PR-004Die auf 200 Stück limitierte Doppel-CD "How The Web Was Woven" erscheint bei "Panther Records" und beinhaltet die Proben von Elvis am 15.07.1970 aus dem MGM Sound Stage 1 in Culver City, California.
ISBN: 9798178081204"Scotty Moore: The Guitar Player Who Changed The World" heißt das 344 Seiten starke und am 26.10.2026 erschienene Buch von Paul Belard.
Bob Pakes nächstes Buch aus der Reihe "Celluloid Sell-Out! Worldwide Elvis Presley Movie Memorabilia" erscheint mit zwei Soundtrack-CDs beim Sammlerlabel "Follow That Dream" und dieses behandelt auf 448 Seiten die Jahre 1968 bis 1969 ("Speedway", "Stay Away, Joe", "Live A Little, Love A Little", "Charro", "The Trouble With Girls" und "Change Of Habit").
Originaltitel: "G. I. Blues" Co-Darsteller: Juliet Prowse, James Douglas Regie: Norman Taurog Filmfirma: Paramount Lieder: G. I. Blues - Tonight Is So Right for Love - Frankfurt Special - Wooden Heart - Pocketful Of Rainbows - Didya Ever? - What's She Really Like? - Shoppin' Around - Big Boots - Doin' the Best I Can
Inhalt: Elvis spielt einen G. I. (Tulsa McLean), welcher in Deutschland stationiert ist. Mit zwei weiteren Kameraden spielt Elvis in einer Band. Man hofft, nach der Entlassung mit dem Geld einen Nachtclub eröffnen zu können.
Eine Wette (dreihundert Dollar, um den Eisberg Lili zu knacken) bringt nun Juliet Prowse (Lili) ins Spiel und eine klassische Komödie aus den frühen 60ern entwickelt sich, wo am Ende dann ein typisches Hollywoodende entsteht.
Filmnotizen:
Drehbeginn am 02.05.1960 und sie endeten Ende Juni 1060. Für die Außenaufnahmen in Deutschland stand Ende 1959 das Double T. W. Creel vor er Kamera.
Für diesem Film wurden die geplanten Filme "Rodeo" für Paramount und "Mississippi Gambler" für anfangs verschoben und dann gecancelt.
Der ursprüngliche Filmname für Elvis war Tulsa McCauley, wurde aber geändert in Tulsa McLean.
Während der Dreharbeiten war Elvis Gastgeber für den König und die Königin von Nepal, für den König und Königin von Thailand und die Prinzessinnen von Schweden, Norwegen und Dänemark.
Paramount startete für den Film eine Talentsuche nach Zwillinge, die "Tiger" spielen sollten. So wurden 3 Zwillingspärchen, Alter ca. 1 Jahr, für die Aufnahmen engagiert, da es gesetztlich u. a. nicht erlaubt war, mehr als 2 Stunden mit ihnen vor der Kamera zu arbeiten. Sie erhielten eine Gage von 22,05 $ pro Tag und ihre Namen waren: Kerry Charles & Terry Earl Ray, David Paul & Donald James Rankin, Donald Clark & David Clark Wise.
"G. I. Blues" war RCA´s erste Bildplatte.
Als "G. I. Blues" in Mexiko City aufgeführt wurde, kam es zu einen Aufstand, in dem Stühle und Fenster in den Theatern zerstört wurden. Dies hatte zur Folge, dass die Regierung diesen Film und alle zukünftigen Elvis Streifen in Mexiko verbot.
Während der Dreharbeiten übte Elvis Karate und verletzte sich an der rechten Hand. Dies kann man auch deutlich auf der Rückseite der LP "G. I. Blues" erkennen.
Nach der Premiere des Films in Dallas, Texas am 18.08.1960 wurde er zuerst in verschiedenen Militärkasernen gezeigt, bevor er in den USA landesweit am 23.11.1960 anlief.
Die Los Angeles TV Station KTTV plante eine Livesendung der Premiere in Fox Wilshire Theater am 15.11.1960, also vor den eigentlichen USA-Start. Diese wurde allerdings abgesagt, da sich kein Sherman-Panzer auftreiben ließ. Die Premiere wurde dann im Radio gesendet, als Benefiz für die Stiftung an der Bluterkrankheit Leidende mit Interviews von u. a. Juliet Prowse und vielleicht Elvis...
