file Ein Jahr - ein Film

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19 Jul 2018 10:22 #912598 von Rider
Ein Jahr - ein Film wurde erstellt von Rider
Vor Jahren habe ich, wenn ich mich richtig erinnere, das Thema schon einmal gebracht. Es interessiert mich weiterhin sehr, und natürlich genauso eure Meinungen.

Irgendwo bin ich auf die Website zum Buch gestoßen, das hier irgendwo besprochen wurde. Dabei ist diese alte Idee wieder aufgetaucht.

Frage also: Wenn Elvis nur einen Film pro Jahr gemacht hätte, welche wären dann eure Kandidaten und Favoriten? Versucht bitte einmal auszublenden, wie ein Film letztendlich aussah, wie billig er ggf. produziert war, wie gelangweilt Elvis war, wie schlecht die Story umgesetzt ist. Nehmt an, aus dem Pool seiner Filme hätte jeder bestmöglich aussehen können!


Meine Wahl (wo es eine gibt):


1957: Jailhouse Rock
Für mich der Film über das Rock 'n' Roll- und Musik-Business seiner Zeit und in der Hinsicht dem recht biederen Loving You deutlich überlegen. Erstklassige Dialoge und Regie.

1960: Flaming Star
Ich mag G. I. Blues, aber das hier ist ohne jeden Zweifel der größere Film, selbst wenn man Elvis vor eine Kulisse in Deutschland gestellt hätte.


1961: Wild in the Country
Richtig gemacht, wäre dieser Film Blue Hawaii selbstredend meilenweit überlegen gewesen. Leider wurde er nicht ganz richtig gemacht, aber das Potenzial wäre vorhanden gewesen, hätte das Drehbuch nicht noch einmal komplett überarbeitet werden müssen und hätte man die richtige Co-Darstellerin bekommen.


1962: Follow That Dream
Schwierig. Kid Galahad ist ein ernster Kandidat. Man hätte einen echten Boxerfilm draus machen können, nicht einen, der nebenher Kutschen restauriert und Schnulzen singt... Ich finde die Komödie Follow That Dream dann aber doch noch einmal bedeutend stärker und als Film nach zwei Dramen besser geeigent.


1963: It Happened at the World's Fair
Sorry, die Story von Acapulco ist zu blöd. Wie in G. I. Blues hätte man den Streifen an Originalschauplätzen drehen können, er wäre immer noch Mist gewesen. Da finde ich die Buddy-Komödie "World's Fair" bedeutend gelungener (und sie wurde ja dann auch ziemlich gelungen umgesezt).


1964: Kissin' Cousins
Tja, ihr lest richtig. Dicker Knall. Aber zieh production value ab, zieh Ann-Margret ab, dann bleibt nicht viel von Viva Las Vegas. Kissin' Cousins hingegen hätte als Militär-Komödie oder meinetwegen auch -Klamotte zu Zeiten der Kuba-Krise und der fast einen dritten Weltkrieg auslösenden Frage nach der Stationierung von Rakten das Zeug zum Klassiker gehabt (mal abgesehen von den beiden sehr ansehnlichen Co-Darstellerinnen...).


1965: Girl Happy
Girl Happy ist Girl Happy. Geiler Film, feddich, ab!


1966: Spinout
Elvis als singender Rennfahrer? Wie geil ist das den??! Warum ist da vorher niemand drauf gekommen? Der Film hier hat die Story, die Co-Darsteller, die Pace, die Action, den Soundtrack, den 60er Look... Ich würde mal sagen, er bombt die miefige Kostüm-Parade Frankie and Johnny sowie das öde Paradise, Hawaiian Style locker weg.


1967: Double Trouble
Okay, wie bei "Cousins" gilt hier: Wäre der Streifen gut gemacht worden, hätte es Elvis' "europäischer Film" werden können. Hätte man sich für eine Sache entschieden, Komödie oder "Abenteuer"/"Thriller", hätte das durchaus etwas werden können. Und hätte man einen anständigen Co-Star für Elvis gesucht...


