file Elvis Country - "I'm 10,000 Years Old" (Album)

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25 Jun 2016 19:50 - 25 Jun 2016 19:51 #898783 von Donald

Alsterläufer schrieb:

dschungelkönig schrieb: Die Meinung unseres Alsterläufers zu "Funny.,." kann ich nicht recht nachvollziehen, sind doch alle Konzertfasungen die nach der Studioeinspielung entstanden arg nachlässig intoniert. Vom sensiblen und sorgsamen Gesangsvortrags des Glitzeranzugträgers bleibt dort wenig bis nix übrig.


Ich finde die Live-Vorträge lockerer als die Studioeinspielung.

Der Beweis: Live funzt der Song noch viel, viel besser! :ergeben:

Ich war etwas irritiert, weil es mir so vorkam, als ob in diesem Clip zum Teil andere als die mir bekannten Aufnahmen gezeigt würden. Beim Gegencheck mittels der DVD habe ich dann festgestellt, dass bei diesen Szenen im Film mehrheitlich Splitscreen eingesetzt worden ist und der youtube-Uploader lediglich eines der beiden Bilder verwendet hat, also z.B. die Gegenschüsse aufs Publikum rausgelassen hat. Wieder ein unwichtiges Rätsel gelöst. :up:
Letzte Änderung: 25 Jun 2016 19:51 von Donald.

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25 Jun 2016 19:54 - 25 Jun 2016 19:55 #898784 von dschungelkönig
dschungelkönig antwortete auf Elvis Country - "I'm 10,000 Years Old" (Album)
Ja, findet man so auf diversen import DVD s. Dabei ist der Splitscreen doch ein echter Pluspunkte bei On Tour.

Vertrauen sie mir, ich weiß was ich poste.
Letzte Änderung: 25 Jun 2016 19:55 von dschungelkönig.

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25 Jun 2016 22:02 #898786 von Lonegan

Earth Boy schrieb: Elvis Country

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Cover Vorderseite

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Cover Rückseite
Katalognummer: LSP 4460
Veröffentlichung: Januar 1971
Höchste Platzierung USA: 12

Review

Auch ein Album, mit welchem ich mir schwer tue, trotz Kritikerlob. Das mag ein wenig am Fokus auf Country Musik liegen, die mir ja nicht so zusagt, aber das alleine kann es nicht sein, denn viele der Songs sind überhaupt keine reinrassigen Countrylieder. Das Album habe ich mir schon lange nicht mehr angehört, schauen wir mal, ob mir das Album heute besser gefällt. Um es gleich vorneweg zu nehmen, die Einblendung von I was born about ten thousand years ago ist eine absolute Schnapsidee, die einfach nur gewaltig stört.


1. Snowbird
Welch wunderbarer Einstieg in das Album. Ein heiterer, fluffig-lockerer Folksong, der Lust auf das Album macht. Einziger Kritikpunkt ist für mich die nachträglich overdubbde E-Gitarre, die für mein Empfinden die Atmosphäre ein wenig zerstört, weshalb ich mir lieber die Outtakes dieses Lied anhöre. Hübsch.
****,5

2. Tomorrow Never Comes
Eine tolle Nummer, die sich immer weiter steigert und von Elvis mit großer Leidenschaft gesungen wird.
****,5

3. Little Cabin On The Hill
Wenn ich das Lied höre, sehe ich vor meinem geistigen Auge Rednecks mit Fiedeln, langen Bärten und halblangen Jeans durch die Gegend springen. Das Lied ist für das, was es sein möchte, sicherlich großartig, aber es trifft eben nicht meinen Geschmack.
*

4. Whole Lot-ta Shakin' Goin' On
Eine Rock'n'Roll Klassiker, der von einem coolen Drum pattern eingeleitet wird und ein sehr geiles für damalige Verhältnisse mordernes Arrangement aufweist, welches sich stark von Lewis Version unterscheidet. Auch ist es fantastisch zu hören, wie sich Elvis zum Schluss immer weiter reinsteigert und das Ganze mit diversen Lauten befeuert.
*****

