"Aloha" + "68 Comeback" als Einzel-DVD

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04.10.2006 22:57 #517973 von User gelöscht
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Wenn wir also schon vom 70`s Elvis reden, müsste man evt. schon mal die Vermutung gelten lassen, dass einige Konzerte in erheblich besser Qualität (sogar auf DVD in Fernsehqualität) einen anderen als den bisherigen Schluss zulassen würden.

Genau das ist es, was ich oben sagen wollte - keinesfalls jedoch wollte ich Dich als Aloha-Fan bezeichnen! :adeal:

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04.10.2006 23:03 #517975 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf "Aloha" + "68 Comeback" als Einzel-DVD
:grin: Soweit ist es schon, dass man sich nicht in Verdacht bringen will, ein Aloha-Fan zu sein.

Aber um ehrlich zu sein: als ich es das erste Mal Aloha 1988 sah (und bekanntlich ist es da erste Erlebnis immer besonders beeindruckend :grin: ), fand ich es nicht besonders aufregend.

Da haben mich einige 50`s Songs seinerzeit oder von mir aus die "C`mon Everybody"-Szene aus "Viva Las Vegas" im Jahre 1988 erheblich mehr vom Hocker gehauen. :beifall:

Obwowhl ich zum Live-70`s-Elvis seit ETC ein besseres Verständnis und eine grössere Begeisterung (aber mehr für TTWII etc.) habe als vorher.



Allerdigs werde ich nie Leute verstehen, die unter 25 sind, nie ETC gesehen haben und trotzdem den Live 70`s Elvis - am besten den von 1976- bevorzugen.

Aber das muss ich auch nicht verstehen. :null:

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04.10.2006 23:07 #517976 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf "Aloha" + "68 Comeback" als Einzel-DVD

:grin: Soweit ist es schon, dass man sich nicht in Verdacht bringen will, ein Aloha-Fan zu sein.

Aber um ehrlich zu sein: als ich es das erste Mal Aloha 1988 sah (und bekanntlich ist es da erste Mal immer am schönsten :grin: ), fand ich es nicht besonders aufregend.

Da haben mich einige 50`s Songs seinerzeit oder von mir aus die "C`mon Everybody"-Szene aus "Viva Las Vegas" im Jahre 1988 erheblich mehr vom Hocker gehauen. :beifall:

Obwowhl ich zum Live-70`s-Elvis seit ETC ein besseres Verständnis und eine grössere Begeisterung (aber mehr für TTWII etc.) habe als vorher.



Allerdigs werde ich nie Leute verstehen, die unter 25 sind, nie ETC gesehen haben und trotzdem den Live 70`s Elvis - am besten den von 1976- bevorzugen.

Aber das muss ich auch nicht verstehen. :null:

Verstehe ich auch nicht bei Leuten über 25.

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04.10.2006 23:10 #517977 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf "Aloha" + "68 Comeback" als Einzel-DVD
Das war nicht ganz mein Punkt.

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04.10.2006 23:24 #517978 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf "Aloha" + "68 Comeback" als Einzel-DVD

Aber um ehrlich zu sein: als ich es das erste Mal Aloha 1988 sah (und bekanntlich ist es da erste Erlebnis immer besonders beeindruckend :grin: ), fand ich es nicht besonders aufregend.

Mir ging es da anders, da ich auf Orchesterbombast, aufwendige Bühnen, große Gesten und alles, was glitzert, stehe. Da ist Aloha natürlich eine feine Sache für mich. Aber mit der Zeit musste ich mir immer mehr eingestehen, dass der einzige Schwachpunkt dieser Show ausgerechnet der Protagonist selber ist. Ich bleibe dabei, der Gesang ist - abgesehen von den paar Opern-Einlagen - matt und müde, die flotten Nummern rocken stimmlich so wenig, dass auch die Band das kaum mehr überspielen konnte. Elvis selber wirkt verloren und unsicher in dieser Riesen-Inszenierung, die Last der Verantwortung drückt ihn sichtlich nieder. Das ist nicht der lockere, das Geschehen dominierende Elvis von 68, TTWII oder EOT, der trotz enormen Lampenfiebers immer noch cool war.