1968: Live a Little, Love a Little
Sehr schwer, weil ich beide anderen Kandidaten liebe. Aber dann braucht es keinen zweiten Rennfahrer-Film und Stay Away; Joe... Okay, je mehr ich darüber nachdenke: Hätte Stay Away, Joe ein Drehbuch gehabt, ein ordentliches Drehbuch, ein weniger auf Stereotype abzielendes Drehbuch, hätte das eine Clash of Cultures-Satire werden können. Ist es auch so, aber leide rnicht ganz gelungen. "Live a Little" macht schon so einiges her, hätte man da noch manches anders gewichtet und herausgearbeitet, wäre es womöglich ein kleiner Klassiker geworden.


1969: The Trouble With Girls
Halte ich nachwievor für Elvis' besten Film. Auch hier: Eine etwas andere Gewichtung (die Trunkenheitsszene am Ende dauert zu lange und ist überspielt), vor allem ein anderer Titel - und es hätte ein Klassiker werden können.

Und jetzt kommt ihr!
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19 Jul 2018 17:33 #912633 von Harty
Harty antwortete auf Ein Jahr - ein Film
Der Rider rockt wieder schwer, aber es macht themenmässig Spass:

1957: Jailhouse Rock
"Für mich der Film über das Rock 'n' Roll- und Musik-Business seiner Zeit und in der Hinsicht dem recht biederen Loving You deutlich überlegen. Erstklassige Dialoge und Regie." Ich füge noch hinzu: "It's just the beast in me". Elvis wird ausgepeitscht und trägt einen Hammer Haircut. Ich hätte mir aber noch einen harten Rock'n Roll Song mehr gewünscht.

1960: Flaming Star
Ein Klassiker ohne wenn und aber.

1961: Wild in the Country
Ich würde gerne den Film mit dem alternativen tragischen Ende sehen.


1962: Follow That Dream
Elvis agiert als Naivling sehr gut.

1963: It Happened at the World's Fair
"Sorry, die Story von Acapulco ist zu blöd. Wie in G. I. Blues hätte man den Streifen an Originalschauplätzen drehen können, er wäre immer noch Mist gewesen. Da finde ich die Buddy-Komödie "World's Fair" bedeutend gelungener (und sie wurde ja dann auch ziemlich gelungen umgesetzt). " Volle Zustimmung.


1964: Viva Las Vegas
Hier bin ich absolut für Vegas. Allein schon wegen des gefilmten Autorennens. Bis dato tatsächlich ein Highlight in der Filmgeschichte. Und ja "You're the boss" würde ich gerne sehen. Allein der Hintern von Ann in der Anfangsszene ist der Fim wert.


1965: Girl Happy
"Girl Happy ist Girl Happy. Geiler Film, feddich, ab!" Ja ich liebe diesen Film ebenso.


1966: Spinout
alternativlos für 1966


1967:
ziehe ich blank bzw keine Wertung


1968: Live a Little, Love a Little
Endlich wirkt Elvis erwachsen.

1969: The Trouble With Girls
"Halte ich nachwievor für Elvis' besten Film. Auch hier: Eine etwas andere Gewichtung (die Trunkenheitsszene am Ende dauert zu lange und ist überspielt), vor allem ein anderer Titel - und es hätte ein Klassiker werden können." Zumindest ein interessantes Setting für einen Elvis Film. Etwas Bonnie and Clyde Feeling und der Film wäre eine Granate.
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20 Jul 2018 00:33 - 20 Jul 2018 00:41 #912645 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf Ein Jahr - ein Film
Hier mal meine Liste:

1957
Jailhouse Rock

In Anbetracht der Tatsache, dass ich Loving you nicht mag und Jailhouse Rock zu seinen Guten zähle, fällt die Wahl hier sehr leicht. Großartiger Soundtrack, Elvis gibt den Rebell, was ihm gut steht und die Story ist auch nicht übel.

