file Remastering - Der umgekehrte Fall

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25 Jun 2007 10:01 #600602 von Harty
Harty antwortete auf das Thema: Remastering - Der umgekehrte Fall
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25 Jun 2007 10:19 #600607 von Gelöschter Nick
Gelöschter Nick antwortete auf das Thema: Remastering - Der umgekehrte Fall

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25 Jun 2007 12:24 #600623 von etp
etp antwortete auf das Thema: Remastering - Der umgekehrte Fall

Wurde hier eigentlich schon Recorded Live On Stage In Memphis erwähnt? Das Paradebeispiel dafür, wie ein älterer Remaster einen neueren überflüssig erscheinen lässt.
:zeitung:

Da ist etwas wahres dran.

Aber wie ich schon in dem entsprechenden Thread andeutete: ich denke, daß kein Re-Issue, der die komplette Show beinhalten wird, das Feeling der Original-Platte erreichen kann.

Weil das originale Album so sehr produziert wurde mit Overdubs u.ä. halte ich es für unmöglich, die komplette Show in dem Sound der Original-Platte zu präsentieren.

"As Recorded Live On Stage in Memphis" und "Memphis '74" werden wohl auf immer zwei verschiedene Platten bleiben. Und irgendwie ist das auch was ganz besonderes.

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24 Mär 2008 15:07 #663277 von RhumbaSportsCar73
RhumbaSportsCar73 antwortete auf das Thema: Remastering - Der umgekehrte Fall
remixen oder remastern?

die musiker gingen ins studio und spielten ihre songs bis ende der 60er jahre auf 2-, 3-, 4-, 8-spur bänder ein. im produktionsschritt wurde dieses material im anschluss gemixt und auf ein weiteres 2-spur band überspielt = das masterband für alle folgenden tonträger-veröffentlichungen.

wurde eine cd "remastered", so griffen die produzenten auf dieses 2-spur masterband zurück, also liegt der original-mix von damals unverfälscht vor - beispiel: TTWII von der 3er BOX.

wurde eine cd "remixed", so griff man auf die mehrspurbänder zurück und erstellte einen neuen, frischen mix, der, je nach anzahl der spuren, deutlich vom bekannten original-mix abweichen kann - als beispiel hierfür sei die LP THE MEMPHIS RECORD genannt.

wie sollte man verfahren? soll remixed oder nur remastert werden? audiophile menschen können hierüber tagelang diskutieren ohne zu einem ergebnis zu gelangen. remixen gewährt die möglichkeit, das material unter zu hilfenahme heutiger technik viel klarer und frischer klingen zu lassen, als die originalveröffentlichung. produktionsfehler oder schlampig produzierte mixe können korrigiert werden. einigen elvis-soundtracks, wie z.b. girl happy, double trouble, speedway würde ein remix sehr gut tun - als beispiel bitte mal vergleichen: cross my heart hope to die von der DOUBLE FEATURES und der OUT IN HOLLYWOOD ...

aber - um es ganz klar zu sagen - remixen ist kein allheilmittel! viele aspekte sprechen dagegen!
* es besteht die möglichkeit, dass die remixte version vom original-mix abweicht, weil nicht alle hierzu nötigen bänder wiedergefunden werden. beispiel: vom PET SOUNDS album der beach boys wurde erst 2001 zum ersten mal ein echter stereo-mix produziert. bei einem song fehlt der ursprünglich enthaltene Harmoniegesang, weil dieses tonband nicht mehr lokalisiert werden konnte.
* bei speziellen abmischungen, die unter anwendung analoger tricks entstanden, ist eine rekonstruktion meist nur unter zuhilfenahme der heutigen digitalen technik reproduzierbar. leider hört sich das ergebnis enstprechend anders an. als beispiel der song strange days von den doors, kürzlich zum 40sten bandjubiläum remixed auf den markt gebracht.
* die rige der analogen tonband spezialisten wie bob jones u.a. stirbt langsam aus, was ein grund dafür ist, warum aktuelle elvis neu-veröffentlichungen nicht so bestechend gut klingen, wie ihre alten vorgänger. unterhält man sich mit jungen tontechnikern, so dürfen musikaufnahmen keinesfalls rauschen oder starke nebengeräusche aufweisen, was alten aufnahmen in keiner weise gerecht wird. die anwendung sog. nonoise-techniken verrinigern zwar nebengeräusche, lassen das klangbild aber dünn und hohl erscheinen. details des ursprünglichen raumklangs des studios oder der konzertbühne gehen verloren. beispiel: tweedle dee von LOUSIANA HAYRIDE ARCHIVES und der 50s BOX.
* die aktuelle technik ist nicht auf alte tonbänder ausgelegt. man kennt es noch von den audio-kassetten, die sich stets etwas anders anhörten, spielte man sie auf unterschiedlichen geräten ab. im günstigsten fall spielt man alte tonbänder mit den bandmaschinen ab, auf denen sie auch bespielt wurden. das ist gerade bei den majors eher selten der fall. berücksichtigt wurde dies allerdings bei der anthology reihe von den beatles und bei miles davis - die majors sind sich dieser tatsache also durchaus bewußt! analoge abmischungen klingen anders, als digitale abmischungen. beispiel: steamroller blues von der greatest hits, Vol.1 (1981) und der ALTERNATE ALOHA. letztere LP sollte dringend remixed werden, da sie scheußlich digital klingt!! jegliche räumlichkeit und wärme ging hier im produktionsprozess verloren.

