June Juanico - In The Twilight Of Memory

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17.09.2018 13:41 #914997 von Honeybee
June Juanico - In The Twilight Of Memory wurde erstellt von Honeybee
Mein Lieblings-Elvisbuch. Geschrieben von einer klugen Frau mit großem Herzen, viel Bodenständigkeit und Selbstwertgefühl.
Sie war mit Elvis liiert, nachdem sie ihn 1955 bei einem seiner Auftritte in Biloxi kennengelernt hatte, von Mai bis Dezember 56.
In Elvis' Augen dauerte die Beziehung bis März 57, naja - der Elvis!

Sie liebte den Menschen, nicht den Star. Sie erlebte hautnah seinen kometenhaften Aufstieg und lief gemeinsam mit ihm vor riesigen Fanansammlungen davon. Sie umsorgte und beruhigte ihn in dieser aufregenden Zeit. Sie holte ihn zurück auf den Teppich. Sie begleitete ihn auf der Florida-Tour und wünschte sich anschließend ein anderes Leben für ihn. Sie beschreibt, dass er am Ende seiner Kräfte war. Dass er gelitten hat unter der Presse und der Ablehnung, die ihm damals oft entgegenschlug. Sie beschreibt einen Elvis, der sich teilweise noch frei bewegen konnte, der hoffnungsvoll in die Zukunft sah und vor Liebe zu seinen Mitmenschen überschäumte. Gleichzeitig beschreibt sie sehr eindrucksvoll, wie seine Karriere ihn fortgerissen hat und er mental kaum folgen konnte. Wie er sich verändert hat. Die beiden haben sich geliebt, sie war perfekt für ihn. Aber seine Welt wurde zu groß.

Der Leser erhält weiten Einblick in die Familienverhältnisse, in die Verflechtungen untereinander und in Elvis' Suche nach einem Platz in seinem Leben. Man erfährt was er gerne tat, wie lebensfroh und aktiv er war, wie er mit seinen Freunden umging und mit dem aufkommenden Ruhm. Auch der Colonel kommt nicht zu kurz. Das Verhältnis zu Nick Adams spielt ebenfalls eine große Rolle.

Ein tolles, tolles, tolles Buch. Ich habe es bereits dreimal gelesen. Es ist eine wunderschöne tragische Geschichte, die mich jedesmal sehr nachdenklich macht. Ich hätte June sehr gerne getroffen als ich im Mai in Biloxi war. Tolle Frau.

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17.09.2018 15:29 #915002 von Honeybee
Hier mal eine Leseprobe. Der Textabschnitt beschreibt die Situation, als Elvis im Herbst 56 nach New York musste und June gerne mitgenommen hätte:


"Du hast genug Zeit, eine Entscheidung zu treffen, June. Du brauchst jetzt noch nicht zu reservieren", sagte er und schien zufrieden zu sein, das Kommando zu übernehmen.
"Aber die Airline sagte, ich solle spätestens zwei Tage im Voraus buchen. Ich habe mich nur daran gehalten."
"Beruhige dich, Baby, man kann auch eine halbe Stunde vor Abflug buchen. Höre nicht auf die, ich weiß es!"
Ich wusste nichts über diese New York-Sache. Das war alles neu für mich. Der Gedanke, so weit weg von zu Hause zu sein, ängstigte mich, und ich fand tausend Gründe nicht mitzugehen.
Zum einen hatte meine Mutter mir erlaubt, zehn Tage in Memphis mit Elvis und seinen Eltern zu verbringen. Ich konnte nicht in die größte Stadt der Welt gehen - ich war ein Kleinstadt-Mädchen. Zudem hatte ich nicht genügend warme Kleidung für den Norden dabei. Elvis konnte ein "Nein" nicht gut akzeptieren, und meine Argumente ebenfalls nicht.
"June ist wie ich, Elvis. Ich mag auch nicht in diese großen Städte gehen, also lass sie", sagte Lovie zu meiner Verteidigung.
"Okay, okay. Wenn du nicht mit mir gehen willst, dann bleib wenigstens hier bis ich zurück bin. Dann wirst du Natalie kennen lernen. Sie kommt für einige Tage zu Besuch", sagte Elvis, und dachte, ich wäre begeistert, einen großen Hollywood-Star wie Natalie Wood kennen zu lernen.
Nick haute so schnell dazwischen, dass mir keine Zeit zum antworten blieb.
"Warte kurz, Elvis. Wenn June bleibt, werde ich Natalie besser anrufen und ihr sagen, dass sie später kommen soll. Du hast nicht genug Zimmer für uns alle."
"Mach dir keine Sorgen, Nick! Ich bleibe nicht!" sagte ich und verließ die Küche um in Elvis' Zimmer zu gehen. Mein Blut kochte als ich den Telefonhörer nahm und erneut unsere Flüge reservierte. Elvis und Nick kamen ins Zimmer als ich gerade auflegte. Elvis schickte Nick mit unfreundlichem Ton hinaus.
"Bitte bleib, Baby. Ich möchte, dass du hier bist wenn ich zurück komme."
"Ich habe mich bereits entschieden, Elvis. Wenn du abreist, fliege ich nach Hause. Du hast Nick gehört. Hier ist kein Platz für mich und Natalie."
"Baby, ich habe Natalie nicht eingeladen, Nick war es. Er kann sie anrufen und ausladen. Das ist sowieso alles nur wegen der Publicity - nichts weiter, ich verspreche es."
"Um ganz ehrlich zu sein, Elvis, ich würde Natalie gerne treffen. Aber hier ist kein Platz für mich und Nick Adams. Wenn er verschwindet, komme ich zurück", antwortete ich wütend.
"Okay, June, wenn du es so haben willst ", sagte er scharf.
"Nur so wird es sein", sagte ich noch schärfer.
Als Elvis das Zimmer verließ, warf ich mich auf das Bett und vergrub mein Gesicht in einem Kissen. Ich war zu wütend um zu weinen. Wir waren freundlich, aber kühl zueinander für den Rest des Tages. Lovie brauchte nicht lange, um zu bemerken, dass etwas zwischen mir und Elvis nicht stimmte.
"Komm, wir trinken einen Kaffee, kleine Satnin. Lass uns darüber sprechen, was euch zwei bedrückt", sagte sie und streichelte mein Gesicht.
Ich fragte sie, ob sie das Kleid in Elvis Schrank gesehen habe, und erzählte ihr, dass Nick Natalie eingeladen habe, und ich sprach über seinen Kommentar, dass nicht genug Platz für uns alle da wäre. Nachdem ich nun reden konnte, verlor ich meine Beherrschung und war kurz vorm Weinen.
"Nick besteht darauf, dass nicht genug Platz für Natalie ist, wenn ich hier bleibe. Er sagte, er würde sie anrufen, um ihr zu sagen, dass sie später kommen solle, nachdem ich abgereist bin. Er sagte immer wieder, dass es in Elvis' Business wichtig sei, auch mit anderen Mädchen gesehen zu werden, und nicht immer nur mit mir. Er denkt, ich sei nicht gut für Elvis' Karriere. Er versucht, sich zwischen uns zu stellen, Lovie, hundertprozentig", sagte ich schluchzend.
"Komm, komm, kleine Satnin, trockne deine schöne Augen und mach dir keine Sorgen. Ich kümmere mich um Elvis. Ich wünschte, er wäre etwas vorsichtiger in der Wahl seiner Freunde." Sie gab mir ein Tempotaschentuch.
