- Forums Mafia
-
- Beiträge: 31996
- Dank erhalten: 1123
Doch, beim Fußball!
... with a barefoot ballad you just can't go wrong.
Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.
- User gelöscht
-
- Besucher
-
Nein, ich fühle mich nicht von Dir angegriffen, sondern ich genieße die Diskussion mit Dir, weil es Dir nicht um Dein Ego geht, sondern um die Sache. Und wenn Dir jemand ein Gegenargument liefert, bist Du nicht persönlich beleidigt, sondern setzt Dich kritisch damit auseinander. Das finde ich gut.Wenn Du dich angegriffen fühlst - und ich hoffe doch nicht von mir - musst Du dir den Satz aber auch auf die Fahne schreiben, weil man bei Dir auch schnell das Gefühl bekommen kann, dass Du "Deinen" Tom Parker mit Mann und Maus verteidigst, damit Dein Bild von ihm keinen Kratzer bekommt.
Für mich ist es nicht wichtig, wer Recht hat, sondern dass man hier die Gelegenheit bekommt, sich mit den Gedanken und Ansichten anderer Elvis-Fans auseinanderzusetzen, was ich als immense Bereicherung empfinde. Man kann hier viel neues dazulernen und dadurch Dinge mal von einer anderen Seite beleuchten. Das eigene kritische Auseinandersetzen mit Elvis' Lebenswerk sollte hier im Vordergrund stehen. Das gibt einem obendrein die Gelegenheit, nur durch Einschalten des gesunden Menschenverstands mit hartnäckigen Legenden aufzuräumen.
Dabei empfand ich es als kontraproduktiv, wenn einem andere Leute hier nur "Fakten" um die Ohren hauen, die sie irgendwo gelesen oder gehört haben. Wir alle wissen: Wer zehn Elvis-Bücher gelesen hat, findet für jede noch so abstruse Behauptung eine Quelle. Vieles davon entpuppt sich allein schon durch logisches Denken und Hinterfragen als Ammenmärchen. Die Auseinandersetzung mit Elvis wäre fruchbarer und mehr im Sinne der Sache, wenn die Fans weniger dazu bereit wären, ihr jeweiliges Lieblingsbuch zur Bibel zu erheben und ihr eigenes Götzenbild ihres Idols damit untermauern. Man kann Elvis doch auch kritisch betrachten, ohne deswegen ein "Nestbeschmutzer" zu sein, solange das nicht auf BILD-Zeitungs-Niveau geschieht!
Doch Dein Eindruck, ich wollte Parker hier zum Heiligen machen, ist nicht zutreffend. Parker hat natürlich nicht alles richtig gemacht - zumindest können wir ihn mit Jahrzehnten Abstand und dem Wissen von heute leicht so aburteilen. Worum es mir geht, ist eine sachliche und faire Auseinandersetzung mit der Rolle des Colonels. Diese Schwarzweißmalerei (Elvis = Gott , Colonel = Teufel) führt zu einem Zerrbild - letztendlich auch von Elvis selber!
Wir müssen es nunmal als Fakt hinnehmen, dass Elvis von Ende 1955 bis zu seinem Tod mit diesem Mann zusammengearbeitet hat, und zwar freiwillig, und an dieser Zusammenarbeit auch trotz aller gelegentlicher Diskrepanzen festgehalten hat. Wer jetzt den Colonel als eine Katastrophe für Elvis hinstellt, der spricht damit Elvis jegliches Urteilsvermögen, jegliche Menschenkenntnis, jegliche Intelligenz und jegliche Charakterstärke ab. DAS empfinde ich als zehnmal mehr anmaßend, als wenn Taniolo, Colonel und ich zu der Einsicht gelangen, dass eine Europatournee vielleicht eher an Elvis' fehlender Motivation scheiterte als an den ominösen "illegalen Machenschaften" seines Managers. Da merkt man, dass manchen Leuten keine noch so abstruse Verschröungstheorie unhaltbar genug ist, um Elvis zum makellosen Über-Gott zu stilisieren. Und das hätte ER SELBER am wenigsten gewollt!
Dein Vergleich mit dem Fußball ist brillant! Wie ich bereits in einem Posting formuliert habe, gilt da ja auch: Läuft es gut, waren die Spieler toll; läuft es schlecht, war es der Trainer schuld. Dieses indifferente Denken möchte ich halt nicht auf Elvis übertragen sehen, denn es wird der Sache nicht gerecht.
