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Das Leben der Anderen
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Überrascht nicht in dem Sinne, als dass mir nicht klar war, wie mies es da abging. Aber doch sehr bewegt, denn hier wurde man mal anhand eines Einzelschicksals mit den Ausmaßen konfrontiert. Ich kenne Leute, die ihre Stasi-Akte angefordert haben, und die waren auch überrascht, wie detailliert sie überwacht wurden, und wie intim das wurde. Ekelhaft.Es wundert mich, das dich der Film mit seinem Inhalt so überrascht hat.
Natürlich war der Film insofern positiv, als dass der Stasi-Spitzel sich letztendlich als guter Mensch und Lebensretter gezeigt hat - hatte ein bisschen was von "Schindlers Liste", der ja auch zeigen sollte, dass nicht alle Deutsche böse Nazis waren.
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- Kai
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Das mit der extra Post ist mir neu, wann war denn das, könnte ich mir nur in den frühen 60'er vorstellen als die Politik sehr festgefahren war. Ganz bestimmt aber haben "einfache" Zusteller keine Briefe kontrolliert oder geöffnet. Hatte auch gelegentlich westlichen Brief-Kontakt und es ist fast immer alles angekommen. Einmal wurde ein Paket offensichtlich durchgewühlt. Darin lag ein Umschlag mit Postern aus Bravo und Pop Rocky welcher fehlte. Eine andere Sendung mit gleichen Inhalt, aber als normalen Brief geschickt ist komplett angekommen. Die Freude war dann dafür um so größer.Die Post wurde von Briefträgern kontrolliert.
Westpakete holte man nicht von der üblichen Post ab. Da musste man zu einer extra Post gehen.
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- Kai
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Daran sieht man doch, was die DDR für ein Deppen-System war - hatte Angst vor westlichen Popstars. Tolle Ideologie, die vor ein paar bunt gekleideten Musikern Schiss hatte.
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Dann halt Verbrecher. Wer Menschen bis in die Intimsphäre bespitzelt und sie dann umbringt, weil sie anders denken oder in ein anderes Land ziehen wollen, muss gehörig neben der Spur ticken.Es waren auch nicht alles Deppen.
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- Angel
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Inwiefern denn das bitte?Über sehr vieles. Zuerst einmal darüber, ob es in der DDR wirklich so war (totaler Überwachungsstaat), wieviele da mitgemacht haben und was die heute so machen. Über die Verführbarkeit des Menschen für Ideologieen. Über Mitläufertum bei totalitären Systemen. Und auch darüber, warum die deutsche Vegangenheitsbewältigung 1945 aufhört und auf dem linken Auge blind ist.
Hier wurde durchaus auch über das Naziregime aufgegeklärt. Was glaubst Du wo uns damals unser Klassenfahrten hin führten? In Konzentrationslager. Ich durfte mir in diesem Zusammenhang drei anschauen. Trotz all des Elends, das uns da nahegebracht wurde, war es dann irgendwann zuviel und wir konnten und wollten gar nicht mehr alles aufnehmen. Danach wurden dann feine Aufsätze darüber geschrieben. Im Schulunterricht wurde ausreichend über diese Zeit aufgeklärt, vielleicht zu ausführlich und zu einseitig. Es kam uns aus den Ohren heraus. Von den tollen Sowjetsoldaten wurde uns erzählt und wie richtig die Freundschaft zu der SU sei. Zuhause bekam ich dann zu hören, was russische Soldaten mit meinen Grosseltern und Urgrosseltern gemacht hatten.
Angel
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- Kai
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Inwiefern denn das bitte?
Hier wurde durchaus auch über das Naziregime aufgegeklärt. Was glaubst Du wo uns damals unser Klassenfahrten hin führten? In Konzentrationslager. Ich durfte mir in diesem Zusammenhang drei anschauen. Trotz all des Elends, das uns da nahegebracht wurde, war es dann irgendwann zuviel und wir konnten und wollten gar nicht mehr alles aufnehmen. Danach wurden dann feine Aufsätze darüber geschrieben.
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- Angel
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Japp, ich konnte mir von meiner Westverwandschaft damals anhören was sie alles bezahlen mussten als Wiedergutmachung. Hier wurden ganze Betriebe abgebaut und in die damalige Sowjetunion gebracht. Wir im Osten haben genauso "geblutet".Ich konnte das auch schon nicht mehr hören. Das waren bestimmt keine Unwarheiten, nur wurde der Russische Soldat immer als Übermensch mit nur guten Eigenschaften dargestellt. Die Amis, Briten, Franzosen wurden gern vergessen, es war vielen überdrüssig immer die gleichen Geschichten zu hören. Auch gab es Verbrecher, die gibt es auf andere Art und Weise in der jetzigen Politik aber auch. Überall auf der Welt kommen Menschen ums Leben, leider passierte das auch in der DDR. In Amerika werden von der CIA auch Gegner umgebracht, wer weiß was da los ist.
Da gibt es feine Abhandlungen von dem in Rostock geborenen Walter Kempowski, der damals mit seinen Brüdern Buch darüber führte wie das ablief und dafür ne lange Zeit ins Zuchthaus wanderte.
Angel
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Ja, das hat mir meine Oma, die vor der Gestapo nach Schlesien fliehen musste und dort den Russen in die Hände fiel, auch gerne mal erzählt. Gegen die Rote Armee waren SS und SA reinste Kuscheltruppen.Zuhause bekam ich dann zu hören, was russische Soldaten mit meinen Grosseltern und Urgrosseltern gemacht hatten.
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- Kai
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Das stimmt leider.Gegen die Rote Armee waren SS und SA reinste Kuscheltruppen.
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