Biographie

Anfang

Elvis, der während des Höhepunktes der Depression in Tupelo / Mississippi am 08.01.1935 geboren wurde - wobei sein Bruder, Jesse Garon Presley, ca. eine halbe Stunde vor ihm tot zur Welt kam, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und zog im Teenageralter mit seinen Eltern Vernon und Gladys Presley nach Memphis, wo er den pulsierenden Schmelztiegel populärer Südstaatenmusik in Form von Blues, Country, Bluegrass und Gospel in sich aufsog.

Elvis 1937Elvis 1937

Nachdem er seinen Abschluß auf der Humes High School, die er von 1949 - 1953 besuchte, gemacht hatte, arbeitete er u. a. als LKW-Fahrer und sang, wenn überhaupt, nur selten in der Öffentlichkeit. Einige Demos von 1953 und 1954, die beim Memphis Recording Service in Memphis in erster Linie zum Privatvergnügen von Elvis eingespielt worden waren, sorgten, durch Nachdruck seiner Sekretärin Marion Keisker, beim Sun-Eigner Sam Phillips für steigendes Interesse.

Mitte 1954 brachte Phillips, der nach einem weißen Sänger mit schwarzem Feeling Ausschau gehalten hatte, Presley mit dem Gitarristen Scotty Moore und dem Bassisten Bill Black zusammen. Das Trio stieß offenbar beinahe zufällig auf eine Version eines Bluessongs von Arthur Crudup, und zwar „That's All Right Mama“, der dann, nach 9 Takes, die erste Single von Elvis wurde.

Elvis - Bill Black - Scotty Moore - Sam PhilippsElvis - Bill Black - Scotty Moore - Sam Philipps

Die fünf unter Sun veröffentlichten Elvis-Singles waren Wegbereiter für die Mischung von R&B und C&W, die schließlich Rockabilly-Musik auszeichnete. Die Behauptung, dass Elvis für die Akzeptanz von Blues auf dem weißen Musikmarkt sorgte, ist nicht die ganze Wahrheit; die Singles vereinten gewöhnlich Coverversionen von Bluessongs mit solchen von Country und Pop, und diese Mischung wurde zu Rock 'n' Roll (eine Bezeichnung die damals eigentlich noch gar nicht existierte) verarbeitet, mit dem typisch pulsierenden Beat, den Halleffekten und Elvis' mitreißenden, frenetischen Vocals. „That's All Right Mama“, „Blue Moon Of Kentucky“, „Good Rockin' Tonight“, „Baby Let's Play House“ und „Mystery Train“ bilden den Kern früher Rockklassiker.

SUN

Die Singles verkauften sich in der Umgebung von Memphis sofort sehr gut, und Ende 1955 kamen sie allmählich auch bei der Landbevölkerung der gesamten Südstaaten gut an. Presley, Moore und Black gingen mit einer Bühnenshow auf Tour, die immer ungebändigter und provokativer wurde und bei denen Elvis' kreisenden Hüften enorme Kontroversen auslösten. Als zur Instrumentierung schließlich noch Drums - gespielt von D. J. Fontana - hinzukamen, war der Schritt zu ausgewachsenem Rock vollzogen.

01.09.1955 - ganz rechts Elvis01.09.1955 - ganz rechts Elvis

Die letzte Single unter Sun, „I Forgot to Remember Forget“ / “Mystery Train“, landete in den nationalen Country-Charts Ende 1955 auf Platz 1. Elvis war offensichtlich ein Musiker mit dem Potential zum Superstar, und zog so das Interesse größerer Label und von Colonel Tom Parker auf sich, der später Elvis' Manager wurde. Da Sam Phillips dringend Kapital zur Expansion seines Sun-Labels benötigte, verkaufte er den Vertrag mit Presley Ende 1955 für 35.000 Dollar an RCA – ein Sonderangebot, wenn man zurückblickt, aber für damalige Verhältnisse eine astronomische Summe.

