file Double Trouble (Album)

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23 Jun 2017 17:50 - 26 Jun 2017 14:39 #904096 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster erstellte das Thema: Double Trouble (Album)
Double Trouble

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Vorderseite Cover US PressungRückseite Cover US Pressung



Katalognummer: LPM / LSP 3787
Veröffentlichung: Juni 1967
Höchste Platzierung USA: 47


Review

Geht es darum die angeblich generelle Scheußlichkeit der Elvis-Soundtracks zu belegen, dann findet im Allgemeinen der Umstand Erwähnung daß der einstige King of Rock'n'Roll auf dem Tiefpunkt seiner Karriere auf der Ladefläche eines altmodischen, Federvieh kutschierenden Kleintransporters sitzend, einer Schauspielerindarstellerin den unkaputtbaren Nervtöter "Old MacDonald" vorzusingen sich nicht zu schade war. O tempora, o mores.

Daß das Lied jedem ein Begriff ist hat sicherlich nicht unmaßgeblich dazu beigetragen daß diese Nummer immer wieder gerne als exempli gratia für den königlichen Abstieg in die Niederungen fünftklassiger Trashfilmproduktionen herangezogen wurde, und, bei Gelegenheit, noch immer wird. Eine Nummer wie "Confidence" mag ebenso scheußlich sein, nur kennt die, zu Elvis Glück, kaum jemand.

Dennoch, zumeist findet sich, wühlt man sich durch die Platt,- und Geschmacklosigkeiten der Elvis-Soundtracks, durch vergessenswertes, banales und gelegentlich eben auch wahrhaft peinliches Liedgut, der eine oder andere Schatz. Eine zarte Ballade, eine feine Pop-Melodie mit schmissigem Beat, irgendetwas das zumindest den Fan dann doch noch versöhnlich stimmt findet sich, so man denn gewillt ist zu suchen, noch auf dem schlimmsten Äblum (Elvis).

Von allen Soundtracks des Kings macht die "Double Trouble" LP dem Hörer das Schatzsuchen am schwersten. Sicher, die nicht zum Soundtrack gehörenden Bonus-Aufnahmen gehen gut ins Ohr, sind auch klanglich um Welten besser als die zu allem Überfluss auch noch dilettantisch abgemischten Lieder des Filmsoundtracks, aber die Bonuslieder kann man auch easy in einem anderem Kontext hören und dort dann durchaus auch genießen.

Auch und nicht nur die Bonustracks müssen allerdings wie Anachronismen gewirkt haben als das Album 1967, am selben Tag wie die Sgt.Pepper LP der Beatles - ein Zufall der durchaus taugt als finales Sinnbild eines damals eigentlich längst vollzogenen Generationen,- und Paradigmenwechsels herzuhalten - in den Verkauf ging.

In der Rückschau kann es dem geneigten Fan naturlich herzlich wumpe sein in welchem Kontext diese Aufnahmen erstmals erschienen, wie auf geradezu groteske Art unzeitgemäß, bräsig und grunddumm das gesamte Projekt "Double Trouble", trotz, nein eigentlich sogar besonders aufgrund des oberflächlichen Bemühens um eine gewisse Modernität in Instrumentierung und Humor des Films, auf zeitgenössische Kritiker, Musikhörer und Kinobesucher gewirkt haben muss.

Nur kann man hier auch nur schwerlich davon sprechen daß das vorliegendes Album sonderlich gut gealtert wäre, daß sich hier bei einer neuerlichen Begutachtung und Überprüfung des einstigen Urteils auf einmal eine weiland von den aktuellen Trends hinterherhechelnden Snobs übersehene Klasse offenbaren würde. Das melodie,- und kraftloise "Long Legged Girl..." versagt als Rocker wie es "City By Night" als coole Nachtclubnummer tut. Wenn der Lustlose denn wenigstens das Timing des Songs verinnerlicht...... aber ach....

Zwar wird Elvis nachgesagt er hätte, kraft seiner Frauenhöschen schmelzenden Stimme, die Zauberkraft besessen selbst die mieseste Nummer in etwas zumindest hörbares zu verwandeln, aber mag diese Mär auch stimmen, auch er, selbst er, hätte sich dafür wohl zumindest ein klein wenig Mühe geben müssen. Den Tatbestand der Arbeitsverweigerung mag seine Leistung formaljuristisch nicht erfüllen, indes, aus den Rabatten kommt der angeödete Sangesgott hier nicht einmal für den Bruchteil einer Nanosekunde.

