John Rambo

Mehr
07.02.2008 13:17 #653997 von praytome
praytome antwortete auf John Rambo

Naja, die Frage, welche Qualität die Filmrollen haben, die für eine DVD-VÖ verwendet und inwieweit diese auch noch überarbeitet und in welcher Auflösung abgetastet werden, hat ja tatsächlich nicht viel damit zu tun, ob es noch Kopien bei den Verleihen gibt, die dann in Kinos gezeigt werden könnten.

genau
und die archivrollen werden nie rausgegeben....

Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.

Mehr
12.02.2008 19:31 #655176 von Colonel
Colonel antwortete auf John Rambo

Wäre Elvis noch am leben, hätte er bestimmt letztes Jahr "Hawaii - even bluer" gedreht. :lach2:

Nee, der zweite Blue Hawaii hieß einfach nur: Chad Gates :schoeni: :devil:

Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.

Mehr
13.02.2008 20:21 #655371 von mahony01
mahony01 antwortete auf John Rambo

RAMBOS RÜCKKEHR
Blut, Schweiß und Mähne
Von Andreas Borcholte

Ein Mythos kehrt zurück: In "John Rambo" gibt Sylvester Stallone zum vierten Mal die wortkarge Ein-Mann-Armee. Der ultrabrutale Kriegsfilm spielt zwar im Dschungel von Burma, spiegelt aber den Retro-Zeitgeist an der Heimatfront wider.

Man sollte Sylvester Stallone nicht unterschätzen. Der Mann verlässt sich auf seinen Instinkt und weiß genau, was er tut. Sein verspäteter Auftritt als Boxlegende Rocky im reifen Alter von 60 Jahren? Die Welt schmunzelte - und saß dann gerührt im Kino. "Rocky Balboa" wurde im vergangenen Jahr ein Erfolg, mit dem niemand mehr gerechnet hatte. Damals hatte Stallone angekündigt, auch seine andere, weitaus schwierigere Markenzeichen-Figur aus der Klamottenkiste zu zerren: den Vietnam-Veteranen John Rambo. Und wieder gönnte man sich ein mildes Lächeln.

"John Rambo", für den Stallone das Drehbuch schrieb (mit Art Monterastelli) und Regie führte, war in den USA nicht ganz so erfolgreich wie "Rocky Balboa", von einem Flop kann aber angesichts eines Umsatzes von knapp 40 Millionen Dollar seit dem 25. Januar auch keine Rede sein. Es sind vor allem weiße Männer mittleren Alters, die sich den Film ansehen, berichten amerikanische Branchenblätter. Die Rückkehr des Kriegshelden, der die achtziger Jahre definierte wie keine andere Kinogestalt, löst offenbar nostalgische Reflexe aus.

Und die wollen bedient werden. Stallone macht nicht den Fehler, das Konzept der Filmreihe von den Füßen auf den Kopf zu stellen. Geschliffene Dialoge und reflektierende Antikriegsrhetorik sucht man immer noch vergebens - man würde sie im Kugelhagel und Kanonendonner, die die Handlung über weite Teile bestimmen, ohnehin nicht hören. 1988, nach dem Start des zu parodistischer Bombastik aufgeblasenen Blockbusters "Rambo III", hatte Stallone angekündigt, dass sich ein vierter Teil, wenn es ihn denn gebe, mit Umweltproblemen befassen würde. Damals mühte sich der Actionheld mit dem Trauerblick um einen Imagewandel. Er zeigte sich mit schicker randloser Brille in der Öffentlichkeit und sammelte Kunst.

Burma statt Pakistan

Heute umarmt Stallone den einst ungeliebten Rambo-Charakter wieder - und führt die Geschichte des von der Welt enttäuschten Vietnam-Veteranen auf seine Art zu Ende. Wie einfach wäre es gewesen, den reaktivierten Rambo, auch als 61-Jähriger noch mit Stirnband und schwarzer Zottelmähne, auf die Jagd nach Osama bin Laden zu schicken? Die wortkarge Kraftmaschine, die in den Achtzigern verspätet den Vietnamkrieg gewinnen musste, als Rächer des 11. Septembers? Wer, wenn nicht er?

Doch so leicht macht es sich Stallone nicht. Statt in pakistanischen Bergzügen lässt er seinen Film im thailändischen Dschungel spielen, wo Rambo ein einfaches Leben als Schlangenjäger und Fischer führt. Oberhalb des Flusses, in Burma, spielt sich ein veritabler Genozid ab: Die Militärregierung führt einen Ausrottungsfeldzug gegen die christliche Karen-Minderheit. Rambo schert sich darum nicht, er schert sich eigentlich um gar nichts. Seine erste Dialogzeile im Film ist "Fuck off". Er sagt es zu dem Veranstalter einer Schlangenshow, der gerne mal wieder einen mächtige Python von ihm hätte, nicht immer nur mickrige Kobras.

