file Aloha From Hawaii

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07 Jan 2003 14:38 #39693 von Charles
Aloha From Hawaii wurde erstellt von Charles

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<span style='font-size:8pt;line-height:100%'>Quelle: ElvisInHawaii.Com</span>

Am 08. Juli 1972 berichtete der "The Memphis Commercial Appeal", dass Elvis Presley für den Herbst '72 ein weiteres Fernsehspecial plane. Es sollte sich um ein etwa einstündiges Konzert handeln, dass über einen Satelliten in den fernen Osten und nach Australien übertragen werden solle. In den USA werde die Show zu einem späteren Zeitpunkt gezeigt werden. Die Show selbst solle auf Hawaii stattfinden. Die Idee zu diesem Special kam Colonel Parker, weil er seit dem Comeback seines Klienten mit Tourneeanfragen aus dem Ausland regelrecht zugeschüttet wurde.

Auch Elvis betonte mehrfach, er sei an Tourneen außerhalb Amerikas durchaus interessiert, doch Parker vertrat die (durchaus richtige) Ansicht, dass man in der gleichen Zeit innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika mit wesentlich geringerem Aufwand einen erheblich größeren Gewinn erzielen konnte. Um der Nachfrage Herr zu werden, Elvis aber nicht um die halbe Welt schicken zu müssen, bot sich ein weltweit vermarktetes TV - Konzert geradezu an.

Man fasste den November 1972 als Zeitraum ins Auge. Elvis hätte seine Gastspielreihe im Hilton beendet und könnte die Show im Rahmen einer weiteren Tournee absolvieren. NBC - TELEVISION wurde als Partner gewonnen und der Sender wurde verpflichtete sich, sämtliche Kosten für das Special zu übernehmen. Schlussendlich sollte die Show 2,5 Millionen US - Dollar kosten und damit die teuerste Fernsehshow bis dato werden. Das Filmstudio MGM legte gegen den Termin Protest ein, denn im April 1972 hatte Elvis seine damalige Tournee für den Dokumentarfilm "Elvis On Tour" filmen lassen.

Und dieser Film sollte im November in die Kinos. Da MGM Umsatzeinbußen befürchtete, verschob man das Fernsehevent auf den 14.01.1973. Auch dieser Termin passte gut, konnte Elvis doch von Hawaii aus gleich nach Las Vegas fliegen, wo er ab dem 26.01.1973 für eine neuerliche Gastspielreihe im Hilton Hotel gebucht war. Direkt nach der Closing Show des "Elvis Summer Festival" in Las Vegas trat Elvis in den frühen Morgenstunden des 05. September 1972 zusammen mit Rocco Laginestra, dem Präsidenten von RCA, vor die Journalisten. Neben dem Termin der Show wurde auch angekündigt, man erwarte die höchsten Einschaltquoten, die ein derartiges Special je erzielt habe. Zudem gehe man von mehr als einer Million vorbestellter Soundtrack - Alben aus.

Obgleich die Fernsehshow verschoben worden war, startete die angekündigte Tournee am 08.11.1972 in Lubbock, Texas. Da man bei RCA plante, den Soundtrack zur Fernsehshow im neuen Quadraphonic - Verfahren* herauszubringen, schnitt man Elvis' Konzerte in Long Beach am 14. und 15. November in diesem neuen Tonformat mit. Die Tour endete mit insgesamt drei Konzerten in Hawaii.

Am 17. November trat Elvis einmal und am 18. November zweimal auf. Nach der letzten Show hielt er im Rainbow - Room des Hawaiian Village Hotel eine erneute Pressekonferenz ab. Elvis gab bekannt, dass die Erlöse aus den Eintrittsgeldern der Fernsehshow dem Kui Lee Krebs Fund zur Verfügung gestellt würden. Die ersten 1.000 Dollar spendete Elvis selbst. In den folgenden Wochen traf sich Elvis erstmals mit Marty Pasetta, dem Produzenten der Show.