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05.10.2006 00:18 #517979 von Wisdomy

Die von Dir beschriebene Erfahrung habe zumindest ich gemacht. Zwar nicht mit Pitsburgh, aber mit anderen 76/77er Shows. Nie hätte ich in der Prä-Soundboard-Ära geglaubt, daß Elvis´Konzerte aus diesen Jahren tatsächlich so grottig waren, wie es überall, ausser in "Graceland", zu lesen war.

Vielleicht müsste man generell aufhören, Elvis' Entwicklung anhand der Jahre abzuarbeiten, sondern sie wirklich nur am konkreten Konzert zu messen. Natürlich war es so, das es tendenziell gegen Ende der 70er immer schlechter wurde. Das wird niemand ernsthaft bestreiten wollen.
Ich stimme MW vor allem aber auch ausdrücklich zu seiner Einschätzung bezüglich der Aloha Show zu. Und wie man lesen kann, ist er nicht der einzige mit dieser Meinung. Und wie man sieht ist es immer noch schwierig, diese Wahrheit mal aussprechen zu können.
Ich mag nun auch den sehr späten Elvis, und lassen wir mal die Tendenz beiseite, das es ihm zunehmend schlechter ging, und er zunehmende Schwierigkeiten hatte richtig zu singen, so gehört doch - für mich jedenfalls - auch zur Wahrheit: Während das Omaha Konzert 77 nie hätte stattfinden und nie hätte veröffentlicht werden dürfen aus rein sachlichen Gründen, war das Konzert in Rapid City, nur 2 Tage später eines seiner besseren, mit - für mich - Songjuwelen wie Its Now Or Never, schief gesungen oder nicht. Und hier, das ist ebenfalls eine Wahrheit die man aussprechen dürfen muss, bewegt er sich sehr viel mehr als in Aloha, wirkt sehr viel wacher, tanzt sogar (und versuchts nicht nur), scherzt bei mehreren Gelegenheiten, und nicht nur aus Verlegenheit...ich wundere mich, wie man sich in nur 2 Tagen so völlig wandeln kann, bzw. welche Wirkung offensichtlich die richtigen Drogen hatten. Aber er war hier eindeutig agiler als in Aloha, und wiederlegt damit die These, das es nur noch schlechter ging. Man muss natürlich das gesamte Konzert kennen. Natürlich ist mir klar, das man diesen Auftritt nicht messen kann mit Auftritten noch 1972, aber wirklich mehr nuscheln tut er in Rapid City auch nicht, als in Aloha, singt sogar, komischerweise auch bei schnellen Nummern wie Jailhouse Rock, oftmals den Text richtig klar, mcht sich sogr über sich selber lustig das er manchmal nuschelt, machbt sich darüber lustig, das ihm das MakeUp verläuft, er macht schnelle, plötzliche Bewegungen. Ok, er singt schief, er WAR angedröhnt, er WAR korpulent, er WAR krank...trotzdem, so im Gesamteindruck, fand ich diesen Auftritt stärker.
Aber obwohl ich mit dieser Meinung sicherlich ziemlich allein da stehe, waren Auftritte wie 1974 in Memphis, also ganze 2 Jahre NACH Aloha wesentlich stärker wie Aloha, oder das Dallas Konzert 1975 mit der für mich besten Burning Love Live Version die ich kenne und einem unglaublich agilen, aufgedrehten Elvis, der mit seiner Kraft in der Stimme gar nicht wusste, wohin, obwohl man deutlich sein Asthma hörte. Wenn man im direkten Vergleich dazu Aloha hört wo er immer so singt und spricht als sei man auf einer Trauerveranstaltung so liegen zwischen diesen beiden Auftritten Welten. Ich verstehe auch überhaut nicht, wieso er bei Aloha so lustlos wirkte, mit der doch einmaligen Gelegenheit, sich der ganzen Welt zu präsentieren. das habe ich nie verstanden, Anspannung und Druck hin oder her. Das Pittsburgh Konzert hab ich nur noch schwach in Erinnerung, zähle das aber auch zu seinen stärkeren Auftritten.
Und umgekehrt gab es schon 1972 Momente, auch in Elvis On Tour, wo er absolut schief singt, und unerträglich "knödelte", so beispielsweise bei You Gave Me A Mountain, oder auch American Trilogy, was er total überhastet singt, und vor allem den ruhigen Mittelteil sängerisch total versemmelt. Und auch da hatte er ständig die Augen zu bei solchen Songs, das ist alles nicht auf die letzten Jahren beschränkt.