Flammender SternFlammender Stern (1960)
Originalitel: "Flamming Star" Co-Darsteller: Barbara Eden, Dolores Del Rio, Steve Forrest, John McIntire Regie: Don Siegel Filmfirma: 20th Century Fox Lieder: Flaming Star, A Cane And A High Starched Collar
Inhalt: Pacer, der Sohn eines weißen Ranchers und einer Indianerin, gerät in Texas in die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Kiowas und Siedlern. Seine Mutter wird von dem Überlebenden eines Indianer-Massakers erschossen, den Vater bringen die Kiowas um.
Pacer hat sich zunächst den Kriegers des Häuptlings Büffelhorn angeschlossen. Doch als sein Halbbruder Clint in einem nächtlichen Gefecht mit den Indianern verwundet wird, rettet Pacer ihn, indem er die Verfolger auf eine falsche Spur lockt.
Später erreicht auch Pacer die Siedlung. Er ist schwer verletzt, aber er will seinem Bruder sagen, daß er allein in die Berge reiten wird. Er hat den flammenden Todesstern der Kiowas gesehen. Pacer weiß, er wird sterben ...
Filmnotizen:
Es begannen die Dreharbeiten am 16.08.1960 und wurden am 04.10.1960 beendet. Die Premiere fand am 20.12.1960 statt.
Der Film kam unter dem Titel "Flammender Stern" in die deutschen Kinos und ins Fernsehen. Der Videotitel lautete dann wieder "Flaming Star".
Ursprünglich sollte übrigens Marlon Brando die Rolle des Pacer spielen und Frank Sinatra die Rolle seines Bruder´s.
Es dauerte 2 1/2 Jahre, bis der Film tatsächlich realisiert wurde. Die Filmtitel wurden mehrfach geändert. Ursprünglich wollte Clair Huffaker die Story im April 1958 als Roman unter dem Titel "The Brothers Of Broken Lance" im Random House-Verlag herausbringen. Doch 20th Century Fox kam dem zuvor und kaufte die Filmrechte. Im Mai 1958 änderte der Verlag den Titel in "The Brothers Of Flaming Arrow". Später hatte er dann noch folgende Titel: "Flaming Lance", "Flaming Heart", "Black Star" und "Black Heart".
Die Lieder "Britches" und "Summer Kisses, Winter Tears" wurden beide aus dem Script gestrichen. Doch Ankündigungen in den Zeitungen der 60er Jahre verlauteten immer noch, dass vier neue Lieder im Film vorkommen sollten. "Bitches" war ursprünglich an der Stelle des Filmes vorgesehen, an der Elvis mit Steve Forrest zusammen reitet und sich über Barbara Eden unterhält. Elvis bezeichnet sie als "gal who wore britches" (ein Mädchen, dass Hosen trug).
Am 23.11.1960 war die Vorschau des Filmes mit zwei Liedern im Loyola Theatre in Westchester zu sehen. Zwei Tage später wurde die 4-Lieder-Version im Academy Theatre in Inglewood gezeigt, nach der man sich nun ja für die Erstere entschied.
In Südafrika wurde der Film "Flaming Star" aufgrund der dortigen, strengen Rassengesetze verboten, da Elvis im Film Sohn einer Indianerin und eines Weißen darstellte.
Mein Leben ist der RhythmusMein Leben ist der Rhythmus (1958)
Originaltitel: "King Creole" Co-Darsteller: Carolyn Jones, Dolores Hart, Dean Jagger, Walter Matthau Regie: Michael Curtiz Filmfirma: Paramount Lieder: King Creole - As Long As I Have You - Hard Headed Woman - Trouble - Dixieland Rock - Don't Ask Me Why - Lover Dol - Crawfish - Young Dreams - Steadfast, Loyal And True - New Orleans
Inhalt: Da sein Vater arbeitslos ist, muss Danny Fisher (Elvis Presley) als Aushilfe in dem Nachtlokal "Blue Shade" arbeiten. Er lernt dort Ronnie (Carolyn Jones) kennen, die Freundin des Barbesitzers und Geschäftemachers Maxie Fisher (Walter Matthau).