In einem Interview hat sich Pasetta an das erste Treffen mit Elvis erinnert. Demnach saßen links und rechts von Elvis zwei seiner Bodyguards, die zu Beginn ihre Revolver auf den Tisch knallten und den, offenbar unwillkommenen, Gast grimmig anstarrten. Der Produzent entschloss sich seinen Erinnerungen nach zur Flucht nach vorn und erklärte Elvis, er habe sein Konzert in Long Beach gesehen und sei nicht sonderlich angetan gewesen. Zwar habe er gut gesungen, sich aber zu wenig bewegt, was im Fernsehen eher langweilig wirke. Zudem sei er übergewichtig und müsse sich bis zur Show in Form bringen.

Die Gorillas neben Elvis setzten sich in Positur und der King selbst starrte Pasetta einfach nur fassungslos an. Plötzlich, so Pasetta weiter, habe Elvis lauthals angefangen zu lachen und meinte, es sei nun das erste Mal seit fast zwanzig Jahren, dass er von einem Produzenten ein ehrliches Wort gehört habe. Von da an arbeitete man perfekt zusammen und Elvis war mit vollem Engagement bei der Sache.

Ende November begann Elvis mit intensivem Sport - Training und einer strengen Diät, um sich für den Fernsehauftritt in Form zu bringen. Parallel dazu begann er, zusammen mit Charlie Hogde, seinem "Mädchen für Alles", Lieder auszusuchen, die man eventuell vortragen könnte. Da man erst vor wenigen Monaten eine Live - LP veröffentlicht hatte, war ein Großteil des Tournee - Programms den Fans bereits bekannt, so dass eine Veränderung des Repertoires unumgänglich war.

Am 07. Januar begann am Hawaiian International Center der Ticketverkauf. Der Vorverkauf per Post lief bereits seit ein paar Tagen und 4.000 der 5.500 Karten waren bereits vergriffen. Noch am selben Tage wurden auch die restlichen Eintrittskarten verkauft, so dass man sich entschied, auch für die Generalprobe Tickets herauszugeben.

Als Elvis zwei Tage später auf Hawaii eintraf, war auch die zweite Show ausverkauft. Nachdem die Boing 747 um etwa 16.00 Uhr gelandet war, wurde Elvis per Helikopter vor das Hilton geflogen, wo bereits mehr als 1.000 Fans auf ihn warteten. Die Landung des Hubschraubers, sowie die anschließende Fahrt zum Hotel wurde von NBC TELEVISION gefilmt. Elvis schüttelte Hände, küsste Babys und die dazugehörigen Mütter und schien sich prächtig zu amüsieren.

Am selben Tage besuchte er auch das HIC, der Konzertarena, von der aus das Special gesendet werden sollte. Marty Pasetta hatte eine Bühne konstruiert, die aus mehreren Ebenen bestand, auf denen sich die Musiker und Sänger befinden sollte. Elvis aber wollte seine Leute direkt hinter sich haben und somit wurde alles wieder abgebaut. Am folgenden Tag begannen für Elvis die Proben. Die Musiker und Chöre waren bereits seit einigen Tagen auf der Insel und hatten das Programm geprobt.

Das Repertoire bestand neben den neuen Liedern aus der August - Gastspielreihe in Las Vegas aus Countrysongs, die nicht nur von der Melodie recht simpel, sondern den Musikern auch wohlbekannt waren. Der Aufwand hielt sich dadurch in Grenzen. Elvis konnte sich die neuen Texte allerdings nur mühsam merken, so dass man "Idiot - Cards" schrieb, von denen er während der Show die Texte ablesen konnte, sollte er einmal ins Stocken geraten. An sich verliefen die Vorbereitungen recht entspannt ab. In der feien Zeit erkundeten die Musiker die Insel oder gingen zum surfen.

Elvis selbst wurde des öfteren mit seiner Freundin beim Shopping gesichtet. Auch der Jumpsuit traf auf der Insel ein und letzte Anproben des mehr als 1.000 Dollar teuren Bühnenkostüm wurden vorgenommen. Aufregung gab es lediglich, als Elvis sich mit seinem Freund Jack Lord, dem Hauptdarsteller der Fernsehserie "Hawaii 5.0", traf und danach verkündete, er habe ihm den Gürtel seines Bühnenkostüms geschenkt. Im panischer Hektik wurde Bill Belew, der Designer der berühmten Elvis - Jumpsuits, in Los Angeles verständigt, er möge sofort ein zweites Exemplar anfertigen. Das gestaltete sich insofern schwierig, als dass die dafür erforderlichen Glasperlen und Edelsteine nicht zur Verfügung standen und zuerst angefordert werden mussten. In letzter Sekunde traf der Gürtel ein und die Show konnte losgehen.