Von da an teilen sich die Meinungen der Musikhistoriker. Für Viele waren seine gesamten nachfolgenden Werke für RCA – die immerhin über 20 Jahre umspannten – ein stetiger Niedergang, die nie wieder die pure, ursprüngliche Energie einfingen, die er bei den wenigen Singles unter Sun so effektiv eingesetzt hatte. Elvis war jedoch alles andere als ein Purist. Sein größter Wunsch war es, erfolgreich zu sein. Um das zu erreichen, mußte seine Musik poppiger werden. Auf jeden Fall hatte er nie zu jenen gehört, die den Mainstream verachteten, und nannte Dean Martin von Anfang an als seinen Favoriten. Bei RCA floß in seinen Rockabilly reichlich Pop ein, um so in sämtlichen Charts gut abzuschneiden, nicht nur in den Country-Charts.

01.12.1955 - Col. Tom Parker - Eddy Arnold - Elvis - Steve Sholes01.12.1955 - Col. Tom Parker - Eddy Arnold - Elvis - Steve Sholes

Zumindest zu Beginn waren seine Werke kaum gebändigter als seine Aufnahmen bei Sun. „Heartbreak Hotel“, seine erste Single, stieg bis auf den ersten Platz, was zusammen mit einigen Auftritten im nationalen Fernsehen dazu beitrug, dass Elvis auf der Stelle zum Superstar wurde. „I Want You, I Need You, I Love You“ war der nächste Nummer-Eins-Hit; und der doppelseitige Smash-Hit „Hound Dog“/„Don't Be Cruel“ gehörte zu den bestverkauften Singles, die die Musikbranche bis dahin je erlebt hatte. Auch seine Alben und EPs gehörten zu den Chart-Stürmern, und das nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern weltweit. Die Aufnahmen bei RCA von 1956, wenngleich auch produktionstechnisch etwas anspruchsvoller und in der Ausrichtung etwas weniger ursprünglich als seine früheren Werke, waren dennoch höchst beeindruckend und werden zu den besten und einflußreichsten Songs des frühen Rock 'n' Roll gezählt.

Hollywood

Elvis' (und Colonel Parkers) Ambitionen waren zu groß, um sich auf Platten und Live-Auftritte zu beschränken. Ende 1956 kam sein erster Hollywood-Film, "Love Me Tender", in die Kinos; weitere Filme sollten in den nächsten Jahren folgen. Wobei er produzierte auch weiterhin unablässig Hits und häufig profitierten sie von den Fähigkeiten des frühen Rock-Songwriters Otis Blackwell und des aufstrebenden Teams Jerry Leiber - Mike Stoller. Die Jordanaires sorgten mit ihren sanften Background-Vocals für die Pop- und Gospel-Elemente.

Love Me TenderLove Me Tender

Doch allmählich tauchten ruhige Signale auf. Der Einfluß Dean Martin´s begann sich in rauchigen, sentimentalen Balladen wie „Loving You“ zu äußern; sein markanter Gesangsstil, vor allem der schnelle Wechsel von hohen und tiefen Tönen, wurde immer offensichtlicher, obwohl die Qualität seiner Werke insgesamt hoch blieb. Und obwohl Moore und Black Elvis bei seinen frühen RCA-Aufnahmen immer noch zur Seite standen, gingen die Musiker nach ein paar Jahren ihre eigenen Wege.

Als man Elvis Presley Anfang 1958 zum Militärdienst einzog, wurde seine Karriere für zwei Jahre unterbrochen und ein Schicksalsschlag sollte Elvis´ Leben erschüttern. Denn während der Grundausbildung, erkrankte seine Mutter Gladys. Sie wurde ins Krankenhaus in Memphis eingeliefert, wo sie am 14.08.1958  an Hepatitis starb.

Ausführliche Infos über den Deutschlandaufenthalt von Elvis!

Als er 1960 wieder zum Leben eines Zivilisten zurückkehrte, war seine Popularität bemerkenswerterweise unvermindert. Elvis' rebellisches, ungezügeltes Image war einem zahmeren Bild gewichen, da Parker und er anfingen, seine Karriere um Hollywood-Filme herum aufzubauen. Kurz nachdem er seinen Militärdienst beendet hatte, zog sich Elvis für beinahe ein Jahrzehnt vollständig von Live-Auftritten zurück, um sich auf seine Filmkarriere zu konzentrieren, die zu diesem Zeitpunkt noch äußerst vielversprechend war.

