file Die Kreativität der TCB Band

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17 Jul 2018 10:23 - 17 Jul 2018 10:24 #912518 von Harty
Die Kreativität der TCB Band wurde erstellt von Harty
Ende der 60er Jahre wurden die Musiker Hardin (erst ab 1970), Scheff , Tutt und Burton fester Bestandteil der Sessions und den Live Shows. Wie seht ihr die Qualität im kreativen Bereich als Musiker ? Zugegeben bin ich eher ein Fan der Livequalitäten der Musik. Die Sessionergebnisse finde ich sehr oft "zu einfach" bzw ohne Überraschungen. Beispielsweise gibt es sehr schöne "Burning love " live Solos von Burton mit schönen Variationen. Scheff tobt sich sehr funky bei Polk salad Annie aus. Im Studio waren mir die Musiker teilweise doch zu bieder. Die 50er Jahre Aufnahmen ohne beispielsweise Scotty Moore oder Chet Atkins sind undenkbar. Es ist kein Bashing gegen die TCB Band, aber die Studioaufnahmen sind mir manchmal zu simpel. In den Outtakes sind wiederum oft nette Spielereien erkennbar, aber der Master ist dann wieder "gesäubert". Natürlich fehlt noch ein Name, dieser zeigte mir während der Sessions durchaus mehr Kreativität: John Wilkinson. Sein Gitarrenspiel beispielsweise in "Early morning rain" macht es zu seinem Song. Wie seht Ihr die musikalischen Ergüsse im Studio von den Jungs ?
Letzte Änderung: 17 Jul 2018 10:24 von Harty.

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17 Jul 2018 10:41 - 17 Jul 2018 10:43 #912520 von Rider
Rider antwortete auf Die Kreativität der TCB Band
Wenn ich das gerade richtig überblicke, waren die erst bei den Jungle Room Sessions gemeinsam mit Elvis im Studio (und das auch nur im Februar, im Oktober war Glen schon nicht mehr dabei). Davor fehlte immer wieder der eine oder andere. Aber ein Album wie "Country" wäre ohne J. B. sicher nicht das geworden, was es ist. Und bei den Dezember Stax Sessions haben sie schon einen erheblichen Teil zum ausgesprochen großartigen Ergebnis beigetragen, natürlich vor allem Ronnie.
Letzte Änderung: 17 Jul 2018 10:43 von Rider.

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17 Jul 2018 20:37 - 17 Jul 2018 20:41 #912545 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf Die Kreativität der TCB Band
Die Musiker haben halt ihre individuelle Klasse eingebracht. Ich finde auch, dass sie da wo es angebracht war (talk about the good times etwa) auch im Studio ganz schön losgehudelt haben. Eine Studioaufnahme erfordert aber grundsätzlich eine andere Herangehensweise als ein Auftritt.

Man hört durchaus auch Unterschiede bezüglich der Qualitäten. Z.B. zwischen Carrigan und Tutt, zwischen Burton und diesem anderen Gitarristen der 1970 dabei war. Ideenreichtum, stilistische Vielfalt, wie flüssig und scheinbar anstrengungslos das teilweise arschschwere Material gespielt wurde, das ist schon der Hammer. Was jetzt an dem soliden Rhythmiker Wilkinson so geil gewesen sein soll, das erschließt sich mir allerdings nicht. Auf der On Stage Legacy hört man ausnahmsweise mal richtig raus was er spielt. Das ist absolut in Ordnung, präzise und zweckmäßig, aber sicherlich nichts weswegen man ihn jetzt auf ein Podest heben müsste. Ich will damit auch nicht sagen, dass er abseits seiner Aufnahmen mit Elvis nichts außergewöhnliches gespielt hat, das kann ich nicht beurteilen, kenne sonst nichts von ihm.

Man darf auch nicht vergessen, dass es eine TCB-Band nie gab, alle Musiker waren einzeln unter Vertrag, Elvis konnte die nach belieben austauschen.
Letzte Änderung: 17 Jul 2018 20:41 von Atomic Powered Poster.