Am 12. Januar fand vor ausverkauftem Haus die Generalprobe statt. Auch dieses Konzert wurde gefilmt und von RCA mitgeschnitten. Dadurch hatte man eine Show in Reserve, sollte irgendetwas mit der Satellitenübertragung oder der Schallplattenaufnahme nicht funktionieren. Elvis absolvierte die Probe locker und lässig. Mit einer durch Diät, Sport und Appetitzügler wiederhergestellten Top - Figur betrat er braungebrannt und lässig grinsend die Arena. Der Vortrag war voller Engagement und der Spaß an der Sache war ihm anzusehen. Er suchte häufig Kontakt zu den Fans und bestritt den Auftritt mit einer gesunden Ironie. Lediglich zwei Dinge waren Auffällig. Zum einen bewegte er sich kaum noch und zum anderen hatte er mehr als nur einmal Schwierigkeiten mit dem Text.

Im großen und ganzen aber war es eine gute Show, die auch von der lokalen Presse hoch gelobt wurde. Der folgende Tag wurde erneut für letzte Proben genutzt. Das Produktionsteam hatte bemerkt, dass die Show kürzer war, als man es geplant hatte. Um die Lücke von etwa 10 Minuten zu füllen, bat man Elvis, zusätzliche Songs ins Programm zu nehmen. Elvis entschied sich für "It's Impossible" und "The Impossible Dream". Die Lieder wurden geprobt und man war gerüstet für den nächsten Tag. So dachte man zumindest, bis die Elektronik in der Halle unter der Last der angeschlossenen Technik zu streiken begann.

Zunächst flackerten die Lichter, gingen aus und kurz darauf wieder an. Nach diesem Vorfall meldeten die Techniker von RCA, dass ein undefinierbarer Brumm - Ton zu hören sei. Es wurde festgestellt, dass die Kabel dem Energiebedarf nicht gewachsen waren und ausgetauscht werden mussten. Die Marine wurde zur Hilfe gerufen, da sie die einzige Organisation darstellte, die nicht nur über solche Kabel verfügte, sondern diese auch binnen der nächsten Stunde liefern und verlegen konnte. Mit Sirenengeheul fuhren die Marinestreitkräfte vor und versorgten die Techniker mit dem nötigen Equipment. Nur Minuten vor der Liveübertragung waren die Kabel verlegt und das Störgeräusch verschwunden. Ebenfalls nur wenige Minuten vor dem Beginn des Konzertes entschied sich Elvis, die zusätzlich geprobten Lieder zu kippen. Stattdessen sollten nun "Johnny B. Goode", "I Can't Stop Loving You" und ein Rock' n Roll - Medley, bestehend aus "Long Tall Sally" und "Whole Lotta' Shakin' Goin' On" gespielt werden. Bei den ersten beiden Titeln war das Problem nicht allzu groß, waren diese Lieder doch häufig in den Konzerten des King zu finden. Das Medley allerdings war in dieser Form noch nicht geprobt worden, doch Elvis vertraute auf das Improvisationstalent seiner Musiker. Er handhabte sein Repertoire generell eher lax, so dass die Band nie genau wusste, was er als Nächstes singen würde. Lediglich der Produzent der Show und die zusätzlichen, lokalen Musiker, wurden nervös. Doch es half alles nichts, die Uhr zeigte erbarmungslos 0.30 Uhr Ortszeit und die Liveübertragung ging los.