Flaming Star
1960

Ebenfalls eine einfache Wahl. G.I. Blues habe ich als langweiliges Elvis Vehikel in Erinnerung. Flaming Star ist guter Western, der die Zerissenheit von Menschen, die über mehrere Identitäten verfügen, in den Wilden Westen verlegt. Elvis bester ernsthafter Film und auch der einzige, der mir gefällt.

1961
Blue Hawaii

Das verfilmte Reiseprospekt. Elvis zeigt uns die Schönheit Hawaiis in dieser fluffig, lockeren Komödie. Ich bräuchte die Komik von Angela Lansbury zwar nicht, dennoch stört sie micht nicht so sehr, dass sie mich davon abhält, mich wunderbar zu unterhalten.

1962
Follow that dream

Ein Film, den man amerikatypisch durchaus als Kritik am (überbordenden) Sozialstaat verstehen kann. Elvis spielt den tumben Charakter überzeugend und bringt damit eine seine besten schauspielerischen Leistungen.

1963
Fun in Acapulco

Die Story ist wie so oft nicht der Rede wert. Elvis will seine Vergangenheit vergessen, was scheinbar in Acapulco besonders gut geht. Damit es auch was für's Herz gibt, muss sich Elvis zweischen zwei Frauen entscheiden, wobei die eine so unsympathisch, dass es eigentlich keine Wahl ist. Dennoch sorgt der kleine mexikanische Junge für einige amüsante Momente und der Film ist einfach nett.

1964
Viva Las Vegas

Hier stimmt fast alles. Stellenweise guter Soundtrack, charmante Atmosphäe, Co-Darstellerin, die ein wenig mehr als Beiwerk ist und eine unterhaltsame Geschichte. Im letzten Drittel geht dem Film etwas die Luft aus, zumal auch das Rennen nur mäßig spannend ist. Zusammen mit Blue Hawaii Elvis bester Film.

1965
Girl Happy

Beach Film, der nicht mehr als das sein will. Manches ist ein wenig albern und billige Studiokulissen dämpfen das Vergnügen ein wenig, allerdings nicht zu sehr, als dass man nicht viel Spaß hätte.

1966
Keiner der drei Filme war ein Kinobesuch wert.

1967
Easy come, easy go

Ich weiß, dass ich mit meiner Begeisterung für ECEG ziemlich alleine bin, aber für mich ist der Film eine recht vergnügliche Angelenheit. Elvis wird mit der damaligen Jugendkultur konfrontiert, die sein Charakter genauso wenig versteht, wie die Erwachsenenwelt der 60er. Dazwischen gilt es noch einen Schatz zu heben und in einem Wassertank zu tauchen, was man auch sieht. Sehr nett.

1968
Speedway

Großartige Rennszenen, putzige Kinder und eine blaße Leading Lady, ergeben einen recht unterhaltsamen Film und damit der letzte klassische Streifen, den Elvis drehte. Alles, was danach kam, wich von der Formel ab, was jedoch nicht bedeutet, dass die Filme besser wurden.

1969
Change of habit

Ein zumindest streckenweise netter Film, wenn er nicht die Welt retten möchte und uns die Idee zu verkaufen sucht, dass Nonnen inkognito irgendwie besser ihrer Berufung für die Menschen dazu sein, besser nach gehen können als in Tracht.
Letzte Änderung: 20 Jul 2018 00:41 von Earth Boy.
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20 Jul 2018 08:02 - 20 Jul 2018 08:10 #912646 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf Ein Jahr - ein Film
Na, dann will ich auch mal.

1957, Jailhouse Rock. Finde hier beide Filme stark, aber Jailhouse Rock hat mehr Kante und den ikonischen Titeltrack. Daher fällt meine Wahl auf diesen.

1960. Flaming Star. Auch ich halte diesen Film für den einzigen ernsten Elvis Film der gelungen ist. Solider Western, kann man sich ansehen. Der Soldaten-Blues ist reaktionärer, dröger Käse.

1961. Blue Hawaii, keine Frage. WitC ist von vorne bis hinten durchzogen von faulen Kompromissen, die (an sich schönen) Songs im Kontext dieses (hüstel) "Dramas" lachhaft. Blue Hawaii ist perfekt gemachte leichte Unterhaltung. Selbst die Songs, die ich außerhalb des Films mehrheitlich nicht brauche, funktionieren im Film sehr gut. Lansbury ist klasse.