Auch als eine Gruppe amerikanischer Gutmenschen auftaucht, Ärzte und humanitäre Helfer, die ihn für eine Bootsfahrt ins Krisengebiet anheuern wollen, macht er nicht viele Worte: "Fuck the World", fährt er die blonde Sarah (Julie Benz) an, als sie ihm ins Gewissen redet, man müsse doch versuchen, die grausame Welt zu ändern und das Töten beenden. "Go home" sagt er zu der frommen Gruppe, "ihr könnt nichts ändern." Am Ende fährt er sie natürlich doch noch mitten hinein ins Herz der Finsternis - und der Schlamassel nimmt seinen Lauf.

Schießen, Schnitzen und Splattern

Nach einem My-Lai-artigen Massaker in einem Karen-Dorf geraten die Amerikaner in Gefangenschaft und müssen gerettet werden. Rambo lässt sich überzeugen, mit einer Gruppe von Söldnern auf einen Rettungsfeldzug zu gehen. Der Rest ist Schießen, Schnitzen und Splattern. Die Gewaltdarstellungen in "John Rambo", von den authentischen News-Schnipseln am Anfang bis hin zu den digital animierten Blutfontänen am Ende, sind drastischer als vieles, was in den letzten Jahren in diesem Genre zu sehen war. Stallone verzichtet auf modische Mätzchen wie Zeitlupen oder Farbfilter - im virtuosen Stakkato der Schnittregie fliegen Gliedmaßen durch die Gegend, explodieren Köpfe, schießen blutrote Ströme aus klaffenden Wunden. Die Botschaft dieser Bilder ist schlicht: Krieg ist hässlich und brutal. Krieg ist Wahnsinn. So ist es nur folgerichtig, dass in "John Rambo" immer wieder "Apocalypse Now" zitiert wird.

Interessant ist, dass Rambo diesmal nicht wie im zweiten und dritten Teil von seinem ehemaligen Vorgesetzten (damals Richard Crenna als Colonel Trautman) in seinen neuen Einsatz geschickt wird, sondern von einem Pastor, der ihn nach dem Verschwinden der Gruppe bittet, die Söldner flussaufwärts zu führen. Natürlich weigert sich der gott- und heimatlose Kerl indianischer Abstammung immer noch, aber letztlich muss er, in einer von Flashbacks zu früheren Episoden gesäumten Szene, einsehen, dass Töten für ihn nun mal so einfach wie Atmen ist, wenn es darauf ankommt. "Der Krieg liegt dir im Blut", murmelt er sich selbst zu.

Sehnsucht nach "Ronbo" Reagan

Der Rambo von 2008 wird nicht von nationalen Interessen gelenkt, aber er ist eben auch kein Erzengel, der die Gräueltaten der Menschheit mit göttlichem Feuer bestraft. Er ist wieder - und immer noch - jener zynische, sich selbst genügende Einzelgänger, der zu Beginn von "First Blood", dem hervorragenden, sehr subversiven ersten Teil der Reihe, den Highway entlang läuft und eigentlich nur ungestört nach Hause kommen will. Übertragen auf die Symbolik, mit der die Rächer-Figur Rambo aufgeladen ist, heißt das: Jeder muss selbst mit dem Schmerz und den Verletzungen klarkommen, die ihm der Krieg und das Schicksal zufügen. Kollektive Erlösung gibt es nicht. Aber, so sagt es die schöne Sarah und überzeugt Rambo damit letztlich von seiner finalen humanitären Mission: "Zu versuchen, ein Leben zu retten, heißt, dein eigenes nicht zu verschwenden, nicht wahr?"

Das ist ein Filmdialog, der mit der Machete geschnitzt wurde, klar. Dennoch hat der Film in seiner 90-minütigen Effizienz, seinen fahlen, unprätentiösen Bildern, seiner ironiefreien Schlichtheit einen gewissen Charme, der vor allem den Zeitgeist des Achtziger-Jahre-Revivals nahezu perfekt einfängt. Vom einem Revanchismus-Fieber wie in den letzten Jahren des Kalten Krieges kann keine Rede sein, und doch ist es vor allem die konservative Überfigur Ronald Reagan, die derzeit von den republikanischen Präsidentschaftsbewerbern John McCain und Mike Huckabee

Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.

  • crischi2
  • crischi2s Avatar
  • Benutzer
  • Benutzer
Mehr
13.02.2008 23:08 #655398 von crischi2
crischi2 antwortete auf John Rambo
Guter guter Film... eben gesehen... gute Unterhaltung auf angemessenem Niveau...

Hätte ruhig n bischen länger und härter sein können... Die Zeit vergeht wie im Flug...