Mit der Richard Strauß Komposition "Also Sprach Zarathustra" wurde das Event dem Anlass entsprechen eingeleitet, ein Trommelwirbel ertönte und Elvis Presley betrat die Bühne. Er sah absolut perfekt, beinahe unwirklich aus. In seinem weißen, mit glitzernden Steinen besetzten Jumpsuit wirkte er wie seine eigene Ikone. Er nahm sich eine schwarze Gitarre und griff leicht unsicher zum Mikrophon, um seinen typischen Opener "See See Rider" zu bringen. Doch im Gegensatz zu seinen sonstigen Konzerten sang er unsicher, lethargisch und zaghaft. Er wirkte wie paralysiert. Auch der folgende Titel, seine Hit - Single "Burning Love", wurde mehr als zurückhaltend interpretiert. Lediglich am Schluss bewegte er sich ein wenig und sang mit einigem Elan. Doch seine kurze Begrüßungsrede zeigte, dass seine Nervosität noch lange nicht überwunden war.

Die Beatles - Ballade "Something" wurde äußerst langatmig vorgetragen und Elvis schien fast gelähmt angesichts der gigantischen Menschenmenge, die ihm zusah. Die nächsten beiden Lieder zeigten einen Elvis, der noch immer mit äußerster Vorsicht sang und dem man die Panik vor eventuellen falschen Tönen deutlich ansah. Die Ballade "My Way" folgte. Frank Sinatra' s dramatische Ballade wirkte schon fast zu perfekt. Ohne Ecken und Kanten, zu glatt. Während "Love Me", einem Lied, das in fast jeder Show vorkam und das Elvis vermutlich im Schlaf singen konnte, taute der King schließlich auf.

In den Rock'n Roll Song "Johnny B. Goode" legte er trotz der Fernsehkameras nicht allzu viel Engagement und der Titel zeigte deutlich, dass seine Tage als "King Of Rock'n Roll" vorbei waren. Er machte deutlich, dass ihm diese Art von Musik nicht sonderlich am Herzen lag und mehr ein Zugeständnis an vergangene Tage, als eine Herzensangelegenheit darstellte. Nachdem sich ein Großteil der lähmenden Nervosität gelegt hatte, trug er die Ballade "It's Over" mit absoluter Perfektion vor. Nur Elvis Presley konnte ein Lied so ergreifend singen, wie er es hier tat.

Nach diesem grandiosen Vortrag folgte der Klassiker "Blue Suede Shoes", der stark gekürzt und ein wenig desinteressiert gesungen wurde. Nachdem Elvis seinem Publikum damit einmal mehr gezeigt hatte, was er von seinen eigenen Hits der 50'er Jahre hielt, bot er mit der Countryballade "I'm So Lonesome I Could Cry" eine seiner besten Performances überhaupt. "I Can't Stop Loving You" wurde flott vorgetragen. Am Anfang wollte Elvis seinem Pianisten wie gewohnt die Frage "You Know, What I Can't Do?" stellen, doch Glenn D. Hardin legte sofort mit dem Eröffnungsriff los.

Elvis wirkte für den Bruchteil einer Sekunde völlig irritiert, dann schien ihn dieses Missverständnis zu erheitern. Der 1956'er Hit "Hound Dog" wurde noch nicht einmal eine Minute lang vorgetragen, zumal Elvis lediglich die ersten vier Zeilen sang und diese mehrfach wiederholte. Das dramatische "What Now My Love" folgte. Zwar war der Vortrag an sich in Ordnung, doch schaffte Elvis die Übergänge nicht so glatt und gekonnte, wie man es von ihm gewohnt war. Irgendetwas fehlte an diesem Tag. Das gewisse Etwas, das ein Elvis - Konzert auszeichnete fehlte. Während "Fever" flirtete Elvis mit dem Publikum, jede Bewegung von ihm wurde mit hysterischen Schreien hunderter Frauen quittiert, eine Tatsache, die Elvis sichtlich amüsierte. Mit "Welcome To My World" folgte ein weiterer Countrysong, bei dem Elvis sich dem Publikum näherte und seine Tücher verteilte.

