file Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen

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19 Nov 2017 14:45 #905771 von Earth Boy
Earth Boy erstellte das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen
Diese Posts stammen aus dem Elvis Cover Thread. Hier

Atomic Powered Poster schrieb: Das ist wohl so. Beim Durchsehen der Cover ist mir aufgefallen wie unfassbar öde die Cover der 70'er sind. Die Country und die Memphis 74 stechen heraus, ansonsten mal mehr mal weniger schöne Bilder von Elvis im Jumper. Geht irgendwie gar nicht, zumal gerade der Aspekt Cover Design nie so wichtig war wie in den 70ern.


Earth Boy schrieb: Da hinkte man im Elvis Lager der Entwicklung hinter her. Das stimmt.

Andererseits hatte man es hier aber mit einem Künstler zu tun, der keinen Bock hatte, mehr Zeit als notwendig für die Cover zu opfern und das hieß ab 1970 keine Zeit mehr für Fotoshootings übrig zu haben. Des Weiteren hat Elvis sich - soweit man heute weiß - für die Cover Gestaltung nicht die Bohne interessiert, im Gegensatz zu den großen Künstlern der 70er, die sogar teilweise die Gestaltung zu 100 % selbst übernahmen. Und schlussendlich muss man auch festhalten, dass Elvis moderne Strömungen der Pop Musik in den 70ern nur in kleinen Dosen, wenn überhaupt, aufnahm. Weshalb hätte es da bei der Covergestaltung anders sein sollen?


Atomic Powered Poster schrieb: Dafür engagierte er sich sehr in Sachen Songauswahl und allgemeine Qualität der Produktionen. Ein Perfektionist reinsten Wassers der Mann......

Erstaunlich und ein Zeichen dafür wie gut Elvis wirklich war, dass er in den 70ern doch noch so viele tolle Aufnahmen zuwege brachte, auch wenn die meisten Alben strukturfrei zusammengestoppelt sind und er nur selten echtes Engagement zeigte.


Earth Boy schrieb:

Atomic Powered Poster schrieb: Dafür engagierte er sich sehr in Sachen Songauswahl und allgemeine Qualität der Produktionen. Ein Perfektionist reinsten Wassers der Mann......


Ich weiß, dass das ironisch gemeint ist, aber bezüglich der Songauswahl gibt es genügend Beispiele, dass er sich dafür interessiert hat, gerade auch für die Wahl der Singles, und zum Beispiel ein Lied wie The american trilogy als Single vorgab, obwohl RCA nicht von der Kommerzialität der Single überzeugt war. Auch weiß man seit den FTD Booklets, dass die Tracklist der Alben von ihm abgesegnet werden mussten. Inwieweit er dann darauf Einfluss genommen hat, ist natürlich im Nachhinein schwer zu ermitteln.


Atomic Powered Poster schrieb: Klar musste er das absegnen, aber ob wie du schon schriebst, ob ihn das echt interessiert hat? Wenn es in den Begleitheften von FTD ein Hin und Her geben würde, mit den Wünschen von Elvis wie die Tracklisten auszusehen hätten in Antwortbriefen, aber dergleichen ist mir nicht erinnerlich.

Ich meinte das allerdings ohnehin eher in Bezug auf die Vorbereitungen zu so einer Session, andere Sänger die selbst keine Songs komponieren machen sich ja auch Gedanken über ihre nächsten Sessions. In welche Richtung soll die nächste Scheibe gehen, welche Songs würden da passen, mit welchen Musikern und in welchem Studio lassen sich diese Ideen am ehesten umsetzen usw. Okay, Elvis hat einige wenige Songs in den 70ern aufnehmen wollen (diese Whitacker Nummer, ausgerechnet die) und natürlich gibt es Jams die auf seinen spontanen Eingebungen beruhten und dann zu Mastern wurden, klar. Aber einen Plan hatte er nicht.

Ich will da jetzt nicht meckern, mir gefällt ja auch etliches aus den 70ern, aber man kann das Fehlen von Engagement bei der Covergestaltung durchaus als Symptom einer generell eher laxen Einstellung zu seinem Beruf sehen. Und wenn der Boss sich schon nicht interessiert, warum sollten es diejenigen die ihm zuarbeiten? Elvis hatte halt gerade Bock auf Singen oder nicht. Reine Glücksache. Hach, das war schon ein Schlawiner. :wub:


DumbAngel schrieb:

Earth Boy schrieb:

Atomic Powered Poster schrieb: Dafür engagierte er sich sehr in Sachen Songauswahl und allgemeine Qualität der Produktionen. Ein Perfektionist reinsten Wassers der Mann......