Nachdem ihm vom Schulleiter eröffnet wird, dass er das Abschlussexamen der High School nicht bestehen wird, schließt sich Danny einer Jugendbande an, deren Anführer er im Zweikampf Shark besiegt. Im Nachtlokal "King Creole" erhält er schließlich die Chance, als Sänger aufzutreten; es gelingt ihm, das Lokal Abend um Abend mit Publikum zu füllen.
Maxie Fisher versucht nun, Danny in sein Lokal zu ziehen, wobei er sogar seine Freundin Ronnie als Lockmittel einzusetzen versucht. Diese jedoch warnt Danny davor, sich in die gleiche Abhängigkeit zu begeben wie sie sich selbst. Danny lehnt ab, sieht sich von Maxie in Intrigen verwickelt und muss sich schließlich zum Kampf mit Shark und Maxie stellen, die er beide besiegt.
Ronnie bringt den ebenfalls angeschlagenen Danny in ein Versteck und pflegt ihn gesund. Als Maxie ihr Versteck findet, tötet er Ronnie; bevor er auch Danny töten kann, wird er von einem seiner Leute erschossen.
Filmnotizen:
Drehbeginn war der 13.01.1958 und beendet wurde sie am 10.03.1958.
Die zwei Titel, die ursprünglich für den Film vorgesehen waren, sind "Danny" und "Sing, You Sinners".
Hal B. Wallis plante 1976 ein Remake von "King Creole", aber das Projekt verlief im Sande.
Bei den Dreharbeiten wohnte Elvis im 10. Stock des "Rossevelt Hotels" in New Orleans. Während die Aufnahmen in den Hollywood-Studios gefilmt wurden, übernachtete er im "Beverly Wilshire Hotel". Elvis musste einmal über die Dächer vor den zahlreichen Fans flüchten, um in sein Hotel zu kommen.
Den Spitznamen "Hot Lipps" bekam Carolyn Jones von Elvis bei den Dreharbeiten der Kussszene am Binnensee Lake Pontchartrain. Denn als die Szene gedreht wurde hatte sie eine Virusinfektion und hohes Fieber.
Elvis´ Gardrobe bei Paramount Pictures wurde vorher von Anna Magnani benutzt, als sie "Wild In The Wind" drehte.
Gold aus heisser KehleGold aus heisser Kehle (1957)
Originaltitel: "Loving You" Co-Darsteller: Lisbeth Scott, Wendell Corey, Dolores Hart, James Gleason Regie: Hal Kanter Filmfirma: Paramount Lieder: (Let Me Be Your) Teddy Bear - Got A Lot Of Livin' To Do - LovingYou - Lonesome Cowboy - Hot Dog - Mean Woman Blues - Let's Have A Party
Inhalt: Der junge Lastwagenfahrer Deke Rivers (eigentlich Jimmy Tompkins) tingelt, nach einer Entdeckung durch die Presseagentin Glenda (Lizabeth Scott) als unbekannter Sänger mit seiner Band über die Dörfer. Schließlich wird er verpflichtet, auf einer Party in einer kleinen Stadt aufzutreten. Dekes Ausstrahlung, die interessante, eigenständige Stimme und sein Hüften schwingendes Auftreten beeindrucken - insbesondere die als besonders kühl und unnahbar geltende Presse-Agentin Glenda - sie wird schließlich Dekes Managerin.
Deke ist hin- und hergerißen zwischen der Band-Sängerin Susan Jessup (Dolores Hart), und seiner Presseagentin. Diese sorgt immerhin dafür, dass Deke bei seinen Auftritten immer mehr Zulauf bekommt.
