file unterschätzte Alben

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13 Feb 2019 00:47 - 13 Feb 2019 01:19 #918342 von Atomic Powered Poster
unterschätzte Alben wurde erstellt von Atomic Powered Poster
Ich kann gerade nicht pennen, also haue ich fix einen raus...

Welche Alben von Elvis haltet ihr für unterschätzt? Und warum?

Hier mal meine drei Kandidaten:

1) His Hand in Mine

Habe ich mich mehrfach zu geäußert. Für mich Elvis rundestes Album. Perfekter Sound, stimmige Arrangements, der King singt so einschmeichelnd und leichtfüßig wie beseelt. Wird von Kritikern wie auch Fans mMn zu unrecht übersehen und steht im Schatten des zweifelsfrei wirklich guten, aber im Grunde weder klanglich noch stimmlich konkurrenzfähigen, HGTA-Albums.

2) Something for Everybody

Die Aufnahmen hier werden gerne als gepflegte Langeweile abgetan. Ist natürlich Quatsch. Schon der Eröffnungstrack "there's always me" ist ergreifend. Die A, also die Balladenseite, bietet durchaus rhythmische Abwechslung und langweilt keine Sekunde. Die B-Seite mit den schnelleren Songs hat vielleicht nicht den Dreck unter den Fingernägeln der knalligen Tracks der EIB-Sessions, aber was zum Geier an "I'm coming home" oder "put the blame on me" auszusetzen sein soll, was daran angeblich keinen Spaß macht, das muss mir noch mal jemand erzählen. Ein famoses Album, klanglich top und wunderbar gesungen und gespielt.
Letzte Änderung: 13 Feb 2019 01:19 von Atomic Powered Poster.

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13 Feb 2019 01:08 - 13 Feb 2019 01:12 #918343 von Atomic Powered Poster
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Weil ich so unfokussiert bin, habe ich während des Schreibens auf Absenden gedrückt (schreibe gerade mit dem Tablet, da helfen Wurstgriffel nicht wirklich weiter) .... meine Liste geht natürlich noch weiter.

3) Kissin Cousins

Habe ich auch lange unterschätzt. Aufgrund des trashigen Films und der allgemeinen miesen Qualität der meisten Soundtracks dieser Zeit ist es in der Tat leicht erklärbar, warum diese Scheibe nicht sonderlich populär ist. Ein Meisterwerk ist das Album zwar wahrlich nicht, aber doch sehr ordentlich und damit weit besser als sein Ruf. Klanglich ist das Album absolut im grünen Bereich, dazu finden sich hier einige hübsche Popsongs (etwa there's Gold in the Mountain) und Balladen (Temder Feeling). Die beiden kompositorischen Schwachstellen (Smokey Mountain Boy und Barefoot Ballad) sind zwar schlecht, aber noch erträglich. Eine solche Ausbeute hat man auf den wenigsten Soundtrac-LPs der 60'er.
Letzte Änderung: 13 Feb 2019 01:12 von Atomic Powered Poster.

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13 Feb 2019 18:09 - 13 Feb 2019 18:13 #918355 von Gypsy
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Unterschätzt? Mmh wenn du hier jetzt mit Kissin Cousins kommst, würde mir sofort From EP Boulevard MT von 1976 einfallen. Wunderschöne Depriplatte. Wenn der Song From The Heart nicht drauf wäre, wäre sie perfekt. Gibt nicht viele Platten von Elvis, die ein bestimmte Stimmung vermitteln, vom ersten bis zum letzten Song. Klanglich okay, wenn auch nicht auf der Höhe der Zeit. Ist jedenfalls eine von den Platten, die bei mir am häufigsten im Player landen. Sehr chillig und gut zum runter kommen und entspannen geeignet. Schönes Album, wenn man diese Art von Musik mag. Auch das CoverFoto ist eines der besten von Elvis in den 70ern.
Letzte Änderung: 13 Feb 2019 18:13 von Gypsy.

