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Elvis Presley - Glory Of SUN (DLP & CD - FS)
- Dick
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Fazit: Mit „Glory Of Sun“ hat das Flaming Star Label das Rad nicht neu erfunden, aber es fährt mit mehr Profil als jemals zuvor. Klare Kaufempfehlung meinerseits.
Gibt es auch Kritik? Ja. Es fehlen die Titelmarker auf der CD Hülle, aber die CD hätte man sich m.E. sowieso komplett schenken sollen. Stattdessen hätte man eine oder zwei 45er mit den MRS Acetaten beilegen sollen. Dann wäre es tatsächlich die definitive Elvis SUN Vinyl Vö geworden.
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- Mike.S.
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Was ist damit gemeint und wo finde ich die denn nun ?
Ist die auf der LP Elvis At Sun drauf und auf der CD ein "Unkorrekte" Version ?
Ist damit die Version ohne Echo gemeint oder mit Echo, so wie sie von RCA rausgebracht wurde ?
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- Mike.S.
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- ronb57
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Ich komme nur langsam durcheinander bei originalen Versionen, egal ob mit Hall, mehr Hall, ohne Hall und dann noch "Dezenten" Veränderungen !
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Habe mir noch schnell eine schwarze Pressung besorgt und kann sowohl die tolle Qualität der LPs, des wirklich schönen Gatefold-Covers und des Sounds nur bestätigen.
Zu einem Vergleich mit den anderen Ausgaben komme ich nicht, da ich die Seiten der Glory immer wieder neu starte 😄😜😎 auf jeden Fall jetzt schon große Freude bei mir.
Nochmals vielen Dank für die Beiträge, ohne die ich diese Veröffentlichung wohl ausgelassen hätte.
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- Mike.S.
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Ja, und nun habe ich mich ans Vergleichen gemacht. So wie Dick schon sagte, wird sich auf der Rückseite der CD für die vorausgegangene Arbeit von Kevan Budd und Sebastian Jeansson bedankt, wobei Kevan das Mastering von „At Sun“ und Sebastian das von „Boy From Tupelo“ übernommen hatte, aber auch bei „Tupelo“ taucht Kevan für den Research in den Liner Notes auf. Daher lag es nahe, zunächst einmal diese beiden VÖ miteinander und dann jeweils mit der „Glory Of Sun“ zu vergleichen.
Der Unterschied zwischen „Elvis At Sun“ und „A Boy From Tupelo“ ist relativ einfach herauszuhören. Zum einen verwendete man bei „Tupelo“ nicht nur vorhandene Sun oder RCA Tapes, sondern auch andere Quellen, wie z.B. 45 rpm Sun Singles oder 78 rpm Sun Schellacks. Die Quelle wird im Booklet beim jeweiligen Song ganz genau erklärt und natürlich hört man den Unterschied sofort heraus. Aber auch das Mastering unterscheidet sich grundsätzlich. Kevan's Mastering hat mehr Höhen, dadurch auch mehr Rauschanteile, und etwas weniger Bass, um es mal ganz simpel zu beschreiben. Jeansson betont die Höhen nicht so stark, trotzdem klingen die Aufnahmen immer noch frisch, aber es rauscht deutlich weniger, er schafft hier einen sehr guten Kompromiss. Ein sehr schöner voller Bass rundet sein Klangbild ab, das doch in der Gesamtheit angenehmer zu hören ist und natürlicher klingt. Im Grunde könnte man sagen, dem ist nichts hinzuzufügen, besser geht es nicht mehr.
Nun vermutete Dick ja zunächst, dass Granlund sich bei beiden VÖ bedient haben könnte, aber da würde ich einmal sagen, dass dies mMn nicht der Fall ist. Man merkt an sehr vielen kleinen Details, dass die Quelle für Granlund ganz alleine „A Boy From Tupelo“ ist. Aber ich verstehe, woher diese Annahme kommt, denn Granlund versucht, das Klangbild ein wenig in Richtung Kevan Budd zu trimmen, also vor allem mehr Höhen beizufügen, wodurch das Ergebnis am Ende eine gewisse Ähnlichkeit mit Kevan Budd's Klangbild hat.
Was genau gemacht wurde, dazu findet sich folgende Beschreibung auf der Rückseite der CD:
"Several Tracks have been carefully re-equalized - including the use of vintage valve tubes - to smooth out harshness, restore warmth, and preserve every bit of the original dynamics." "Mehrere Titel wurden sorgfältig per Equalizer bearbeitet – unter anderem unter Verwendung von Vintage-Röhren – , um Härten abzumildern, Wärme zurückzugewinnen und die ursprüngliche Dynamik bis ins kleinste Detail zu bewahren."
Schöne Worte, aber wie hört es sich nun tatsächlich an. Wir müssen bedenken, dass bereits vorhandene digitale Files nochmals durch einen Röhrenequalizer klanglich nachbearbeitet werden. Ein Equalizer ist eine Kombination von Filtern, wobei bestimmte Frequenzbereiche abgesenkt oder verstärkt werden können. Beim Röhrenequalizer kommt durch die Röhrenverstärkung noch ein zusätzlicher Röhreneffekt (warmer Klang) hinzu.