1962. Follow that Dream. In dem Jahr konkurrenzlos. Eine echte, recht clevere Komödie mit einem überzeugenden Hauptdarsteller, das hat man im Elvis-Kosmos nur hier. Die Konkurrenz ist zwar nicht peinlich schlecht, aber doch arg nichtssagend, da weder spannend noch witzig. Zusammengenommen sind das drei Stunden Leerlauf.

1963. Not gegen Elend. Ich nehme Acapulco, weil ich ihn als etwas weniger dröge in Erinnerung habe, das Kind weniger nervt und die Bossa Nova Baby Szene geil ist. Aber dolle ist der Streifen nicht.

1964. Wieder drei Filme. Roustabout ist bei mir raus, ein unentschlossener Film in dem Elvis mich nicht überzeugt. Kissin' Cousins ist geil, eine Perle des Trash, aber das Rennen (:grin:) macht VLV, Elvis wohl bester Film. Klar, die Story hat ihre Schwächen, aber darum geht es hier auch nicht. Flotte Inszenierung, gekonnte Einbindung und visuelle Umsetzung der Songs, zwei überaus charmante Hauptdarsteller, einige nette Gags, tolle Kulissen, bunter 60's Charme. ... eindeutig der Elvis-Film den ich am häufigsten gesehen habe. Macht richtig Spaß.

1965. Girl Happy. Eindeutig. Ein netter Strandfilm mit einem wunderbaren Co-Star. Nur der Soundtrack ist leider sehr schwach. Dennoch ein wirklich hübscher Film bei dem das leicht trashige einiger Szenen sogar noch zum Charme beiträgt.

1966. Spinout. Sicher nichts dolles, aber der Film sieht gut aus, einige Gags sind zumindest okay, Shelley Fabares spielt mit, auch die Rolle ihres Vaters ist gut besetzt. Kann man sich mal ansehen wenn man bunten 60's Kokolores mag. Halt B-Movie Quatsch.

1967. Schwierig, da alle Elvis-Filme des Jahres nix sind. Ich nehme, wie Earth Boy auch, Easy Come... allerdings, anders als er, nicht aus Überzeugung, sondern weil ich mich gegen die beiden anderen entschieden habe. Double Trouble ist unerträglich in jeder Hinsicht, in Clambake ist Elvis grauenhaft und die schnellen Lieder sowie Confidence snd indiskutabel. Also wird es halt Easy Come, aber freiwillig noch mal ansehen würde ich mir die vermuffte Parodie auf die Gegenkultur auch nicht. Zumal die Versuche diese durch den Kakao zu ziehen teils richtig wehtun (Yoga is...) und das schreibe ich als jemand, der mit Hippie-Gedöns nichts anfangen kann.

1968. LALLAL sieht toll aus, ist gut besetzt, aber das Drehbuch ist ein wirres, unlogisches Schlamassel. .. Speedway hat lichte Momente, nervt in einigen Szenen aber mit ätzend-verkitschten Kindern und entsprechenden Songs. Stay Away Joe ist nervtötend albern und überdreht. Ich nehme LALLAL, weil ich mir vorstellen könnte den aufgrund seines coolen Looks noch mal nebenbei laufen zu lassen ohne richtig hinzusehen. Und auch weil mir die Lieder gefallen. Am Ende des Tages taugen die aber, wenn man mal ehrlich ist, alle nix.

1969. Gott, die sind alle mies. Elvis sieht gut aus, klar, aber neh.... boah .... okay, the trouble with girls, weil der zumindest nicht allzu peinlich ist, aber ansehen kann ich mir den nicht. Da schlafen mir die Füße ein.
Letzte Änderung: 20 Jul 2018 08:10 von Atomic Powered Poster.