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13 Feb 2019 19:16 #918358 von Atomic Powered Poster
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Vielen Dank für den Beitrag. So gehen die Ansichten auseinander.

Das Album halte ich eher für (in Fankreisen) maßlos überschätzt. Relativ schwach gesungen, mäßiger Klang, überladene und vollkommen unsubtile Overdubs. Ich versuche immer wieder zu ergründen was andere Fans in dem Album hören, aber es gelingt mir nicht. Ist halt mein Pech.

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13 Feb 2019 21:18 #918362 von Gypsy
Gypsy antwortete auf unterschätzte Alben

Vielen Dank für den Beitrag. So gehen die Ansichten auseinander.

Das Album halte ich eher für (in Fankreisen) maßlos überschätzt. Relativ schwach gesungen, mäßiger Klang, überladene und vollkommen unsubtile Overdubs. Ich versuche immer wieder zu ergründen was andere Fans in dem Album hören, aber es gelingt mir nicht. Ist halt mein Pech.


Überladene Overdubs sind halt Geschmacksache. Aloha war auch überladen und ich finde es großartig. Ich sagte doch, man muss diese Art Musik mögen. Wenn man Songs wie Solitäire oder Blue Eyes Crying in The Rain, was ich klasse gesungen finde!, nichts abgewinnen kann, dann ist es halt schwer zu ergründen. Das viel kritisierte Never Fall in Love Again (was ich nie verstanden habe, für mich die beste Nummer des Albums), gehört gar zu meinen absoluten Lieblingssongs von Elvis. Von Tom Jones gesungen, berührt mich die Nummer überhaupt nicht. Von Elvis gesungen, zieht sie mich in ihren Bann. Bei Green, green Grass ist es genau umgekehrt ;)
Ich verstehe auch nicht was man an Something for Everybody so toll finden kann. Therse Always Me ist klasse, aber dann hört es auch schon auf. Coming Home grausam, für mich nicht anhörbar. Das Album ist deutlich schwächer als EIB. His Hand in Mine, da bin ich ganz bei dir, klasse Album. Das einzige Album übrigens, welches in so einem Guss erscheint wie die From EP Boulevard 1976.
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13 Feb 2019 22:11 - 13 Feb 2019 23:23 #918364 von Atomic Powered Poster
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Vielen Dank für den Beitrag. So gehen die Ansichten auseinander.

Das Album halte ich eher für (in Fankreisen) maßlos überschätzt. Relativ schwach gesungen, mäßiger Klang, überladene und vollkommen unsubtile Overdubs. Ich versuche immer wieder zu ergründen was andere Fans in dem Album hören, aber es gelingt mir nicht. Ist halt mein Pech.


Überladene Overdubs sind halt Geschmacksache. Aloha war auch überladen und ich finde es großartig.


Ich habe nicht's gegen dicke Chöre, Streicher und Bläser. Hier fehlen mir einfach Feinheiten. Die Overdubs überdecken einfach alles, ohne irgendwelche musikalischen Akzente, subtile Glanzlichter zu setzen. Mir ist das zu "breiig".

Ich sagte doch, man muss diese Art Musik mögen. Wenn man Songs wie Solitäire oder Blue Eyes Crying in The Rain, was ich klasse gesungen finde!, nichts abgewinnen kann, dann ist es halt schwer zu ergründen.


An den Songs liegt es nicht. Grundsätzlich kann ich auch dieser Art von Musik etwas abgewinnen.

Das viel kritisierte Never Fall in Love Again (was ich nie verstanden habe, für mich die beste Nummer des Albums), gehört gar zu meinen absoluten Lieblingssongs von Elvis. Von Tom Jones gesungen, berührt mich die Nummer überhaupt nicht. Von Elvis gesungen, zieht sie mich in ihren Bann.


Mich begeistert die Nummer weder von Jones noch von Elvis. Allerdings ist Elvis Aufnahme eine 1:1 Kopie der Tom Jones Fassung - nur halt schlechter gesungen und, so meine ich mich zumindest zu erinnern, auch klanglich schwächer.

