file Elvis Presley - The Album Collection (60 CD Deluxe Box Set)

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24 Mär 2016 20:13 #897772 von Donald

Earth Boy schrieb: Ich sprach von "aktuellen Strömungen der Popmusik der 70er Jahre", von denen Elvis wenig mitbekommen habe. Da wir von einem innovativen Künstler wie Bowie sprachen, dachte ich wirklich nicht an Zeug, das schon bei der Erstveröffentlichung altbacken (oder von mir aus auch retro) wirkte wie the last farewell oder mama can't dance und insofern gut zu dem passte, was Elvis angeblich privat überwiegend hörte. Auch I can help ist ja eher ein schwaches Gegenargument. Erstens soll - so vermutet Jorgendsen in A life in music - Felton die treibende Kraft hinter der Aufnahme gewesen sein, und die Outtakes scheinen das zu bestätigen. Wer außerdem von Billy Swan mehr als nur den Hit kennt, wird feststellen, dass dessen Musik auch recht countryesque war und insofern auch nicht weit Elvis eigenem Musikgeschmack entfernt war.

Eben. Altbackenes Zeug trifft es. Ich meine, ich mag diese Sachen. Aber man kann doch auf keinen Fall solche Lieder als Beispiele für aktuelle, angesagte Musik der 70er Jahre heranziehen. Meine Güte, das ist Country. Eine gänzlich andere Welt als Bowie, Led Zeppelin und Co.

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24 Mär 2016 20:23 - 24 Mär 2016 20:26 #897773 von Earth Boy

Colonel schrieb: Aber im Umkehrschluss anzunehmen er kenne die jeweils aktuelle Musik nicht ist dümmlich.


Meine Güte ist das hier und an anderer Stelle ein niedriges Diskussionsniveau...ach ne das hatte ich ja bereits an anderer Stelle erwähnt.

Beispiel als er With These Hands sang als er den Tiger traf. Die Story dass sie um Bus Radio hörten und Elvis anrief um nochmal Green Green Gras Of Homepage zu hören usw. zeigen schon mal das Gegenteil auf.


Wohl kaum. Erstens war das in den 60ern. Zweitens ist Green grass of homepage :grin: eine Countryschmonzette, die absolut in den musikalischen Kosmos passt, den Elvis privat hörte. Drittens ist Jones von den neuen Entwicklungen der 70er genauso weit weg, wie Elvis.

Suzi Quatro hatte er eingeladen


Wegen ihrer Musik?

Einem Weltstar wie er es war zu unterstellen er hätte keinen Plan davon gehabt was die aktuelle Musik angeht ist für mich der zweite große Schwachsinn


Ich unterstelle gar nichts. Ich kannte ihn wie gesagt ja nicht persönlich. Ich übernehme das, was ich aus diversen Büchern kenne und was mir plausibel erscheint.

Davon abgesehen gibt es keinen zwingenden Zusammenhang zwischen dem Status Weltstar zu sein und Ahnung von neuen musikalischen Trends und Entwicklungen zu haben. Oder glaubst du wirklich McCartney steigt durch die verschiedenen Strömungen der Rapmusik durch, nur weil er ein Weltstar ist? Selbst die Tatsache, dass er eine Single mit Kanye West aufgenommen hat, dürfte daran nichts ändern.

Auch hier wird wieder so larmoyanter Ton angeschlagen, weil man dem Weltstar vermeintlich unterstellt, dass er sich nicht für aktuelle Entwicklungen in der Popmusik interessierte. Na und. Wird Elvis Musik oder Leistung deshalb auch nur ein Stück weniger wertvoll, selbst wenn es so gewesen sein sollte?
Letzte Änderung: 24 Mär 2016 20:26 von Earth Boy.
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24 Mär 2016 20:38 #897775 von Donald

Earth Boy schrieb: Wird Elvis Musik oder Leistung deshalb auch nur ein Stück weniger wertvoll, selbst wenn es so gewesen sein sollte?