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20 Jul 2018 09:01 #912650 von Rider
Rider antwortete auf Ein Jahr - ein Film
Vielen Dank für eure Beiträge. Was ich allerdings bezweckte, war herauszufinden, mit welchen Filmen Elvis' Hollywood-Karriere heute einigermaßen gut dastehen könnte, wären die Filme gut gemacht gewesen. Es ging mir also nicht darum, den jeweils besten des Jahres zu benennen, sondern darum: "Wenn der und der Film richtig gut gemacht worden und das Publikum nicht völlig überfüttert worden wäre, dann sähe Elvis Filmschaffen heute sehr viel besser aus."

Es geht also weniger darum, welcher Film Trash ist oder wo Elvis gelangweilt wirkt, sondern zu überlegen: Was steckte in welchem Streifen an Potenzial? Clambake beispielsweise hätte ja durchaus eine gute Verwechslungskomödie werden können, "Cousins", wie gesagt, eine gute Militär-Parodie oder was auch immer. Und Elvis in Double Trouble nach Europa zu schicken, war ja prinzipiell keine schlechte Idee und sicherlich aussichtsreicher, als ihn als singenden Schatztaucher zu verheizen.

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20 Jul 2018 09:44 #912654 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf Ein Jahr - ein Film
Ja okay, hatte ich gestern auch so verstanden, heute hatte ich das schon wieder vergessen. Problem für mich, wenn ich davon ausgehe, dass ein Film ein besseres Drehbuch, einen besseren Regisseur, ein höheres Budget, bessere Songs gehabt und unter weniger Kompromissen gelitten hätte, dann könnte man jeden Film zum (auch aktuellen) Hit umdenken. Selbst Paradise. .. wäre dann als aktueller Frauen-Wohlfühl-Film ein potenzieller Kassenschlager. Das ist mir persönlich ein Zuviel an Spekulation.

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20 Jul 2018 10:00 #912656 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf Ein Jahr - ein Film
Kleiner Nachtrag noch zu meiner obigen Nachbemerkung:

Ein Hauptproblem das praktisch alle Elvis-Filme eint (Ausnahmen FTD und vielleicht Flaming Star) sind die schwachen Bücher. Die waren bestenfalls zweckmäßig. Das macht es mir zusätzlich schwer da größeres Potenzial zu entdecken. Wenn ich erst anfange eine andere Grundlage zu unterstellen, dann habe ich von vornherein einen komplett anderen Film im Kopf. Ob der Film dann in Europa, auf Hawaii oder sonstwo spielt ändert für mich nichts daran, dass das nichts mehr mit dem tatsächlich existierenden Produkt zu tun hätte. Der Sprung ist zu groß.

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20 Jul 2018 11:30 - 20 Jul 2018 12:20 #912658 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf Ein Jahr - ein Film

Rider schrieb: Es geht [...] darum, [...] zu überlegen: Was steckte in welchem Streifen an Potenzial?


Das sehe ich ähnlich wie APP, im Grund kann man aus der flachsten Story einen guten Film machen, wenn die Regie, das Schauspiel, der Cast, die Musik, die Sets und die Gags stimmen. Viva Las Vegas ist zum Beispiel kein besserer Film als Double Trouble, was die Geschichte angeht. Im Gegenteil DT hat die interessantere Grundidee. Es sind die anderen Zutaten, die den Unterschied machen. Soll heißen, dass man aus jedem Elvis Film zumindest einen guten Unterhaltungsfilm hätte machen können.

Allerdings hätte man dann teilweise soviel ändern müssen, dass eigentlich ein anderer Film daraus geworden wäre, sodass sich die Frage stellt, inwiefern es Sinn ergibt, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.
Letzte Änderung: 20 Jul 2018 12:20 von Earth Boy.

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20 Jul 2018 16:36 - 20 Jul 2018 16:38 #912671 von Harty
Harty antwortete auf Ein Jahr - ein Film

Rider schrieb: Vielen Dank für eure Beiträge. Was ich allerdings bezweckte, war herauszufinden, mit welchen Filmen Elvis' Hollywood-Karriere heute einigermaßen gut dastehen könnte, wären die Filme gut gemacht gewesen. Es ging mir also nicht darum, den jeweils besten des Jahres zu benennen, sondern darum: "Wenn der und der Film richtig gut gemacht worden und das Publikum nicht völlig überfüttert worden wäre, dann sähe Elvis Filmschaffen heute sehr viel besser aus."

