file Wann ist ein Master ein Master?

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14 Okt 2009 14:50 #753868 von Circle G
Circle G erstellte das Thema: Wann ist ein Master ein Master?
Vermutlich wurde die Angelegenheit hier schon hinreichend erläutert, aber ich konnte auf die Schnelle nichts darüber finden, deshalb möchte ich die Frage jetzt nochmal ganz konkret stellen.

Im Blauen haben sich im Zuge einer Songtextübersetzung ein paar Unstimmigkeiten darüber ergeben, welche Version eines Live-Songs denn nun als Live-Master zu bezeichnen ist.

Beim Studio-Master ist es relativ eindeutig. Da handelt es sich um die Version eines Songs, die Elvis zur Veröffentlichung freigegeben hat und die dann - zumeist zu Lebzeiten - auf Platte erschien. Outtakes oder sonstige Versionen sind also auch beim Listen eines Songtextes sowie bei der Übersetzung irrelevant. Man orientiert sich immer an diesem Master, oder?

Wie ist das jetzt aber bei Songs, die ausschließlich live gesungen wurden? Im Speziellen ging es um "Something". Ich war immer der Meinung, dass hier der Live-Master die Aloha-Version vom 14. Januar 1973 ist, da diese als erste und auch einzige zu Elvis' Lebzeiten offiziell veröffentlicht wurde. Obwohl der Song ja vorher bereits mehrfach von Elvis gesungen wurde, auch im Rahmen von TTWII z.B., erschien dieses Lied aber auf keiner Platte. Erst nach Aloha gab es eine Veröffentlichung. Ist es nicht so, dass es keine Rolle spielt, was Elvis vorher oder nachher noch gesungen hat, wenn diese Versionen nie vom Künstler freigegeben wurden bzw. offiziell rauskamen?

Helft mir mal bitte, aber so dass frau es versteht! :rose:

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14 Okt 2009 15:42 #753875 von memphis54
memphis54 antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?

Vermutlich wurde die Angelegenheit hier schon hinreichend erläutert, aber ich konnte auf die Schnelle nichts darüber finden, deshalb möchte ich die Frage jetzt nochmal ganz konkret stellen.

Im Blauen haben sich im Zuge einer Songtextübersetzung ein paar Unstimmigkeiten darüber ergeben, welche Version eines Live-Songs denn nun als Live-Master zu bezeichnen ist.

Beim Studio-Master ist es relativ eindeutig. Da handelt es sich um die Version eines Songs, die Elvis zur Veröffentlichung freigegeben hat und die dann - zumeist zu Lebzeiten - auf Platte erschien. Outtakes oder sonstige Versionen sind also auch beim Listen eines Songtextes sowie bei der Übersetzung irrelevant. Man orientiert sich immer an diesem Master, oder?

Wie ist das jetzt aber bei Songs, die ausschließlich live gesungen wurden? Im Speziellen ging es um "Something". Ich war immer der Meinung, dass hier der Live-Master die Aloha-Version vom 14. Januar 1973 ist, da diese als erste und auch einzige zu Elvis' Lebzeiten offiziell veröffentlicht wurde. Obwohl der Song ja vorher bereits mehrfach von Elvis gesungen wurde, auch im Rahmen von TTWII z.B., erschien dieses Lied aber auf keiner Platte. Erst nach Aloha gab es eine Veröffentlichung. Ist es nicht so, dass es keine Rolle spielt, was Elvis vorher oder nachher noch gesungen hat, wenn diese Versionen nie vom Künstler freigegeben wurden bzw. offiziell rauskamen?

Helft mir mal bitte, aber so dass frau es versteht! :rose:

Grundsätzlich ist ein Master eine fertige Musikproduktion die für eine Veröffentlichung gedacht ist. Unabhängig ob live oder im Studio eingespielt. Manchmal gibt es aber Situationen wo diese fertigen Produktionen dann aus bestimmten Gründen nicht oder nicht sofort veröffentlicht werden. Als Beispiel sei hier die Lost-Album-Session aus 1963 genannt. Da schlummerten einige Songs ja bis zu fünf Jahren in den Archiven.

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14 Okt 2009 15:52 #753879 von Gelöschter Nick
Gelöschter Nick antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?

Als Beispiel sei hier die Lost-Album-Session aus 1963 genannt. Da schlummerten einige Songs ja bis zu fünf Jahren in den Archiven.

Wie lange die in den Archiven schlummerten, ist egal. Solange sie (und keine andere Version) veröffentlicht werden, sind sie der Master. Vor allem daher völlig unzweifelhaft, da sie noch zu Lebzeiten rauskamen. Es gab ja haufenweise Songs, die lange auf Halde lagen, z.B. die Tracks auf den anderen Resterampen wie "Elvis For Everyone" und "Elvis Now". Oder "Crying In The Chapel" dümpelte auch 5 Jahre im Archiv vor sich hin, was den Song noch nicht einmal daran hinderte, ein Single-Hit zu werden (#3) und wiederum ein Jahr später auf "How Great Thou Art" nochmal veröffentlicht wurde, obwohl der Song eigentlich auf "His Hand In Mine" gehört hätte. Weiß der Teufel, warum der nicht schon 1960 mit aufs Album kam...