Sicherlich mag es Situationen gegeben haben, wo Elvis einen Hals auf seinen Manager hatte und sich zu entsprechenden Äußerungen hat hinreißen lassen. Diese kurzen Anwandlungen aber als Beweis dafür heranzuziehen, dass Elvis GRUNDSÄTZLICH unzufrieden mit dem Colonel war und diesen am liebsten losgeworden wäre, das aber aufgrund dunkler Mächte und böser Drohungen nicht in die Tat umsetzen konnte, halte ich für äußerst gewagt. Erstens kommt es in jeder Partnerschaft, ob geschäftlich oder privat, auch mal vor, dass man den Partner verflucht - wer kennt das nicht? Dabei sehen wir nicht, wie oft der Colonel vielleicht sauer auf Elvis gewesen sein mag und ihn am liebsten auf den Mond geschossen hätte - nur weil wir das nicht wissen, da der Colonel oder jemand aus seinem Umfeld nie ein Buch geschrieben darüber hat, heißt das ja nicht, dass es nicht auch so gewesen sein könnte. Zweitens wissen wir alle aus übereinstimmenden Berichten, dass unser guter Elvis mitunter sehr launisch war und dabei zu extremen Überreaktionen neigte. Wie oft wollte er Priscilla vor die Tür setzen, tat es aber nicht? Wenn wir dann aus Elvis' situativen Überreaktionen schließen, er wollte den Colonel grundsätzlich nicht mehr als Manager, müssten wir mit der gleichen Logik Elvis als potentiellen Mörder bezeichnen, weil er in seiner ersten blinden Wut nach Priscillas Weggang bekanntlich auch mal Mike Stone umbringen lassen wollte, was er aber auch nie in die Tat umsetzte. Also bitte, was denn nun?
Wir müssen festhalten, dass Elvis bis zu seinem Tod am Colonel festhielt. Das in Abrede zu stellen, hieße Elvis zu entmündigen. Wer bitte wagt es allen Ernstes, sich das anzumaßen?
Elvis war nur ein Mensch und hatte, wie jeder andere, seine Fehler, die aber aufgrund seiner Größe nur zu verständlich und letztendlich auch unwichtig sind - und ihn gerade so menschlich, so liebenswert machen. Ich bin halt der Ansicht, dass man dem Colonel die gleiche Fairness und die gleiche Nachsicht entgegenbringen sollte. Man kann z.B. nicht dem Colonel vorwerfen, angeblich noch nie einen Elvis-Film gesehen zu haben, aber gleichzeitig gutheißen, dass Elvis nie einen Vertrag gelesen hat, den er unterschrieben hat.
Beide Männer standen mit dem Werk, das sie vollbrachten, vor einer Herausforderung, für die es damals keinerlei Beispiele und Richtlinien gab. Sie haben etwas Neues, unerreicht Großes geschaffen - jeder in seinem Aufgabenbereich. Dabei haben beide sicher auch Mist gebaut, aber unterm Strich bleibt eine Gesamtleistung, die alles andere überragt - und das auch heute noch, fast 30 Jahre nach Elvis' Tod, in einem Geschäft, wo Du heute schon ein Niemand bist, obwohl Du gestern noch die Nummer Eins wars. Sie waren ein großartiges Team - nicht perfekt (zumal es "perfekt" nicht gibt), aber auf jeden Fall "larger than life" - und sie wussten das beide. Warum tun wir uns dann so schwer, das endlich auch einmal zu akzeptieren?
Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.
- User gelöscht
-
- Besucher
-
Das mag ja sein. Wenn du damit einverstanden bist, das Wort "auschlachten" durch das weniger reißerische und deutlich negativ besetzte "verwerten" zu ersetzen, kann ich dir in diesem Punkt (fast) schon folgen. Der Künstler ist aber natürlich in jedem Falle autonom. Das habe ich nie anders gesehen und hatte auch nie vor, anderes zu vermitteln.Man kann nicht den Künstlermanager mit einem Industriemanager, vor allem nicht der heutigen Zeit, vergleichen. (...) Ich bleibe dabei: Die Aufgabe eines Künstlermanagers ist es tatsächlich einzig und allein, den künstlerischen Output seines Klienten kommerziell auszuschlachten! Das und nichts anderes!
