file Was schreiben andere Stars über Elvis

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05 Jul 2019 16:00 - 05 Jul 2019 16:04 #922164 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf Was schreiben andere Stars über Elvis
Ich weiß es nicht, vermute aber, dass da bei Elvis ein inneres Ungleichgewicht, ein Zwiespalt herrschte.

Zwiespalt meint: einerseits seine Erziehung, dem daraus resultierenden Wunsch ein netter Kerl sein zu wollen (seine Aussagen auch im privaten Umfeld sprechen ja für diesen Wunsch) und andererseits seine "wahre" Natur (seine unstete, wenig konventionelle Persönlichkeit zeigt sich in seinem Handeln). Die Faszination, die Widersprüchlichkeit, den Erfolg und den Niedergang dieses Menschen wird dieser Zwiespalt möglicherweise immens befeuert haben.
Letzte Änderung: 05 Jul 2019 16:04 von Atomic Powered Poster.

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05 Jul 2019 16:20 #922165 von Honeybee
Honeybee antwortete auf Was schreiben andere Stars über Elvis

Atomic Powered Poster schrieb: Die Faszination, die Widersprüchlichkeit, den Erfolg und den Niedergang dieses Menschen wird dieser Zwiespalt möglicherweise immens befeuert haben.


Ja,das denke ich auch. Elvis war ein wunderschöner Mann, keine Frage. Aber von denen gab es damals eine Menge.
Ich glaube, dass diese spürbare Widersprüchlichkeit insbesondere die Frauen angezogen hat. Er hat u.a. Mutterinstinkte ausgelöst mit seiner Zerrissenheit.
Ich frage mich ob ihm solche Dinge bewusst waren. Also eigentlich frage ich mich generell, ob Elvis ein reflektierender, philosophischer Mensch war, und was er gedacht hat usw.

Seine religiösen Bücher haben jetzt hiermit selbstverständlich nichts zu tun.

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05 Jul 2019 16:29 - 05 Jul 2019 16:38 #922166 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf Was schreiben andere Stars über Elvis

Honeybee schrieb: Wenn er doch einmal ungeschminkt erzählt hätte.... Wir haben leider nur glattpolierte Interviews, in denen dieser Eindruck von Unschuld bestätigt wird.


Ich kenne allerdings auch nicht ein Interview aus den 50ern, wo die Fragen nur irgend etwas getaugt hätten. Immer nur Fragen in Stil von "Liebster Schauspieler", "Wie viele eigene goldene Singles" oder "Liebster eigener Song". Zum einen hat man das relativ neue Phänomen der Jugendbewegung nicht ernst genommen und zum anderen gab es den Typus des Musik Journalisten der heutigen Prägung noch nicht. Eine vertane Chance. Der junge Elvis hätte vielleicht noch frei von der Leber weg erzählt.

Angeblich war auch Priscilla bereits 1959 enttäuscht, dass Elvis überhaupt kein bisschen rebellisch war und seinem Image nicht gerecht wurde. Dass er einfach nur wollte, dass ihn alle lieb haben. Stimmt das? .


Kann mich nicht erinnern, so etwas in ihrem Buch gelesen zu haben und passt auch zu keiner Äusserung, die ich von ihr kenne. Sie war überrascht, dass er so schüchtern und zurück haltend war, aber ich habe es so in Erinnerung, dass sie das positiv fand.
Letzte Änderung: 05 Jul 2019 16:38 von Earth Boy.

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05 Jul 2019 16:44 #922167 von Honeybee
Honeybee antwortete auf Was schreiben andere Stars über Elvis

Earth Boy schrieb:
Kann mich nicht erinnern, so etwas in ihrem Buch gelesen zu haben und passt auch zu keiner Äusserung, die ich von ihr kenne. Sie war überrascht, dass er so schüchtern und zurück haltend war, aber ich habe es so in Erinnerung, dass sie das positiv fand.


Das haben frühere Schulkameraden später in Interviews erzählt. Sie habe sich in der Richtung geäußert, dass Elvis gar kein Rebell sei und sie eigentlich etwas eher auf "Halbstarke" stände. Angeblich hatte sie, nachdem Elvis wieder in den USA war, hier noch eine Liaison mit einem sehr aufsässigen Jungen, der sich gern geprügelt hat und immer Ärger mit den Lehrern hatte. Das habe sie fasziniert. Der Grundtenor der Aussagen war, dass eher Priscilla rebellische Gedanken hatte und aus der verstaubten Gesellschaftsordnung ausbrechen wollte.