Bei Green, green Grass ist es genau umgekehrt ;)


Hier finde ich beide Fassungen gut.

Ich verstehe auch nicht was man an Something for Everybody so toll finden kann. Therse Always Me ist klasse, aber dann hört es auch schon auf. Coming Home grausam, für mich nicht anhörbar. Das Album ist deutlich schwächer als EIB.


Dass es schwächer ist als EIB sehe ich genauso. Allerdings gilt das für fast alle Alben die unser Mann gemacht hat.

His Hand in Mine, da bin ich ganz bei dir, klasse Album. Das einzige Album übrigens, welches in so einem Guss erscheint wie die From EP Boulevard 1976.


Ja, ist sehr stimmig. Auf der Boulevard fällt halt For the Heart (das ich ansonsten okay finde) raus. Man wollte wohl unbedingt eine schnelle Nummer auf der Scheibe. She thinks ... hätte hier perfekt gepasst, zumal das eine recht gute Aufnahme ist. Das ist eine Nummer die auf dem grottigen Moody Blue im Grunde verschwendet wurde.
Letzte Änderung: 13 Feb 2019 23:23 von Atomic Powered Poster.

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14 Feb 2019 10:00 #918365 von Gypsy
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Ja das stimmt, She Thinks... hätte perfekt gepasst, die beste Aufnahme der Jungle Room Sessions übrigens.

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14 Feb 2019 11:35 #918366 von Atomic Powered Poster
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Ja, zusammen mit Danny Boy. Der Song Danny Boy ist im Grunde komplett abgedroschen, aber Elvis Interpretation ist mMn wirklich absolut ergreifend, auf den Punkt und kein bisschen überdramatisiert. Für mich die einzige Interpretation dieser Sessions die ich für essentiell und "weltklasse" halte.

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16 Feb 2019 21:20 #918388 von Earth Boy
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Die Frage ist ja auch von wem.

Von den Fans wird für mein Gefühl in der Tat Something for everybody häufig unterschätzt. Ging mir auch lange so. Lange Zeit war das für mich pure Langeweile. Das sehe ich seit vielen Jahren natürlich anders. Erstens kann ein Nashville Album der Frühsechziger nie wirklich schlecht sein, weil alleine Elvis Gesang und die Produktion zum Niederknien sind. Zweitens gibt es keine wirklich schlechte Nummer auf der Scheibe. Auf wie viel Prozent der Elvis Alben trifft das zu? Dennoch krankt das Album daran, keinen Übersongs an Bord zu haben, obgleich There's always me und Put the blame on me für mich Best-of-Futter sind. Und ja, für mein Empfinden zählt auch Kissin' Cousins dazu. Wie APP schrieb ist das kein Meisterwerk, aber eine mehr als grundsolide Frühsechziger Platte mit einigem feinem Songmaterial darauf.

Von der Öffentlichkeit wird Elvis kaum als Album-Künstler wahrgenommen, weshalb man sagen, dass dort nahezu alle großartigen LPs des Mannes wenig Beachtung finden.

Von den Musikkritikern sind es mittlerweile ja ein paar seiner Werke, die goutiert werden, sodass ich da vielleicht Pot Luck oder Back in Memphis in den Ring werfen würde, an Werken, die mehr Aufmerksamkeit verdienen.

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16 Feb 2019 22:39 #918394 von Atomic Powered Poster
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Die Frage ist ja auch von wem.


Das stimmt.

Von den Fans wird für mein Gefühl in der Tat Something for everybody häufig unterschätzt. Ging mir auch lange so. Lange Zeit war das für mich pure Langeweile. Das sehe ich seit vielen Jahren natürlich anders. Erstens kann ein Nashville Album der Frühsechziger nie wirklich schlecht sein, weil alleine Elvis Gesang und die Produktion zum Niederknien sind. Zweitens gibt es keine wirklich schlechte Nummer auf der Scheibe. Auf wie viel Prozent der Elvis Alben trifft das zu? Dennoch krankt das Album daran, keinen Übersongs an Bord zu haben, obgleich There's always me und Put the blame on me für mich Best-of-Futter sind.


klar, DAS Überalbum ist es nicht, aber wenn ich sehe welche halbgaren Machwerke in Fankreisen teilweise hochgejubelt werden, dann wundert es mich halt, dass ausgerechnet diese Scheibe immer so abgetan wird in Fankreisen.