"Ich glaube nicht, dass Elvis Nick ausgewählt hat, Lovie, ich glaube, Nick hat Elvis ausgewählt."
"Da kannst du recht haben. Er manipuliert die Leute. Ich wünschte, irgendwer würde mir hier mal hin und wieder etwas erzählen. Ich weiß gar nicht mehr, was hier vor sich geht. Mach dir keine Sorgen, kleine Satnin, Lovie wird alles in Ordnung bringen. Ich verspreche es!"
Ich war so erschöpft, dass Lovie vorschlug, ich solle in Elvis' Zimmer ein Nickerchen machen. Auf dem Weg dorthin vermied ich es, auf Elvis zu treffen. Nick konnte mich nicht in Tränen aufgelöst sehen; er war wie üblich draußen am Tor. Ich zog mich bis auf die Unterwäsche aus und krabbelte unter die Decke. Zusammengerollt wie ein Baby schlief ich schnell ein. Ich hatte eine ganze Weile geschlafen als Elvis herein kam und mich mit einem Kuss weckte.
"Ich liebe dich mehr als alles andere in der Welt, Baby. Lass uns nicht miteinander streiten."
"Ich liebe dich auch, Elvis, und ich hasse Streit."
Er legte sich neben mich und küsste meine geschwollenen, geröteten Augen mit dem Kommentar, dass meine Augen nun viel blauer leuchten würden. Wir legten unseren Streit bei und verließen eine Stunde später Hand in Hand sein Zimmer. Lovie war so glücklich uns vereint zu sehen, dass sie sich von ihrem Küchenstuhl erhob, zu uns kam und uns beide umarmte und küsste.
Alles zwischen mir und Elvis war großartig gelaufen, bis Nick in unser Leben stürmte. Ich war fest entschlossen, die Dinge wieder so werden zu lassen wie sie zuvor gewesen waren - indem ich Nick ignorierte. Wie auch immer, eine gute Seite hatte es: er war ein guter Kumpel für Pat. Sie hatte nicht viel Beschäftigung, und ging oft mit ihm zum Tor um mit den Fans zu reden. Sie gab sogar selbst Autogramme.
Elvis fiel die Decke auf den Kopf, und er suchte nach einem Grund, das Haus zu verlassen. Er rief Nick und Pat herein.
"Lasst uns schauen was die Konkurrenz macht", schlug Elvis vor. Wir vier sprangen in das pinke Cadillac um zu einem Plattenladen in der City zu fahren. Pat und ich blieben vor dem Schaufenster stehen um uns einige Merchandise-Artikel anzusehen. Nick hing an Elvis' Fersen - er war schlimmer als ein Bluthund - und folgte ihm in die Plattenabteilung des Geschäfts.
Ich wollte mir etwas Gutes tun und fragte den Verkäufer ob er mir ein kleines Transistorradio zeigen könne, welches ich entdeckt hatte. Es war so groß wie meine Handfläche, lavendelfarben und komplett mit Strasssteinen verziert. Ich sagte "Dankeschön" und gab es direkt zurück. Der Preis war wesentlich höher als die 51 Dollar die ich in meinem Portemonnaie hatte. Wir trafen Elvis bei den Schallplatten und halfen ihm, einige Neuveröffentlichungen heraus zu suchen. Mit mindestens zwanzig neuen Singles (keine einzige von Elvis) und drei Alben verließen wir den Laden.
In seinem Zimmer hörten wir die Platten an. Er wartete bis mein Lieblingssong "Unchained Melody" lief. Und dann sang er den Song mit - und gab mir ein kleines Päckchen in weißem Papier und einer pinken Schleife.
"Alles Gute zum Geburtstag, Baby. Ich weiß, dass er erst nächsten Monat ist, aber wahrscheinlich werde ich nicht bei dir sein können."
"Danke, mein Liebster", ich küsste ihn und drückte das Päckchen an meine Brust.
Ich wollte bis zu meinem Geburtstag warten um das Geschenk zu öffnen, aber er bestand darauf, dass ich es jetzt auspackte. Es war das kleine Radio mit den Strasssteinen, das ich in dem Geschäft gesehen hatte.
"Ich habe beobachtet, wie du es dir angesehen hast. Ich hoffe, du magst es", sagte er mit einem breiten Lächeln.
"Mögen? Ich mag es nicht. Ich liebe es!" rief ich. Ich befreite mich aus seinen Armen und rannte in die Küche, um es Lovie zu zeigen.
"Ich habe es bereits gesehen, June. Ich war diejenige, die es eingepackt hat. Es ist das putzigste kleine Ding was ich jemals gesehen habe", sie strahlte über das ganze Gesicht.