5. Funny How Time Slips Away
Ein sehr populäres und somit oft gecovertes Lied. Warum weiß ich eigentlich nicht so recht. Es ist zugegebenermaßen nett, aber eigentlich schleppt es sich für mein Geschmack etwas unspektakulär dahin. In der Liedmitte gibt es immerhin ein feines und für Elvisverhältnisse recht langes Gitarrensolo von Burton (?).
**

6. I Really Don't Want To Know
Eine gefällige Countryballade, die mir (fast) erwartungsgemäß aber nicht besonders viel gibt.
*,5

7. There Goes My Everything
Und noch eine Countryballade, die aber zum Glück mit einem deutlich eingängigeren Refrain aufwarten kann.
***

8. It's Your Baby, You Rock It
Ein für damals sehr modernes Arrangement, trifft auf einen Text voller Bilder, die nicht immer gelungen sind, das Ganze garniert mit einer netten Melodie und fertig ist ein Pop-Song, der mir trotz der angesprochenen Kritikpunkte ausgesprochen gut gefällt, womit ich wohl in der Minderheit bin.
****

9. The Fool
Die Nummer basiert auf einem coolen Riff, doch bedauerlicherweise hat das Lied aber nicht mehr zu bieten, sodass ich irgendwo zwischen 2,5 und 3 Sternen schwanke. Ich entscheide mich für drei Sterne, da es mir doch deutlich besser gefällt als einige der Countryballaden auf der Scheibe.
***
10. Faded Love
Elvis singt großartig und obwohl die Version von Elvis in einem bluesigen Gewand daherkommt, was mir sicher mehr liegt, finde ich die Melodie des Liedes sehr beliebig und wenig begeisternd.
**,5

11. I Washed My Hands In Muddy Water
Eine geile rockige Nummer, bei welcher sich Elvis wieder wunderbar reinsteigert. Einziges dickes fettes Manko sind die völlig unpassenden Bläser, die man nachträglich hinzugefügt hat. Für die unbearbeitete Version gibt es von mir
****

12. Make The World Go Away
Hier haben wir mal eine Countryballade, die sogar mir gefällt. Toller Gesang und schön zuckrig arrangiert. Ein wunderbarer Abschluss für diese LP.
****

Fazit:

Es ist verdammt schwer für mich, die Platte zu bewerten. Auf der einen Seite gibt es richtig tolle Lieder, die ich gerne höre. Andererseits besteht die LP zur Hälfte aus Liedern, die ich mir eigentlich nie anhöre. Auch wenn ich der objektiven Qualität des Albums sicher ein wenig unrecht tue, gebe ich ***,5.



Little Cabin, ist wirklich saupeinliche Landei-Mucke. Aber ansonsten gefällt mir eigentlich die ganze Platte. So ziemlich die beste aud den 70ern.

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25 Jun 2016 23:08 #898787 von dschungelkönig
dschungelkönig antwortete auf Elvis Country - "I'm 10,000 Years Old" (Album)
Besser als now ja wohl nicht :kopf1:

Vertrauen sie mir, ich weiß was ich poste.

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26 Jun 2016 12:17 #898793 von Earth Boy
Hier eine zeitgenössische Besprechung veröffentlicht im Rolling Stone Magazin am 04.03.1971 und verfasst von Peter Guralnick.

You wonder sometimes just who is controlling Elvis' career. In the middle of a typical movie soundtrack album, Spinout, you come across not only a raunchy "Down in the Alley" but the interpretation by which Bob Dylan would most like to be known. "Tomorrow is a Long Time." In a bland follow-up to his dynamic Memphis album, Back in Memphis, you find a brilliant and impassioned treatment of the Percy Mayfield blues, "Stranger in My Own Home Town." And now at a time when it seemed as if his career must sink beneath the accumulated weight of saccharine ballads and those sad imitations of his own imitators. Elvis Presley has come out with a record which gives us some of the very finest and most affecting music since he first recorded for Sun almost 17 years ago.