Frank Sinatra´s Timex TV-Special "Welcome Home Elvis"Frank Sinatra´s Timex TV-Special "Welcome Home Elvis"

Doch bevor er  einen Film nach dem anderen drehte war er noch für 6 Minuten zu Gast bei Frank Sinatra´s Timex TV-Special "Welcome Home Elvis" für ein Gage von 125.000 Dollar.

Die Filme dienten dann als Medium, um sowohl als Promotion für seine Platten herzuhalten als auch maximale Einnahmen mit minimalem Aufwand abzuwerfen. Im Verlaufe der Sechziger drehte Elvis zwei bis drei Filme pro Jahr, die zwar überwiegend profitabel waren, aber in Bezug auf Story, Schauspielkunst und gesellschaftlichen Wert nicht allzuviel hermachten. Jedoch aber im Vergleich zu anderen Filmen (Beatles´ "Help Me") ihre Berechtigung hatten.

Neben Hollywood

Obwohl auf seinen Platten der frühen Sechziger viele anspruchsvollere Werke vertreten waren, wurde seine Discographie bald von Soundtracks dominiert. Nach und nach verlor er immer mehr das Interesse, für seine Musik viel Zeit im Studio zu opfern. Selbst die Soundtracks wurden teilweise mit Material gestopft, dass seit Jahren im Archiv geschlummert hatte (traurigerweise waren dies oft die Highlights eines Albums). In den frühen Sechzigern gab es viele gute Singles wie beispielsweise „Return To Sender“; gelegentlich tauchten exzellente, harte Rockstücke wie „Little Sister“ oder „(Marie's the Name) His Latest Flame“ auf.

Elvis und Ann-Margret in "Viva Las Vegas"Elvis und Ann-Margret in "Viva Las Vegas"

Der Zeitraum von etwa 1962 - 1967 hat eine Schar von Elvis-Anhängern hervorgebracht, die bereit waren, auch um das kleinste bißchen Qualität hinsichtlich seiner Aufnahmen aus dieser Zeit zu kämpfen. Sie weisen darauf hin, dass Elvis eben schlechtes Material erhalten hätte und dass vor allem Colonel Parker für Presleys Verweichlichung verantwortlich war. Bis zu einem gewissen Punkt mag dies zutreffen, aber andererseits kann man auch mit einiger Sicherheit behaupten, dass Presley selbst wenig getan hatte, um sich aus seiner künstlerischen Ohnmacht zu erheben. Schließlich ließ er zu, dass Parker seine Glaubwürdigkeit als Künstler zerstörte, ohne großartig zu protestieren und verkroch sich mit einem Gefolge von Duckmäusern in seiner großen Villa, die ihren Gönner vor dem alltäglichen Kontakt mit einer sich schnell verändernden Welt weitestgehend abschirmten.

Die Beatles, allesamt große Elvis-Fans, verdrängten Presley 1964 vorerst von der Position des größten Rock-Acts der Welt. Und noch viel wichtiger ist, dass ihnen dies gelang, indem sie ihre Musik selbst schrieben und ihre eigenen Instrumente spielten. Die Beatles -- und die britischen und amerikanischen Gruppen, die sie beeinflußt haben -- hielten sich nicht damit zurück, ihre Meinung zu äußern, musikalische Experimente zu wagen und die Zügel ihrer künstlerischen Entfaltung in die eigenen Hände zu nehmen. Im Endeffekt führte dies dazu, dass Elvis Presley – der immer noch am laufenden Band Hollywood-Filme produzierte, während Psychedelic und Soulmusik angesagt waren – unwichtig erschien, selbst als es ihm gelang, 1966 eine düstere Coverversion eines Dylan-Songs („Tomorrow Is Aa Long Time“) auf einen Soundtrack zu bannen.

Privat feierte Elvis jedoch andere Erfolge. Er heiratete Priscilla Presley und diese schenkte Elvis am 01.02.1968, genau 9 Monate später, eine Tochter die den Namen Lisa Marie Presley bekam.