Das vielleicht nicht. Aber sein möglicherweise musikalisch sehr eng umgrenzter Horizont hat dann eben auch ein über die Jahre sehr, sehr ähnliches Live-Programm zur Folge. Oder was mir dazu auch immer wieder einfällt: Die Songs, die Elvis, soweit ich weiß, zur 69er Session angeschleppt hatte, weil er diese unbedingt aufnehmen wollte, die also SEINEN Beitrag zur Songauswahl dieser Mammutsession darstellen, sind die uninteressantesten und ältesten Nummern der gesamten Session.

Wenngleich ich zugeben muss, dass er "From A Jack To A King" mit sehr, sehr viel Engagement, Begeisterung und Herzblut gesungen hat. :wub:

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24 Mär 2016 20:53 #897776 von Earth Boy

Donald schrieb: Wenngleich ich zugeben muss, dass er "From A Jack To A King" mit sehr, sehr viel Engagement, Begeisterung und Herzblut gesungen hat. :wub:


Das stimmt, aber das Lied ist halt auch der Beweis, dass Engagement und Herzblut alleine nicht ausreichen.

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24 Mär 2016 21:18 #897777 von Alsterläufer

Harty schrieb:

Earth Boy schrieb:

Colonel schrieb: Elton John nahm Elvis auch wahr, Lisa mochte ihn doch.


Er muss ihn auch gemocht haben, da er nicht auf den Plattenspieler schoss. ;)

Elvis kann man nicht vorwerfen, er hätte die aktuelle Musik nicht gekannt. Ich kenne die aktuelle Musik auch nicht und vermisse sie auch nicht.

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24 Mär 2016 21:25 #897778 von Earth Boy
Ich werfe es ihm nicht vor! Es war lediglich eines meiner Gegenargumente, weshalb ich an die Bowie Story nicht glaube. Ich merke übrigens, dass ich mit zunehmenden Alter auch immer mehr den Anschluss an die aktuelle Musik verliere. Was soll's? Ich vermisse nichts.

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24 Mär 2016 23:14 #897779 von Donald

Earth Boy schrieb: Ich werfe es ihm nicht vor! Es war lediglich eines meiner Gegenargumente, weshalb ich an die Bowie Story nicht glaube. Ich merke übrigens, dass ich mit zunehmenden Alter auch immer mehr den Anschluss an die aktuelle Musik verliere. Was soll's? Ich vermisse nichts.

Das geht mir schon seit 20 Jahren so. Und je älter ich werde, desto klarer wird mir, dass diese Entwicklung einfach Ergebnis meines Musikgeschmacks ist. Das ist beruhigend, denn vor einigen Jahren versuchte ich noch ein bisschen krampfhaft, "am Ball" zu bleiben, obwohl es mich eigentlich gar nicht interessierte. Heute höre ich entspannt die Musik, auf die ich stehe.

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24 Mär 2016 23:15 #897780 von Donald

Earth Boy schrieb:

Donald schrieb: Wenngleich ich zugeben muss, dass er "From A Jack To A King" mit sehr, sehr viel Engagement, Begeisterung und Herzblut gesungen hat. :wub:


Das stimmt, aber das Lied ist halt auch der Beweis, dass Engagement und Herzblut alleine nicht ausreichen.

Das ist leider die Wahrheit. Die Songs, die Elvis angeschleppt hatte, fand ich immer am uninteressantesten. Nur fiel mir jüngst mal auf, dass er gerade diesen Song wirklich hörbar begeistert gesungen hat. Das ist sehr löblich und macht irgendwie Spaß zu hören, nur macht es den Song trotzdem auch nicht besser.

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24 Mär 2016 23:24 #897781 von Harty
@Earthboy