Ich stellte es an und erwischte direkt einen Sender der gerade "Hound Dog" spielte. Ich lief zurück zum Schlafzimmer und rief nach Elvis, damit er es hören konnte. Nick das A...loch, erhob sich vom Fußboden und drehte die HiFi-Anlage lauter. Am liebsten hätte ich ihm gesagt, er solle doch wieder hinausgehen um Autogramme zu schreiben - und dass die Fans nicht wählerisch seien und sogar Autogramme von Pat haben wollten. Aber ich hielt meinen Mund und tat so, als sei er gar nicht da. Elvis musste mit mir in den Flur gehen, um das kleine Radio hören zu können.
Nick brachte noch einige hinterhältige Dinge, immer hinter Elvis' Rücken. Ich versuchte, sie zu ignorieren. Ich habe nie herausfinden können was Nick gegen mich hatte, aber ich war fest entschlossen mehr Charakter zu zeigen als er, und war stets freundlich zu dem kleinen Kerl. Weil Elvis mich darum gebeten hatte.
Mit einer Fotosession und einigen Interviews, die Colonel Parker arrangiert hatte, wurden unsere letzten beiden Tage in Memphis unerträglich. Wagenladungen voller Reporter und Fotografen kamen, und jeder wollte Elvis' ungeteilte Aufmerksamkeit. Sogar ein Repräsentant von RCA kam und präsentierte Elvis mit einer Goldenen Schallplatte für Love Me Tender. Es war ein richtiger Zirkus! Aber das war eben genau das, wofür der Colonel berühmt war. Elvis nahm das alles hin. Er hatte keine andere Wahl.
Am Morgen unseres letzten Tages erwachte ich als es dämmerte, und konnte nicht mehr schlafen. Ich schlich mich leise in die Küche um Kaffee aufzusetzen, in der Annahme, ich sei als erstes wach. Aber Lovie war schneller gewesen. In dem Wissen, dass Elvis am Nachmittag nach New York aufbrechen würde, hatte auch sie nicht mehr schlafen können.
"Das wird wahrscheinlich unsere letzte gemeinsame Mahlzeit sein für eine Weile. Ich möchte es besonders nett haben", sagte sie. Sie plante ein großes Frühstück. Sie überprüfte den Inhalt des Kühlschranks, und holte dann einen frischen Behälter mit Mehl und Maisgrütze aus der Vorratskammer. Wir hatten zum Frühstück sogar noch öfter Maisgrütze gegessen, als Backhähnchen zu Mittag.
Wie ein echter Südstaaten-Maisgrütze-Esser bohrte Elvis mit dem Löffel ein Loch in den Grützehügel und füllte es mit Margarine auf. Elvis hatte damals noch keinen Sinn für das Wahre. Er erklärte, richtige Butter schmecke abgestanden.
Lovie stimmte erfreut zu, als ich vorschlug, braune Kartoffeln statt Grütze zu verwenden, und ich half ihr bei der Zubereitung.
"Ich werde dich vermissen, June. Sobald Nick abreist, möchte ich, dass du zurück kommst. Okay? Wenn du hier bist, mache ich mir nicht so viele Gedanken über Elvis."
"Machen sie sich keine Sorgen, Lovie. Ich werde zurück kommen. Auch wenn es keinen anderen Grund gibt als sie zu besuchen", sagte ich und küsste sie auf die Wange.
Als wir unseren zweiten Kaffee getrunken hatten, waren alle erwacht und versammelten sich in der Küche. Elvis warnte seine Mutter vor, dass der Medienrummel gegen 10 Uhr weitergehen würde, und dass wir mit dem Frühstück beginnen sollten, um Unterbrechungen zu vermeiden. Ich ging duschen und machte mich bereit für den Ansturm. Ich packte meinen Koffer und zog die Sachen an, die ich für den Rückflug vorgesehen hatte. Als ich in die Küche zurückkehrte, pfiff Elvis durch die Zähne. Sogar Nick machte mir, sehr zu meiner Überraschung, Komplimente. Ob er es ernst meinte, weiß ich nicht, und es kümmerte mich auch nicht wirklich. Ich wusste, dass er froh war, dass sich unsere Wege trennten, und das beruhte auf Gegenseitigkeit.
Elvis hatte recht behalten über den Zirkus: um 11 Uhr glich das Haus einem Zoo - es war fast so unerträglich wie am Tag zuvor. Wir bekamen es hin, uns 15 Minuten lang davon zu stehlen, und schlossen uns in Elvis' Badezimmer ein - bevor wir in verschiedene Richtungen aufbrachen.
Als ich mich im Flugzeug anschnallte, stieß ich einen tiefen Seufzer der Erleichterung aus. Ich vermisste Elvis bereits, aber ich freute mich auf etwas Ruhe und Frieden. Mein Herz litt für Elvis - ich wünschte, er hätte auch etwas Ruhe und Frieden gehabt, aber ich wusste, dass es für ihn kein Entrinnen gab.