Mit einem unerschütterlichen Vertrauen auf Dekes Talente erklimmt sie mit und für ihn Stufe für Stufe der Erfolgsleiter. Dennoch entscheidet er sich schließlich für die kleine Sängerin. Und kurz vor dem Ziel steht für Deke fest, dass er mit dem ganzen Ruhm und Erfolg nichts anfangen kann. Er verschwindet kurz vor seinem Auftritt in einer großen überregionalen Fernseh-Show. Im letzten Moment, und gerade noch rechtzeitig, entscheidet er sich, die Show doch noch mitzumachen - und wird zum Superstar!
Filmnotizen:
Dreharbeiten vom 21.01.1957 - 08.03.1957 und die Premiere war am 09.07.1957 in Memphis im "Strand Theater.
Der ursprüngliche Filmname war "Lonesome Cowboy" und wechselte später zu "Running Wild". Der Film basierte auf eine Geschichte von Mary Agnes Thompson mit dem Namen "A Call From Mitch Miller".
Der Film kam unter dem Titel "Gold aus heißer Kehle" in die deutschen Kinos und ins Fernsehen. Der Videotitel lautete dann wieder "Loving You" Elvis Presley trägt diesmal pechschwarzes Haar.
Die Rolle des Deke Rivers wurde ihm auf den Leib geschrieben und ist gewissermaßen die Geschichte seiner eigenen Karriere.
Es war der erste von neun Filmen, die Hal B. Wallis mit Elvis Presley produzierte.
In den Szenen mit der Band treten auch Gitarrist Scotty Moore und Bassist Bill Black auf, jahrelang die musikalischen Begleiter von Elvis Presley.
Premiere war am 09.07.1957 in Memphis im Strand Theater.
Rhythmus hinter GitternRhythmus hinter Gittern (1957)
Originaltitel: "Jailhouse Rock" Co-Darsteller: Judy Tyler, Dean Jones, Jennifer Holden, Mickey Shaugnessy Regie: Richard Thorpe Filmfirma: MGM Lieder: Jailhouse Rock - Treat Me Nice - Young And Beautyful - I Wanna Be Free - Don't Leave Me Now - Baby, I Don't Care - One More Day
Inhalt: Bei einem Streit in einer Bar schlägt der temperamentvolle Vince Everett (Elvis) einen Fremden nieder, der Mann ist tot!
Vince wird verurteilt und entwickelt sich im mitleidlosen Gefängnismilieu zu einem gefühlskalten Zyniker. Sein Zellengenosse Hunk Houghton (Mickey Shaughnessy) erkennt, dass Vince ein Gesangstalent ist, und macht mit ihm einen Vertrag.
Wieder in Freiheit, lernt Vince nach ersten Enttäuschungen Peggy (Judy Tyler) kennen, die junge Werbeassistentin einer Plattenfirma. Sie gründen eine eigene Firma, und unter ihrer Regie wird Vince ein Star. Doch in seiner Arroganz merkt er nicht, dass Peggy ihn liebt.
Bei einer Schlägerei mit seinem alten Kumpel aus der Zelle wird Vince lebensgefährlich am Kehlkopf verletzt, seine Karriere ist in Frage gestellt. Spät erkennt er, was Wärme und Liebe wirklich für einen Menschen bedeuten. Mit Peggys Hilfe gelingt Vince ein neuer Start. Er erklettert die Erfolgsleiter zum Rockstar.
Filmnotizen:
Dreharbeiten begannen am 13.05.1957 in den MGM Studios in Culver City und dauerten bis zum 14.06.1957. Die Premiere fand in Memphis am 17.10.1957 statt.
Elvis Presley erhält 250.000 Dollar Gage und 50 Prozent der Einnahmen.
Er spielt getreu seinem damaligen Image einen zornigen jungen Mann.
Der Film gehörte zu den 10 erfolgreichsten US-Kinofilmen des Jahres 1957 und seine Premiere war am 17.10.1957 in Memphis.
Wer den Film aufmerksam anguckt, findet auch kleine Fehler. Der Erste ist, dass Vince (Elvis) verschiedene Nummern auf seiner Knast-Jacke trägt (6239 und 6240).
Eine weitere Merkwürdigkeit deckte Scotty Moore in dem Video "Elvis in Hollywood" auf. Dort wird konkret gezeigt und ist auch im Film nachvollziehbar, das er in der so genannten "Baby I Dont Care"-Szene in einer Einstellung eine Sonnenbrille trägt und in der nächsten diese verschwunden ist.