Was ich damit sagen will: Tendenziell wurden in den 70ern seine Konzerte mit den Jahren schlechter, gegen Ende 1976 wieder besser, bevor es ab Februar 1977 rapide bergab ging. Zischendurch gab es aber schon immer mal absolute Tiefpunkte, aber auch absolute Höhepunkte.
Ich denke, man muss wirklich jedes Konzert, was audio/video-mäßig bekannt ist, einzeln beurteilen. Elvis war bis zum Schluß zu großartigen Leistungen fähig, wenn er wollte, und wenn....ja wenn offensichtlich der Drogenmix stimmte.

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05.10.2006 00:30 #517980 von Wisdomy

Aber um ehrlich zu sein: als ich es das erste Mal Aloha 1988 sah (und bekanntlich ist es da erste Erlebnis immer besonders beeindruckend :grin:  ),  fand ich es nicht besonders aufregend.

Mir ging es da anders, da ich auf Orchesterbombast, aufwendige Bühnen, große Gesten und alles, was glitzert, stehe. Da ist Aloha natürlich eine feine Sache für mich.


Ich muss gestehen, ich war enttäuscht. Ich war SOWAS von gespannt auf dieses Konzert, überall las ich wie toll und großartig der KING da sein sollte, und das es weltweit übertragen wurde.....und dann saß ich davor, erwartete etwas ganz besonderes, und dachte dann aber erst "hm, er is aber ruhig, wird sicher noch", und dann hoffte ich von Song zu Song, das er nun endlich mal aus sich heraus ginge, Dachte dann bei "Steamroller Blues" "Oh, JETZT dreht er auf, jetzt kreist er das Becken und macht die Frauen richtig scharf" (das hab ich doch tausend mal vorher gelesen!), doch dann drosselt er sich selbst. Schaffts gerade so, gegen Ende den Ton zu halten, und danach braucht er erstmal wieder ne Pause indem er "My Way" singt, da dachte ich gegen Ende auch wieder "jetzt gehts los", NICHTS von dem war zu sehen, GAR NICHTS. Ich dachte, das ich nun endlich mal DEN Elvis sah, von dem alle Welt redete, den wilden RockNRoll Rebell, der sich auf die Bühne schmeißt, der sein Schweiß in die Menge schleudert, Mädchen die sich die Haare ausreißen, ausziehen und sonstwas machen, dem Unterwäsche zufliegt, und das die Halle kocht. Ein müder, an einen Theaterauftritt mit entsprechender Stimmung erinnernder (alle Leute saßen brav auf den Stühlen mit Ticket, Schminktasche und Fotoapparaten in der Hand) Auftritt war das. DAS Konzert jedenfalls konnte ich niergends rumzeigen mit dem Satz "Das ist DER Elvis Presley!"
Ich lernte Aloha erst später zu schätzen und einzuordnen, die Atmosphäre, den Wert der schweren, getragenen Balladen, die sängerische Perfektion und Leistung, mit der er sie vortrug. Vom dem Elvis aber, der weltweit beworben wurde war er an diesem Abend so weit entfernt wie die Erde vom Jupiter.

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05.10.2006 00:50 #517981 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf "Aloha" + "68 Comeback" als Einzel-DVD

Wenn man im direkten Vergleich dazu Aloha hört wo er immer so singt und spricht als sei man auf einer Trauerveranstaltung so liegen zwischen diesen beiden Auftritten Welten. Ich verstehe auch überhaut nicht, wieso er bei Aloha so lustlos wirkte, mit der doch einmaligen Gelegenheit, sich der ganzen Welt zu präsentieren. das habe ich nie verstanden, Anspannung und Druck hin oder her.