Und ja, für mein Empfinden zählt auch Kissin' Cousins dazu. Wie APP schrieb ist das kein Meisterwerk, aber eine mehr als grundsolide Frühsechziger Platte mit einigem feinem Songmaterial darauf.


eine Erkenntnis die ich deiner Rezension hier verdanke, die mich das Album noch einmal mit offenen Ohren hat hören lassen. Wollte ich eigentlich schon im ersten Post erwähnen. Hab es allerdings vergessen, war ziemlich angesoffen.

Von der Öffentlichkeit wird Elvis kaum als Album-Künstler wahrgenommen, weshalb man sagen, dass dort nahezu alle großartigen LPs des Mannes wenig Beachtung finden.

Von den Musikkritikern sind es mittlerweile ja ein paar seiner Werke, die goutiert werden, sodass ich da vielleicht Pot Luck oder Back in Memphis in den Ring werfen würde, an Werken, die mehr Aufmerksamkeit verdienen.


Zwei gute Scheiben, die allerdings dann doch eher keine Meisterwerke sind, in Fankreisen mMn durchaus gewürdigt werden. Der Status der "Fanfavoriten" ist diesen Alben für mein Empfinden angemessen.

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17 Feb 2019 10:46 - 17 Feb 2019 11:27 #918398 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf unterschätzte Alben

Zwei gute Scheiben, die allerdings dann doch eher keine Meisterwerke sind, in Fankreisen mMn durchaus gewürdigt werden. Der Status der "Fanfavoriten" ist diesen Alben für mein Empfinden angemessen.


Dass beide in Fankreisen geliebt werden, scheint für mich außer Frage zu stehen. Mir ging es darum, ob diese beiden Alben nicht auch Beachtung in Kritikerkreisen verdienen und da denke ich, ja. Wenn ich sehe, was alles aus der Diskographie der Stones gefeiert wird, dann kann ich nicht nachvollziehen, wie diese beiden Alben schlechter sein sollen. Auch so manches sogenannte Meisterwerk (Astral Weeks, Pink Moon u.v.a.) der Musikgeschichte, hat für mein Geschmack kein besseres Songmaterial.

Es ist nicht so, dass ich das zwingend fordere (genau genommen ist es mir wurscht), aber wenn man mich fragen würde, welche Elvis Alben durchaus Beachtenswert sind neben den Klassikern wie dem Debüt, Elvis is back oder From Elvis in Memphis, dann wären das für mich zwei Kandidaten.
Letzte Änderung: 17 Feb 2019 11:27 von Earth Boy.

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17 Feb 2019 11:11 - 17 Feb 2019 11:45 #918400 von Atomic Powered Poster
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Van Morrison geht mir z.B. generell am Arsch vorbei, daher bin ich halt nicht befugt, oder kompetent, da die "Klassiker" einzuordnen. [...] Die Frage ist vielleicht auch, welchen Anteil die durchschnittliche Qualität des Materials auf den Status eines Albums hat. In wieweit geht es beim Status eines Kritiker-Klassikers vielleicht auch um andere Dinge wie Einfluss, Innovation, Background des Albums, geht es zeitlichen Kontext etc.. [...] Die Stones z.B. waren halt in den 60'ern und frühen 70'er ein große Nummer die auch Reibung erzeugt hat, was die Alben bei Kritikern dieser Generation aufwertet. [...] Pot Luck taucht aus den gleichen Gründen nicht in Bestenlisten auf wie die Alben der Carpenters. Es ist nicht gefährlich.
Letzte Änderung: 17 Feb 2019 11:45 von Earth Boy.