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14 Okt 2009 16:05 #753881 von Harty
Harty antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?
Danke MW. :rose:

Vielleicht glaubt mir Circle ja nun, weil MW mich bestätigt....

:klatsch:

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14 Okt 2009 16:05 #753883 von memphis54
memphis54 antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?

Wie lange die in den Archiven schlummerten, ist egal. Solange sie (und keine andere Version) veröffentlicht werden, sind sie der Master. Vor allem daher völlig unzweifelhaft, da sie noch zu Lebzeiten rauskamen. Es gab ja haufenweise Songs, die lange auf Halde lagen, z.B. die Tracks auf den anderen Resterampen wie "Elvis For Everyone" und "Elvis Now". Oder "Crying In The Chapel" dümpelte auch 5 Jahre im Archiv vor sich hin, was den Song noch nicht einmal daran hinderte, ein Single-Hit zu werden (#3) und wiederum ein Jahr später auf "How Great Thou Art" nochmal veröffentlicht wurde, obwohl der Song eigentlich auf "His Hand In Mine" gehört hätte. Weiß der Teufel, warum der nicht schon 1960 mit aufs Album kam...

... man wußte, dass man mit CRYING IN THE CHAPEL im Jahre 1965 den Beatles den Wind aus den Segeln nehmen würde.... und sparte den Song deshalb auf. :smokin:

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14 Okt 2009 16:10 #753886 von Circle G
Circle G antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?

Danke MW.

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14 Okt 2009 16:16 #753888 von memphis54
memphis54 antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?
Bei den Live-Songs gibt es teilweise viele Master.
Als Beispiel sei hier einmal AMERICAN TRILOGY genannt. Erstveröffentlichung war 1972. Eine Version live in Vegas eingespielt (glaube ich). Dann gibt es noch den Master aus ALOHA FROM HAWAII usw, usw...
Noch einmal: ein Master ist eine fertige Musikproduktion, die zur Veröffentlichung ansteht. Unabhängig davon, ob dieser Song in einer anderen Live- oder Studioversion schon einmal veröffentlicht wurde.

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14 Okt 2009 16:19 #753890 von Circle G
Circle G antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?
Harty, das was MW da erklärt, ist doch eine ganz andere Baustelle. Da geht es um Songs, die zwar eingespielt wurden, dann aber erst nach langer Zeit veröffentlicht wurden. Da aber diese Versionen so wie sie waren rauskamen, sind sie der Master, ist ja logisch. Waren ja keine Alternativen da.

Bei unserer Diskussion ging es aber um Live-Songs, die zwar schon vorher mal aufgenommen wurden, aber nie erschienen, zumindest nicht zu Elvis' Lebzeiten und schon gar nicht vor der Aloha-Nummer. Es spielt m.E. keine Rolle, ob ein Song irgendwann mal zur Veröffentlichung vorgesehen war, wenn es dann nicht dazu kam und dafür aber eine andere Aufnahme dieses Liedes auf den Markt geschmissen wurde. Somit ist die 70er-Fassung (ich rede immer noch von "Something") als Master hinfällig, denn nur die Erst-VÖ zählt und das war und ist nunmal die vom 14. Januar 1973.

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14 Okt 2009 16:38 #753894 von Harty
Harty antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?
nochmal RCA legt fest, welcher Songtake/spliced take/Live take ein Master ist, egal welche Version veröffentlicht wird. Die Masterversion muss nicht identisch mit der veröffentlichten Version sein.

RCA führt

Something WPA5 2577 nunmal als Master vom Juni 1970, ich kann es doch nicht ändern. Es war wohl die erste professionelle Liveaufnahme, wurde aber nicht veröffentlicht, aber in den Archiven so geführt. So steht nunmal auch in dem Begleitheft 70's Masters.

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14 Okt 2009 16:43 #753896 von Gelöschter Nick
Gelöschter Nick antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?

Vielleicht glaubt mir Circle ja nun, weil MW mich bestätigt....

Wo tue ich das denn?

Ein Master ist das, was veröffentlicht wird, ohne den Zusatz "Alternate Master" oder "Outtake" zu führen. Wenn wir "Something" nehmen: Die erste (und zu Elvis' Lebzeiten auch einzige) Veröffentlichung war auf der Aloha-LP. Master, Punkt. Wenn dann 20 Jahre später eine andere Version - auch wenn sie vorher entstanden ist - auf irgendeiner Sonder-Ausgabe veröffentlicht wird, ist es ein schlechter Witz, das als Master zu bezeichnen.

Gut, die haben im August 1970 ein paar Versionen von "Something" aufgenommen. Irgendeine haben sie als die am besten gelungene (was in diesem Zusammenhang schon ein Witz ist) auserkoren und ihm vielleicht das Prädikat "Live Master" verpasst. Nur haben sie das Teil nie veröffentlicht. Drei Jahre später singt Elvis erneut eine Live-Fassung, die auf Platte rauskommt. Damit ist die der Live-Master; was man zuvor so bezeichnet und dann für die nächsten 20 Jahre ins Archiv gepackt hat, kann diese Bezeichnung dann nicht mehr tragen.