Ich weiß, dass das ironisch gemeint ist, aber bezüglich der Songauswahl gibt es genügend Beispiele, dass er sich dafür interessiert hat, gerade auch für die Wahl der Singles, und zum Beispiel ein Lied wie The american trilogy als Single vorgab, obwohl RCA nicht von der Kommerzialität der Single überzeugt war. Auch weiß man seit den FTD Booklets, dass die Tracklist der Alben von ihm abgesegnet werden mussten. Inwieweit er dann darauf Einfluss genommen hat, ist natürlich im Nachhinein schwer zu ermitteln.



Davon habe ich schonmal gelesen hier im Forum. Leider habe ich nicht so viele FTDs. Wenn ich etwas mehr Einkommen habe, werde ich mir auf jeden Fall mehrere nachkaufen. Aber kannst du vielleicht ein paar Worte dazu verlieren, was man in den Booklets dazu findet? Interessiert mich sehr.

Dass Elvis die Singles ausgesucht hat, war ja aber schon seit den 50s so.

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19 Nov 2017 14:46 - 19 Nov 2017 15:12 #905772 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen

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Aktennotiz darüber, dass Elvis die neue Abmischung der Single „An American Trilogy“ genehmigt hat.

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Mitteilung, dass Elvis die beiden Lieder „Take good care of her” und “I’ve got a thing about you baby” nicht auf Raised on rock haben wollte, da er diese für eine Single Veröffentlichung vorsah.

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Mitteilung, dass Elvis noch die Lieder für Promised Land (?) aussuchen muss.

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Schreiben von RCA, ich vermute mal von Joan Deary, dass man unzufrieden mit der Arbeit des Toningenieurs Al Pachucki ist, man sich wünscht, dass Elvis mit jemand zusammenarbeiten würde, der sich mehr für zeitgenössische Sounds und Technik interessiert. Der Zusatz „this certainly would be in contingent on who the next producer will be”, zeigt aus meiner Sicht, wer das eigentliche Ziel, dieses Schreibens ist – Felton Jarvis.
Letzte Änderung: 19 Nov 2017 15:12 von Earth Boy.
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19 Nov 2017 14:59 - 19 Nov 2017 22:07 #905774 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen
Das, was ich eigentlich im Gedächtnis hatte, nämlich, dass Elvis noch die Lieder für ein Album absegnen muss, habe ich zwar nicht gefunden, aber das hier genügt sicherlich.

Was diese Notizen, Schriftverkehr usw. belegen, dass Elvis auf jeden Fall in den 70ern in den Prozess der Auswahl der Lieder und deren Abmischung involviert war. Ob das davor auch schon der Fall war, belegen diese Schriftstücke natürlich nicht. Ich denke aber, dass man zumindest bei den Studio Alben davon ausgehen kann, dass er es war. Soundtrack Veröffentlichungen unterliegen vermutlich etwas anderen Regeln, da es dort auch eine gewisse Rolle spielt, was im Film zu sehen ist.
Letzte Änderung: 19 Nov 2017 22:07 von Earth Boy.

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19 Nov 2017 15:09 - 19 Nov 2017 15:13 #905775 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen

Atomic Powered Poster schrieb: Ich meinte das allerdings ohnehin eher in Bezug auf die Vorbereitungen zu so einer Session, andere Sänger die selbst keine Songs komponieren machen sich ja auch Gedanken über ihre nächsten Sessions. In welche Richtung soll die nächste Scheibe gehen, welche Songs würden da passen, mit welchen Musikern und in welchem Studio lassen sich diese Ideen am ehesten umsetzen usw. Okay, Elvis hat einige wenige Songs in den 70ern aufnehmen wollen (diese Whitacker Nummer, ausgerechnet die) und natürlich gibt es Jams die auf seinen spontanen Eingebungen beruhten und dann zu Mastern wurden, klar. Aber einen Plan hatte er nicht.