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17 Feb 2019 11:45 #918403 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf unterschätzte Alben

Van Morrison geht mir z.B. generell am Arsch vorbei, daher bin ich halt nicht befugt, oder kompetent, da die "Klassiker" einzuordnen.


Ich liebe Van Morrisson und von daher bilde ich mir ein, dass ich mit Musikkritikern auf Augenhöhe beurteilen kann, ob diese Scheibe den Rang in seinem Werk einnimmt, der ihm zugeordnet wird. Ich sage da ganz klar nein. Der Mann hat eine ganze Latte großartiger Alben mit tollen Songs veröffentlicht, aber ausgerechnet Astral Weeks zählt für mich nicht dazu.

Die Frage ist vielleicht auch, welchen Anteil die durchschnittliche Qualität des Materials auf den Status eines Albums hat. In wieweit geht es beim Status eines Kritiker-Klassikers vielleicht auch um andere Dinge wie Einfluss, Innovation, Background des Albums, geht es zeitlichen Kontext etc..


Das stimmt ganz fraglos, aber du selbst schon sinngemäß sagtest, was hilft das einem beim Anhören.

Die Stones z.B. waren halt in den 60'ern und frühen 70'er ein große Nummer die auch Reibung erzeugt hat, was die Alben bei Kritikern dieser Generation aufwertet.


Wobei ja selbst das Spätwerk wie Voodoo Lounge abgefeiert wird im RS. Man könnte manchmal meinen, dass die Redaktion im Gegenzug die abgelehnten Groupies von der Band erhält, mit der Affenliebe, wie dort nahezu alles über den grünen Klee gelobt wird, was die Stones veröffentlicht haben.

Pot Luck taucht aus den gleichen Gründen nicht in Bestenlisten auf wie die Alben der Carpenters. Es ist nicht gefährlich.


Ich weiß natürlich was du meinst, wollte nur für's Protokoll festhalten, dass die Carpenters für meinen Geschmack aber auch kein großartiges Album haben - sondern nur (ein paar) fantastische Songs. Man hätte hier aber auch Abba oder sonst eine Band nehmen können, deren einziges Ziel es war, schöne Pop-Musik zu machen. Das wird irrerweise nicht annähernd in dem Maße gewürdigt, wie sich mit Antidepressiva ins Jenseits zu befördern oder psychisch krank zu sein. Aber wir hatten das schon an anderer Stelle.

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17 Feb 2019 11:56 #918404 von Atomic Powered Poster
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Mit den Carpenters kenne ich mich gar nicht aus, habe die nur angeführt, weil das die "ungefährlichste" Musik ist die mir so aus dem Stegreif eingefallen ist. Ansonsten sind wir uns im Grunde ja relativ einig.

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17 Feb 2019 19:23 - 17 Feb 2019 19:24 #918412 von Rider
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Für mich ist ebenfalls zuerst einmal die Frage, von wem unterschätzt? Dem damaligen Publikum / den Fans, den Kritikern, den späteren Fans, einer allgemeinen Rock-Geschichtsschreibung / -Community, Aficionados / Freaks / Nerds? Je nachdem lautet die Antwort anders.

Something for Everybody war seinerzeit sicherlich nicht unterbewertet, sondern recht erfolgreich. Ich habe jetzt keine Zahlen im Kopf, aber es war möglicherweise erfolgreicher als Elvis is Back!, das aber wiederum weniger unter-, sondern eher überbewertet bei den Fans und Kritikern sein dürfte. Fans bejubeln gerne TTWII, was bei Kritikern aber wieder anders gesehen wird, während From Elvis in Memphis ein Kritikerliebling ist, aber bei vielen Fans, wie hier neulich einmal deutlich wurde, gar nicht derart hoch im Kurs steht im vergleich zu beispielsweise Back in Memphis. Usw. usf. ...

It ain't no big thing (But it's growing):
www.discogs.com/user/chrisdave75
Letzte Änderung: 17 Feb 2019 19:24 von Rider.

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