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Bond Filme bewertet
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Donald schrieb:
Ist in der Tat ein bisschen merkwürdig. Aber was wäre denn die Alternative gewesen? Bond in den 1950er Jahren antreten lassen? Dem wäre wohl gar niemand gefolgt. Zumal Bond IMMER in der jeweiligen Gegenwart spielte, immer quasi die Jetzt-Zeit widerspiegelte.Lonegan schrieb:
Earth Boy schrieb:
Atomic Powered Poster schrieb: Klar, das ist häufig so. Aber hier? Ich würde diesen Vorwurf gelten lassen, wenn die Craig-Dinger keine neuen coolen Ideen gehabt hätten. Sowohl auf die Story als auch auf die Visuals bezogen gibt es in den Filmen doch sehr geile Ideen.
Welche geilen Story Ideen hatte den CR, die man nur mit einem Reboot verwirklichen konnte?
Dass es das wohl einzige Prequel ist, dessen Handlung zeitlich NACH jener des letzten Teils einer Reihe ansetzt. Schon von daher völlige Grütze.
Wenn ich ein Prequel drehe, ist das die logische Konsequenz. Wäre natürlich bescheuert. Daher hätte ich die Reihe einfach weitergegührt, wie es immer getan wurde. Diese Prequel Idee, ist doch für die Handlung wirklich völlig unnötig.
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Atomic Powered Poster schrieb: Die deutsche Fassung von "im Geheimdienst..." ist wirklich problematisch, auch weil der Film in der ungeschnittenen Fassung zwischen den Synchronstimmen hin und herspringt, was kolossal nervt.
Möglichkeit, sich das zu ersparen, ist die Special Edition DVD , die es für ein paar Euro z. B. auf ebay gibt. Dort hat man dann zwar die paar extra Szenen der ultimate Edition nicht, die den Kohl eh nicht fett machen, dafür aber das von Katja Eppstein gesungene Wovon träumt ein Weihnachtsmann in Mai, welches in der Ultimate Edition oder Blu Ray soweit ich mich erinnere entweder komplett durch die englische Version ersetzt wurde oder nur noch bruchstückhaft zu hören ist.
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Atomic Powered Poster schrieb: Naja, eine Entwicklung der Figur
Vom Novizen zum Profi? Der schwarz-weiß Part am Anfang und dann spielt das doch keine echte Rolle mehr für die Handlung oder die Figur.
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Moonraker 1979
Für viele ein absoluter Tiefpunkt der Reihe. Ich kann auch verstehen, warum sich bei manchen der Magen umdreht, wenn er diesen Film sieht. Bond war noch nie realistisch, aber ein Beißer, der so übermenschliche Kräfte besitzt, dass er einen Fallschirmsprung ohne Fallschirm oder den Gondelunfall überlebt, ist schon eine besondere Qualität von Unrealismus und trennt Bond nicht mehr wirklich von Roadrunner, wo eine Figur eine Tonne Felsbrocken auf den Kopf bekommt und danach unbeschadet weiter läuft. Vor allem aber die Laserschlacht im Weltall wird oft kritisert.
Ich hätte das alles auch nicht gebraucht, allen voran das Wiederauftauchen des Beißers empfinde ich als überflüssig. Nur der Film hat soviel mehr zu bieten. Wenn man sich auf diesen Strauß Irrsin einlässt, wird man einem der unterhaltsamsten Streifen des Franchises belohnt. Das erste Abtasten mit den Schurken bei der Fasanenjagt mit einem meiner Lieblingsgags der Reihe
eine völlig durchgeknallte Gondeljagt durch Venedig, wo die Gangster genau wussten, dass Bond vorbeikommt und einen Messerwerfer in einem Sarg postiert haben und falls dieser nicht sein Ziel erreicht auch gleich vorsichtshalber noch ein paar Ganoven auf Booten postiert. Ein Kendokampf in einem Glasmuseum, in welchem natürlich alles zu Bruch geht, was zu Bruch gehen kann, einen Dreikampf auf einer Gondel mit Rio als fantastische Kulisse und eine weitere Verfolgungsjagd durch den Amazonas. Moore sieht man die Freude beim Spielen an und er lässt eine Menge cooler Sprüche ab. Dazu die vielleicht besten Sets, die Ken Adams gebaut hat. Sei es das Schwerkraftübungsset, welches tausendmal stylisher aussieht, als diese Dinge in Wirklichkeit aussehen oder Drax Hauptquartier im Amazonas.