Wir reden hier also von einem Klangeffekt, der hinzugefügt wird. Besonders fällt dieser zunächst einmal bei den schnelleren „Rhythm Tracks“ auf. Der Effekt hat direkten Einfluss auf die Darstellung der Instrumente. Womöglich hat man aber bei den Balladen den Effekt nur sehr dezent eingesetzt, um bei der ruhigen Stimmung das doch leichter hörbare Rauschen zu vermeiden, denn dort fällt mir kaum ein Unterschied zur „Tupelo“ auf. Zurück zu den schnellen Tracks - hier haben wir also zwar etwas mehr Rauschen, jedoch wirkt der Klang weicher, mehr Höhen, weniger Mitten, der Bass ist prägnant. Der ein oder andere fühlt sich vielleicht an die Loudness Taste am Verstärker erinnert, es gab auch Verstärker mit einem stufenlos regulierbaren Loudness Regler. Bei leiser Musik werden Bass und Höhen angehoben. Die Mitten wirken abgesenkt. Die entsprechende Einstellung ist in diesem Fall abhängig von der Lautstärke. Womöglich also schwierig, solch einen ähnlichen Effekt direkt beim Mastering einzubauen, wo er danach beim Anhören nicht mehr geändert oder angepasst werden kann.
Ob so eine Klangveränderung gefällt, hängt natürlich auch davon ab, ob man mit Kopfhörer oder Lautsprechern hört. Kopfhörer sind hier eher unempfindlich, und so kommt es auch, dass mir der „neue“ Sound über Kopfhörer zunächst sehr gut gefällt. Es klingt für mich bei etlichen Songs tatsächlich deutlich besser als bisher, vor allem bei Songs, die früher etwas härter klangen, wie z.B. „Just Because“. Leider gibt es aber auch Songs, wie z.B. „Good Rockin' Tonight“, die eigentlich bereits in Richtung dieses Klangniveaus gingen und die nun durch diesen Effekt zu viele Höhen erhalten. Durch die abgesenkten Mitten verlieren die Instrumente wie hier z.B. die Gitarre ihre Dominanz und Griffigkeit, es klingt etwas weichgespült, was dem Song nicht gut tut. Das durchgehend stärkere Rauschen bei den meisten Songs fällt am Kopfhörer leider auch eher negativ auf. Man merkt also jetzt schon, dass es wohl schwierig ist, diesen Effekt für alle Songs richtig zu dosieren, auch wenn die CD über Kopfhörer wirklich Spaß macht.
Die Wahrheit offenbart sich ja aber oft erst über Lautsprecher, damit meine ich größere Standboxen, die über qualitativ gute Hoch-, Mitten- und Tieftöner verfügen. Ich teste die schnelle Version von „I'm left, you're right ..“, von der ich über Kopfhörer sehr angetan war. Doch über die Lautsprecher wirkt das ganz anders. Die neu gemasterte Version erscheint mir nun ernüchternd schlechter. „Tupelo“ klingt hier genau richtig, während die Höhen bei „Glory“ viel zu stark ausgeprägt sind. Aber da ist noch etwas anderes, was mir am Kopfhörer nicht aufgefallen ist. In den Höhen ist irgendein seltsamer Effekt hörbar, das klingt unnatürlich, um nicht zu sagen unsauber. Ob das von der Röhre kommt? Gefällt mir leider gar nicht. Das gehört so nicht.
Fazit: Was auf den ersten Kopfhörer-Blick interessant erscheint, wirkt nach längerem Vergleichen und im Hinblick auf spezielle Songs dann doch eher nachteilig. In der Gesamtheit lässt sich „Tupelo“ besser anhören, sie ist in sich deutlich ausgewogener und schafft einen hervorragenden Klang ohne dabei in irgendeine Richtung – Höhen, Mitten, Bässe – auszuschlagen.
Jeder bevorzugt nun einmal ein anderes Klangbild. Über entsprechende Ausstattung (Röhrenverstärker, Equalizer etc.) kann man sich dieses an die eigenen Vorlieben anpassen. Auf dem Tonträger selber sollte die Musik allerdings möglichst neutral gemastert sein. Ein gutes Mastering zeichnet sich auch dadurch aus, dass die Musik eine Kompatibilität hat und an den verschiedensten Anlagen und Orten (Auto/Zimmer) gleich gut klingt. Ein Klangbild in Form eines EQ-Effektes schon vorab in den Mastering Prozess einzubauen, halte ich für eine riskante Idee.
Diese VÖ wird aber trotzdem den meisten viel Freude bereiten, da bin ich mir sicher, vor allem denen, die klanglich auf der weichen, seidensamtigen Welle mireiten. Aber es könnte auch welche geben, denen der knackige Drive der Instrumente durch die abgesenkten Mitten fehlt. Insofern fällt mein Fazit neutral aus. Es ist sicherlich eine gute Veröffentlichung - mit viel Liebe gemacht, womöglich aber ist das spezielle Mastering am Ende technisch nicht 100% perfekt.
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- Dick
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Mein Fazit: Kauft euch Glory Of Sun wegen dem klanglich hervorragenden Vinyl und dem tollen Double Gatefold Cover solange es noch verfügbar ist.
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