Und als letztes kann man in einer Szene, wo Elvis und Judy Tyler die Eltern von Judy Tyler besuchen wollen, am Boden ein "X" sehen, der Punkt an dem stehen geblieben werden sollte.
Originaltitel: "Love Me Tender" Co-Darsteller: Debra Paget, Richard Egan, Robert Middleton, William Campbell, Neville Brand Regie: Robert D. Webb Filmfirma: 20th Century Fox Lieder: Love Me Tender - Let Me - Poor Boy - We're Gonna Move
Inhalt: 1865, gegen Ende des US-Bürgerkrieges: Die Brüder Vance (Richard Egan) und Clint (Elvis) Reno geraten in einen tödlichen Konflikt um die schöne Cathy (Debra Paget) und einer erbeuteten Regimentskasse: Nach seiner Rückkehr nämlich muss Vance feststellen, dass seine Ex-Freundin Cathy inzwischen mit Clint verheiratet ist.
Zudem verlangt Major Kincaid eine im Krieg erbeutete Regimentskasse zurück. Vance will das Geld jedoch nicht herausrücken und wird deshalb mit seinen anderen Brüdern verhaftet, nur Clint bleibt frei. Mit alten Kameraden von Vance startet er eine Befreiungsaktion, die tragisch endet ...
Filmnotizen:
Am 17.08.56 informierte Buddy Adler, Producer bei 20th Centuary Fox, Elvis im Knickerbocker Hotel in Hollywood, dass der erste Film den er drehen wird "The Reno Brothers" heißen wird.
Die Dreharbeiten begannen am 22.08.1956 und dauerten bis 08.10,1956 und die Premiere fand am 15.11.1956 in New York City im "Paramount Theater" statt.
Ab dem 24.08.56 fand sich Elvis bei der 20th Century Fox Stage 1 ein, um Songs einzuspielen. Die Session ging bis zum 01.10.56.
Da Elvis "Love Me Tender" während der Dreharbeiten am 09.09.56 in der Ed-Sullivan-Show vortrug, gab es, so RCA Unterlagen, über 3 Mill. Vorbestellungen für diesen Song. Durch dieses Ereignis hieß der Film dann auch "Love Me Tender".
Der Film kam unter dem Titel "Pulverdampf und heisse Lieder" in die deutschen Kinos und ins Fernsehen. Die Synchronstimme von Elvis war der junge Harald Juhnke. Der Videotitel lautete dann wieder "Love Me Tender".
Elvis Presley ist in diesem Film noch dunkelblond!
Der Film lief gleichzeitig in 550 US-Kinos an (gewöhnlich kamen damals nur 200 bis 300 Kopien zum Einsatz). Nach drei Wochen waren die Produktionskosten eingespielt.
Neben Elvis spielte ja auch Richard Egan in dem Film mit. Jahre später sollten sich ihre Wege wieder kreuzen. Bei Elvis´ Engagement in Las Vegas im Februar 1972 stand Egan nach dem letzten Song auf und begann demonstrativ zu klatschen.
The Pied Piper Of Cleveland: A Day In The Life Of A Famous Disc Jockey (1955)
Bill Haley & Elvis (1955)
Deutscher Titel: Gibt es keinen, da nie im Verleih. Co-Darsteller: Bill Randle, Pat Boone, The Four Lads, Bill Haley and his Comets, u. a. Regie: Arthur Cohen Filmfirma: Universal Studio / News Lieder: That's All Right - Blue Moon Of Kentucky - I Forgot To Remember To Forget Einige Quellen nennen noch: Mystery Train - Good Rockin' Tonight
Ticket der Package-Tour mit Haley, Hank Snow und Elvis PresleyUniversal Pictures beabsichtigte, diesen in Farbe gedrehten Kurzfilm ("featurette" gedacht als Vorprogramm für die "James Dean Story") zu produzieren, zogen aber wegen Differenzen mit Bill Randle ihre Finanzierung, geplant waren ca. 3500 - 4500 $, später zurück. Bill Randle, Disc-Jocky von WERE, sprang ein und streckte für das Projekt u. a. am 20.10.1955 - den Drehtag, an dem Elvis mit dabei war - einmal 600 $ für das Wendell Tracy Orchester vor und nochmals insgesamt 450 $ für den Regisseur Arnold Cohen und dem Kameramann Jack Barnett, der u. a. für Fox Movietone News arbeitete.