Der Film hat vom Space Ende vielleicht mal abgesehen keine Länge und nimmt einen auf eine höchst unterhaltsame Abenteuerreise mit. Dass so manches albern ist, dass vieles keinen Sinn ergibt, tut der Freude keinen Abbruch. Das Finale ist dann, wie so oft, ein wenig zu lang geraten, doch bis dahin wird man königlich unterhalten.
☆☆☆☆1/2
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Earth Boy schrieb:
Atomic Powered Poster schrieb: Naja, eine Entwicklung der Figur
Vom Novizen zum Profi? Der schwarz-weiß Part am Anfang und dann spielt das doch keine echte Rolle mehr für die Handlung oder die Figur.
Ich glaube Skyfall fällt da ein bisschen raus (muss den mal wieder schauen), aber die Handlungsstränge von CR, QT und Spectre hängen ja auch direkt zusammen. Zudem wird die Figur Bond auch zunehmend mit Persönlichkeit versehen. Dass das nun essentiell ist, gar einen Gewinn darstellt, das kann man natürlich gerne anzweifeln, aber es ist doch offensichtlich, dass die Craig-Bonds als eine Art Serie angelegt sind, als zusammenhängende Filme.
Auch den Vorwurf von Lonegan, dass man jetzt merken würde, dass die Filme nur als eine Art "sichere Bank" mit der man risikolos Kohle scheffeln könne betrachtet würden sehe ich nicht. Oder sagen wir: warum passt dieser Vorwurf auf CR und Skyfall, aber nicht auf die Bond-Filme der 70'er und 80'er? Die Filme in den 00'ern und 10'ern sind doch im Durchschnitt keinen Deut schlechter, ideenloser, lustloser. Es ist ja nun nicht so, dass da seit 40 Jahren dieselben Macher am Werk wären denen man anmerkt, dass ihnen der ganze Kram zum Hals raushängt. Sam Mendes z.B. ist ja nun wirklich ein Regisseur der was kann, der eindrucksvolle Bilder schafft. Und: einerseits wird hier die Veränderung beklagt, andererseits sind die Filme dann wieder zu sehr auf Nummer sicher gestrickt. Mir erschließt sich, dass man selbst auf diese Art Film irgendwann keinen Bock mehr hat (oder nur im Zusammenhang mit Nostalgie), mir erschließt sich auch, dass man einen Darsteller einfach fehlbesetzt findet bzw auf eine bestimmte Fresse nicht kucken kann, klar. Aber deshalb sind die Filme nicht notgedrungenweweise tatsächlich routinierter runtergekurbelt als die der 70'er.
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Nun ist es also ein sehr 90'ermäßig in Szene gesetzter Medienmogul der zwei Weltmächte gegeneinander aufhetzen möchte....dazu kommt ein weiblicher Agent der mit engagierten Arschtritten an Bonds Seite kämpft. Wer hier Frauenpower vermutet dem sei gesagt, dass Bond sich dann doch fix als der dominante Part durchsetzt. Frauenpower? Naja...verglichen mit den Spice Girls durchaus.