Das ist eine interessante Diskussion. Welche Strömungen der frühen 70er bis zum Tode hätte Elvis wahrnehmen sollen und entsprechend umsetzen ? Elvis hatte seine Wurzeln im Blues, Rythm and Blues, Gospel, Country und Rock and Roll. Wobei R&R sich seine Wurzeln wiederum aus den genannten Stilen bediente. Hätte Elvis sich dem Psychodelic oder Punk verschreiben sollen ? Songs wie "If you dont come back"oder "Just a little bit" waren schon den 70ern angelehnt. Es gibt funkige Live Versionen von Polk salad Annie. Man sollte auch bedenken Elvis war ein Solo Künstler. Die 70er waren aber von vielen Bands geprägt wie The Who, Deep Purple oder Queen. Warum muss sich ein Sänger der Zeit anpassen oder bedienen, wenn er doch selbst eine gigantische Historie aufweist. Elvis bediente sich den Bee Gees bevor diese mit ihren Disco Krachern so richtig abräumten.
@Donald
Elvis und musikalisch sehr eng umgrenzender musikalischer Horizont ? Man muss und soll nicht alles mögen, aber Elvis deckte wohl eine Menge an Stilen ab wie auch nun nochmal das Gesamtwerk in der Box zeigt. Zig Latin Nummern, Rock Nummern, Balladen noch zu den aufgeführten Stilen dazu. Es gibt einige sehr gute Seiten mit Internet , welche die private Records Sammlung von Elvis gut darstellen. Man sollte auch nicht vergessen Elvis wurde 1935 geboren, der wuchs mit den alten Sachen auf. Der Song Moody Blue zum Ende der Karriere entsprach gar dem damaligen europäischen Pop Standard. Promised land hätte von Bruce Springsteen auch nicht anders geklungen. Ich möchte Elvis nicht verteidigen, mich stören auch Dinge..aber war ein Solokünstler aus den 50ern. Er war kein Songwriter. Tom Jones hat sich auch erst in den spätern 80ern / Anfang der 90 er neu erfunden. Sein "Kiss" und "Sexbomb" kam noch später.
Hat Frank Sinatra sich neu erfunden ? Jerry Lee Lewis ? Chuck Berry ? Roy Orbison hatte auch erst Ende der 80er sein Comeback. Aber klang er wirklich neu ? Ich bin froh, dass er nicht zu Lennon mutierte und "imagine" trällerte :-).
Ich glaube tatsächlich der Tod zur musikalischen "Erweiterung" kam ihm dazwischen. Briggs war schon eine musikalische Veränderung in seinen Live Konzerten zu Ende seines Lebens. Naja er bediente sich auch Olivia Newton John, die war damals in den USA sehr angesagt. Er versuchte sich auch an ungewöhnlichen Elementen wie zB. in dem Song "Life". Das war schon sehr ungewöhlich für Elvis. Aber Elvis musste seine Wurzeln nicht verleugnen, das was handgemachte fantastische Musik. Seine Musik ist immer noch die erfolgreichste Musik eines Solokünstlers. 1977 starb der Junge aus Memphis. Im Jahr 2016 ist er immer noch in den Charts. Ob man das von einem Bowie z.b in 30 Jahren behaupten kann bezweifel ich stark. Well Done Mr. Presley !

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25 Mär 2016 09:07 #897783 von Earth Boy

Harty schrieb: @Earthboy

Das ist eine interessante Diskussion. Welche Strömungen der frühen 70er bis zum Tode hätte Elvis wahrnehmen sollen und entsprechend umsetzen ?


Ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass Elvis sich unbedingt an den Zeitgeist der 70er hätte anpassen müssen. Ich brachte den Punkt lediglich deshalb auf, weil ich deutlich machen wollte, dass ich nicht glaube, dass Elvis Bowie als Produzent in Erwägung gezogen hat.