Nach mehr als einer halben Stunde schien der King aufgetaut zu sein und zeigte, dass unter all dem Makeup, den getafteten Haaren und dem Glitzerkostüm ein Mensch steckte. Das nächste Lied war "Suspicious Minds", sein großer Hit aus dem Jahre 1969. Doch Elvis war diesen Song leid. Nur äußerst spärlich bewegte er sich zu Takt der Musik und auch hier bot er mehr Posen als wirkliche Action. Die Kamerawinkel änderten sich rasch, der Bildschirm wurde geteilt, alles blinkt, glitzert und bewegt sich. Nur Elvis nicht. Auch während diesem Song sucht er Kontakt zum Publikum, eine Dame streicht ihm durchs Haar, eine weitere bekommt sogar einen Kuss. Dem Lied hilft das alles nichts. Obwohl die Band exzellent ist, merkt man dennoch allen Beteiligten an, dass man dieses Titels nach drei Jahren im Showprogramm überdrüssig ist. Trotz der wenigen Bewegungen ist Elvis außer Atem, der Break wird zur Vorstellung der Band genutzt.

Elvis sagt, was er immer sagt. Doch als er auf die Spenden eingeht und frei sprechen muss, merkt man ihm seine Nervosität an. Er stottert ein wenig und verhaspelt sich, als er die Höhe der Einnahmen nennen will. Schnell geht er zum nächsten Lied über. Die Ballade "I'll Remember You" wird perfekt gesungen und grandios gespielt. Das folgende Rock' n Roll Medley hingegen macht den Eindruck, als sei es achtlos zusammengerotzt. Elvis singt kraftlos, bewegt sich kaum und auch das Gitarrensolo von James Burton wirkt eher unvorbereitet. Nachdem Elvis damit einmal mehr bewiesen hatte, das er seine eigenen Klassiker lieber heute als morgen vergessen würde, folgt das Highlight der Show. Das opernhafte "An American Trilogy" wird mit einer fast beängstigenden Perfektion vorgetragen. Orchester und Chöre sind absolut phänomenal und auch Elvis scheint den Text förmlich zu leben.

Diese Nummer ist purer Bombast, Bläser, Streicher, Chöre und ein Sänger, der an vokaler Großartigkeit und stimmlicher Präsents nicht mehr zu schlagen ist. Ein überwältigender Vortrag, der ein für alle Male klarstellt, warum man diesem Mann den "King Of Entertainment" nannte. Nach diesem sensationellen Vortrag schleudert Elvis seinen Gürtel ins Publikum, und rockt sich anschließend durch "A Big Hunk O' Love". Obwohl auch dieser Song aus den 50'ern stammt, wirkt das neue Arrangement absolut zeitgemäß und auch Elvis scheint seinen Spaß zu haben. Gerade jetzt, da sich die Show zu Ende so großartig entwickelt, setzt mit "Can't Help Falling In Love" das Schlusslied ein.

Elvis bekommt sein Cape umgehangen, schreitet ein letztes Mal den Bühnenrand ab und schon erklingt das "Exit Theme". Ein letztes Posing, eine letzte Verbeugung und der King ist verschwunden.

Nachdem das Publikum den Saal verlassen hatte, nahm Elvis drei Titel seinen 1961'er Kinoerfolgs "Blue Hawaii" ein zweites Mal auf. Ebenso wurde Gordon Lightfoot' s "Early Morning Rain" erneut eingespielt. Diese Titel sollten fürs US - Fernsehen in die Show geschnitten werden, um dadurch einen weiteren Werbeblock schalten zu können.

Das "Aloha From Hawaii" Konzert kann abschließend aus zwei Blickwinkeln betrachtet werden. Zum einen gibt es die kommerzielle Seite. Und die ist wahrhaft überwältigend. Das Konzert wurde bei seiner Erstausstrahlung von 1,5 Milliarden (!) Menschen gesehen. Das bedeutet, dass ein Drittel der damaligen Weltbevölkerung dieses Fernsehspecial gesehen haben. In Amerika sahen mehr Menschen diese Show, als die erste Mondlandung. Weitere Rekorde gab es en' Masse: Auf den Philippinen erreichte die Show eine Quote von 91,8 %, die Sehbeteiligung in Korea lag bei knappen 80 % und in Japan sahen diese Show 37,8 % der Fernsehzuschauer. Das war die höchste Sehbeteiligung, die in diesem Land je gemessen wurde. In den USA lag die Sehbeteiligung bei ca. 51 % und damit ähnlich hoch, wie in den meisten anderen westlichen Ländern. Dieses Konzert wurde in Europa und den USA zeitversetzt gezeigt, live gesendet wurde in den fernen Osten und nach Australien. Lediglich das britische Staatsfernsehen weigerte sich, die Lizenzgebühr von 20.000 Pfund Sterling zu bezahlen.