Trotzdem bleibt die Frage, ob die rein kommerzielle Verwertung immer nur eine augenblickliche sein kann und darf. Und darum ging es mir ja und da sehe ich persönlich dann eben wieder doch keinen Unterschied zum Industriemanager, der selbstredend auch für die Zukunft seines Unternehmens denken, planen und vorsorgen muss. Und populäre Künstler in der Größenordnung eines Elvis Presley sind was Umsatz, Wirkung und weltweite Tätigkeit betrifft durchaus mit Industrieunternehmen zu vergleichen. Ich zumindest sehe keinen Grund, warum das anders sein sollte. Und in dem Sinne verlangt eine ordentliche, d. h. nachhaltig erfolgreiche Verwertung durchaus auch von einem Musikmanager, dass er in der Lage ist, die aktuelle Situation verstehen, analysieren, Veränderungen wahrnehmen und damit umgehen und für die Zukunft planen zu können. Ziel ist ja wohl, ein Unternehmen möglichst lange erfolgreich zu halten und in der Folge - daran ist ja nichts schlimmes - auch davon zu profitieren.
Wie gesagt: Es ging und geht mir nicht darum, einen Managertypen zu propagieren, der dem Künstler in seinen ureigenen Wirkunsgbereich und das Zentrum all dessen, was gemanaget werden soll, hineinredet. Keine Frage, das soll nicht sein. Dein Beispiel ist aber insofern nicht ganz treffend, als das im Falle von GSDS- oder American Idol-"Stars" eigentlich nicht mehr klar ist, wer Ross und wer Reiter ist. Das Produkt ist ja in diesem Fall nicht, was die Künstler machen, sondern was die Manager machen, also die Abbilder von Künstlern selbst.Heutzutage hat sich (vor allem durch die Landplage mit den Casting-Shows und den nicht zuletzt daraus resultierenden Untergang der Tonträgerindustrie) im öffentlichen Bewusstsein ein Managertyp breitgemacht, der dem Künstler auch in die Kunst reinredet. Das mag auch nötig sein, weil die meisten Künstler keine Künstler mehr sind (unter dem Aspekt "Kunst kommt von Können"), sondern nur noch Kunstprodukte. Sie brauchen einen Manager, der auch ihren künstlerischen Output mitformt. Das war jedoch bei Elvis Presley, dem wohl größten Künstler der populären Musikgeschichte, nicht nötig!
Bis auf Sinatra schlechte Beispiele, weil alle übrigen erst durch das, was Elvis an Entwicklung angestoßen hat oder wofür er zumindest stand und steht, möglich waren. Und Frank Sinatra mag zwar in Ansätzen auch schon für Hysterie unter jungen Mädchen gesorgt haben, er war aber nie das Symbol einer Jugendbewegung wie der, an deren Spitze Elvis stand. Auch haben weder sein Stil, seine Mode, sein Verhalten, seine Performance sowie seine ganze Persönlichkeit eine solche Wirkung nach sich gezogen wie das in Elvis' Fall war.Du sagst, Elvis habe eine beispiellose Karriere hingelegt, für die jede Maßstäbe fehlen. Ich bin nicht ganz der Meinung, da die Karrieren z.B. von Frank Sinatra, Paul McCartney, Elton John, Michael Jackson und Madonna ähnliche Dimensionen erreicht haben, nur fehlt denen die Legendenbildung durch den tragischen Verfall und den frühen Tod.
Ja, schon. Aber habe ich etwas Gegenteiliges behauptet? Ich sagte doch, dass seine anfänglichen Schritte und Entscheidungen durchaus bemerkenswert, neu und visionär waren. Aber eben auch nur anfänglich.Wie auch immer, es ist natürlich richtig, dass Elvis plötzlich vor einer Herausforderung stand, die seine Vorstellungskraft übersteigen musste - aber fairerweise muss man dabei auch sehen, dass dies für den Zirkusmann Parker ebenfalls zutraf!
Welche denn?Wenn Parker Visionslosigkeit vorgehalten wird, dann muss ich dem widersprechen: Parker hatte bezüglich der Vermarktung seines Künstlers tatsächlich Visionen!
Das ist nun eigentlich der Punkt, an dem ich für gewöhnlich aufhöre zu lesenKünstlerische Visionen waren Elvis' Angelegenheit, geschäftliche Parkers.
Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.