Sicher kann man die kurzen Ballade " Could I Fall In Love" noch ganz charmant finden, wenn man den gar unbedingt noch irgendetwas positives zu vermelden gedenkt, den drohenden Vorwurf man lasse sich hier von einem regelrechten Sog unreflektierten Negativismuses mitreißen entgegenwirkend. Aber Hand aufs Herz und Fuß an den Po, mit unfassbaren Knöten wie "I Love Only One Girl" oder Nichtigkeiten wie "Baby If You Give Me All Your Love" mag man sich doch nicht mal als Fan den Tag versauen.

Seit versichert, der atomgetriebene Rezensent, er hat diese Scheibe mit Sonne im Herzen und weit offenen Ohren einer neuerlichen Begutachtung unterzogen, aber bei allen Heiligen, es war trotz der Kürze der LP ein harter Turn. Hier kann man keine Schätze entdecken, es sind einfach keine da. A Fucking Waste Of Time.

*
Letzte Änderung: 26 Jun 2017 14:39 von Earth Boy.
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23 Jun 2017 18:34 #904099 von Colonel
Colonel antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)
Nimm das Leben nicht zu ernst...Du überlebst es eh nicht.

Wenn man mal versucht mit Logik hier heran zu gehen wird es schwer. Ein Elvis Forum wie dieses ist sicher mal mit dem Hintergedanken ins Leben gerufen worden dass sich hier Fans des King austauschen können.
Sicher gibt es selbst bei den ultra hardcore Fans auch Dinge im Elvis Werk die weniger zusagen oder nicht gefallen. Nur warum bereitet es den hier noch verbliebenen Handvoll Fans (von den einst mal rund 50 aktiven Usern) eine solche Freude nur über die Songs /Filme/Shows sich auszukotzen statt über 80/90% zu schreiben die gefallen?
Redet ihr mit euren Freunden /Partnern auch den ganzen Tag nur über deren Macken und Fehler statt euch über die schönen Dinge zu unterhalten?
Is mir echt ein Rätsel und beispiellos in der weltweiten Elvis Forenwelt....

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23 Jun 2017 19:54 #904101 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)

Colonel schrieb: Nimm das Leben nicht zu ernst...Du überlebst es eh nicht.


Eben mein lieber Colonel.

Wenn man mal versucht mit Logik hier heran zu gehen wird es schwer. Ein Elvis Forum wie dieses ist sicher mal mit dem Hintergedanken ins Leben gerufen worden dass sich hier Fans des King austauschen können.
Sicher gibt es selbst bei den ultra hardcore Fans auch Dinge im Elvis Werk die weniger zusagen oder nicht gefallen. Nur warum bereitet es den hier noch verbliebenen Handvoll Fans (von den einst mal rund 50 aktiven Usern) eine solche Freude nur über die Songs /Filme/Shows sich auszukotzen statt über 80/90% zu schreiben die gefallen?
Redet ihr mit euren Freunden /Partnern auch den ganzen Tag nur über deren Macken und Fehler statt euch über die schönen Dinge zu unterhalten?
Is mir echt ein Rätsel und beispiellos in der weltweiten Elvis Forenwelt....


ach gottchen.

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23 Jun 2017 20:10 - 06 Jul 2017 17:31 #904104 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)
Auch als es die 50 oder so Aktiven gab, gab es hier schon den Vorwurf, dass es hier zu viele Miesmuscheln gibt, die alles an Elvis schlecht finden. Das hat damals nicht gestimmt und das tut es heute auch nicht. Wenn Du Dir die Mühe machst, Dir nicht nur die letzten Rezensionion (= Hawaii, DT) anzusehen, wirst Du viel Schwärmerei finden. Problem ist eher, dass Du Kritik an Elvis nur in homöopathischen Dosen erträgst.

Die Frage, die ich mir eher stelle, ob APP eine masochistische Ader hat, dass er in letzter Zeit immer miese Alben bespricht :grin: , wo es noch so viele unbesprochene Perlen gibt.
Letzte Änderung: 06 Jul 2017 17:31 von Earth Boy.

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23 Jun 2017 20:20 - 23 Jun 2017 20:23 #904106 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)
Ich habe das Album besprochen weil ich es ewig nicht gehört habe. Zudem war ich der Meinung daß der Ton der Rezension zumindest ein gewisses Augenzwinkern erkennen lässt, daß ich die Scheibe zwar mies finde, aber da eher mit einem verwunderten Kopfschütteln draufschaue, nicht mit der Bitterness eines moserigen Stinkstiefels.