Es geht also weniger darum, welcher Film Trash ist oder wo Elvis gelangweilt wirkt, sondern zu überlegen: Was steckte in welchem Streifen an Potenzial? Clambake beispielsweise hätte ja durchaus eine gute Verwechslungskomödie werden können, "Cousins", wie gesagt, eine gute Militär-Parodie oder was auch immer. Und Elvis in Double Trouble nach Europa zu schicken, war ja prinzipiell keine schlechte Idee und sicherlich aussichtsreicher, als ihn als singenden Schatztaucher zu verheizen.


Das hast Du Recht. Ich bin dann auch wieder in alte Spur geraten. Ich korrigiere nochmal, aber achte nicht auf das Erscheinungsjahr.

King Creole
Etwas mehr Drama noch und einen anderen CUT. Der Film hat zu viele Längen. Danny und Heard headed woman hätte ich gerne gesehen im Endprodukt.

Jailhouse rock

Einige Szenen sind nervig. Elvis singt am Pool "Baby I don't care" im Pullover, der Rest ist leicht gekleidet. Mickey Shaughnessy hat mit immer genervt in dem Film. "I want to be free" hätte ich mir mehr als Blues gewünscht.

Charro
Natürlich sollte das ein Italo Verschnitt sein. Der Film hat einige gute Szenen mit Elvis, aber die Story ist banal, albern, einfach schlecht. Elvis wirkt cool mit dem Bart, mehr Härte hätte dem Film gut getan.. Vermutlich traute man sich nicht. Das Titellied finde ich sehr gut. Elvis ist etwas zu brav. Man hätte durchaus einen guten Italo Western daraus machen können.

Double Trouble
Die Idee Elvis durch Europa zu jagen ist nicht schlecht. Der Soundtrack ist nicht wirklich gelungen. Es hätte eine nette Europa Komödie werden können.

Wild in the country
Story und Setting gefällt mir. Nach der Probevorführung änderte man das Ende zum Guten. Schade. Ein junger Mann der einer älteren Frau zugeneigt ist..für damalige Verhältnisse gewagt dazu noch in einem Elvis Film. Tuesday Weld als Alkoholikerin. Nein der Film war mutig. Er hat sehr gute Ansätze und brisante Themen. Elvis hätte mehr gefordert werden müssen in dem Film . Ich bin einer der wenigen Fans die diesen Film mögen. Er kommt bald auf Blu Ray :-)

Love me tender
Ja ich nenne diesen Elvis Western. Es ist sein erster richtiger Leinwandauftritt. Er spannt dem scheinbar verschollenen Bruder die Frau aus. Der Film hat aber zu viel Rock'n Roll in den Filmliedern. Elvis agiert zu modern auf der Westernbühne, das nimmt dem Film die Glaubwürdigkeit seiner Zeit in dem er spielt.

Change of habit
Auch dieser Film zeigt Mut mit der farbigen Nonne. Ich liebe die kurze Lawdy Miss Clawdy Szene in dem Film. Mit einer stärkeren Besetzung wäre der Film möglicherweise ein Highlight geworden.
Letzte Änderung: 20 Jul 2018 16:38 von Harty.

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20 Jul 2018 23:44 #912702 von Greg
Greg antwortete auf Ein Jahr - ein Film
Wie APP und Earth Boy schon geschrieben haben kann man jede Story gut verkaufen, wenn man ein guter Verkäufer ist. Ich bin immer wieder erstaunt, was herauskommt, wenn man die Story eines Mega-Blockbuster im Kino in 3-4 Sätzen zusammenfast.

Mich würde dann immer interessieren, wie ein Team (Produzent/Regiesseur/etc.) mit verdammt dämlichen Storys in Hollywood angeworben werden.
Der Erfolg gibt Ihnen schließlich Recht. Zumindest, was die Einnahmen angeht.