Time Magazin - CoverIn den verschiedensten Publikationen wird statt des langen "Pied Piper"-Titels auch noch "Top Jock" genannt. So wurde aber der Film nie genannt. Es handelt sich dabei lediglich um einen Bericht des Time-Magazins (rechts abgebildet) vom 14.02.1955 über Bill Randle und dieser konnte hier "Music: Top Jock" (leider jetzt nur noch für zahlende Kunden) nachgelesen werden.
Bill Randle, präsentierte die Show ab ca. 13:00 Uhr in der Brooklyn High School, 9700 Biddulph Road, Cleveland Ohio vor 600 Lehrern und Schülern. Elvis´ Auftritt (mit den Songs "That´s All Right" - "Blue Moon Of Kentucky" - "Good Rockin´ Tonight" - "Mystery Train" - "I Forget To Remember To Forget") selbst dauerte 18 Minuten und er bekam dafür 350 $. Weitere Künstler der Show waren Pat Boone, The Four Lads, Bill Haley and his Comets (wobei das o. g. Foto Backstage entstanden sein soll).
Erstmals wurde der ca. 50 Minuten lange Film mit dem Oktoberaufnahmen in der Euclid Shore Junio High School in Cleveland vorgeführt. Es handelte sich dabei um eine frühe Arbeitsfassung. Später gab es dann noch einen Ausschnitt dieses Filmes in der "Bill Randle Show" auf WEWS Kanal 5 - einem Fernsehsender aus Cleveland - im Jahre 1956. Eine Veröffentlichung des Streifens kam dann aus vertragsrechtlichen Gründen nicht zu Stande.
1966 meldete u. a. die Brooklyn High School (?!) diesen Film als vermisst, so dass nur noch Bill Randle, der Kameramann oder auch Universal eine Kopie des Filmes haben sollten. Jack Barnett verstarb im Jahre 1957 und seine Kopie, wenn er denn eine hatte, ist seid dem unauffindbar.
Randle selbst erklärte immer, dass der 35mm Film in den Archiven von Universal ist. Gary McConnell war von MCA / Universal und versuchte an diesen Film von Universal ranzukommen, doch hatte man keine Aufzeichnungen (?!), d. h. man bestreitete, dass man den Film überhaupt geplant hatte geschweige denn gefilmt habe. Klar man zog sich ja frühzeitig raus und hatte wahrscheinlich dann keine Rechte an dem Film.
1977 versuchte die Merlin Group aus Großbritannien diesen Film ausfindig zu machen, dies gelang ihr aber anfangs nicht. Erst am 03.07.1992 (?) verkaufte Randle, 18 Minuten dieses Filmes. Diese 18 Minuten beinhalteten den Auftritt von Elvis (eigentlich waren aber 18 Minuten insgesamt für den Film geplant gewesen!). Es soll eine Summe von 1,9 Millionen Dollar geflossen sein, obwohl Randle und die Merlin Group einen niedrigeren Preis nannten.
Die Merlin Group verkaufte dann die Rechte an die PolyGram, einem europäischen Musikkonzern, für einen Fernseh-Special im Jahre 1993. Dieses Special wurde nie verwirklicht, so eine Version ...
Laut People´s Magazin hatte Bill Randle (!) direkt die Rechte am Film um 1,9 Millionen Dollar verkauft; PolyGram hatte dann bestätigt, den Film erhalten zu haben und, aufgrund seiner guten Qualität, in einer geplanten Musikdokumentation zu verwenden... Tja, was stimmt nun ...
Gemäß Jane Scott, welche einen Artikel im "Plain Dealer" 1980 veröffentlichte, trug Elvis ein rotes Jacket und weiße Schuhe. Dies deckt sich mit den folgenden beiden Farbfotos aus dem Buch "Elvis - Day By Day" von P. Guralnick und E. Joergensen.
