Elvis Presley - The Paradise Hawaiian Style Sessions (3 CDs - FTD)

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24.06.2026 16:49 - 24.06.2026 17:26 #988162 von Mike.S.
Kurzreview

 
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Zugegeben, die Qualität der Songs mag den ein oder anderen nicht so recht überzeugen, trotzdem habe ich mich speziell auf diese Session sehr gefreut. Ich erinnere mich zurück an die frühen 80er und die silberne EAP Box. Es war das erste Mal, dass offiziell eine ganze LP mit Movie Outtakes veröffentlicht wurde. Die Studio Atmosphäre zwischen den Songs hatte man so noch nie gehört, und besonders die Lach Versionen von Datin' und A Dog's Life waren einfach der Knaller. Wobei Datin' dann auf die Rare Elvis Vol.2 übernommen wurde und zu noch weiterer Berühmtheit gelangte. 

Ende der 80er gab es dann zunächst die LP Bootleg „Hawaii USA“ (Laurel), drei Jahre später die „Complete Paradise Hawaiian Style Sessions 1-3“ von TCB, beide in Mono. Laurel klang sehr gut, TCB klang etwas dünner und lief nicht in der richtigen Geschwindigkeit. Es genügte für einen Überblick zu der Session, auch wenn ausgerechnet von Datin' gar nichts enthalten war. Aber auch die Lachversion vom Titelsong gab einen Hinweis, dass es wohl bei Teilen der Session recht “silly“ zugegangen sein musste. Diese alten LPs waren immer Bestandteil der Sammlung und somit gab es also noch eine gewisse Lücke, diese Aufnahmen einmal offiziell in guter Qualität hören zu können – diese Lücke ist nun geschlossen. 

Das entsprechende FTD „Classic Album“ versammelt die Highlights der Outtakes zwar am besten, aber dadurch, dass es noch eine Einzel CD war, fehlen halt doch noch viele Outtakes. Insofern ist nun bei dem Session-Set die Ausbeute an bisher offiziell unveröffentlichten Outtakes, auch wenn es bis auf Sand Castles nur Vocal Overdubs sind, erfreulich. 

 
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Gehen wir die CDs einmal auf die Schnelle durch. Die Master auf CD 1 sind unverändert, wie wir sie von der Album Collection, gemastert von Vic Anesini, kennen. Klanglich gibt es da halt auch einfach nichts mehr zu verbessern. Beim FTD „Classic Album“ waren die Master übrigens noch von Lene Reidel gemastert und klangen deutlich schlechter. Was den Mix angeht, so ist der rechte und linke Kanal deutlich in die Mitte gezogen. Aber das ist tatsächlich genauso, wie es schon auf der originalen LP der Fall war, wobei das eigentlich eher unüblich für den 60er Elvis Soundtrack Sound war. Normalerweise waren die Instrumente und Background Vocals auf dem jeweiligen Kanal deutlich mehr nach außen gestellt, und genauso hat man nun die darauf folgende Session neu abgemischt !!

Ich bin mir nicht sicher, was besser klingt, die Outtakes auf dem früheren FTD Classic Album sind genauso abgemischt wie die Master, also der ursprüngliche Mix, sie haben einen Tick mehr Hall und klingen recht voll und kräftig. Eigentlich ein sehr beeindruckender Sound. Nun wirkt alles ein wenig dezenter - etwas weniger Hall und die auseinandergezogenen Kanäle lassen das Ganze etwas mickriger erscheinen. Aber es ist typischer für diese Zeit und passt so besser zu anderen Soundtrack-Alben. Am Ende ist zwar beides gut anzuhören, aber die Idee eines neuen Mixes ist grundsätzlich eine gute Idee, denn die Master tauchen ja in der Session nochmals auf, insofern haben wir sie dann auch im neuen Mix vorliegen.

Bei den Mastern auf CD 1 finden wir also nichts Neues und die Outtakes von Drums Of The Islands und This Is My Heaven sind doch eher langweilig. Sand Castles ist halt der Vocal Overdub ohne die Instrumentalspur, die man noch im Hintergrund über Elvis' Kopfhörer hört. „A Cappella“ – nun ja. Somit ist CD 1 eher unspektakulär.  

Die ersten sechs Tracks von CD 2 sind zwar in Mono, trotzdem ist es Studioqualität und passt klanglich gut dazu. Sand Castles dürfte wohl auch der beste Song des Albums sein, sehr schöne Stimmung. Die folgenden drei Rhythmus-Nummern Scratch My Back, Stop Where You Are und House Of Sand werden recht professionell abgehandelt und plätschern halt so dahin. Sehr schön ist der fertige Composite von House Of Sand mit dem Movie Intro - im typischen Mix der 60er. 

CD 3 ist nun die geballte Lach Unterhaltung – Datin', A Dog's Life und Paradise, Hawaiian Style. Und nach all diesen Jahren muss ich trotzdem immer wieder mitlachen, es ist halt einfach ansteckend. Dass A Dog's Life am Ende der Session nochmal aufgegriffen wurde, entspricht der korrekten Reihenfolge an diesem 4. August 1965. Die Takes von Queenie Wahine's Papaya lassen sich gut durchhören, was die Klangqualität angeht, auch wenn Take 1-2 in Mono sind und bei Take 3 die Instrumentalspur deutlich leiser zu hören ist. 

Was bleibt noch zu sagen? Das Booklet ist solide, zu sehen sind viele Fotos vom Film und den Dreharbeiten, das Cover der Box ist nett, da hätte man vielleicht mehr draus machen können. Mal ganz ehrlich, auch wenn das Foto von Fun In Acapulco ist, das original Cover ist doch eigentlich sehr gelungen.  

Fazit also: Viele Takes noch nie in dieser Qualität gehört, einige wenige waren bisher komplett unveröffentlicht. Die Session wird in einem neuen Mix und durchgehend gutem Sound präsentiert. Alles in allem eine gelungene Veröffentlichung!

 
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Letzte Änderung: 24.06.2026 17:26 von Mike.S..
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24.06.2026 17:25 #988163 von king77
Bis jetzt sind wir davon ausgegangen House Of Sand ist Take 1 der Master . Nun ist klar Spl. HOV Take 1 / H2V Take 1 ist der zusammengesetzte Master.
Queenie Washine´s Papaya - Take 6 - auf der Box hört man schon das bearbeitete Band , bei dem die ersten zwei Zeilen fehlen die Elvis dann eigens als J1V eingesungen hat. Der komplette Take 6 ist auf den Bootlegs zu hören.
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24.06.2026 21:24 #988165 von Herbi
Herzlichen Dank für deine Rezension!🧡🙏🏻
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25.06.2026 08:29 #988166 von So High
Auch von mir ein Danke für den Review....
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