Ansonsten bin ich ganz bei dir. Natürlich gibt es Songs, die Elvis von Led Zeppelin, Deep Purple, Bowie, den Ramones oder theoretisch sogar von den Sex Pistols oder Kraftwerk hätte aufnehmen können, aber er hat es nicht getan. Außerdem hätte vieles auch nur wie billige Anbiederung gewirkt, so wie bei unzähligen anderen Künstlern, die dem Disco-Zeitgeist der 70er hinterher gehechelt sind. Gerade solche Sachen, sind was den Sound angeht, in meinen Augen weniger gut gealtert als vieles was Elvis in den 70ern aufgenommen hat.
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25 Mär 2016 13:31 #897786 von Harty
@Earthboy
Ich gebe mir Mühe Dich zu verstehen. Die aufgeführten Beispiele der Gruppen entstanden Ende der 60er oder Anfang der der 70er. Elvis tief verwurzelt mit dem Süden hatte einen kompletten anderen Background als Gruppen aus den UK oder Bands der Westküste. Viele Songs , die ich heute aus 70er höre (nicht Elvis bezogen) sind teilweise schöne Kinheitserinnerungen, vieles aber nicht mehr hörbar. Dazu waren die 70er sehr Bandlastig. Elvis war (keine Entschuldigung) auf sich selbst gestellt. Meine aufgezeigten Beispiele zeigten, dass Elvis Strömungen wahr nahm, aber vielleicht war der Rest ganz einfach nicht sein Geschmack. Ich hatte eine Enttäuschung aus deinem Post interpretiert, das mag falsch gewesen sein. Aber Elvis war kein Discoboy in den 70ern :-). Aber es ist auch Tatsache, dass einige seiner modernen Versuche wie "Ive got a thing about you baby" bei den Fans nicht ankamen. "Moody blue" war in Europa erfolgreich, in den USA nicht. Elvis war vielleicht zu sehr in seinem engen Umfeld gefangen. Privat jammte er auch mit den Buddies die good old songs. Er war konsequent in seiner Musik, vielleicht zu konsequent am Ende. Anfang der 70er insbesonders 1970 nahm er die Strömungen wahr , diese Schaffenszeit von Elvis ist mein persönliches Highlight. Es gibt nur sehr wenige Künstler die es schafften immer wieder Neues zu schaffen. Das ist ein Bowie (nicht meine Musik, aber er hat seinen Platz verdient) , das ist auch eine Madonna oder war auch eine Tina Turner. Aber über die Jahrzehnte betrachtet war es auch ein Elvis Presley. Vom klassischen Rock'n Roll, bis zum Pop in den 60ern, seine erfolgreichen Gospelausflüge und zu Beginn der 70er.
Seine 69er Songs wie In the ghetto oder auch Susp minds entsprachen damals dem Zeitgeist. Legendär ist doch sein Satz über die neuen Gruppen im 68 Special. ich denke aber auch ein großer Grund des "Stillstandes" Ende der 70er war sein psychischer und physischer
Zustand.

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26 Mär 2016 10:09 #897790 von Colonel
Ich vermisse jetzt was sein Lebenswerk angeht nichts. D.h. eigentlich bin ich froh dass er nicht versucht hat sich an aktuellen Strömungen wie Glam Rock, Psychadelic, Disco oder sonstwas zu versuchen. Dennoch bleibe ich dabei dass ich es für total vermessen halte daraus zu schließen er habe von all dem NEUEN was es so gab nichts mitbekommen. Er hat unzählige aktuelle Nummern gecovert. Sich d i e Sachen aus den Charts rausgepickt die er mochte und singen wollte .
Also hat er sehr wohl mitbekommen w a s es Neues gab. Und hier Aussagen von einem Stanley heranzuziehen ...oder Esposito der binnen Stunden zwei verschiedene Stories ablieferte w o Elvis Leiche lag

Bei allen Macken die der King gehabt haben mag, aber zu unterstellen er habe nichts von neuer aktueller Musik mitbekommen habe ist wirklich grotesk. Selbst ein Otto Normalverbraucher kann sich dem kaum entziehen ...
Selbst wenn es z.b so gewesen wäre dass er die Jungs von Led Zeppelin sah und nicht gewusst haben soll wer die wären....so kannte er womöglich schon Songs von denen (Stairway to heaven wohl ganz sicher) aber hat sich womöglich den Namen nicht gemerkt und hatte sicher auch keine Gesichter dazu im Kopf .
Aber Hallo? Obwohl ich hunderte Interpreten im Musik Schrank habe könnte mir genau das Gleiche auch passieren. Und wenn man Sachen kennt sie aber vieleicht nicht mag erst recht.

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26 Mär 2016 11:00 - 26 Mär 2016 11:10 #897791 von Earth Boy

Colonel schrieb: Und hier Aussagen von einem Stanley heranzuziehen ...oder Esposito der binnen Stunden zwei verschiedene Stories ablieferte w o Elvis Leiche lag


Es besteht ein Unterschied beim Erinnern, ob es um konkrete Situationen oder Eigenschaften oder Eigenarten eines Menschen geht. Bei der Situation ist die Wahrscheinlichkeit sich falsch zu erinnern hoch. Bei den Eigenarten ist sie das bei einem Menschen, den man lange kennt, nicht. Ich mag mich vielleicht täuschen, ob jemand einen blaue Hose an einem bestimmten Tag trug, aber ob jemand sich sehr für Kunst interessiert oder emotional ist, da irrt man sich nach mehr als 10 Jahren Bekanntschaft eigentlich nicht.