Außerdem, wieso miese Alben? Aloha finde ich sicherlich nicht brillant, aber die Scheibe habe ich doch keineswegs runtergeputz, finde ich die Show doch bei allen Schwächen faszinierend - zudem enthält sie mMn großartige Momente. Aber klar, du sprachst von dir.

Allerdings kann ich den Colonel beruhigen, abgesehen von Paradise Hawaiian Style finde ich wohl keine Soundtrack LP mehr so mistig wie diese. Die Rezensions-Zukunft sieht also gar nicht sooooo düster aus.
Letzte Änderung: 23 Jun 2017 20:23 von Atomic Powered Poster.

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23 Jun 2017 21:43 #904108 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)
Selbst ich finde Aloha from Hawaii um Längen besser als DT, denn immerhin gibt es dort 2-3 Lieder, die ich richtig mag und die finden mitunter auch den Weg auf eigene gebrannte Best of CDs. Das kann ich alles über DT nicht sagen.

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23 Jun 2017 22:24 #904109 von king77
king77 antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)
Es gibt auch auf Double Trouble Songs die ich sehr gerne höre.
z.B. It Won´t Be Long, There Is So Much World To See , Never Ending, What Now , What Next, Where To u. Could I Fall in Love - die schwäche des Songs ist die Kürze. Warum man diesen Song gekürzt hat ist auch nicht nach zu vollziehen. Die lange Version klingt wesentlich besser.

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23 Jun 2017 22:58 #904111 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)
Okay, die Nashville Songs mag ich auch, die hatte ich jetzt nicht mehr auf dem Schirm, aber die gehören für mich nicht wirklich zum Soundtrack.

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24 Jun 2017 06:39 #904114 von king77
king77 antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)
Natürlich nicht aber zum Album. Soll auch keine Kritik an dir sein sondern ich habe nur die Songs gelistet die mir persönlich ganz gut gefallen.

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24 Jun 2017 07:50 #904117 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)
Mir gefallen sie auch, aber wie ich in meiner kleinen Rezension schon andeute, ich höre sie lieber in einem anderen Kontext. Das geht mir z.B. mit den Non-Soundtrack-Songs auf Clambake genauso.

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24 Jun 2017 08:29 - 24 Jun 2017 08:40 #904118 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)

Atomic Powered Poster schrieb: Geht es darum die angeblich generelle Scheußlichkeit der Elvis-Soundtracks zu belegen, dann findet im Allgemeinen der Umstand Erwähnung daß der einstige King of Rock'n'Roll auf dem Tiefpunkt seiner Karriere auf der Ladefläche eines altmodischen, Federvieh kutschierenden Kleintransporters sitzend, einer Schauspielerindarstellerin den unkaputtbaren Nervtöter "Old MacDonald" vorzusingen sich nicht zu schade war. O tempora, o mores.

Daß das Lied jedem ein Begriff ist hat sicherlich nicht unmaßgeblich dazu beigetragen daß diese Nummer immer wieder gerne als exempli gratia für den königlichen Abstieg in die Niederungen fünftklassiger Trashfilmproduktionen herangezogen wurde, und, bei Gelegenheit, noch immer wird. Eine Nummer wie "Confidence" mag ebenso scheußlich sein, nur kennt die, zu Elvis Glück, kaum jemand.

Dennoch, zumeist gibt es, wühlt man sich durch die Platt,- und Geschmacklosigkeiten der Elvis-Soundtracks, durch vergessenswertes, banales und gelegentlich eben auch wahrhaft peinliches Liedgut, den einen oder anderen Schatz zu entdecken. Eine zarte Ballade, eine feine Pop-Melodie mit schmissigem Beat, irgendetwas das zumindest den Fan dann doch noch versöhnlich stimmt findet sich, so man denn gewillt ist zu suchen, noch auf dem schlimmsten Äblum (Elvis).

Von allen Soundtracks des Kings macht die "Double Trouble" LP dem Hörer das Schatzsuchen am schwersten. Sicher, die nicht zum Soundtrack gehörenden Bonus-Aufnahmen gehen gut ins Ohr, sind auch klanglich um Welten besser als die zu allem Überfluss auch noch dilettantisch abgemischten Lieder des Filmsoundtracks, aber die Bonuslieder kann man auch easy in einem anderem Kontext hören und dort dann auch genießen.