Links Bill Randlev. l. n. r. Bill Randle, Bill Haley und Arthur CohenElvis´ AuftrittElvis´ Auftritt
Elvis´ AuftrittElvis nach dem AuftrittElvis & ScottyBill Randle - Elvis
Scotty Moore - Bill Randle - Tommy Edwards - Elvis - Bill BlackBill Randle- Tommy Edwards - Elvis - Bill Black
Der X-Film oder die andere Story...
Ray Santilli ist seit 20 Jahren in Medienarbeiten involviert. Zuerst managte er Schallplattenkünstler und machte für die Künstler die Promotion. Nach einer Weile gründete er eine Schallplattenfirma. Er erhielt von World Disney das Exklusivrecht an den Disney-Soundtracks in England.
Dieser hatte behauptet, dass er das Autopsie-Video (Roswellfilm - Autopsie eines Aliens) von einem "Kameramann" zusammen mit seltenen Elvis-Aufnahmen gekauft hat. Der französische Sender TF1 enthüllte in der Sendung "Odyssey de L'etrange" am 23.10.1995, dass Santilli wirklich nach Cleveland, Ohio, gefahren war, um seltenes Filmmaterial vom damaligen Besitzer, Bill Randle, zu kaufen.
Randle ist heute Anwalt, aber 1955 war er Diskjockey und Konzertveranstalter in High Schools in der Gegend um Cleveland. Die meisten dieser Konzerte wurden gefilmt. Das Material, hinter dem Santilli her war, zeigte eines der ersten auf Film gebannten Konzerte von Elvis, als er noch zusammen mit Pat Boone und Bill Haley auftrat. Nach langen Verhandlungen mit Bill Randle erhielt Santilli endlich dieses Material am 04.07.1992.
Durch ein Interview mit Bill Randle erfuhr das französische Fernsehen, dass er wirklich der ehemalige Besitzer des Elvis-Materials war, aber NICHT der Kameramann. Diese Aufgabe hatte damals ein Jack Barnett übernommen, ein Nachrichtenfotograf, der im Mittelwesten in den 50ziger Jahren arbeitete. Jack Barnett, so wurde von Randle enthüllt, ist tot. Er starb 1957 an einer Herzkrankheit.
Aus einer anderen Quelle soll Randle die Weitergabe des Films abgelehnt haben, bis er ihn dann angeblich 37 Jahre (von 1955 an gerechnet, also 1992) später für 1.9 Millionen Dollar an eine japanische Firma (?) verkaufte und somit wurde "Pied Piper"-Film scheinbar eine X-Akte...
...die Wahrheit ist irgendwo da draußen!
Nebenbei bemerkt wurden für den Film im November 1955 weitere Aufnahmen gemacht, wobei Randle nicht dabei war. Er war zu diesem Zeitpunkt in New York City bei einer täglichen Radiosendung.
Am 26.11.1955 wurde das Projekt von der "New York Cameramen´s Union" gestoppt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden noch Aufnahmen von folgenden Künstlern gemacht: den Crew Cuts, Bill Haley And His Comets, Johnnie Ray, Patti Page, Alan Dale, LaVern Baker, Tony Bennett, Mindy Carson, Mitch Miller, Felicia Sanders, Roy Hamilton, Gloria Mann, Delores Hawkins, The Chordettes, Archie Bleyer, Joni James, Bill Hayes, Betty Madigan, und den McGuire Sisters.
PS: Wer ergänzende, berichtigende oder andere Infos hat, der melde sich bitte!
Jürgen Seydel - März 1960Begonnen hatte eigentlich alles schon im Jahr 1955. Seydels Herz schlug damals noch für eine andere Kampfsportart: Für Judo. Auch in dieser Sportart, die er bereits seit 1939 studierte, zählte er zu Deutschlands Pionieren. 1955 unterrichtete er in Bad Homburg bereits eine Judogruppe.