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17.09.2018 16:45 #915008 von Harty
Zitat:
""Komm, komm, kleine Satnin, trockne deine schöne Augen und mach dir keine Sorgen. Ich kümmere mich um Elvis. Ich wünschte, er wäre etwas vorsichtiger in der Wahl seiner Freunde." Sie gab mir ein Tempotaschentuch.
"Ich glaube nicht, dass Elvis Nick ausgewählt hat, Lovie, ich glaube, Nick hat Elvis ausgewählt."
"Da kannst du recht haben. Er manipuliert die Leute. Ich wünschte, irgendwer würde mir hier mal hin und wieder etwas erzählen. Ich weiß gar nicht mehr, was hier vor sich geht. Mach dir keine Sorgen, kleine Satnin, Lovie wird alles in Ordnung bringen. Ich verspreche es!"
Ich war so erschöpft, dass Lovie vorschlug, ich solle in Elvis' Zimmer ein Nickerchen machen"

Genau das meine ich. Das ist billige Literatur. Pilcher lässt grüssen. Sorry, bitte nicht persönlich nehmen. Das hat nichts mit Dir zu tun Honeybee, aber bei solchen Sätzen klappen sich die Fussnägel hoch.

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17.09.2018 16:51 #915009 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf June Juanico - In The Twilight Of Memory
Kein Buch, das mich je interessiert hätte und ich habe doch recht viele Bücher von Elvis Wegbegleitern gelesen. Zum einen stelle ich ganz allgemein mit steigender Anzahl der gelesenen Bücher ein abnehmendes Interesse an der Materie fest. Zu vieles kennt man halt schon und auf eine Anekdote mehr oder weniger kommt es mir auch nicht mehr an.

Im speziellen Fall hat mich immer abgeschreckt, dass es halt auch nicht mehr als eine Liebschaft ist, die sich über einen recht kurzen Abschnitt seines Lebens erstreckte. Ich mag Frau Juanico damit unrecht angedeihen lassen, denn ich habe das Buch nicht gelesen, aber ich habe mittlerweile doch einige Bücher von Menschen aus Elvis Dunstkreis gelesen und nur wenige sind für mich von einer gewissen Relevanz. Die meisten hole ich außer zum Staubwischen kein zweites Mal aus dem Schrank.

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17.09.2018 16:54 #915011 von Honeybee
Klar ist das keine hohe Literatur. Sie ist Näherin - sie weiß nichts über die Kunst des Schreibens oder über Stilmittel.
Trotzdem vermittelt sie sehr gut Stimmungen und die Art wie man im Hause Presley miteinander umgegangen ist. Überhaupt die Lebensweise zur damaligen Zeit in den Südstaaten, mit all den Gepflogenheiten, bringt sie gut rüber.

Bei Linda sieht das schon ganz anders aus. Sie schreibt wesentlich differenzierter auf einem höheren Niveau. Ihre literarische Begabung ist beachtlich.

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17.09.2018 17:14 #915014 von Colonel
Oh Du lieber Gott. Erschreckend. Gut dass nicht jede Frau mit der er mal was hatte sich berufen fühlte ein g a n z e s Buch darüber zu schreiben.
Widerlich wie Menschen für ein paar Dollar ihr Intimleben öffentlich machen. Wenn sie zumindest was Essentielles zu sagen hätten, aber es gibt - wie man sieht - doch Fans die sich so ein Zeug mit Inbrunst reinziehen.
PS
Zu dieser "willst Du mit mir gehen? Ja/Nein/Vieleicht" Geschichte gibt's gar noch ein Video zu kaufen. Unfassbar...

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17.09.2018 17:52 #915019 von Honeybee
Sie waren halt noch sehr jung zu der Zeit, und es ist eben eine Liebesgeschichte. Da muss man mit Schmalz und Romantik rechnen. Für abgeklärte erwachsene Männer ist es wahrscheinlich wirklich nichts. Ich kann mich noch gut in die Zeit hinein versetzen, als ich in dem Alter war. Ich mag das Buch.

P.S. vom Colonel habe ich jetzt keine andere Reaktion erwartet - Schwamm drüber.

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