Der war nicht lustlos, der hatte einfach nur die Hosen gestrichen voll. Guck ihm in die Augen, seine unsicheren, nervösen Gesten - er war wie ein kleiner Junge, der an der Flasche gerubbelt hatte und jetzt Angst hat vor dem Geist, der rausgekommen ist. Und ich kann das nur allzu gut verstehen - auch wenn er es gewöhnt war, auf der Bühne zu stehen, so hatte er bisher vor maximal ein paar tausend Leuten eine Show vermasseln können, und es am nächsten Abend wieder raushauen können. Aber hier sah die Sache anders aus - diese Show ging live via Satellit oder zeitversetzt als Aufzeichnung und dann auch noch als Album um die halbe Welt. Millionen Menschen aller Herren Länder würden ihn zum ersten Mal in ihrem Leben live auftreten sehen, quasi eine Welttournee in einer Stunde. Er wusste, dass es das Ende seiner Karriere, eine Blamage vor der Welt bedeuten könnte, wenn er es verkackt. Wenn mir hier einer erzählen will, er wäre in so einer Situation genauso cool geblieben wie immer, der macht sich selber was vor. Dass Elvis da zeigt, dass er Angst hatte, macht ihn mir sehr sympathisch und tröstet mich über den streckenweise äußerst zurückhaltenden Gesang hinweg - ich kann ihn wirklich verstehen!

Klar hätten wir uns alle gewünscht, dass Elvis gerade bei diesem Konzert voll aus sich heraus gegangen wäre, und es gibt sicher auch andere Künstler, die unter solchen Umständen genau gegenteilig reagiert hätten und voll auf die Tube gedrückt hätten, quasi als Überkompensation. Aber Elvis war halt anders, was soll's, er war ja auch nur ein Mensch. Das war einfach zu viel zu verdauen für den kleinen Jungen aus Tupelo, der er bis an sein Lebensende geblieben ist. Wer will's ihm verübeln?

Dann dieser depperte Laufsteg ins Publikum, auf dem er unter akustisch äußerst schwierigen Bedingungen singen musste, weit weg von der Band, wo er sich immer sicher gefühlt hat. Sogar die Jungs von der TCB-Band sehen vergleichsweise angespannt aus und haben nur auf Sicherheit gespielt, machten keinerlei lustige musikalische Mätzchen mehr wie noch 1972 bei EOT. Jeder wusste genau, was alles dran hing, und war entsprechend eingeschüchtert von der Szenerie.

Vielleicht war Elvis sogar so aufgeregt, dass er sich noch das eine oder andere Pillchen zur Beruhigung eingeschmissen hat - der gröbste Fehler, den man machen kann, wenn man auf eine Bühne tritt. Ich muss dann immer an eine Klassenkameradin von mir denken, die vor der Abiturklausur so aufgeregt war, dass sie sich Baldrian reingezogen hat und prompt mitten in der Klausur eingeschlafen ist...

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05.10.2006 01:59 #517987 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf "Aloha" + "68 Comeback" als Einzel-DVD

Der war nicht lustlos, der hatte einfach nur die Hosen gestrichen voll. Guck ihm in die Augen, seine unsicheren, nervösen Gesten - er war wie ein kleiner Junge, der an der Flasche gerubbelt hatte und jetzt Angst hat vor dem Geist, der rausgekommen ist. Und ich kann das nur allzu gut verstehen - auch wenn er es gewöhnt war, auf der Bühne zu stehen, so hatte er bisher vor maximal ein paar tausend Leuten eine Show vermasseln können, und es am nächsten Abend wieder raushauen können. Aber hier sah die Sache anders aus - diese Show ging live via Satellit oder zeitversetzt als Aufzeichnung und dann auch noch als Album um die halbe Welt. Millionen Menschen aller Herren Länder würden ihn zum ersten Mal in ihrem Leben live auftreten sehen, quasi eine Welttournee in einer Stunde. Er wusste, dass es das Ende seiner Karriere, eine Blamage vor der Welt bedeuten könnte, wenn er es verkackt. Wenn mir hier einer erzählen will, er wäre in so einer Situation genauso cool geblieben wie immer, der macht sich selber was vor. Dass Elvis da zeigt, dass er Angst hatte, macht ihn mir sehr sympathisch und tröstet mich über den streckenweise äußerst zurückhaltenden Gesang hinweg - ich kann ihn wirklich verstehen!

