Freitag der 13. Remake 2009

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21.04.2011 15:03 #830229 von Colonel
Freitag der 13. Remake 2009 wurde erstellt von Colonel
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<span style='font-size:14pt;line-height:100%'>Für Fans der 80s Horror Kultfiguren und Filme</span>

<span style='font-size:14pt;line-height:100%'><span style='color:red'>Freitag der 13. Remake 2009/Kinofassung auf Blu Ray</span></span>

Vorab:
Erfolgreiche Filme werden meist irgendwann neu verfilmt. Dies ist nichts "Schlimmes", sofern die Macher dies mit viel Respekt vor dem Original tun und bestenfalls es sogar schaffen die guten Elemente zu übernehmen, die weniger gelungenen Abschnitte zu übertreffen, gute Darsteller zu finden, Bild/Ton/Schnitt hochklassig zu meistern und am Ende den Zuschauer zu fesseln. Die richtig guten Remakes übertreffen gar ihre Vorgänger. Das ist dann für alte wie auch neue Fans ein Highlight um nicht zu sagen Glücksfall.
Das ist um ehrlich zu sein natürlich sehr schwer und es gibt nur sehr wenige Streifen, die das überhaupt schafften. Handelt es sich zudem noch um einen absoluten Klassiker (wie hier um die legendäre Freitag. der 13. Reihe und den Kult-Killer Jason Voorhees ), der eine große Fan Gemeinde hat, ist das wahrlich keine einfache Aufgabe.
Wirklich gelungen ist dies meiner Auffassung nach bislang nur drei Mal, nämlich bei
Last House On The Left
I Spit On Your Grave und nun bei
Freitag der 13.
Die bisherigen Jason Filme:
Als Jason in den 80s auf der Leinwand auftauchte war das ein Schocker. Solch brutale, sinnlose Morde an Jugendlichen (die zugleich das Zielpublikum waren) gab es vorher so nicht. Die Gestalt war noch dazu sehr furchteinflößend und erschien in Teil 3 dann auch noch in 3D. Das war seinerzeit ein Hammer. Jedoch empfand ich schon damals (und heute noch viel mehr) den ersten bis dritten Teil doch etwas "mittelmäßig" inszeniert. Vergleicht man diese beispielsweise mit John Carpenters Meisterwerken Halloween I & II (dessen Remakes mich überhaupt nicht überzeugten) so kam Jason immer ein wenig "billiger produziert" daher. (Obwohl selbst Carpenters Michael Myers Verfilmungen schon keine millionenschwere Streifen waren). Erst Part IV "Das letzte Kapitel" überzeugte mich und stellte für mich bislang Jasons Zenit dar...alles was danach noch kam glänzte nicht mehr. Freddy vs. Jason war eine nette Idee, hatte auch einige Höhepunkte zu bieten, aber konnte mich nicht durchweg überzeugen, wenn dieser "Spaß" auch ein tollen Showdown hatte.

Film:
Ich möchte hier nicht zuviel verraten, denn zumindest ich mag es nicht, wenn man ein Review liest und schon alle Einzelheiten genannt bekommt. Wie soll man dann noch Spaß haben den Film zu schauen, wenn man schon weiß, wann/was/wo passiert!?
Der Streifen startet mit einer Art "Vorgeschichte" zur Person, damit Neueinsteiger wissen, was es mit diesem Burschen auf sich hat. Es folgt der Titel und die Geschichte beginnt...
Die potenziellen Opfer (wie immer Teenager bei Jason) werden und wurden nie sonderlich sympathisch gezeigt, da die Macher kein bedauern aufkommen lassen wollten, wenn der Hauptdarsteller sie früher oder später ins Jenseits befördert.
Dennoch spielen diese ihre Rolle gut und überzeugend und da es sicherlich für jeden am schlimmsten ist - gut gelaunt in bester Stimmung auf das unsagbar Böse zu treffen - hat man einige lustige Szenen und Dialoge eingebaut, die nicht abgedroschen daher kommen, sondern neu erdacht worden sind für diesen Film. Auch sind die kleinen Sexszenen "moderner" und ein wenig freizügiger wie noch in den 80s.
Die Kulisse und Set-Austatttung ist ebenfalls gelungen und toll in Szene gesetzt.
Jason kommt sehr gruselig rüber. Eine imposante, bildgewaltige Erscheinung, der in und mit seiner Maske noch nie so hervorragend und beängstigend daher schreitete. Davor hatte ich am meisten Bedenken, zumal wenn man sich ansieht wie wenig Mühe man sich in den Remakes von A Nightmare On Elm Street & Halloween mit "dem Aussehen/der Maske" des Hauptdarstellers gab...und seien wir mal ehrlich, wenn die Horror Kultfigur der Person aus dem Original nicht mehr so recht ähnlich sieht, dann hat so ein Remake weder einen Sinn noch ist dieses ansehbar. Hier ist dieser Drahtseilakt vollkommen gelungen. Respekt! Die Mordszenen, das Blut usw. sehen sehr echt aus und von Anfang bis Ende gibt es gut verteilt unzählige Schockelemte, wenn der Mann mit der Eishockey Maske auftaucht und auf seine Opfer trifft.

Bild: TOP (Detailschärfe auch bei Szenen in der Nacht spitze!)
Ton: TOP (ordentlich "Wumms")

Fazit:
Es ist wirklich sehr gelungen Jason Vorhees respektvoll, aufpoliert und dabei exzellent umgesetzt in neuem Gewand im neuen Jahrtausend auf die Leinwand zu bringen. Die "Gestalt" sah nie besser bzw. sagen wir lieber furchteinflößender wie hier. Tolle Maske und ein Anblick, der jedem ein Grauen bereiten würde, stünde er plötzlich im dunklen Wald hinter einem.
Selbst wenn hartgesottene Fans hier und da was zu beanstanden haben, so müssen auch sie (objektiv betrachtet) letztendlich zugeben, dass dieses Remake echt gut gemacht ist und wirklich alles hat was ein guter Horror Schocker haben muss und dabei dem Original voller Ehrfurcht "begegnet".

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