Damals las er in einer französischen Zeitschrift einen Artikel Über das in Deutschland noch unbekannte Karate und war sofort begeistert. Er reiste nach Paris und erwarb sich dort erste Grundkenntnisse.
Mit einem Lehrbuch von Henry Plée und den bei einem Lehrgang mit Mochizuki in Frankreich erworbenen Kenntnissen begann Seydel mit dem Aufbau einer eigenständigen Karategruppe, damals noch innerhalb der Judoabteilung der HTG in Bad Homburg.
Im Herbst des gleichen Jahres veranstaltete Seydel den ersten öffentlichen Karate-Lehrgang auf der Freusburg bei Giessen. Der Anfang war gemacht. Das erste deutsche Karate-Dojo hatte das Licht der Welt erblickt. Ihm folgte ein Jahr später in Konstanz unter Hanskarl Rotzinger ein zweites, das ebenfalls heute noch existiert.
Der ,,Weg der leeren Hand" - ein steiniger Weg
Heute, da Karate längst zu den etablierten Sportarten zählt, lässt sich kaum noch ermessen, welche Pionierleistung von Jürgen Seydel und seinen ersten Schülern. zu erbringen war.
Der Bundesbürger wusste zu dieser Zeit mit dem Wort Karate noch gar nichts anzufangen. Und wenn, dann leider nur geprägt durch negative Berichte in der Regenbogenpresse, die in dieser Zeit mit Schlagzeilen glänzte wie ,,Töten für den Hausgebrauch" ,,Geschäftemacher züchten Mörderhände" (Originalton "Stern").
Nichts von dem war zu lesen, was Funakoshi Gichin (auf den das beim Budokan Bad Homburg betriebene traditionelle Skotokan-Karate zurückzuführen ist) zum Thema Karate sagte: Höflichkeit, ja sogar Demut wurde verlangt, Disziplin, Selbstkontrolle, Besiegung des eigenen ,,Ichs" - Keine Spur von zerschlagenen Ziegelsteinen, Gewalt oder Brutalität.
Gegen diese Vorurteile anzukämpfen, sie letzten Endes als unbegründet, bösartig und schlichtweg falsch zu enttarnen, darin liegt die eigentliche Hauptleistung dieser Karate-Pioniere.
Elvis im Budokan - nicht nur eine Legende
Seydel ließ sich jedoch nicht entmutigen. Die Aufbauarbeit wurde erfolgreich fortgesetzt. Und er war einer von denen, die auch damals schon wussten, dass die Medien gewichtige Partner für den Erfolg einer Sache sein können.
Das Schicksal wollte es, dass gerade in dieser Zeit Elvis Presley seinen Wehrdienst antrat, bei Friedberg stationiert wurde und in Bad Nauheim wohnte. Die Suche nach ,,Prominenten" für die Unterstützung seiner Ideen führte Seydel schließlich auch zu Elvis, und - was er selbst kaum für möglich hielt - Elvis ließ sich für Karate begeistern und wurde zu Seydels wohl prorninentestem Karate-Schüler.
Aus jenen Tagen stammt auch das Bild, das Elvis im Karate-Gi zeigt, auf der Brust das Abzeichen des Budokan Bad Homburg (nebenbei bemerkt: das Abzeichen hat - wie oft angenommen wird - keinen japanischen Ursprung, sondern ist dem Familienwappen Jürgen Seydels entnommen).
Tetsuji Murakami und Elvis - 1960Auch das Bild hat eine eigene Geschichte. Als es 1960 in Paris aufgenommen wurde, war Elvis' Gürtel noch weiß (siehe links).
Noch vor seiner Rückkehr in die Staaten legte er bei Seydel die Prüfung zum Braungurt ab, später in den Staaten erwarb er dann tatsächlich den ersten Dan.
Er informierte seinen Ex-Trainer, worauf dieser - getreu der vorherigen Absprache - den Gürtel ,,einschwärzte" und das Bild veröffentlichen ließ. So kam das Bild schließlich 1962 in die hiesige Presse.
Korrespondenz:
Ein Brief von Elvis an Jürgen SeydelBrief von Elvis an Jürgen Seydel vom März 1960Brief von Elvis vom 05.02.1965