Auch und nicht nur die Bonustracks müssen allerdings wie Anachronismen gewirkt haben als das Album 1967, am selben Tag wie die Sgt.Pepper LP der Beatles, in den Verkauf ging - ein Zufall der durchaus taugt als finales Sinnbild eines damals eigentlich längst vollzogenen Generationen,- und Paradigmenwechsels im Pop herzuhalten.

In der Rückschau kann es dem geneigten Fan naturlich herzlich wumpe sein in welchem Kontext diese Aufnahmen erstmals erschienen, wie auf geradezu groteske Art unzeitgemäß, bräsig und grunddumm das gesamte Projekt "Double Trouble", trotz, nein eigentlich sogar aufgrund des allzu oberflächlichen Bemühens um eine gewisse Modernität in Instrumentierung und Humor des Films, auf zeitgenössische Kritiker, Musikhörer und Kinobesucher gewirkt haben muss.

Allerdings kann man hier nur schwerlich davon sprechen daß das vorliegendes Album sonderlich gut gealtert wäre, daß sich hier bei einer neuerlichen Begutachtung und Überprüfung des einstigen Urteils auf einmal eine weiland von den aktuellen Trends hinterherhechelnden Snobs übersehene Klasse offenbaren würde - No Sir.
Das melodie,- und kraftloise "Long Legged Girl..." versagt als Rocker wie es "City By Night" als coole Nachtclubnummer tut. Wenn der Lustlose denn wenigstens das Timing des Songs verinnerlicht...... aber ach....

Zwar wird Elvis nachgesagt er hätte, kraft seiner Frauenhöschen schmelzenden Stimme, die Zauberkraft besessen selbst die mieseste Nummer in etwas zumindest hörbares zu verwandeln, aber mag diese Mär auch stimmen, auch er, selbst er, hätte sich dafür wohl zumindest ein klein wenig Mühe geben müssen. Den Tatbestand der Arbeitsverweigerung mag seine Leistung formaljuristisch nicht erfüllen, indes, aus den Rabatten kommt der angeödete Sangesgott hier nicht einmal für den Bruchteil einer Nanosekunde.

Sicher könnte man die Ballade "Could I Fall In Love" noch als ganz charmant bezeichnen, so man denn dem drohenden Vorwurf man lasse sich hier von einem Sog unreflektierten Negativismuses mitreißen entgegenzuwirken gedächte. Aber Hand aufs Herz und Fuß an den Po, mit unfassbaren Knöten wie "I Love Only One Girl" oder Nichtigkeiten wie "Baby If You Give Me All Your Love" mag man sich doch nicht mal als Fan den Tag versauen.

Seid versichert, der atomgetriebene Rezensent, er hat diese Scheibe mit Sonne im Herzen und weit offenen Ohren einer neuerlichen Begutachtung unterzogen, aber bei allen Heiligen, es war trotz der Kürze der LP ein harter Turn. Hier kann man keine Schätze entdecken, es sind einfach keine da. A Fucking Waste Of Time.

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Leider kann man den ursprünglichen Post ja nicht mehr editieren, daher hier der leicht editierte Text falls er interessiert.
Letzte Änderung: 24 Jun 2017 08:40 von Atomic Powered Poster.

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24 Jun 2017 08:53 #904119 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)
Mich auf jeden Fall :up: Zumal ich den Eingangspost gestern auf dem Handy nur sehr, sehr oberflächlich überflogen habe.

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26 Jun 2017 16:39 - 26 Jun 2017 16:39 #904134 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)
Ich kotze gerade. Eine fertige Besprechung zum Album geschrieben, mehrere Forumsfenster geöffnet gehabt und aus versehen das der Besprechung geschlossen, ohne es abzuspeichern. Aargh. So schnell schreibe ich die nicht nochmal. Aber meine Bewertung des Albums kann ich hier frustriert schnell kundtun.
*1/2
Letzte Änderung: 26 Jun 2017 16:39 von Earth Boy.

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06 Jul 2017 17:12 - 06 Jul 2017 17:39 #904255 von Earth Boy
Earth Boy antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)
Hier dann doch noch meine Besprechung zu dieser LP.


