Ray - Der Film

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03.09.2005 13:45 #403175 von Colonel
Ray - Der Film wurde erstellt von Colonel
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<!--Resize_Images_Hint_Text--><!--/aimg-->Eine Best-Of-CD als Soundtrack für einen biographischen Film über "die einflussreichste Persönlichkeit der bluesorientierten Popmusik" (Das neue Rocklexikon). Tatsache: Ray Charles (Gesang, Piano, Orgel) hat mit seiner Fusion von Gospel und (Rhythm 'n')Blues nahezu jeden Rockvocalisten beeinflusst. Deshalb ist Ray ein Album, das in keiner ernsthaften Plattensammlung fehlen sollte! Und man muss kein Fan von ihm sein, um zu erkennen, dass seine Musik großartig ist!
Der Film, den Regisseur Taylor Hackford (Ein Offizier & Gentleman) -- auf seiner Referenzliste stehen außerdem Musikstreifen wie Chuck Berry - Hail! Hail! Rock'n'Roll oder La Bamba (über den sehr jung verunglückten Rock'n'Roll-Sänger Richie Valens) -- dem mit sechs Jahren erblindeten Afroamerikaner gewidmet hat, erzählt aus einer Zeit, in der die Musikbranche noch völlig anders war als im 21.Jahrhundert. Für die Qualifikation eines Künstlers sind nicht einzig Aussehen, Produktionstechnik, Massentauglichkeit und rudimentäres, tänzerisches Können ausschlaggebend gewesen, wurden die Kandidaten nicht in Fernsehshows binnen Minimalzeit zu marionettenhaften (Einweg-)Popstars hochgejubelt. Stattdessen hießen die entscheidenden Kriterien damals Talent, Können (spieltechnisch und kompositorisch), künstlerische Individualität plus der Bereitschaft zu langfristiger, harter, anfangs oft miserabel bezahlter Arbeit (Studio und konzertant). Wer einen solchen Werdegang absolvierte und dazu Glück hatte, der konnte Musikgeschichte schreiben ("RC" wurde mit insgesamt dreizehn Grammys ausgezeichnet!), Generationen seiner Kollegen beeinflussen und auch heute noch (über den Tod hinaus) erfolgreich sein! Dieser Generation gehört Ray Charles Robinson (* 23.9.1930) an und von seinem Leben, das durch Rauschgiftsucht seit dem 16. Lebensjahr nachhaltig geprägt worden ist, erzählt das Drama.

Weil Ray den Werdegang dieses in Jazz, Pop, Blues sowie Country & Western gleichermaßen stilsicheren, klassisch studierten Pianisten/Klarinettisten Revue passieren lässt, schlägt die dazugehörige CD während 54 Minuten 38 Sekunden einen großen Bogen: Unter den 17 Originalaufnahmen aus den 50er und 60er Jahren (sechs davon Live-Mitschnitte) befinden sich neben "Drown In My Own Tears" und "Hallelujah, I Love Her So" auch sein erster Millionenseller ("What'd I Say") sowie Charles Interpretationen solcher Klassiker wie "Georgia On My Mind", "Hit The Road Jack" oder "I Can't Stop Loving You".

Bleibt als Fazit nur noch ein Ausschnitt aus der Kino-Kritik der Chicago Sun-Times zu zitieren: "Der Besuch dieses Filmes lohnt sich schon allein wegen der Musik. Nicht zu vergessen: Jamie Foxx (Collateral) als exzellenter Hauptdarsteller. Das zusammen vermittelt dem Zuschauer eine Vorstellung davon, was Ray Charles so besonders macht!"Thomas Hammerl

Das Label über die CD
Der Tod von Ray Charles am 10. Juni 2004 hat auch in Deutschland eine wahre Ray-Mania ausgelöst. Jetzt wurde das bewegte (und bewegende) Leben des Soul-Genies verfilmt (Jamie Foxx als Ray). Der Soundtrack beinhaltet 17 Original Ray Charles Klassiker, die im Film lippensynchron von Jamie Foxx performed werden: Hit The Road Jack, Georgia On My Mind, I Can’t Stop Loving You, What’d I Say uva. Allgemeine Aussage aller, die den Film bereits sehen durften: Ich will unbedingt den Soundtrack haben! (Warner)

Quelle: Amazon.de

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03.09.2005 13:56 #403176 von Colonel
Colonel antwortete auf Ray - Der Film
Ich habe den Film gestern auf DVD gesehen. Ich fand ihn sehr gut gemacht. Der Film lebt von der einzigartigen und wunderbaren Musik dieses großen Mannes. Sicherlich ist jedem bekannt, daß auch Elvis Charles Klassiker wie "What´d I Say", "I Got A Woman" und "I Can´t Stop Loving You" aufgenommen hat.
Aber auch der biographische Aufbau seines (mir bis gestern vollkommen unbekannten Privatlebens) ist gelungen in Szene gesetzt und auch für jeden unterhaltsam, der vieleicht mit der Musik nicht viel anfangen kann/konnte.
Weiß man doch viel über einen Sinatra, über die Beatles, die Stones und andere, so war ich doch sehr erstaunt, daß ich von Ray Charles Werdegang und Leben eigentlich bis gestern garnichts wußte.
Der Film ist aber auch sehr ergreifend und zum Teil "erdrückend", so sehr kommen beim Sehen Emotionen hoch.
Die Musik ist so brilliant "eingebracht", daß mich einmal sehr interessieren würde "wie" das gemacht wurde.
verwendete man "Outtakes", nutzte man "Overdubbs und Cuts" um bei den Proben das "echte live Feeling" zu erzeugen????
Der Film hat zwei Oskars bekommen und wurde für weitere nominiert. Der Hauptdarstelle hat eine Meisterleistung hingelegt.
Ich hoffe nur, daß der Film 100% autobiographisch war und nicht zuviel "Hollywood Schnick Schnack" hinein "interpretiert" wurde...ist er authentisch, dann gehört er für mich zu den BESTEN seines Faches.