Die Doppel - LP erreichte in den USA allein durch die Vorbestellungen Gold - Status und konnte bis auf Platz 1 der Charts vorrücken. Das Album entwickelte sich zum Dauerbrenner und wurde bis in die späten 80'er Jahre immer wieder nachgepresst.

1988 erschien auch die Probeshow vom 12.01.1973 auf LP und CD. Die eigentliche "Aloha" gibt es seit dem Beginn der 90'er Jahre auf einer CD. Im Jahre 1998 wurde die Tonspur digital gereinigt und erneut auf einer CD veröffentlicht. Seit 2000 sind beide Konzerte im Dolby - Digital - Tonformat auf DVDs erhältlich, in brillanter Bild- und Tonqualität.

Bis heute verkauft sich dieses Event mehr als solide. Elvis selbst konnte damals seinen Stellenwert als "King Of Entertainment" mehr als eindrucksvoll beweisen und zementierte sein Image als lebende Legende. Elvis präsentierte sich als gereifter Künstler und als Perfektionist. Er stilisierte sich zu seiner eigenen Ikone und legte sein Image für alle Zeiten fest.

Und genau daran krankt die Show. Elvis begnügt sich nur allzu oft damit, die Pose seines Images einzunehmen. Doch hinter der Pose herrscht Leere. Der Elvis aus dem August 1970, der voller Energie und Spielfreude zu Werke geht, der schwitzt, der arbeitet und der Spaß an seiner Arbeit hat, scheint vergessen. Rein äußerlich wirkt Elvis perfekter denn je. Doch er wirkt wie paralysiert, stocksteif und gelegentlich müde. Gleichzeitig macht er einen nervösen Eindruck. Er wirkt angespannt und lethargisch zugleich. Auch ist seine Stimme nicht immer tadellos. Das Memphis - Konzert aus dem März 1974 (veröffentlicht auf der LP "Elvis Recorded Live On Stage In Memphis" zeigt deutlich, dass er es besser kann.

Trotzdem ist die Show großartig. Sie zeigt Elvis im Zenit seiner Kariere. Er war zu diesem Zeitpunkt bekannter als Jesus Christus, der Papst oder die Marke "Coca Cola". Er war der meistphotographierte Mensch der Erde. Niemand hatte auch nur annähernd so viele Schallplatten verkauft wie er. Und nun hatten ihm mehr Menschen zugesehen, als irgendjemandem sonst. Es konnte nur noch bergab gehen...

* Im Gegensatz zum STEREO Verfahren, wird der Ton nicht für zwei, sondern für vier Lautsprecher aufbereitet. Neben den Frontboxen befinden sich hinter dem Zuhörer nochmals zwei Boxen, so dass neben der Breite des Raumes auch die Weite simuliert wird. Dieses Verfahren ist der Vorläufer der heute gängigen Sourround Formate. Die heutigen Tontechniken ergänzen das Quadraphonic Verfahren noch um einen Mittellautsprecher vorn und einen Mittellautsprecher hint


<span style='font-size:8pt;line-height:100%'>Quelle: <a href=' mitglied.lycos.de/dirklandwehr2/ ' target='_blank'>Die Seiten des Königs (Dirk Landwehr)</span>

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07 Jan 2003 14:38 #760077 von Danke / Thanks
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07 Jan 2003 16:51 #39713 von Mickey
Mickey antwortete auf Aloha From Hawaii

Elvis begnügt sich nur allzu oft damit, die Pose seines Images einzunehmen. Doch hinter der Pose herrscht Leere. Der Elvis aus dem August 1970, der voller Energie und Spielfreude zu Werke geht, der schwitzt, der arbeitet und der Spaß an seiner Arbeit hat, scheint vergessen.

Klingt hart, gibt aber auch meinen Eindruck wieder. :up: Das Special war keineswegs schlecht, aber eben doch zu bedächtig, zu aufgesetzt - Elvis-Mittelmass.

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09 Jan 2003 16:32 #40403 von Datcheffe
Datcheffe antwortete auf Aloha From Hawaii
Also , ich habe mir die Show vorgestern nochmal angesehen , nachdem ich diesen Beitrag gelesen habe.

