file Pop-Hologramme: Geschäft mit den lebenden Toten

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26 Jun 2015 12:14 - 26 Jun 2015 12:14 #894389 von Charles
Charles erstellte das Thema: Pop-Hologramme: Geschäft mit den lebenden Toten

"In den frühen Morgenstunden des 3. Februar 1959 stürzte das Flugzeug, das Buddy Holly und einige seiner Musiker zum nächsten Konzert bringen sollte, in ein Kornfeld bei Mason City, Iowa. Alle Insassen der Maschine kamen dabei ums Leben. Das Rock'n'Roll-Idol Buddy Holly war 22.

Obwohl die allermeisten Fans diese Nachricht als Fakt akzeptiert haben dürften (Holly ist nicht Elvis), wurde jetzt eine Tour von Buddy Holly für das kommende Jahr angekündigt. Starten soll die Konzertreise im Bundestaat Texas, wo der Musiker 1936 geboren wurde. Von dort aus soll es dann um die ganze Welt gehen.

Möglich macht die surreale Nostalgie-Sause mal wieder die Wunderwelt der Technik: Ein Holly-Hologramm soll mit Rock'n'Roll-Klassikern wie "Peggy Sue" und, irgendwie zynisch, "That'll Be The Day (When I Die)" ein großes Publikum in die Konzerthallen locken. Verantwortlich dafür wird die Firma "Hologram USA" sein, die bereits die HipHop-Ikone Tupac wieder zum Leben erweckte. Hollys Witwe Maria Elena Holly gab dem Zirkus bereits ihren Segen und ließ ausrichten, dass man auf diese Weise ganz neue Fangenerationen beglücken könne.

Konzerte der surrealen Art

Neu ist die Idee nicht, immerhin bereiste Elvis Presley, begleitet von seiner alten Band, schon vor Jahren als schlichte Leinwandprojektion recht erfolgreich die Mehrzweck-Arenen der Welt. Und falls das Holly-Spektakel nur halbwegs aufgeht, könnten künftig noch mehr surreale Konzerte über die Bühne gehen.

In Las Vegas träumt man bereits von großen Shows mit Michael Jackson, Elvis und Frank Sinatra. Und warum sollten nicht Kurt Cobain und Falco als Duo "auftreten"? Letztlich sind Hologramme die perfekten Stars: Sie zicken nicht, nehmen keine Drogen, verlieren keine Haare, bekommen keinen Bauch und sind für immer jung. Flugzeuge müssen sie auch nicht mehr besteigen.

Freddy Mercury geistert noch nicht als Hologramm durch die Welt. Bislang zogen es seine ehemaligen Queen-Kollegen vor, ihn durch Hilfskräfte wie Paul Rodgers und Adam Lambert zu ersetzen. Dafür überrascht die Band nun mit einer eigenen Bierproduktion,dem Queen Bohemian Lager, das zum 40. Jubiläum ihres größten Hits "Bohemian Rhapsody" auf den Markt geworfen wird. Klingt wie ein bizarrer Scherz, wird aber tatsächlich in Tschechien (Böhmen!) gebraut. Im vergangenen Herbst legten Queen bereits den herrlich betitelten "Killer Queen"-Wodka vor.

Gerüchte über einen anstehenden "The Show Must Go On"-Absinth wurden nicht bestätigt."
Quelle: Spiegel.De

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Letzte Änderung: 26 Jun 2015 12:14 von Charles.

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