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18 Jul 2018 11:52 #912559 von Harty
Harty antwortete auf Die Kreativität der TCB Band
@Atomic Powered Poster

Ich habe gelesen Du bist Musiker ? Ich war beispielsweise bei den "Elvis in Concert" Shows teilweise von Burtons Spiel regelrecht entsetzt. Sicher, er kann gutes Fingerpicking etc. Aber Burton klingt immer nach Burton. Egal ob ein Country Song, ein Gospel oder Rock'n Roll Song. Seine Gitarre klingt immer gleich. Viele Leadgitarristen tauschen während den Liveshows oft ihr Instrument aus. Der Sound der Gitarre passend zum Songstil. Das kann auch mal eine Akoustikgitarre sein. Seine Soli beipielsweise in dem Song "Burning love" waren teilweise vom Stil total unpassend. Es klang wie eine abgewürgte Countrynummer. Wie schon erwähnt hatte Scheff später in den PSA Versionen einen absolut geilen Funky Bass drauf. Die Musiker spielen in den Rehearsals 1970 deutlich kreativer und freier. Burton wird immer so groß gelobt. Vermutlich liegt es an mir, dass mir sein Spiel oft zu langweilig ist.

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18 Jul 2018 14:21 - 18 Jul 2018 14:23 #912562 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf Die Kreativität der TCB Band
Nein, ich bin kein Musiker. Ich habe früher Schlagzeug gespielt (etwa zehn Jahre lang, am Ende auch ziemlich gut) und ich spiele etwas Gitarre, aber nichts was jetzt auf professionellem Niveau wäre. Es reicht um Popsongs runterzuschrammeln. Ich spiele die Gitarre im Grunde wie ein Schlagzeug (viel Rhythmus, wenig Virtuosität)

Bei EIC war Burtons Spiel tatsächlich nicht so beeindruckend, wohl altersbedingt. In den 70'ern ist sein Spiel allerdings großes Tennis. Sein melodischer Einfallsreichtum bei den Begleitungen, die er ja bei fast jedem Take und jeder Konzertfassung leicht variiert ohne sich zu verhauen, die ist schon der Wahnsinn. Und natürlich war er vielseitig. Neben seinem typischen Stil spielte bzw. imitierte er z.B. spanische Gitarren, rockte hart wenn es angebracht war, spielte den Blues überaus gekonnt. ... da steckt viel drin. Er setzte halt grundsätzlich nicht viel auf Spektakel, drängte sich nicht permanent in den Vordergrund, aber das hat nichts mit fehlender Klasse zu tun, sein Spiel blieb immer songdienlich. Auch das ist eine Qualität.
Letzte Änderung: 18 Jul 2018 14:23 von Atomic Powered Poster.
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18 Jul 2018 15:37 #912564 von Rider
Rider antwortete auf Die Kreativität der TCB Band
Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.

Wie kreativ der Typ war, sieht man u. a. daran, dass er kein Intro zu Johnny B. zweimal spielt. Mal drauf achten. Das ist IMMER variiert, und zwar teilweise so cool, dass man am liebsten sein Geld wegschmeißen möchte. So spielt niemand, der Dienst nach Vorschrift macht.

Hier war neulich mal die Frage danach, was einen großen Musiker ausmacht und jemand sagte: Wenn der nicht mehr nachdenken muss, was er spielt. Wenn das bei irgendwem der Fall ist, dann bei J. B..

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18 Jul 2018 19:28 #912572 von Harty
Harty antwortete auf Die Kreativität der TCB Band
hmm..frage mich bis heute warum JB die Johnny B Good Version von 69 nochmals overdubbte im Studio für das Album Elvis in Person ? Geil hingegen finde ich das "Gitarrenduell" mit Bruce Springsteen in der Roy Orbison Show "A black and white night".

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18 Jul 2018 19:35 #912573 von king77
king77 antwortete auf Die Kreativität der TCB Band
Bei Johnny B. Goode gab es bei der Aufnahme technische Schwierigkeiten ( auf Bootleg zu hören ) am Ende des Solos u. genau das hat man ausgebessert.