Für das gesamte Album – abzüglich der Nashville Songs – gilt, dass die Lieder mies produziert wurden und das Meiste von Elvis höchst lustlos dargeboten wird. Zusmmen mit Harum Scarum und Paradise Hawaiian Style bildet Double Trouble die heilige Dreifaltigkeit des qualitativen Bodensatzes in Elvis Werk in den 60ern. Welches der drei Alben ich hierbei am schlechtesten finde schwankt etwas, je nach Stimmungslage. Dies bedeutet natürlich nicht, dass Alben wie Frankie und Johnny deshalb gleich zu wunderwaren Beispielen der Popmusik der 60er Jahre werden, sie sind halt nur besser - und besser ist sehr relativ.


Double Trouble
Das Lied zeigt den Niedergang von Elvis ganz deutlich, wenn selbst das von mir hochverehrte Autorenteam Pomus / Shuman mit so etwas Mittelmäßigem aufwarten, dass dann sogar noch für das Album respektive Film aufgenommen wurde, dann weiß man, dass man hier nichts zu erwarten hat. Das Schlimme ist allerdings, dass selbst diese höchst mediokre Nummer noch zu den besseren zählt.

Mort Shuman hatte bezüglich der Qualität des Liedes übrigens keinerlei Illusion, wie man dem Textauszug von Writing fort he King entnehmen kann:

”Double Trouble”, well I couldn’t care less. All I cared about was getting high or renting another convertible to match either my bloodshot eyes or the blue eyes of my latest girlfriend. I have no idea how the song goes which shows you how much I cared about. Elvis must have known what those songs were like. […] He was still making a lot of money for a lot of people and so nobody cared about the artistry

☆☆

Baby, If you’ll give me all your love
Die wohl beste "rockige" Nummer des Soundtracks. Mir persönlich gefällt allerdings das Arrangement des Takes 2 viel besser als die des späteren Masters. Zum einen ist Elvis Stimme nicht so aufdringlich in den Vordergrund gemischt, was sie aber wohl wäre, hätte man diese Version damals veröffentlicht. Zum anderen dominieren Klavier und Saxofon und das Ganze ist rhythmischer, was das Stück deutlich interessanter macht. Der Outtake bekäme drei Sterne, da ich aber natürlich das bewerte, was damals veröffentlicht wurde, gibt es von mir
☆☆1/2


Could I fall in love
Bei keinem anderen Lied ist das Rauschen starker zu hören hier. Selbst auf der vor kurzem von mir gehörten LP-Monoversion hat man beim Hören das Gefühl, dass man unter Tinnitus leidet.

Die Ballade ist, wie so oft bei Elvis Soundtracks, eines der besseren Lieder. Nichts Besonderes, aber dennoch hübsch.
☆☆☆

Long legged girl with the short dress on
Long legged girl macht ein Versprechen, das es später nicht einhält. Die ersten vier Sekunden sind fraglos geil mit für damalige Verhältnisse fett verzerrter Gitarre und einem passablen Riff, bevor das Lied in die Niederungen der uninspirierten Filmsongs abgleitet, ohne jemals das Riff oder die verzerrte Gitarre zu wiederholen. Bei der Nummer wäre mehr drin gewesen. Schade.
☆☆

City by night
Ein jazz-loungeartiges Stück, welches in Elvis Werk eine Seltenheit darstellt und insofern eine nette Abwechslung bedeutet. Bedauerlicherweise überzeugen weder die recht belanglose Melodie noch Elvis Darbietung.
☆1/2

Old MacDonald
Allzu oft muss diese Einspielung als Hinweis für Elvis musikalischen Niedergang herhalten. Das Problem für mich ist gar nicht mal Elvis Gesang oder das Arrangement, sondern das Lied an sich. Es ist am Ende des Tages halt nun mal nur Old MacDonald. Ein nervtötendes Kinderlied. Selbst Sinatra mit seiner Version, die zugegebenermaßen über das wesentlich geschmackvollere Arrangement verfügt, konnte da nichts dran ändern.

Jorgensen beschreibt, dass Elvis irgendwann frustriert die Session verlassen hat und die Verantwortlichen mit dem, was sie hatten, einen Master kreieren mussten. Im Gegensatz zu dem großen Rest des Soundtracks klingt Elvis hier zumindest mal nicht gelangweilt, sondern geradezu aufgedreht und der Nummer kann man zugutehalten, dass man das Kinderlied in eine flotte Popnummer verwandelt hat.

Schwach ist übrigens auch der für Elvis verfasste Text in welchem den Tieren, wenn sie nicht das machen, was man von ihnen erwartet, angedroht wird, dass sie als Essen auf dem Teller landen. Wie lustig.