Wenn es sich nicht gerade um ein religiöses Album handelt, so war das sicherlich eine eher spontane Angelegenheit, die vor Ort endgültig getroffen wurde, was aufgenommen wird und damit auch die Entscheidung, was auf die LP kommt. Dies stellt für mich aber auch kein Drama dar. Wo ist der große Gewinn, wenn ein Künstler vorher schon alles fest legt? Man kann ein Konzeptalbum erstellen, okay. Aber wie ich hier schon öfters kund tat, halte ich Konzeptalben ohnehin für hoffnungslos überschätzt, denn am Ende des Tages zählt die Qualität des einzelnen Songs. Das tollste Konzept taugt nichts, wenn die Songs nicht zünden. Darüber hinaus finde ich viele Konzepte jetzt auch nicht so aufregend, dass sich die Beschäftigung damit lohnt. Bei Sgt. Pepper geben die Beatles vor eine andere Band zu sein, Iron Maiden klöppeln bei 7th son eine mystische Geschichte um den siebenten Geboren eines siebenten Geborenen. Wie geil. Auch bin ich nicht der Meinung, dass Alben, wo alle Lieder musikalische zusammenpassen ein Wert an sich ist. Auch hier zählt am Ende des Tages die Qualität des einzelnen Songs.
Letzte Änderung: 19 Nov 2017 15:13 von Earth Boy.

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19 Nov 2017 18:13 #905779 von DumbAngel
DumbAngel antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen
Danke EarthBoy!
Das entspricht soweit meinen Eindruck von Elvis' Arbeit. Mixe etc. hat er ja auch in den 50ern und 60ern per Acetate zugesendet bekommen um sie dann abzusegnen (oder auch nicht).
Und eine Story hab ich im Kopf, die allerdings nur bedingt hier zum Thema gehört. Jörgensen schreibt in "A life in music", dass Elvis während der Sessions zu - ich glaube - "Good times" (oder auch für eines der beiden Lieder, die während der früheren Stax Sessions aufgenommen wurde) den Mix einer Aufnahme anhörte und darauf entgegnete "Klingt nach einem New Yorker Mix"; danach bemerkte man, dass ein Kabel nicht ganz fest war o.ä. Als man das gerichtet hatte, war er zufrieden.

Dass, was ich eigentlich im Gedächtnis hatte, nämlich, dass Elvis noch die Lieder für ein Album absegnen muss, habe ich zwar nicht gefunden, aber das hier genügt sicherlich.


Könnte sein, dass das bei TTWII war. Ich meine mich zu erinnern, dass MW das mal erwähnte.

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19 Nov 2017 19:18 #905782 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen
Das mit dem New York Mix kommt mir bekannt vor. Ich hätte das aber vom Gefühl her ins Jahr 1972 verortet.

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19 Nov 2017 21:01 #905786 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen

Earth Boy schrieb:

Atomic Powered Poster schrieb: Ich meinte das allerdings ohnehin eher in Bezug auf die Vorbereitungen zu so einer Session, andere Sänger die selbst keine Songs komponieren machen sich ja auch Gedanken über ihre nächsten Sessions. In welche Richtung soll die nächste Scheibe gehen, welche Songs würden da passen, mit welchen Musikern und in welchem Studio lassen sich diese Ideen am ehesten umsetzen usw. Okay, Elvis hat einige wenige Songs in den 70ern aufnehmen wollen (diese Whitacker Nummer, ausgerechnet die) und natürlich gibt es Jams die auf seinen spontanen Eingebungen beruhten und dann zu Mastern wurden, klar. Aber einen Plan hatte er nicht.


Wenn es sich nicht gerade um ein religiöses Album handelt, so war das sicherlich eine eher spontane Angelegenheit, die vor Ort endgültig getroffen wurde, was aufgenommen wird und damit auch die Entscheidung, was auf die LP kommt. Dies stellt für mich aber auch kein Drama dar. Wo ist der große Gewinn, wenn ein Künstler vorher schon alles fest legt? Man kann ein Konzeptalbum erstellen, okay. Aber wie ich hier schon öfters kund tat, halte ich Konzeptalben ohnehin für hoffnungslos überschätzt, denn am Ende des Tages zählt die Qualität des einzelnen Songs. Das tollste Konzept taugt nichts, wenn die Songs nicht zünden. Darüber hinaus finde ich viele Konzepte jetzt auch nicht so aufregend, dass sich die Beschäftigung damit lohnt. Bei Sgt. Pepper geben die Beatles vor eine andere Band zu sein, Iron Maiden klöppeln bei 7th son eine mystische Geschichte um den siebenten Geboren eines siebenten Geborenen. Wie geil. Auch bin ich nicht der Meinung, dass Alben, wo alle Lieder musikalische zusammenpassen ein Wert an sich ist. Auch hier zählt am Ende des Tages die Qualität des einzelnen Songs.