Klar hätten wir uns alle gewünscht, dass Elvis gerade bei diesem Konzert voll aus sich heraus gegangen wäre, und es gibt sicher auch andere Künstler, die unter solchen Umständen genau gegenteilig reagiert hätten und voll auf die Tube gedrückt hätten, quasi als Überkompensation. Aber Elvis war halt anders, was soll's, er war ja auch nur ein Mensch. Das war einfach zu viel zu verdauen für den kleinen Jungen aus Tupelo, der er bis an sein Lebensende geblieben ist. Wer will's ihm verübeln?

Dann dieser depperte Laufsteg ins Publikum, auf dem er unter akustisch äußerst schwierigen Bedingungen singen musste, weit weg von der Band, wo er sich immer sicher gefühlt hat. Sogar die Jungs von der TCB-Band sehen vergleichsweise angespannt aus und haben nur auf Sicherheit gespielt, machten keinerlei lustige musikalische Mätzchen mehr wie noch 1972 bei EOT. Jeder wusste genau, was alles dran hing, und war entsprechend eingeschüchtert von der Szenerie.

Vielleicht war Elvis sogar so aufgeregt, dass er sich noch das eine oder andere Pillchen zur Beruhigung eingeschmissen hat - der gröbste Fehler, den man machen kann, wenn man auf eine Bühne tritt. Ich muss dann immer an eine Klassenkameradin von mir denken, die vor der Abiturklausur so aufgeregt war, dass sie sich Baldrian reingezogen hat und prompt mitten in der Klausur eingeschlafen ist...

Ich weiß nicht recht, ob man immer alles auf den immensen Druck schieben kann. Größere Sportübertragungen wurden/werden ja auch weltweit gezeigt, deshalb schwamm ein Mark Spitz ja auch nicht wie Omi mit der Blumenbadekappe oder sieh Dir an, wie souverän Sinatra den "Main Event" über die Bühne gebracht hat.

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05.10.2006 02:14 #517988 von User gelöscht
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Ich weiß nicht recht, ob man immer alles auf den immensen Druck schieben kann. Größere Sportübertragungen wurden/werden ja auch weltweit gezeigt, deshalb schwamm ein Mark Spitz ja auch nicht wie Omi mit der Blumenbadekappe oder sieh Dir an, wie souverän Sinatra den "Main Event" über die Bühne gebracht hat.

Sportler kannst Du nicht als Vergleich anbringen, die erbringen eine Leistung nur für sich oder meinetwegen noch für ihre Mannschaft, müssen aber keinem Publikum gefallen und haben in ihrem Training Konzentration und Disziplin gelernt, anders als ein Sänger wie Elvis, der aus dem Bauch heraus agiert und von der ersten bis zur letzten Sekunde um die Anerkennung seines Publikums kämpft.

Von Sinatra kennt man auch Situationen, wo er verdammt unlocker war. Er gehörte zu denen, die das mit Hyperaktivität und Vollgasgeben überkompensierten. Beim "Main Event" war der Mann schon knapp 60, hatte sein x-tes Comeback hinter sich und war bereits jenseits von Gut und Böse, der musste niemandem mehr etwas beweisen - und trotzdem wirkt er in dem Boxring streckenweise wie ein Tiger im Käfig.

Bei Elvis war es die Mischung aus den äußeren Umständen, die ihn sichtbar niederdrückten, und seiner Persönlichkeitsstruktur. Wenn dann ein Mann wie Elvis, der zu Angst und Nervosität neigte, obendrein seit Jahren massiven Arzneimittelmissbrauch betreibt, dann kommt dann halt sowas dabei raus.

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