Gut, Elvis hat nun mal nicht die Hammershow abgezogen, aber man darf nicht vergessen , das auch Elvis ungefähr wußte wie viele Leute ihn live oder auch zeitversetzt sehen würden.

Das er nervös war, eigentlich kein Wunder. Wer wäre das nicht????

Trotzalledem hat er sich richtig gut geschlagen. Mann , ich hätte mirwahrlich einge........ bevor ich mich so vielen Leuten gezeigt hätte.

Oder ich wäre wahrscheinlich vorher gestorben.

Also dafür , das so ein Event mit einem Solokünstler das erste Mal ablief, war er richtig gut. Und er hat genug Arsch in der Hose gehabt , das Ding durchzuziehen.

Respekt, mein Großer,Respekt :up: :up: :up:

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09 Jan 2003 19:37 #40448 von susan
susan antwortete auf Aloha From Hawaii

Obgleich die Fernsehshow verschoben worden war, startete die angekündigte Tournee am 08.11.1972 in Lubbock, Texas. Da man bei RCA plante, den Soundtrack zur Fernsehshow im neuen Quadraphonic - Verfahren* herauszubringen, schnitt man Elvis' Konzerte in Long Beach am 14. und 15. November in diesem neuen Tonformat mit. Die Tour endete mit insgesamt drei Konzerten in Hawaii.



Dieser Konzerte in Super Quali.
Das wäre nicht schlecht

@Charles super Beitrag :up:

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12 Jan 2003 05:11 #41322 von Ito Eats
Ito Eats antwortete auf Aloha From Hawaii
Hab mir letztens beide Show's nacheinander angesehen und muss sagen, das die Rehearsal - Show wesentlich unverkrampfter über die Bühne ging. Sein Lampenfieber muss gewaltig gewesen sein.In der zweiten Show kämpft er auch viel stärker mit seinen Schweissausbrüchen als in der ersten.Auch ist mir aufgefallen, das er bereits während der ersten Show ständig an seinem Gürtel herum gezerrt hatte, so das es für ihn eine riesen erleichterung gewesen sein muss, dieses Ding endlich los zu werden.

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03 Dez 2009 22:36 #760059 von Vincent-The-Falcon
Vincent-The-Falcon antwortete auf Aloha From Hawaii
Guter Artikel zum Aloha-Konzert:

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04 Apr 2012 22:42 #864564 von julchen
julchen antwortete auf Aloha From Hawaii
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04 Apr 2012 23:03 #864565 von Gelöschter Nick
Gelöschter Nick antwortete auf Aloha From Hawaii

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Ein bedeutendes Ereignis :up:

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05 Apr 2012 08:30 #864572 von Big Hunk
Big Hunk antwortete auf Aloha From Hawaii
Huii, ich habe doch neulich erst ein langes Posting zum 30. Jahrestag verfaßt. :huh:

Ob ich dieses anläßlich seines Jubiläums nochmal suchen soll?

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05 Apr 2012 15:08 #864590 von Donald
Donald antwortete auf Aloha From Hawaii
Es wird sicherlich ergiebiger sein als diese "tolle" Grafik von elvis.com.

Also: JA, BITTE! :beifall:

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05 Apr 2012 18:03 #864606 von edde
edde antwortete auf Aloha From Hawaii
Ja bitte!! :up:

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05 Apr 2012 18:36 #864614 von bluemoon
bluemoon antwortete auf Aloha From Hawaii
Wenn ich auf den Link klicke, geht bei mir Outlook auf. :null:

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05 Apr 2012 18:44 #864616 von edde
edde antwortete auf Aloha From Hawaii

Wenn ich auf den Link klicke, geht bei mir Outlook auf. :null:


Geh auf www.elvis.com und dort dann auf "events" und dort siehst du als unterste Rubrik die oben verlinkte Seite. :up:

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05 Apr 2012 18:51 #864618 von bluemoon
bluemoon antwortete auf Aloha From Hawaii
Naja, das liest sich jetzt nicht so bombig..... :null: Aloha auf DVD gucken und Elvis-Pool-Party. :lach2:

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