Elvis - Priscilla - LisaElvis - Priscilla - Lisa

1967 und 1968 gab es leichte Anzeichen einer musikalischen "Wiederauferstehung" von Elvis. Bei Singles wie „Guitar Man“, „Big Boss Man“ und „U.S. Male“, die zwar nicht unbedingt Klassiker waren, handelte es sich zumindest um authentischen Rock 'n' Roll, der weitaus besser klang, als das Meiste, was er seit Jahren herausgebracht hatte. Bei einem Fernseh-Special bekam Elvis 1968 Gelegenheit, sich als kompromißlosen Rockmusiker in Lederkluft zu präsentieren, der immer noch in der Lage war, sein Publikum zu fesseln und zu seinen Blues- und Country-Wurzeln zurückzukehren.

Comeback

Das Album "Elvis In Memphis" von 1968 war die erste LP nach beinahe einem Jahrzehnt, in der sich Elvis aktueller Musiktrends bewußt zu sein schien. Er peppte seinen Sound mit zeitgenössischen Kompositionen und Anklängen von Soul auf, und schuf so einen weiteren Meilenstein seiner Karriere. Dieses Material und Hits von 1969 wie „Suspicious Minds“ und „In the Ghetto“ brachten ihn wieder an die Spitze der Charts.

Las Vegas - August 1969Las Vegas - August 1969

Dies alles führt 1969 zu seiner Rückkehr auf die Bühne. In Las Vegas trat er im neu erbauten International Hilton (später Hilton) erstmals seit acht Jahren wieder vor Publikum auf, das Haar länger als zuvor, und stimmlich besser als je zuvor. Elvis war mittlerweile zum König des Entertainment geworden: er sang aktuelle Lieder von Neil Diamond, den Beatles, Simon & Garfunkel und interpretierte sie so, als seien sie für ihn geschrieben.

Darauf folgten nationale Tourneen, die zeigten, dass er immer noch ein hervorragender Live- Entertainer war, obwohl die Auftritte oft nach extravagantem Showbusiness rochen. (Elvis war nie außerhalb von Nordamerika und Hawaii aufgetreten, möglicherweise weil Colonel Parker, wie später bekanntgegeben wurde, ein illegaler Einwanderer war, der ernsthafte Probleme bekommen hätte, wenn er ins Ausland gereist wäre.) Hollywood war nun Geschichte, Studio- und Live-Alben wurden in atemberaubenden Tempo ausgeworfen.

Im allgemeinen verkauften sich seine Platten immer noch recht gut, obwohl Elvis nach „Burning Love“ (1972) keinen Top-Ten-Hit mehr hatte. In dieser Zeit entstanden zwei Dokumentarfilme, die den Elvis der siebziger Jahre zeigten: "Elvis - That’s The Way It Is (TTWII)" und "Elvis On Tour".

Elvis in "That´s The Way It Is"Elvis in "That´s The Way It Is" 

Seine Aufnahmen aus den Siebziger Jahren sind, wie auch seine meisten Werke aus den Sechzigern, Fokus grundverschiedener Anschauungen der Kritiker. Einige bezeichnen sie als ebenbürtig mit allem anderen, was Elvis gemacht hat, besonders im Hinblick auf musikalische Vielfalt. Sicher, das Material war ziemlich vielschichtig und umfaßte ein Spektrum von Country über Blues und kompromißlosen Rock bis hin zu Soul und Gospel. Jedoch waren auch hier, so die andere Meinung, keine Bezugspunkte zu erkennen, dass Elvis sich musikalisch vorbeugen wollte oder konnte.

Aloha

Die wohl größte Herausforderung der Siebziger, war das Im Januar 1973 stattfindende Konzert aus Hawaii. Es wurde live in fernöstliche Länder übertragen und hier gab es Einschaltquoten, die zum Teil bei 90 % lagen. In den folgenden Wochen wurde die Show unter dem Namen "Aloha From Hawaii Via Satellit" auch in über 30 europäische Ländern und in den USA gezeigt. Über eine Milliarde Menschen erlebten dieses Konzert insgesamt am Bildschirm mit. Damit schrieb Elvis ein Stück Fernsehgeschichte...