Auch hier gibt es natürlich wieder flotte Action. Die Anfangssequenz in der Bond u.a. einen unerwünschten Kopiloten per Schleudersitz vom Rücksitz seiner Maschine in die über ihm fliegende Maschine katapultiert ist ebenso unterhaltsam wie die grandiose Verfolgungsjagd auf einem Motorrad die Bond und seine asiatische Berufskollegin aneinander gefesselt als Team gegen eine Übermacht von Gegnern triumphieren lässt. Dennoch reicht keine dieser Szenen so ganz an die Originalität der besten Szenen in Goldeneye heran. Ein solider Bond, ästhetisch und vom Geschlechterbild klar seiner Zeit zuzuordnen, der nicht unvergnüglich die Trademarks abarbeitet, aber eben auch nicht viel mehr.
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Atomic Powered Poster schrieb:
Earth Boy schrieb:
Atomic Powered Poster schrieb: Naja, eine Entwicklung der Figur
Vom Novizen zum Profi? Der schwarz-weiß Part am Anfang und dann spielt das doch keine echte Rolle mehr für die Handlung oder die Figur.
Ich glaube Skyfall fällt da ein bisschen raus (muss den mal wieder schauen), aber die Handlungsstränge von CR, QT und Spectre hängen ja auch direkt zusammen. Zudem wird die Figur Bond auch zunehmend mit Persönlichkeit versehen. Dass das nun essentiell ist, gar einen Gewinn darstellt, das kann man natürlich gerne anzweifeln, aber es ist doch offensichtlich, dass die Craig-Bonds als eine Art Serie angelegt sind, als zusammenhängende Filme.
Auch den Vorwurf von Lonegan, dass man jetzt merken würde, dass die Filme nur als eine Art "sichere Bank" mit der man risikolos Kohle scheffeln könne betrachtet würden sehe ich nicht. Oder sagen wir: warum passt dieser Vorwurf auf CR und Skyfall, aber nicht auf die Bond-Filme der 70'er und 80'er? Die Filme in den 00'ern und 10'ern sind doch im Durchschnitt keinen Deut schlechter, ideenloser, lustloser. Es ist ja nun nicht so, dass da seit 40 Jahren dieselben Macher am Werk wären denen man anmerkt, dass ihnen der ganze Kram zum Hals raushängt. Sam Mendes z.B. ist ja nun wirklich ein Regisseur der was kann, der eindrucksvolle Bilder schafft. Und: einerseits wird hier die Veränderung beklagt, andererseits sind die Filme dann wieder zu sehr auf Nummer sicher gestrickt. Mir erschließt sich, dass man selbst auf diese Art Film irgendwann keinen Bock mehr hat (oder nur im Zusammenhang mit Nostalgie), mir erschließt sich auch, dass man einen Darsteller einfach fehlbesetzt findet bzw auf eine bestimmte Fresse nicht kucken kann, klar. Aber deshalb sind die Filme nicht notgedrungenweweise tatsächlich routinierter runtergekurbelt als die der 70'er.
Immerhin wurden früher keine Bond- Filme produziert,mit der eindeutigen Absicht, sich möglichst weit von der Reihe zu entfernen. Macht ja eigentlich auch Sinn.
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Und dann ist man ja in den nachfolgenden Teilen wieder bei exakt dem was die Serie ausmacht. In Spectre haben wir den klassischen Bond-Bösewicht, das Bond-Girl, das Hauptquartier, die Over The Top Action.... klar, die 70'er sind vorbei, aber genauso könnte man gegen the sky who loves me sagen, dass das nicht mehr der Dr.No Bond sei. Schaue ich mir den Trailer für den neuen Bond an, dann sehe ich darin natürlich einen modernen Anstrich, aber alle Trademarks scheinen vorhanden. Das Ende der Welt könnte eintreten, völlig unrealistische Action, ne knallige weibliche Agentin, flotte One Liner....
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Ein Produkt ihrer Zeit sind diese Filme natürlich dennoch, aber das gilt für jeden anderen Bond auch. Die beiden Brosnan Filme die ich die Tage mal wieder geschaut haben sind ja auch pures 90'er Kino. Und den Moore Bond über den wir uns neulich uneinig waren dürfte auch kaum jemand in den 70'ern oder 90'ern verorten.
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