Ansonsten argumentierst du mit Begrifflichkeiten wie "wohlmöglich" oder "ganz sicher" weil du außer deiner Überzeugung, dass es so war, wie du es gerne hättest, nichts an Belegen hast.

Ich habe ehrlich gesagt Probleme zu verstehen, weshalb der Gedanke für dich so unerträglich ist. Zumindest schließe ich das aus deiner Reaktion hier.
Letzte Änderung: 26 Mär 2016 11:10 von Earth Boy.

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26 Mär 2016 11:49 #897796 von Harty
Grundsätzlich wird man Fan wenn einem die Musik gefällt. Ausschlagebendes Merkmal in diesem Fall die Stimme und Musikstilvielfalt von Elvis Presley. Haben die Rolling Stones sich groß verändert in ihrer Musik ? Ich behaupte : nein. Nehmen wir die Beatles die sich in einem sehr kurzen Zeitraum musikalisch veränderten. Hier waren aber auch sehr kreative Köpfe am Arbeiten. Elvis legte sich nie auf einen Stil fest. Er wollte jeden bedienen. Elvis Presley hatte keinen Quincy Jones. Er hatte Felton Jarvis, sehr Nashville bezogen. Vielleicht wäre ein Wechsel der Musiker sinnvoll gewesen. Keine Frage die Musiker sind erstklassig, aber auch stark in ihrem Stil gefangen. Ganz ehrlich: wenn ich mich entscheiden müsste zwischen James Burton oder Brian May. Ich würde mich für Brian May entscheiden :-). Ausnahme ist Jerry Scheff, der bedingt durch seine Mitarbeit beispielsweise bei den The Doors ein ganz Großer. Man höre sich nur die Bassläufe bei den zahlreichen Polk Salad Annie Versionen an. Jerry ist flexibel bis zum Funk. Glen Hardin ist ein netter Country Pianist. Ronnie ist unschlagbar am Schlagzeug. Briggs war am Ende schon ein Versuch in eine andere Richtung. The Voice und Sherill Nielson habe ich nie verstanden. The Stamps etc hatten sich am Ende auch schon überlebt ;-). Es gehören aber auch Plattenfirma und Management dazu, was produziert werden soll. Auch wenn Presley 1977 angeblich pleite war, die Produktion vom CBS Special war schon der Todesstoss. Wenn ich nun aber die Albums Box in den Händen halte sage ich schon WOW: Was ein Output.

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28 Mär 2016 11:41 #897808 von Earth Boy

Harty schrieb: Grundsätzlich wird man Fan wenn einem die Musik gefällt. Ausschlagebendes Merkmal in diesem Fall die Stimme und Musikstilvielfalt von Elvis Presley. Haben die Rolling Stones sich groß verändert in ihrer Musik ? Ich behaupte : nein.


Nun mit Beggars banquet ist sicher eine Veränderung eingetreten und sie haben den Stil gefunden, dem sie meistens bis heute treu blieben. Dennoch gab es gelegentlich Abweichungen von der erprobten Formel, so haben sie sich später bspw. mit I miss you und Emotional rescue der Disco Musik angenähert. Aber im großen und ganzen hast du schon recht.

Elvis Presley hatte keinen Quincy Jones. Er hatte Felton Jarvis, sehr Nashville bezogen. Vielleicht wäre ein Wechsel der Musiker sinnvoll gewesen.


Das war allerdings Elvis "Schuld". Er hätte sicher mit renommierten Produzenten zusammen arbeiten können, wenn er es gewollt hätte. Im waren jedoch andere Dinge wichtiger. Ob jetzt ein Quincy Jones oder Phil Spector bessere Alben gezaubert hätten, ist aber rein spekulativ. Des Weiteren muss man Felton zu gute halten, dass bspw. das Today Album einen damals sehr modernen Sound hatte.

Es gehören aber auch Plattenfirma und Management dazu, was produziert werden soll.


Eigentlich nicht. Zumindest dann nicht, wenn es sich um echte Künstler handelt.

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