Aloha From HawaiiAloha From Hawaii

Seine letzten Jahre waren Thema einer Heimindustrie für Star-Biografien, Enthüllungsberichte und Klatschtiraden von jenen Menschen, die ihn gut gekannt haben oder (was wahrscheinlicher ist) ihn gut gekannt haben wollen. Seine Aktivitäten würden den Rahmen von Mini-Biografien wie dieser hier sprengen, aber es sei erwähnt, dass sein Verhalten in steigendem Masse schwankte. Sein Körpergewicht veränderte sich stark, seine Ehe zerbrach und er wurde von einer ganzen Reihe verschreibungspflichtiger Medikamente abhängig. Das größte Problem war allerdings, dass er sich von der Außenwelt isolierte, außer wenn berufliche Gründe ihn hinauszwangen (er war bis zuletzt auf Tour gegangen). Nur selten wagte er sich aus seiner Graceland-Villa in Memphis. Reichlich Anlaß zur Kritik fanden auch Colonel Parkers' finanzielle Entscheidungen bezüglich seines Klienten.

Vernon - Elvis - Cincinnati (25.06.1977)Vernon - Elvis - Cincinnati (25.06.1977)

Am 19., 20. und 21.Juni 1977 wurden seine Auftritte von CBS mitgefilmt. Dieses Filmmaterial verwendete CBS dann für "Elvis In Concert", welches erst nach seinem Tod ausgestrahlt wurde. Fälschlicher Weise werden diese Aufnahmen immer als letztes Konzert ausgewiesen. Das stimmt natürlich nicht. Elvis gab sein letztes Konzert in Indianapolis am 26.Juni 1977.

16er August

Ein Ruck der Bestürzung ging durch die Welt, als Elvis am 16.08.1977 gestorben war. Elvis hatte nie etwas über seine Gesundheit verlauten lassen. Krankheit macht auch vor einem Superstar nicht halt. Die Todesursache ist heute noch Gegenstand weitverbreiteter Spekulationen, obwohl es als sehr wahrscheinlich gilt, dass die gesundheitsbedingte Einnahme verschiedenster Medikamente dabei eine Rolle spielte.

Ausgabe vom 17.08.1977Ausgabe vom 17.08.1977

Um sein Vermächtnis kam unmittelbar ein Kult auf (wenn das Wort Kult die richtige Beschreibung für Millionen von Menschen ist), der von den hunderttausenden Besuchern, die jährlich nach Graceland pilgern, immer noch aufrechterhalten wird. Elvis-Memorabilien, vieles davon Kitsch, nähren einen weiteren, ganz eigenen Industriezweig. Dutzende, wenn nicht Hunderte, bestreiten ein passablen Lebensunterhalt damit, dass sie bei Live-Auftritten in die Rolle des Kings schlüpfen. Und dann gibt es noch all diese Berichte von Leuten, die Elvis gesehen haben wollen, über die in Boulevardzeitungen beinahe wöchentlich geschrieben zu werden scheint.

Obwohl Elvis eine unglaubliche Menge Material für RCA eingespielt hat, dass zum Teil noch nicht einmal veröffentlicht wurde, zeigte das Label nicht viel Interesse daran, dieses mit dem entsprechenden Respekt für einen solchen Pionier neu aufzulegen. Willkürliche Zusammenstellungen von Studiowerken und Live-Auftritten waren viel seltener als billige Neuauflagen und zahllose Neuverpackungen der größten Hits.

Elvis´Goldene ...Elvis´Goldene ...

Im Zeitalter der CD hat BMG / RCA endlich damit begonnen, den Katalog mit einer gewissen, ihm gebührenden Ehrfurcht zu behandeln und stellte nun endlich u. a. ein CD-Set zusammen, das beinahe sämtliche Aufnahmen aus den Fünfzigern beinhaltet. Ähnliche CD-Sets dokumentieren die Sechziger, die Siebziger und seine Soundtrack-Aufnahmen. Und profitable Neuauflagen von Elvis-Material tauchen mit stetiger Regelmäßigkeit auf, oft mit ein oder zwei raren Stücken. Und auch ganze CD-Sets sind nun vertreten, die mehr oder minder seltene bzw. unbekanntere Aufnahmen enthalten.