Elvis Country is, obviously, a return to roots. If nothing else the album cover, with its picture of a quizzical Depression baby flanked by grim unsmiling parents, would tell you so. Its subtitle, too, "I'm 10,000 Years Old" — taken from a song which weaves mystifyingly all through the record, fading in and out after every cut — should give a clue to its intent. And the selection of material, its manner and presentation, from the Bill Monroe tune which echoes "Blue Moon of Kentucky," the very first Sun release, to the Willie Nelson and Bob Wills blues, is a far cry from the slick country-politan which Elvis has been leaning on so heavily lately in his singles releases.

But it's the singing, the passion and engagement most of all which mark this album as something truly exceptional, not just an exercise in nostalgia but an ongoing chapter in a history which Elvis' music set in motion. All the familiar virtues are there. The intensity. The throbbing voice. The sense of dynamics. That peculiar combination of hypertension and soul. There is even, for those who care to recall, a frenzied recollection of what the rock era once was, as Elvis takes on Jerry Lee Lewis' masterful "Whole Lotta Shakin'" and comes out relatively unscathed. He has never sung better.

But the core of the album, and perhaps the core of Elvis' music itself, are the soulful gospel-flavored ballads, "Tomorrow Never Comes," "Funny (How Time Slips Away)," and the Eddie Arnold-Solomon classic, "I Really Don't Want to Know." Well, it's often seemed as if Elvis bore more than a passing resemblance to Solomon Burke. The way in which he uses his voice, his dramatic exploitation of vocal contrast, the alternate intensity and effortless nonchalance of his approach all put one in mind of a singer who passed this way before, only going the other way. And here he uses these qualities to create a music which, while undeniably country, puts him in touch more directly with the soul singer than with traditional country music. It was his dramatic extravagance in fact which set him apart from the beginning, and it is to this perhaps as much as anything else — to the very theatrics which Carl Perkins and Jerry Lee Lewis and Elvis all brought to hillbilly music — that we can trace the emergence of rock & roll.

There's not much to reproach about the album. Except for "Snowbird," an unaccountable choice to open this album or any other, the choice of material is unexceptionable. It does continue, it's true, a puzzling fascination with Eddie Arnold's songs, but these, too, are invested with Elvis' own particular brand of passion, and even "Make the World Go Away" becomes by transformation a kind of urgent plea. The production is fine and a big improvement on recent records. Instrumentation is perfect, from driving bass and rocking gospel-flavored piano to more traditional fiddle, harmonica, and dobro. On a good many of the songs there's the tasteful suggestion of strings and horns and a chorus appears on about half, but we really haven't heard so much of Elvis in a long, long time, and certainly the element of playfulness in his voice, the degree to which he is willing to take risks is something that has been absent since the very earliest days. There remains only the mystery of the album's theme and the song which gives it its title. Even that is not so much of a drawback as a puzzlement, though, since the song — fragmented as it is- gives promise of being one of his more exciting revival-styled numbers. If only it were put together again.

Well, I don't know what, really, this promises for the future. Elvis has never been exactly noted for his taste. Unlike Jerry Lee Lewis, say, who seems to possess a sure instinct for sticking to exactly what he is good at, Elvis has shown a distressing inability over the years to distinguish his strengths from his weaknesses. What is so encouraging about the album, of course, is its indication that he has not altogether laid waste to his talents, merely squandered them on efforts not worthy of his energy. The energy is still there, though, that much is certain. And if Elvis can only be persuaded to put out an album of blues now, too, we'll have in capsule a picture of the genesis of rock & roll and what first went into the make-up of one of its few authentic geniuses, this brilliant and altogether original performer.


Quelle: www.rollingstone.com

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26 Jun 2016 16:05 #898798 von dschungelkönig
dschungelkönig antwortete auf Elvis Country - "I'm 10,000 Years Old" (Album)
Ewig nicht gelesen. Immer noch großartig und wohl auch deshalb oft zitiert.

Vertrauen sie mir, ich weiß was ich poste.

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26 Jun 2016 17:28 #898803 von Earth Boy
Besonders der Satz: "You wonder sometimes just who is controlling Elvis' career. "

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05 Mär 2018 10:12 #908966 von Colonel
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