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23 Jul 2019 10:14 #922899 von Whitehaven
Whitehaven antwortete auf Was schreiben andere Stars über Elvis
„Er war ein instinktiver Schauspieler … Er war ziemlich aufgeweckt … er war sehr intelligent … Er war kein Rabauke. Er war sehr elegant, gelassen, kultiviert und weltmännisch.“
– Walter Matthau, Co-Darsteller von Elvis in „King Creole“ in einem Interview aus dem Jahr 1987

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23 Jul 2019 11:00 #922902 von Honeybee
Honeybee antwortete auf Was schreiben andere Stars über Elvis
Jan Shepard , Co-Darstellerin über die Dreharbeiten zu King Creole:

Er hatte nie nur einen Cent in der Tasche. Eines Tages, während einer Drehpause, ging ich zu einem dieser Automaten um mir einen Apfel zu ziehen. Er sah mich an und ich sagte:
"Du hättest auch gerne einen, oder?"
Er antwortete: "Ja richtig. Aber ich habe kein Geld."
Er hatte nie Geld dabei. Also steckte ich meine Münzen in den Automaten und holte ihm seinen Apfel.


Bei einer anderen Gelegenheit betrat ich das Studio, und Michael Curtiz probte gerade eine Szene mit ihm und Dolores auf einer Treppe. Ich ging leise an ihnen vorbei zu meiner Garderobe. Während einer Unterbrechung kam er zu mir gerannt und fragte"

"Hey - was ist los?"
Ich sagte: "Wie? Was?"
"Du hast nicht 'Guten Morgen' gesagt!"
"Nein Elvis, weil ihr geprobt habt. Ich wollte nicht stören".
"Mach so etwas nie wieder!"

Er hat sich wirklich aufgeregt darüber. Das war richtig süß von ihm.

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23 Jul 2019 11:40 #922903 von Whitehaven
Whitehaven antwortete auf Was schreiben andere Stars über Elvis
,,Es reicht nicht, dass Elvis zuvorkommend zu seinen Eltern ist, Geld nach Hause schickt und noch dasselbe bodenständige Kind ist, das er schon war, bevor der ganze Aufruhr begann. Das ist kein Freifahrtschein, sich in der Öffentlichkeit wie ein Sexmonster zu benehmen.“
– Eddie Condon, „Cosmopolitan“ im Dezember 1956

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17 Okt 2019 17:46 - 17 Okt 2019 17:55 #926549 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf Was schreiben andere Stars über Elvis
Elton John -> Sänger

In der heute erschienen Autobiographie Me nimmt Elvis einiges an Raum ein. Von der Einleitung mal abgesehen, beginnt das Buch mit Elvis und den Eindruck, den er auf Elton John in den 50ern machte.

It was my mum who introduced me to Elvis Presley. Every Friday, after work, she would pick up her wages, stop off on the way home at Siever's, an electrical store that also sold records, and buy a new 78. lt was my favourite time of the week, waiting at home to see what she would bring back. She loved going out dancing, so she liked big band music - Billy May and His Orchestra, Ted Heath - and she loved American vocalists: Johnnie Ray, Frankie Laine, Nat King Cole, Guy Mitchell singing 'she wears red feathers and a huly-huly skirt'. But one Friday she came home with something else. She told me she' d never heard anything like it before, but it was so fantastic she had to buy it. As soon as she said the words Elvis Presley, I recognized them. The previous weekend I'd been looking through the magazines in the local barber shop while I was waiting to have my hair cut, when I came across a photo of the most bizarre-looking man I'd ever seen. Everything about him looked extraordinary: his clothes, his hair, even the way he was standing. Compared to the people you could see outside the barber shop window in the north-west London suburb of Pinner, he might as well have been bright green with antennae sticking out of his forehead. I'd been so transfixed I hadn't even bothered to read the accompanying article, and by the time I got home I'd forgotten his name. But that was it: Elvis Presley.

As soon as Mum put the record on, it became apparent that Elvis Presley sounded the way he looked, like he came from another planet. Compared to the stuff my parents normally listened to, 'Heartbreak Hotel' barely qualified as music at all, an opinion my father would continue to expound upon at great length over the coming years. I' d already heard rock and roll - 'Rock Around The Clock' had been a big hit earlier in 1956 - but 'Heartbreak Hotel' didn't sound anything like that either. lt was raw and sparse and slow and eerie. Everything was drenched in this weird echo. You could barely understand a ward he was singing: I got that his baby had left him, after that I completely lost the thread. What was a 'dess clurk'? Who was this 'Bidder Sir Lonely' he kept mentioning? lt didn't matter what he was saying, because something almost physical happened while he was singing. You could literally feel this strange energy he was giving off, like it was contagious, like it was coming out of the radiogram speaker straight into your body. I already thought of myself as music mad - I even had a little collection of my own 78s, paid for with record tokens and postal orders I got on birthdays and at Christmas. Until that moment, my hero had been Winifred Atwell, a big, immensely jolly Trinidadian lady who performed onstage with two pianos - a baby grand on which she played light classical and a battered old upright for ragtime and pub songs. [...] I thought Winifred Atwell was fabulous, but I'd never experienced anything like this while listening to her. I' d never experienced anything like this in my life. As 'Heartbreak Hotel' played, it felt like something had changed, that nothing could really be the same again. As it turned out, something had, and nothing was.
And thank God, because the world needed changing. l grew up in fifties Britain and, before Elvis, before rock and roll, fifties Britain was a pretty grim place.