auf teufel komm raus remixen ist als ein ganz heißes eisen! als die beatles 1999 erstmals einige ihrer songs für die neuauflage des YELLOW SUBMARINE soundtracks zum remixen freigaben, waren nicht alle kenner und fans über das ergebnis zufrieden. bei den frühen alben von THE WHO kann man andererseits von einer sehr guten remix-arbeit sprechen. grundsätzlich gilt: je weniger spuren damals bei der aufnahme bespielt wurden, umso leichter ist es, einen adäquaten remix zu produzieren. ab 8-spur aufnahmen wird es spätestens kniffelig.





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24 Mär 2008 16:48 #663297 von Colonel
Colonel antwortete auf das Thema: Remastering - Der umgekehrte Fall

remixen oder remastern?

WENN man Profis wie einen Steve Hoffman für die Sache gewinnen kann, ist "remastern" wohl überwiegend absolut ausreichend und man erhält den Klang/Sound wie ihn der Künstler zu Lebzeiten authorisierte bzw. duldete. (Wie seine hervorragenden Arbeiten für DCC Label CDs belegen). Auch belegen viele von Budds DSD Remastern, daß ein guter Produzent auch mit "Einspurbändern" ohne Remixerei einen tollen Sound zaubern kann.

Im Falle Elvis belegen einige gut und neu (da erstmalig) gemixte Outtakes, daß ein Remix von einem Master vieleicht auch überzeugen könnte. Wichtig wäre hier nur: Viel Geld und Liebe zum Detail müssen vorhanden sein, um das Original nicht völlig zu entzaubern. (Negativ Beispiel: Wie es z.B. bei der 74er Memphis Live Platte auf FTD geschehen ist)

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24 Mär 2008 22:28 #663353 von RhumbaSportsCar73
RhumbaSportsCar73 antwortete auf das Thema: Remastering - Der umgekehrte Fall
die majors haben leider in den seltensten fällen die geduld (respektive das geld!), einen experten zu engagieren und diesem genug zeit einzuräumen, so dass ein überzeugendes ergebnis dabei herauskommt, egal ob remixed oder remastered. bob jones hat beispielsweise sehr lange gebraucht, um die songs für das ESSENTIAL ELVIS, VOL.2 album zu mastern. eine sehr gelungene und überzeugende arbeit.

die leute, die damals beim MFSL label gearbeitet haben, produzierten und erzielten ebenfalls ausgesprochen hochwertige ergebnisse. (bin sehr froh, die MFSL ausgabe von TTWII zu besitzen!)

ich wünschte mir bei so manchen major-veröffentlichungen alten materials (nicht nur elvis), dass mehr sorgfalt und fachkenntniss in die produktion fliessen würde. beispielsweise überzeugen meiner meinung nach weder AN AFTERNOON IN THE GARDEN, noch CLOSE UP-CD4, noch LIVE IN LAS VEGAS-CD1. das geht alles viel besser!

der remix des aloha konzerts ist auch so eine sache. das ergebnis klingt anders. das schlagzeug ist nicht mehr so klar und transparent wie auf der originalen deutschen oder englischen pressung. viele kleinigkeiten ..

was die AS RECORDED ON STAGE IN MEMPHIS angeht, so gehe ich davon aus, dass die originale mehrspuraufnahme des konzerts bisher nicht lokalisiert wurde (ich kenne die ftd-ausgabe bisher nicht!), so dass beim steamroller blues verzweifelt versucht wurde, das overdubbed audience wieder herauszufiltern? klingt sehr scheußlich auf der platinum-box dieser song!

(monoaufnahmen kann man nicht remixen. 2-spur-aufnahmen im prinzip auch nicht. diese lassen sich im klang nur bedingt verändern.)

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24 Mär 2008 23:41 #663385 von Wisdomy
Wisdomy antwortete auf das Thema: Remastering - Der umgekehrte Fall
Nicht schon wieder DIESE Diskussion......alles schon tausendmal besprochen, diskutiert, bestritten, zerstritten. :down:

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27 Mär 2008 16:56 #663911 von Rocker
Rocker antwortete auf das Thema: Remastering - Der umgekehrte Fall

die majors haben leider in den seltensten fällen die geduld (respektive das geld!)

Haben schon. Sie rückens nur nicht raus. ;)

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