Da bin ich im Prinzip bei dir, man kann aber z.B. die korrekten Texte bei der Hand haben wenn man so eine Session vernünftig vorbereitet, eigenständigere Interpretationen erarbeiten statt einfach im Hauruck-Verfahfen bekannte Fassungen alter/aktueller Hits nachzusingen. Und Abwechslungsreichtum schließt ja nicht aus dass man sich im Vorfeld Gedanken darüber macht wie man ein Album dazu bekommt zu "flowen". Es geht ja hier nicht gleich um Konzeptalben wenn ich anmerke dass man sich im Vorfeld Gedanken darüber macht wie man ein schlüssiges oder auch einfach interessantes Album zusammen bekommt. Es geht bei einem Konzept auch darum sich zu überlegen wie man die ganze Sache interessant hält, in welche Richtung man mit einem Album gehen möchte. Z.B. zu sagen, hey, Country hatten wir jetzt 5×, wie könnte man jetzt mal in Sachen Sound / Produktion was Neues versuchen, natürlich ohne dabei die eigene Identität zu verleugnen. Es gibt noch so viele Aspekte die mir einfallen, und für spontane Jams und die Magie des Augenblicks bleibt in so einem Szenario dich trotzdem noch Raum.

Und ja, ich gebe zu, ich hätte es nicht schlimm gefunden wenn Elvis in den 70ern mal Alben mit durchgängiger Stimmung produziert hätte statt Alben rauszuhauen die einfach planlos klingen. Die Boulevard hätte so ein Album sein können, aber da klöppeln die dann FtH mit drauf. Und die Beatles und Maiden LPs halte ich persönlich für stärker als alle Alben die Elvis nach 1970 veröffentlicht hat, allerdings liegt das nicht unbedingt daran dass das Konzeptalben sind. Trotzdem keine guten Beispiele für deine These.

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19 Nov 2017 21:06 #905787 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen
Doch erstaunlich (für mich) wie lange Elvis dann doch noch Einfluss auf die Releases genommen hat (danke dir fürs Raussuchen), auch erstaunlich wie viele Infos über den Mann und seine Musik ich inzwischen wieder vergessen habe. :grin:

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19 Nov 2017 23:15 #905788 von Donald
Donald antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen

Atomic Powered Poster schrieb: Und ja, ich gebe zu, ich hätte es nicht schlimm gefunden wenn Elvis in den 70ern mal Alben mit durchgängiger Stimmung produziert hätte statt Alben rauszuhauen die einfach planlos klingen. Die Boulevard hätte so ein Album sein können, aber da klöppeln die dann FtH mit drauf.

Warum meinst Du, passt "For The Heart" nicht auf das Album?

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19 Nov 2017 23:34 #905789 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen
Ich mag den Song ganz gerne, und er ist, anders als die übrigen schnellen Nummern aus den Jungle Room Sessions, für mein Empfinden auch von Elvis gut und motiviert dargeboten, allerdings macht er die ansonsten durchgängige Depri Stimmung zunichte, ich finde das schade. Ich wollte damit aber nur sagen dass wenn Elvis mal ein Alben nur mit Songs über gebrochene Herzen (oder was auch immer) gemacht hätte, mir das durchaus gefallen hätte.

Natürlich macht es auch einen Teil von Elvis Reiz aus dass er so vielseitig war und die meisten seiner Alben das repräsentieren, andererseits kann so etwas schnell beliebig wirken, insbesondere dann wenn auch die Aufmachung und andere Aspekte wie eine nachlässige Produktion eher danach aussehen als sei nicht zuviel Hingabe in so ein Album geflossen.


Aber das soll jetzt nicht zu negativ klingen, ich mag ja, wie gesagt, auch viel von Elvis aus den 70ern. Nur mal so als Gedanke.