Eigentlich kann man alle Marvel-Verfilmungen jeweils mit 4-5 Sätzen zusammenfassen und man trifft alle gleichzeitig.

Ein Beispiel ist ebenso die Story von „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Der Plot ist ähnlich wie „Each of Tomorrow“, den ich Montag erst wieder gesehen habe. Der Film macht mir solange Spaß, bis das Finale kommt. Das Finale hat mich gar nicht so interessiert, wie der Weg dorthin.

Schwieriger wird es dann eher bei Verfilmungen wie „Gott des Gemetzels“ oder „Der Vorname“.
Ebenso „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ oder die Tennessee Williams – Verfilmungen.
Grundsätzlich sind Dramen schon anspruchsvoller in Szene zu setzen.

Wie wichtig die Umsetzung eines Films ist, hat in den letzten 2 Jahrzenten Quentin Taratino eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Schnitt, Music, Kamera, Schauspieler, Akustic. Alles passt. Wäre es einem anderen Team genauso gelungen? Ist es die Story die den Zuschauer fesselt?

Um nun den Bogen zu Elvis zu spannen. Ähnlich funktioniert es ja mit Music. Der Text kann noch so banal sein. Wird es gut in Szene/Akustic umgesetzt, interresiert sich niemand für den Text. Die Emotion muss getragen werden. Dadurch ist Elvis ein solches Ausnahme-Phenomen, da er diese Kunst beherrscht hat.

Positive schauspielerische Ansätze für Dramen konnte man bei ihm in Jailhouse Rock, King Creole sowie Flaming Star erkennen. Daher stechen diese Filme auch bei den Fans heraus. Sind aber nicht mit schauspielerischen Leistungen von Marlon Brando, Paul Newman oder Richard Burton vergleichbar (um bei Schauspielern derselben Schaffensperiode zu bleiben).
Ich finde es ebenfalls schwer, die Filme auf Inhalt zu bewerten, macht aber durchaus Spaß, den Gedanken zu spinnen.
Ich hoffe ich finde demnächst die Zeit, um mich daran zu beteiligen.

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21 Jul 2018 16:04 - 21 Jul 2018 16:10 #912704 von Colonel
Colonel antwortete auf Ein Jahr - ein Film
Die folgenden 13 Filme finde ich gut. (Siehe unten) Aber auch da gab es stets einige schwache/schwächere Songs. Hätte er die weggelassen und aus denen (Die nicht gedreht hätte) die besten Songs in die gedrehten Filme mit übernommen wären viel stärkere OST dabei heraus gekommen.

Jailhouse Rock
King Creole
Blue Hawaii
It Hapoened A Tue Worlds
Kid Galahad
Follow That Dream
Fun In Acapulco
Viva Las Vegas
Roustabout
Girl Happy
Spinout
Speedway
Live A Little Love A Little

Ergibt 13 Filme je einer 1956-58 sowie 1960 bis 69

Story ist nicht zwingend nötig. Für mich ist z.b der Film aller Filme "Spiel mir das Lied vom Tod" Story: Ein Mann rächt die Hinrichtung seines Vaters.
Grandiose Kulisse, kurze knappe Dialoge wo j e d e s Wort sitzt, grandiose Darsteller inkl. einer Sexbombe, authentische Ausstattung/Kulissen, 1 A Kameraführung, göttliche Musik/Songs. Spannung u n d Humor auf höchstem Niveau

Bei Elvis war es eben so dass er 1956 bis 64 A l l e s hätte drehen können und es hätte sich verkauft. So dachte man sich wohl man könne immer weniger investieren es wird dennoch weiter der Rubel rollen ...ich meine selbt Harem war noch Ein Nummer 8 Album. Bis man es wohl 66/67 merkte kam schon wieder das 68 er Special. ....
Er hat dennoch Millionen Kohle gemacht durch Colonels Verträge ....und wirde bis 69 weiter gebucht.
Letzte Änderung: 21 Jul 2018 16:10 von Colonel.

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