- User gelöscht
-
- Besucher
-
Soweit ich informiert bin, wollte der Komponist Mark James die gesamten Autorenrechte behalten, statt Elvis einen Teil davon abzudrücken, wie es alle anderen taten. Elvis setzte sich aber über Parkers übliche Geschäftspraxis hinweg, weil ihm der Song wichtiger war als die Kohle."In The Ghetto" wollte Parker nicht machen (zu politisch etc.). Suspicious Minds hingegen ist mir ganz neu.
Wenn ich mit der Story schief liege, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren!
Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.
- User gelöscht
-
- Besucher
-
Was Sinatra anbetrifft: Doch, er kann durchaus mit Elvis verglichen werden, da er das Rollenmodell der Hysterie war, die Elvis auslöste. Aufgrund der Tatsache, dass Sinatra früher dran war, konnte er gewisse Effekte nicht erreichen, die für Elvis aufgrund der veränderten Medienlandschaft und der kulturellen Entwicklung machbar waren.Bis auf Sinatra schlechte Beispiele, weil alle übrigen erst durch das, was Elvis an Entwicklung angestoßen hat oder wofür er zumindest stand und steht, möglich waren. Und Frank Sinatra mag zwar in Ansätzen auch schon für Hysterie unter jungen Mädchen gesorgt haben, er war aber nie das Symbol einer Jugendbewegung wie der, an deren Spitze Elvis stand. Auch haben weder sein Stil, seine Mode, sein Verhalten, seine Performance sowie seine ganze Persönlichkeit eine solche Wirkung nach sich gezogen wie das in Elvis' Fall war.
Sinatra war kein Symbol einer Jugendbewegung, aber Elvis war das auch nur eher per Zufall. Das zu sein, war nie das Ziel seines Schaffens oder Parkers Vermarktung. Wie wir alle wissen, hat Elvis als Person doch gar nicht dem Bild des Rebellen entsprochen, das sich die Öffentlichkeit bzw. die revoltierende Jugend von ihm geschaffen hat. Elvis hat sich immer "nur" als Entertainer gesehen, aber niemals als soziokulturelles Symbol einer BEwegung. Hier haben wir den ersten Fall von Selbstbetrug der Fans.
Um mal ein Zitat zum Vergleich Elvis/Sinatra anzubringen: "We're working the same way, only in different areas!" Wie wahr...
Die anderen Beispiele folgten Elvis, richtig, aber sie haben ähnliche Dimensionen erreicht. McCartney ist immerhin der reichste Musiker der Welt.
Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.
- User gelöscht
-
- Besucher
-
Meines Wissens war es so. Übrigens fanden ähnliche Spielchen bereits anderthalb Jahre zuvor während der Guitar Man-Sessions statt, als Lamar im Auftrag von Freddy Bienstock an Jerry Reed herantrat, um, wie Jorgensen es ausdrückt, "the usual publishing arrangements" zu tätigen. Reed lehnte ab und Elvis war "unwilling to intervene". Und auch wenn Guitar Man bzw. Big Boss Man nicht die Hits werden sollten, der Suspicious Minds dann wurde, wird hier offensichtlich, wie sehr Elvis - und nicht der "Colonel" über den Umweg Tom Diskin und Freddy Bienstock - die Fäden über seine Karriere zu der Zeit in der Hand hielt. Vielleicht noch nicht einmal, weil er wusste, was er tat, aber weil er zumindest eine Vision davon hatte, was sein könnte, würde er den Colonel'schen Weg in diesem Falle umgehen.Soweit ich informiert bin, wollte der Komponist Mark James die gesamten Autorenrechte behalten, statt Elvis einen Teil davon abzudrücken, wie es alle anderen taten. Elvis setzte sich aber über Parkers übliche Geschäftspraxis hinweg, weil ihm der Song wichtiger war als die Kohle.
Wenn ich mit der Story schief liege, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren!
Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.
- Blues Boy
-
- Offline
- Forums Mafia
-
- Beiträge: 6441
- Dank erhalten: 49
Ein sehr gutes Beispiel, dass ich noch einmal hervorheben möchte!Zwischen wollen und wollen liegen wirklich Welten. Würdest du in dem Zusammenhang auf behaupten, dass eine Frau, die jahrzehntelang mit einem prügelenden Ehemann zusammenlebt, das auch unbedingt wollte? Oder wie ist dein Verständnis von der Äußerung eines wirklich freien Willens??
.
Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.