Aber so eine Vorpremiere wie eben ist schon was feines... :up:

Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.

Mehr
13.02.2008 23:15 #655400 von Donald
Donald antwortete auf John Rambo

gute Unterhaltung auf angemessenem Niveau...

Das ist wahrscheinlich sehr diplomatisch formuliert. :grin:

Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.

Mehr
15.02.2008 15:50 #655850 von Jimmy Harper
Jimmy Harper antwortete auf John Rambo
<a href=' youtube.com/watch?v=wGDvbBIuzPg ' target='_blank'>Hier wird das Filmchen gebührend zerrissen :up:

Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.

Mehr
15.02.2008 18:42 #655877 von Colonel
Colonel antwortete auf John Rambo

<a href=' youtube.com/watch?v=wGDvbBIuzPg ' target='_blank'>Hier wird das Filmchen gebührend zerrissen :up:

Hätte ich ihn mir noch nicht angesehen, würde ich spätestens JETZT ins Kino gehen. Bei Platten und Büchern ist dies zwar nicht die Regel, aber was das "Kino" angeht, kann (zumindest) ich mir sicher sein:
Loben die Kritiker einen Streifen, bleib ich zuhaus, wird er zerrissen, ist Kino gehen angesagt!... :devil:

Zum Film:
Okay, ich bin ein 80s Kind und mit Stallone verbinde ich viele (schöne) Kinostunden. Filme wie F.I.S.T., Rambo, Rocky, Cliffhanger, City Cobra, Lock Up, Tango & Cash, Specialist, D-Tox, Avenging Angelo, Get Carter u.v.a. sind und bleiben einfach "gute & sehenswerte Kino Action/Unterhaltung". Ich mag den Typ einfach und kann mich AUCH auf Filme freuen, die "einfach "gestrickt sind und die Welt nicht verbessern wollen, sondern einfach nur Spaß und Unterhaltung bieten!
So wie ich mich letztes Jahr auf Rocky 6 freute, so auch dieses Jahr auf Rambo 4.

Mir hat der Film verdammt gut gefallen und er hat meine (hohe) Erwartungen mehr wie übertroffen. (Eine sehr großes Kino mit Top Surround Anlage ist hier ein MUSS!) Genial umgesetzt. Sprüche -nach dem Kinonbesuch- wie "der ist aber brutal" fand ich gestern abend völlig unsinnig, denn seine "drei Vorgänger" waren es ebenso. Rambo 4 ist halt 2007 gedreht und somit ist/kann die Visualisierung heute eben noch besser und ausgefeilter ausfallen wie in den 80s. Leider war der Film "gschnitten" und einige Szenen aus den verschiedenen bekannten Trailern waren (wenn auch minimal) gekürzt, aber dadurch freut man sich eben noch mal mehr auf die "uncut" DVD Veröffentlichung.
Ja er läuft "nur" 90 Minuten, aber das war auch bei keinem der ersten Teile anders...

Wer - wie ich - Stallone und die Rambo Filme mag, der wird den Streifen genauso beeindruckend und klasse finden wie ich. Wer ihn sich allerdings nicht im Kino ansieht, sondern im Pantoffelkino verpaßt und beraubt sich um einiges.

Fazit: Äußerst sehenswert. ...überzeugend gespielt und ein "toller Gag zum Schluß"....werde ihn mir in 2-3 Wochen nochmal IM KINO ansehen.... :beifall: :up:

Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.

Mehr
15.02.2008 19:16 #655886 von Wisdomy
Wisdomy antwortete auf John Rambo
Ich hab heimlich geweint vor, während und nach dem Film aus einer Mischung aus Ehrfurcht, Wehmut, und Erinnerung. :wub: Der Film ist einfach GEIL! Die eigentliche B-Story ist 1A umgesetzt, der Soundtrack und die Kamera der absolute Hammer und es wird gemetzelt wie ich es noch nie gesehen habe.

Aber Männer: Lasst eure Frauen zu Hause. Das ist ein reiner Männerfilm. Für harte, stählerne, unerbittliche Männer ohne Gnade - wie wir! Als ich aus dem Kino kam hab ich nur drauf gewartet das mir einer dämlich kommt. Dem hätte ich aber SOWAS VON ...! Es kam aber niemand. War schon 22.30 uhr, und es hat geregnet.

Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.

Mehr
15.02.2008 19:50 #655894 von Schorni
Schorni antwortete auf John Rambo
@ Wisdumy und Colonel: Ich wäre zwar eh reingegangen aber nach euren Postings freue ich mich um so mehr darauf. :up:

Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.

Mehr
15.02.2008 20:01 #655899 von Donald
Donald antwortete auf John Rambo
Geht mir jetzt auch so. :grin:

Bitte Anmelden oder Registrieren um uns Deine Meinung zu dem Thema mitzuteilen.