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Willkommen bei den Sch'tis
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Diese relativ kleine Produktion, die gänzlich ohne irgendwelche Effekte, schnellen Schnitte oder Tricksereien auskommt, die vielmehr die Langeweile der Location zum Thema hat, ist inzwischen zum erfolgreichsten französischen Kinofilm aller Zeiten geworden. Alleine in Frankreich hatte er mehr als 20 Mio. Zuschauer.
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Der Postbeamte Philippe Abrams, in dessen Ehe es seit geraumer Zeit kriselt, möchte seinem Privatleben neuen Schwung geben, indem er sich versetzen lässt, möglichst an die Côte d’Azur oder einen anderen exotischen Ort in Frankreich. Dafür ist er sogar bereit zu zahlen und zu tricksen. Als es mit dem ersten Versetzungsantrag nicht klappt, weil ihm ein behinderter Kandidaten die Stelle "weggeschnappt" hat, und er sich vor seiner Frau (umwerfend: Zoé Félix) wieder einmal als Versager fühlt, gibt er sich kurzerhand bei der nächsten Gelegenheit als gehbehindert aus, inkl. Rollstuhl und trauriger Geschichte. Doch dieser Versuch - ein erstes Highlight des Film - fliegt in letzter Sekunde auf. Aus disziplinarischen Gründen wird er nun für zwei Jahre zwangsversetzt und zwar in den äußersten Norden Frankreichs, ins flämische <a href=' www.bergues-tourisme.fr/allemand.htm ' target='_blank'>Bergues.
Für ihn beginnt ein Horrortrip, denkt man doch im Süden Frankreichs, dort oben im Norden würden die Temperaturen selten (und nur wenn's warm ist) über 0 °C steigen und einem die Zehen abfrieren. Die Angst hat Philippe Abrams kleiner Sohn, der dann auch wohlweislich mit seiner Mutter zuhause im Süden bleibt. Also macht sich Philippe, ausgerüstet mit Daunenjacke und Mütze, alleine auf den Weg.
In Bergues trifft Phillippe auf ganz merkwürdig sprechende Menschen, die "s" durch "sch" (und umgekehrt) ersetzen, die auch sonst äußert merkwürdige Ansichten, Gewohnheiten und Redewendungen haben, und deren Wesen ihm zunächst fremd bleibt. Er sehnt die Wochenenden herbei, an denen er zurück zu seiner Familie in den Süden fahren kann. Dort entspannt sich die Beziehung zu seiner Frau, als beide nur noch eine Wochenendbeziehung führen. Julie glaubt, ihrem Mann könne es nur schlecht gehen im Norden, und bereitet ihm und sich deshalb den Himmel auf Erden.
Phillippe aber fühlt sich aber nach einiger Zeit gar nicht mehr so unwohl in Bergues, denn er lernt die Einwohner nach und nach besser kennen und verstehen (im wahrsten Sinne des Wortes). Er führt ein spannendes, lustiges und zufriedenes Leben bei diesen eigenartigen Landsleuten, muss seiner Frau allerdings die ganze Zeit über vorspielen, dass es schrecklich sein. Zum einen, weil sie das so von ihm verlangt und nicht möchte, dass er den harten Mann spielt und sich ihretwegen verstellt, zum anderen, weil ihm das seine Ehe rettet. Doch sein Glück steht auf dem Spiel, als Julie eines Tages ankündigt, ihn in Bergues zu besuchen und womöglich zu ihm zu ziehen.
Willkommen bei den Sch'tis ist eine erfrischende Komödie über (nationale) Vorurteile und deren Überwindung, lustig, teilweise fast slapstickhaft, albern und zum Totlachen, im nächsten Augenblick tiefsinnig, teilweise böse, aber nie bitter, sondern immer liebevoll und voller Respekt vor dem anderen. Selbst Momente, die in anderen Filmen in den Kitsch abrutschen würden, sind gelungen und glaubhaft, zu verraten, worum es sich dabei handelt, wäre an dieser Stelle aber zu viel des Guten. Die relativ einfache Geschichte wird lebendig durch die kurz und skizzenhaft, aber ausgezeichnet getroffenen Charaktere des Film, die zudem hervorragend gespielt werden. Selbst in den wenigen Plattheiten, die der Film beinhaltet - und das sinnvollerweise -, sind Tiefgang und Liebe zum Charakter und zum Detail erkennbar.
Unterhaltsam und kurzweilig wie kein anderer Film, den ich in den letzten Jahren gesehen habe, bleibt nichts anderes, als diesem Film viereinhalb von fünf Sternen zu geben und ihn unbedingt zu empfehlen. Am Ende, wenn man meint, es hätte gut und gerne noch eine halbe, dreiviertel Stunde so weiter gehen können, freut man sich darüber, dass auch ein wenig spektakulärer Film wie dieser in Zeiten von Crash Boom Bang- und CGI-Kino so unterhaltsam, gut und vor allem erfolgreich sein kann. Ganz offensichtlich gibt es doch ein Publikum für Filme dieser Art, und man wünscht sich, auch das deutsche Kino wäre zu solchen Meisterleistungen in der Lage.
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Der Film selber ist sehr gelungen.
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Was denn? Sind Dir die Antworten nicht zynisch genug?Äh?
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- Mickey
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Ich dachte, Du hättest den Film gesehen...Was denn? Sind Dir die Antworten nicht zynisch genug?
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- Donald
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Ich dachte, Du hättest den Film gesehen...
Ich bin aber manchmal auch ein Blödbommel und Zipfel.
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