I love only one girl
Noch so ein Traditional, diesmal ein altes französisches Soldatenlied (Auprès de Ma Blonde), das man zu einem Popsong verwurschtelt hat. Ich weiß echt nicht, was schlimmer ist. Die Musik oder das damals noch gesellschaftlich akzeptierte Abfeiern von Klischees, welches man heute wohl als rassistisch brandmarken würde. Es versteht sich von selbst, dass sein deutsches Liebchen, den in den 60ern sehr gebräuchlichen Namen Brunhilde trägt und eine solche Mannsfrau ist, dass sie sowohl ein Klavier als auch einen Bierkrug mit Leichtigkeit hochheben kann. Dass Frankfurt dann noch an den Rhein verlegt wird, macht den Kohl dann auch nicht mehr fett.
1/2☆

There so much world to see
Sobald Elvis in seinen Filmen einen bluesigen Titel singt, wird das gerne mal als Höhepunkt angepriesen. Kann ich nicht verstehen. Das Lied ist eine Fließbandproduktion ohne echte Inspiration und Elvis singt ihn, als hätte er gerade eine Schlaftablette eingeschmissen, die bereits im Begriff ist, ihre Wirkung zu entfalten. Wie man eine bluesige Nummer singen kann, zeigte Elvis bei Liedern wie Santa Claus is back in town oder One night. Von solchen Meisterwerken ist Elvis hier aber aus vielen Gründen meilenweit entfernt. Laaaaangweilig.


It won’t be long
Ein flottes und nettes Liedchen, welches zwar ziemlich unspektakulär ist, was auch an Elvis sehr offen zur Schau gestellten Bocklosigkeit liegt, aber immerhin besser als die vier Lieder, die man sich davor geben musste.
☆☆

Ab hier bin ich so frei und kopiere einfach den jeweiligen Text meiner Besprechung zum For the asking Album rein.

Never ending
Eine bezaubernde Ballade, mit leichtem Latin-Einschlag, was recht typisch für Elvis Werk dieser Periode ist. Auf Elvis Stimme scheint mir recht viel Hall zu liegen, was aber einen interessanten Effekt erzeugt. Obgleich ich die Nummer mag, muss ich zugeben, dass sie etwas repetitiv und einfallslos ist, da Elvis gefühlt 20 Mal hinter einander „never ending“ singt, was dann noch mit dem von manchen als kompositorisch schlecht empfundenen Kniff der Rückung versucht wird abzumildern.
☆☆☆

Blue River
Blue River klingt für meine Ohren nach typischem Soundtrack Futter. Ein höhepunkt- und spannungsarmer Rocker ohne großen Wiedererkennungswert und daher auch zurecht als eines der zuletzt von dieser Session veröffentlichten Lieder.
☆,5

What now, where next, where to
Noch ein Stück, welches Don Robertson zu diesem Album beiträgt. Eine countryesque Nummer, die man als gefällig bezeichnen kann, die nett ist und sich gut einfügt, aber auch nicht mehr. Solider Albumtitel.
☆☆,5

Fazit:
Beim Double Trouble Soundtrack ist wirklich nichts gut. Keine herausragende Nummer, wie es bspw. Paradise Hawaiian Style mit Sand Castles zu bieten hat. Durchschnittlichkeit ist hier das neue Sensationell. Selbst die Nashville Lieder sind mit Ausnahme von Never ending auch die schwachen der 63er Mai-Session. Die Knaller hatte man schon anderweitig verwendet, wobei natürlich Never ending und what now... schöne Lieder sind. Elvis auf einem seiner Tiefpunkte in seiner Karriere.
☆,5
Letzte Änderung: 06 Jul 2017 17:39 von Earth Boy.
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06 Jul 2017 19:01 #904263 von Atomic Powered Poster
Atomic Powered Poster antwortete auf das Thema: Double Trouble (Album)
Danke für die feine Rezi! :beifall: :up:

Das Shuman Zitat aus dem großartigen Writing Buch hat mich daran erinnert wie sehr sich diejenigen Fans die behaupten diese Filme/Soundtracks, also auch die wirklich schlechten, seien eben Unterhaltung die gute Laune verbreite meiner Ansicht nach irren.
Die Lustlosigkeit quasi ALLER Beteiligten an diesen Produktionen ist derart offensichtlich, das Material so schwach und uninspiriert......gute Unterhaltung und gute Laune werden hier lediglich behauptet. Das reicht eben nicht.

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