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24 Nov 2017 10:49 #905870 von DumbAngel
DumbAngel antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen

Atomic Powered Poster schrieb: Doch erstaunlich (für mich) wie lange Elvis dann doch noch Einfluss auf die Releases genommen hat (danke dir fürs Raussuchen), auch erstaunlich wie viele Infos über den Mann und seine Musik ich inzwischen wieder vergessen habe. :grin:



Soweit meine Infos korrekt sind, war Elvis bis so ziemlich zum Schluss "relativ" involviert. Das ist natürlich im Verhältnis zu betrachten. Da Elvis keine Konzeptalben oder auch nur Alben, bei denen die Songliste ein mit Bedacht ausgewähltes Element darstellten, aufnahm, setzten seine Veröffentlichungen eben auch keine übertriebene Planung voraus.
Mike Eder erzählte mir mal, dass Elvis z.B. für die "From Elvis Presley Blvd." ziemlich genau erklärt hat, was für einen Sound er haben wollte. Dies ist im übrigen auch für seine anderen Alben zu erwarten, entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass Elvis die Basistracks aufnahm und der Rest dann Felton Jarvis' Entscheidung war. Nicht nur, dass Elvis die Arrangements und das Endergebnis absegnen musste, es wäre auch der ganz normale Vorgang, dass Elvis und Felton sich über das austauschten, was am Ende bei herauskommen sollte, damit Felton dann daran arbeiten konnte.

Auch für "Moody blue" hatte Elvis wohl schon vor der Blvd. oder kurz danach einen Brief an den Colonel geschrieben, dass er ein Album, das aus Live- und Studioaufnahmen besteht, machen wollte. Ich kann mich jetzt aber nicht dran erinnern, wo dieser Brief zu sehen/lesen ist. Erinnert sich jemand?
Und es heißt, dass Elvis und Felton auf dem Rückflug von dem Silvester-/Neujahreskonzert 1976/1977 eingiebeig über ein neues Album gesprochen haben (wahrscheinlich das, was dann "Moody blue" wurde).

Das ist, wie gesagt, natürlich alles relativ zu sehen. Elvis hat sich sicherlich nie hingesetzt und ein paar Stunden verschiedene Konzeptionen eines Albums überlegt. Das war für seine Aufnahmen auch nicht nötig, die ja nicht vor dem Hintergrund eines über sie hinausgehenden großen Kunstwerkes entstanden.




Das mit dem New York Mix kommt mir bekannt vor. Ich hätte das aber vom Gefühl her ins Jahr 1972 verortet.


Vielleicht hast du 1972 wegen "New York" im Gefühl. Die Anekdote stammt aber von später. Ich kann mich nur nicht mehr genau erinnern, bei welchem Song es war. Vielleicht etwas vom "Good times" Album...
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24 Nov 2017 11:38 #905871 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen
Guter Beitrag, danke dafür.

Ich habe die NY-Mix Äußerung irgendwie unter Today Session abgespeichert, wüsste jetzt aber auch nicht wirklich wo man das nachschlagen könnte.

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24 Nov 2017 12:04 #905872 von Atomic Powered Poster
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Hab mal die Absätze über die Sessions von 72 bis 75 bei Guralnick überflogen, leider nichts gefunden. Kann natürlich sein dass ich was übersehen habe oder die Äußerung in einem späteren Teil des entsprechenden Kapitels erwähnt wird.

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24 Nov 2017 14:48 #905876 von DumbAngel
DumbAngel antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen

Atomic Powered Poster schrieb: Hab mal die Absätze über die Sessions von 72 bis 75 bei Guralnick überflogen, leider nichts gefunden. Kann natürlich sein dass ich was übersehen habe oder die Äußerung in einem späteren Teil des entsprechenden Kapitels erwähnt wird.



Also, wenn es um die Geschichte mit dem New York-Mix geht, dann steht das bei Jörgensen. Wegen der anderen Sachen bin ich mir nicht sicher, wo ich z.B. den Brief abgedruckt gesehen habe. Guralnick wäre auch mein erster Gedanke gewesen. Andererseits hat der ja keine Fotos von sowas in den Büchern. Mal gucken, ob ich etwas in meinen Ordnern finde. Es war halt ein Schreiben von Elvis an den Colonel. :gruebel:

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24 Nov 2017 16:54 #905878 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf das Thema: Einfluss von Elvis auf die Veröffentlichungen
Ich meine eben auch dass das mit dem NY-Mix bei Guralnick stand, hab es aber eben nur überflogen da ich noch verabredet war und nicht so viel Zeit hatte. Mal sehen wie das Wetter morgen wird, wenn es sonst nix großartiges zu tun gibt, dann tauche ich da morgen noch ein bisschen tiefer ein. Vielleicht findet sich die Stelle ja dann.

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