EPiC: Elvis Presley in Concert (2025 - Review, Kritiken, Infos ...)

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27.01.2026 11:20 - 27.01.2026 11:24 #986740 von Ingekey
Natürlich werde ich mir den Film auch ansehen. Was mich aber etwas ärgert ist dass Luhrmann den Colonel immer noch als Teufel darstellt, diesem die Schuld zuschreibt, für die Entscheidungen (Welttour, A Star is born 1975 usw) die Elvis traf. Wie kann man sich so intensiv mit dem Thema befassen und das weiter selber propagieren und nicht erkennen, dass Elvis'  Verhalten selbst den Niedergang bewirkte?

Mir gefiel das Biopic in keinster Weise. Der gewählte Schauspieler hatte überhaupt keine Elvis-Vibes und sah als 70er Elvis völlig lächerlich aus. 

Was ich zudem auffällig finde ist: Parker wird als Vermarktungs-Maschine dargestellt, die den Druck auf Elvis erhöhte. Wenn man genau hinsieht, erkennt man in der heutigen Zeit nur einen, der das übertrifft. Luhrmann selbst. Bei der Ausschlachtung und Inszenierung des Themas "Elvis", wäre Parker sicherlich mächtig beeindruckt.

Außerdem ist es ein evidenter Widerspruch, Parker zu kritisieren, dass er Welttourneen verhindert haben soll, und gleichzeitig für das Verglühen seines Klienten hinsichtlich eines unverantwortlichen Tourplans verantwortlich zu machen. Der Widerspruch zeigt, wie lachhaft sich diese Märchenerzähler alles zusammenreimen, damit am Ende einer der Böse ist.
 
Letzte Änderung: 27.01.2026 11:24 von Ingekey.

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27.01.2026 13:56 #986746 von Taniolo


Außerdem ist es ein evidenter Widerspruch, Parker zu kritisieren, dass er Welttourneen verhindert haben soll, und gleichzeitig für das Verglühen seines Klienten hinsichtlich eines unverantwortlichen Tourplans verantwortlich zu machen. Der Widerspruch zeigt, wie lachhaft sich diese Märchenerzähler alles zusammenreimen, damit am Ende einer der Böse ist.

 

Wenn du "evident" verwendest - kennst du dann auch die Bedeutung dieses Wortes?
Außerdem: wo genau ist hier der Widerspruch, den du benennst?
Du sprichst zwar von einem Widerspruch, beschreibst aber nicht einmal im Ansatz einen solchen.
Ein Widerspruch ergibt sich meines Wissens u.s. beim Gegenüberstellen zweier Aussagen, die sich gegenseitig ausschließen. Um festzustellen, welche Aussage wahr ist, müsste man zu allererst 2 Aussagen treffen und dann auch noch die logische Richtigkeit einer Aussage beweisen. Nur weil du gerade glaubst, eine Aussage sei wahr, ist sie deshalb noch lange nicht richtig.
"Evident" steht übrigens für "offensichtlich, unmittelbar einleuchtend, ohne Beweis erkennbar".
Unabhängig davon, was in Bezug auf Parker nun wahr oder falsch ist, ist nichts davon offensichtlich oder ohne Beweis erkennbar. Wäre dem so, müsste dir bereits die große Mehrheit zustimmen. Ich zweifle daran, dass sie das so einfach tut.
Allein der offenbar unüberlegte Gebrauch von ein paar Fremdwörtern macht eine Aussage nicht besser; schon gar nicht befördert dieser eine Meinung zum Fakt.
Du hast deine Meinung zu bestimmten Punkten, und das ist okay. Aber permanent Meinung als Fakt zu deklarieren, ist irgendwann ziemlich albern.

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27.01.2026 14:28 #986747 von Gypsy
@Ingekey angenommen im Fall Parker, Elvis, daß du Recht hast. Bist ja nicht der Einzige, der das so sieht, sondern diese Sichtweise ist in der Szene weit verbreitet.
Also angenommen du hast recht. Glaubst du wirklich Elvis ließe sich erfolgreich vermarkten, wenn man den Leuten erzählen würde, dass er schlicht und einfach keinen Bock auf ne Welttournee hatte und Parker eigentlich gar kein so übler Kerl war?

Wenn du das glaubst, hast du von Showbusiness keine Ahnung.. 
Du musst dir mal über eine Sacbe klar werden und das ist nen Grundsatz für die Firmen die Elvis heute vermarkten: Elvis hat alles richtig gemacht, Parker war an allem Schuld. Punkt. 
Nur so verkauft sich seine Musik heute noch am besten. Und die Kinofilme erst recht. Und nur darum geht es.

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27.01.2026 14:52 #986748 von Taniolo
Einspruch, Gypsy! Sehe ich komplett anders. Der Presley/Parker Aspekt ist einer von vielen innerhalb der großen Elvis-Saga.
Mir persönlich ist die Frage, ob Parker "gut oder böse" war, sogar ziemlich egal.
Ich wage aber zu behaupten, die Beantwortung dieser Frage ist recht unerheblich bezüglich der Liebe zu Elvis' Musik, seinem Werk, seinem Schaffen. Damit wäre sie dann auch unerheblich fürs aktuelle Business und hätte Null Einfluss darauf, ob sich ein neuer Film, eine neue Platte oder sonst etwas gut verkauft.

Ich kenne wahrscheinlich genau so viele Elvis Fans, die pro Parker argumentieren, wie ich Fans kenne, die ihn rundweg ablehnen. Ich weiß von keinem dieser Fans, dass er/sie deshalb auf den Konsum eines Elvis Produkts Abstand nehmen würde.
Die Aussage, dass sich nur damit, dass Parker als Buhmann dargestellt wird, sich die Musik von Elvis besser verkauft, klingt für mich ziemlich abwegig.

Wie gesagt, das Thema Presley/Parker als solches kann man meinetwegen gerne diskutieren. Ich habe grundsätzlich weder mit der einen noch mit der anderen Haltung meine Probleme. Das Ganze aber quasi zur alles überstrahlenden Ideologie zu erklären, löst bei mir nur ein trauriges Kopfschütteln aus.

Du kannst mir aber gerne Beweise für deine überaus steile These liefern. 

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