Das gleiche Problem haben wir im Februar 1972: Da haben sie "The Impossible Dream", "It's Impossible", "It's Over", "A Big Hunk O'Love", "An American Trilogy" und "You Gave Me A Mountain" aufgezeichnet und als Live-Master bezeichnet. "An American Trilogy" kam auf Single raus - Live-Master. "It's Impossible" auf der Fool-LP - Live-Master. "The Impossible Dream" kam erst ein Jahr nach Elvis' Tod raus und wurde durch MSG hinfällig. "Mountain", "Hunk" und "Over" wurden durch Aloha hinfällig und kamen sogar erst noch viele Jahre später raus. Dadurch, dass sie keine Outtakes sind, sind sie zwar auch eine Art Master, aber halt eher ein "Alternate Live Master"; das Ur-Master ist jedoch die zuerst veröffentlichte Version. Also bei "Something" eindeutig die Aloha-Fassung. Davon gab's erst 1988 eine weitere Veröffentlichung, als "The Alternate Aloha" rauskam mit der Probeshow vom 12.1.1973. Und da ist der Name schon Programm: "Alternate Live Master".

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14 Okt 2009 16:46 #753897 von Harty
Harty antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?
man braucht in diesem Forum nur MW oder Circle zu fragen, die wissen alles besser, egal was RCA im Katalog schreibt.. Denn wenn es da steht, ist es eh Murks.

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14 Okt 2009 16:46 #753898 von Gelöschter Nick
Gelöschter Nick antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?

nochmal RCA legt fest, welcher Songtake/spliced take/Live take ein Master ist, egal welche Version veröffentlicht wird. Die Masterversion muss nicht identisch mit der veröffentlichten Version sein.

Nein. Ein Master wird dadurch gegenüber allen anderen Versionen zum Master, dass es veröffentlicht wird. Egal, welche Version vorher so genannt werden. Durch Erstveröffentlichung einer anderen Version wird diese dann zum Master. Eine Veröffentlichung ist ja das entscheidende Merkmal. Eine unveröffentlichte Aufnahme kann man lediglich intern als Master bezeichnen, solange keine andere Aufnahme veröffentlicht wird, die nicht ausdrücklich als "Alternate Master" oder "Outtake" veröffentlicht wird. Zumal es Schwachsinn wäre, einen "Alternate Master" oder "Outtake" von einem Song zu veröffentlichen, den bisher kein Mensch als Master kennt.

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14 Okt 2009 16:48 #753899 von Gelöschter Nick
Gelöschter Nick antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?

... man wußte, dass man mit CRYING IN THE CHAPEL im Jahre 1965 den Beatles den Wind aus den Segeln nehmen würde.... und sparte den Song deshalb auf. :smokin:

Schöner Gag. Hat aber nicht funktioniert, denn die Beatles kamen mit so ziemlich allem, was sie machten, auf Platz 1, "Crying In The Chapel" hingegen "nur" auf Platz 3. Trotzdem eine beachtliche Leistung, zumal mit einem Song, der nicht gerade zu der Zeit passte und zudem noch uralt war.

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14 Okt 2009 16:52 #753902 von Gelöschter Nick
Gelöschter Nick antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?

man braucht in diesem Forum nur MW oder Circle zu fragen, die wissen alles besser, egal was RCA im Katalog schreibt.. Denn wenn es da steht, ist es eh Murks.

Was RCA im Katalog schrieb, war lediglich eine Willenserklärung. Die wurde aber hinfällg durch die Veröffentlichung der Aloha-Version.

Wenn ein Autohersteller einen Erlkönig baut und beschließt, das Teil in Serie zu geben, es aber - aus welchem Grund auch immer - dann verwirft, in der Garage stehen lässt und ein paar Jahre später ein ganz anderes Modell in Serie gehen lässt, das nur den gleichen Namen trägt, was ist denn dann das offizielle Model - der Erlkönig, dem man übereilt das Prädikat "serienreif" verpasst hat oder das Model, das dann tatsächlich in Serie gegangen ist? Und wie sieht's bei einer Software-Firma aus? Ist die Beta-Version, die zuerst da war und nur von einer kleinen Zahl von Anwendern getestet wurde, das offizielle Produkt oder das, was am Ende in den Laden kommt?

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14 Okt 2009 17:03 #753905 von Jim Knopf
Jim Knopf antwortete auf das Thema: Wann ist ein Master ein Master?

Nein. Ein Master wird dadurch gegenüber allen anderen Versionen zum Master, dass es veröffentlicht wird.

Sorry, aber das habe ich anders gelernt. <_<

Ich kannte den Begriff "Master" immer aus dem technischen Bereich und habe ihn immer damit in Verbindung gebracht. Master bedeutet für mich die endgültige Aufnahme/Abmischung auf ein bestimmtes Medium (damals Magnetband) und die damit verbundene endgültige Archivierung.

Daß der Begriff jetzt durch den Veröffentlichungzeitpunkt bestimmt wird, höre ich das erste Mal. :null:

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