Später im Buch erzählt er dann über sein Treffen mit Elvis.

And I met Elvis Presley, backstage at the Capital Centre in Landover, Maryland, a couple of nights before I played there myself. I took Bernie [Bernie Taupin - Verfasser der meisten Texte zu den Liedern von Elton John] with me, and my mum. lt seemed to make sense: Mum had introduced me to Elvis's music; now I was going to introduce her to Elvis himself. We were ushered into a dressing room full of people: I was used to rock stars who went everywhere mob-handed, but I'd never seen anything like Elvis's entourage. He was surrounded by cousins, old buddies from back home in Memphis, people who seemed to be employed specifically to hand him drinks and towels. When I squeezed past them to shake his hand, my heart broke. There was something desperately, visibly wrong with him. He was overweight, grey and sweating. There were expressionless black holes where his eyes should have been. He moved like a man coming round from a general anaes­thetic, weird and sluggish. There was a trickle of black hair dye running down his forehead. He was completely gone, barely coherent.

Our meeting was short and painfully stilted. I was simultan­eously starstruck and horrified, which is hardly a recipe for sparkling conversation. And Elvis ... well, I couldn't work out whether Elvis just had no idea who I was - there seemed every chance he had no idea who anyone was - or whether he knew perfectly well and wasn't very pleased to see me. Everyone knew that Elvis wasn't keen on competition - there was a crazy rumour going around that when he visited Richard Nixon in the White House, he had literally complained to the US president about The Beatles - and, a couple of years before, I'd been contacted by his ex-wife Priscilla, saying that their daughter Lisa Marie was a huge fan, and asking if I would meet her as a birthday treat. We had tea together at my house in LA. Maybe he was angry about that. I asked him if he was going to play 'Heartbreak Hotel' and he grunted in a way that strongly implied he wasn't. I asked for his autograph and saw his hands shaking as he picked up the pen. The signature was just about legible. Then we went to watch the show. Occasionally, you would see something spark, a flash of the incredible artist he had been. lt would last for a couple of lines of a song and vanish again. My main memory is of him handing out scarves to women in the audience. In the past he' d been famous for giving away silk scarves onstage, a grand gesture befitting the King of Rock and Roll. But times had clearly changed, and these scarves were cheap, nylon things: they didn't look like they would last long. Nor did Elvis, as Mum pointed out. 'He'll be dead next year,' she said, as we left. She was right. But for weeks afterwards, I couldn't stop turning over our meeting in my mind. lt wasn't just that he was in such a bad way, although that was incredible in itself - the last thing I'd expected to feel when I finally met Elvis was pity. lt was that I could under­stand a little too easily how he ended up like that, closeted away from the outside world. Maybe he'd just spent too much time trapped in expensive hotels with nothing to do. Maybe he'd just seen one little old lady too many stretchered away and decided the outside world wasn't worth the bother.

Quelle: Me von Elton John
Letzte Änderung: 17 Okt 2019 17:55 von Earth Boy.
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19 Jan 2020 19:06 - 19 Jan 2020 19:06 #930451 von Whitehaven
Whitehaven antwortete auf Was schreiben andere Stars über Elvis
Lindsey Buckingham, Fleetwood Mac

Die Tatsache,daß er immernoch und immer wieder auf die Bühne hinaustrat und in jeder Show derart viel Energie verausgabte, ist einfach erstaunlich.
Ob er Übergewicht hatte oder weiße Anzüge trug oder was immer- es war unwichtig, verglichen mit der Tatsache, das er es immer noch tat...

Quelle: Aus dem Buch von Metzler , Elvis Presley, eine illustrierte Dokumentation aus dem Jahr 1978
Letzte Änderung: 19 Jan 2020 19:06 von Whitehaven.

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15 Feb 2020 15:34 - 15 Feb 2020 15:36 #931985 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf Was schreiben andere Stars über Elvis
Paul Stanley -> Kiss

Bin gerade in einer Kiss Phase, nahm daher seine Autobiographie in die Hand und entdeckte dieses Fotos im Mittelteil des Buches. Passt nur so halb hier her, aber immerhin ist es in einer Autobiographie und irgendwie sagt es ja auch etwas über Stanleys Verhältnis zu Elvis aus.



Quelle: Paul Stanley - Face the music - A life exposed

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Letzte Änderung: 15 Feb 2020 15:36 von Earth Boy.

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15 Feb 2020 16:40 #931986 von Honeybee
Honeybee antwortete auf Was schreiben andere Stars über Elvis
Naja, cool vielleicht. Aber All Shook Up? Never.

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