Sehtipp: UNBEDINGT!
Und nun brauche ich unbedingt eine neue feine remastered CD von dem Kerl!

P.S:
Ray Charles nahm bereits um 1960 schon mit einem 8-Spuren Band auf!
Ray erhielt als er von Atlantic zu ABC ging 75Cent pro Dollar, einen Vorschuß von 50.000Dollar für drei Jahre und erhielt nach der Aufnahme die Masterbänder und war somit der "Eigentümer" und nicht die Plattenfirma!!!!. (Laut Filmaussage hatte nicht Mal Sinatra damals so einen genialen Vertrag!) Zum Anderen hatte er freie Wahl was er singen/aufnehmen will.

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04.09.2005 03:37 #403268 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf Ray - Der Film

Ray Charles nahm bereits um 1960 schon mit einem 8-Spuren Band auf!

Gab es 1968 wirklich schon 8 Spur Geräte? Das kann ich kaum glauben.

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05.09.2005 13:25 #403893 von User gelöscht
User gelöscht antwortete auf Ray - Der Film

Ich habe den Film gestern auf DVD gesehen. Ich fand ihn sehr gut gemacht. Der Film lebt von der einzigartigen und wunderbaren Musik dieses großen Mannes. Sicherlich ist jedem bekannt, daß auch Elvis Charles Klassiker wie "What´d I Say", "I Got A Woman" und "I Can´t Stop Loving You" aufgenommen hat.
Aber auch der biographische Aufbau seines (mir bis gestern vollkommen unbekannten Privatlebens) ist gelungen in Szene gesetzt und auch für jeden unterhaltsam, der vieleicht mit der Musik nicht viel anfangen kann/konnte.
Weiß man doch viel über einen Sinatra, über die Beatles, die Stones und andere, so war ich doch sehr erstaunt, daß ich von Ray Charles Werdegang und Leben eigentlich bis gestern garnichts wußte.
Der Film ist aber auch sehr ergreifend und zum Teil "erdrückend", so sehr kommen beim Sehen Emotionen hoch.
Die Musik ist so brilliant "eingebracht", daß mich einmal sehr interessieren würde "wie" das gemacht wurde.
verwendete man "Outtakes", nutzte man "Overdubbs und Cuts" um bei den Proben das "echte live Feeling" zu erzeugen????
Der Film hat zwei Oskars bekommen und wurde für weitere nominiert. Der Hauptdarstelle hat eine Meisterleistung hingelegt.
Ich hoffe nur, daß der Film 100% autobiographisch war und nicht zuviel "Hollywood Schnick Schnack" hinein "interpretiert" wurde...ist er authentisch, dann gehört er für mich zu den BESTEN seines Faches.

Sehtipp: UNBEDINGT!
Und nun brauche ich unbedingt eine neue feine remastered CD von dem Kerl!

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05.09.2005 13:42 #403927 von Eva-Maria
Eva-Maria antwortete auf Ray - Der Film
Danke, für die ausführliche Beschreibung, werde ihn in den nächsten Tagen auch angucken! :up:

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05.09.2005 21:08 #404250 von Nuts4977
Nuts4977 antwortete auf Ray - Der Film
Hab ihn im Kino gesehen und fand ihn absolut gelungen und sehenswert. Wenn mir die DVD bezahlbar begegnet werd ich sie mir sicher zulegen.
Inwiefern nun alles autobiographisch korrekt war, weiß ich nicht.

Sind jemand von euch Ungereimtheiten aufgefallen?

War jedenfalls eine große Schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers.
:up: :beifall:

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12.09.2005 18:24 #406861 von Colonel
Colonel antwortete auf Ray - Der Film

Colonel, ich finde deinen Begriff davon, dass das Ganze teilweise so ergreifend sei, dass es "erdrückte", sehr schön beobachtet und treffenst formuliert.

:ergeben: Danke für deine netten Worte.
habe mich nicht so gteraut ins detail zu gehen wie (zum Film), weil ich von Elvis "gewohnt" bin, daß meist übetrieben/dazugedichtet/erfunden wird.
Wenn ich irgendwann Mal erfahren sollte, WIRKLICH alle Fakten des Films der Realität entsprechen, dann wirds mich "nocheinmal mehr umhauen". Selten hat mich ein "Musiker-Leben" so aus der Bahn geworfen. Nach Elvis "Leben" ist das von Ray die erstaunlichste Geschichte, die ich je hörte...
P.S: danke für die Tipps zu Buch und CDs! :up:
P.P.S:
Ich wünsche mir irgendwann auch mal einen Elvis Fan, der so MEISTERHAFT umgesetzt ist.
Ich kenne derzeit keinen BESSEREN Film über einen Musiker wie diesen hier! :beifall:

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