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18 Jul 2018 19:49 #912575 von Rider
Rider antwortete auf Die Kreativität der TCB Band

Harty schrieb: hmm..frage mich bis heute warum JB die Johnny B Good Version von 69 nochmals overdubbte im Studio für das Album Elvis in Person ? Geil hingegen finde ich das "Gitarrenduell" mit Bruce Springsteen in der Roy Orbison Show "A black and white night".

An das musste ich auch denken. Wobei ich mich frage: Kann man das Duell nennen? Müssen an einem Duell nicht zwei teilnehmen? :devil: :grin:

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19 Jul 2018 10:38 #912601 von Harty
Harty antwortete auf Die Kreativität der TCB Band
lol...ich muss aber zugeben, Bruce geht geil ab, er agiert halt mehr körperlich :rolli:

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19 Jul 2018 10:47 - 19 Jul 2018 10:47 #912602 von Harty
Harty antwortete auf Die Kreativität der TCB Band
Glen Hardins Klavierspiel war mir teilweise auch zu "countrylastig". Aber vielleicht lag es auch an der Presley Show insgesamt. Was meint ihr ? Elvis war sehr vielseitig mit seinen Musikstilen: Country, Pop, Rock, Rock'n Roll, Easy Listening, Gospel...das alles gab es immer in einer Show. Jeder Musiker hat aber ein Faible bzw eine Stilrichtung die ihm gefällt und sehr liegt.

Mal ehrlich: Songs wie Teddy Bear , Don't be cruel, Blue suede shoes (vergesst mal das Nuscheln von Elvis) waren live teilweise instrumental schlecht interpretiert. Man könnte auch Scheisse sagen. Die Songs waren nicht spannend und das lag nicht nur an Elvis.
Letzte Änderung: 19 Jul 2018 10:47 von Harty.

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19 Jul 2018 14:02 #912613 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf Die Kreativität der TCB Band
Sie waren sauber und mit Drive gespielt. Dass das kacke klang lag an Elvis. Wobei auch die Band irgendwann die Energie gedrosselt hat. Aber ob das bewusst geschah weil Elvis sonst nicht mehr hinterhergekommen wäre, oder unbewusst weil die Lethargie abgefärbt hat, das ist schwer zu sagen.

Hardin war schön sehr gut, ich mag Muhoberac aber lieber. Ob er allerdings 1970- ... die bessere Wahl für das gewesen wäre was Elvis vorschwebte, das ist wieder eine andere Frage. Zwei tolle Pianisten, zwei unterschiedliche Ansätze.

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19 Jul 2018 14:33 #912616 von Harty
Harty antwortete auf Die Kreativität der TCB Band

Atomic Powered Poster schrieb: Sie waren sauber und mit Drive gespielt. Dass das kacke klang lag an Elvis. Wobei auch die Band irgendwann die Energie gedrosselt hat. Aber ob das bewusst geschah weil Elvis sonst nicht mehr hinterhergekommen wäre, oder unbewusst weil die Lethargie abgefärbt hat, das ist schwer zu sagen.

Hardin war schön sehr gut, ich mag Muhoberac aber lieber. Ob er allerdings 1970- ... die bessere Wahl für das gewesen wäre was Elvis vorschwebte, das ist wieder eine andere Frage. Zwei tolle Pianisten, zwei unterschiedliche Ansätze.


Wo ist Don't be cruel mit Drive gespielt ? Ganz ehrlich: das klingt nach Rentnerband. Oder hör Dir mal die Instrumentalisierung bei Promised land im Studio und die Live Version an. Die Studioversion rockt, live fällt die Nummer ab. Muhoberac gefiel mir 1969 sehr gut. Funkiger und moderner als bei Hardin. Deshalb die ernsthafte Frage: ob Elvis zu viel Stilvielfalt in seinem Programm hatte. Burton liebe ich sehr bei Johnny B Good oder Steamroller Blues, aber es gibt Nummern da nervt mich sein Gespiele. Ich gebe dir Recht, Hardin war z.B für Let it be me (sein Arrangement) mit Sicherheit der ideale Pianist. Bei What D say wiederum nicht. Positiv überrascht war ich bei den Concert Shows als die Solos in Johnny b Good eingebaut wurden. Auf der DVD wird schön erklärt wie es dazu kam. Das nenne ich Kreativität.

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